K.R.Jamison. Wenn es dunkel wird. Zum Verständnis des Selbstmordes


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stmord in all seinen Aspekten:
medizinischen, neurol
ist Professorin für Psychiatrie an der Johns
Hopkins University School of Me
dicine und hat diverse wissen-
schaftliche Abhandlungen über psychi
sche Krankheiten und suizidales
Verhalten verfasst.
Selbstmordes
Aus dem Amerikanischen
von Klaus Binder
und Bernd Leineweber
Dieses E-book ist
nicht zum Verkauf
bestimmt
scanned by bloodronin
k-leser: Mik
Berliner Taschenbuch Verlag
Der Abdruck der Textpassagen von Virginia Woolf auf S. 86 f. und S. 159 erfolgt mi
freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlags, Frankfurt a. M., der Abdruck d
es
Gedichts »Gespräch eines Mannes mit sein
er Seele« auf S. 77 f. mit freundlicher
Genehmigung des Philipp Reclam jun. Verlags, Ditzingen.
Oktober 2002
BvT Berliner Taschenbuch Verlags GmbH, Berlin,
ein Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GbH
Die Originalausgabe erschien 1999 unter dem itel
Night Falls Fast: Understanding Suide
bei Alfred A. Knopf, New York.
© 1999 by Kay Redfield Jamison
Für die deutsche Ausgabe
2000 SiedleVerlag, Berlin
Lektorat: Andrea Böltken
Register: Frank Zimmer, Berlin
Umschlaggestaltung: Nina Rothfos und Patrick Gabler, Hamburg
unter Verwendung eines Details des Gemäldes
»Meeresküste bei Mondschein«, um 1810, von Friedrich Schinel
© Staatliche Museen zu Berlin
– Preußischer
Kuurbesitz,
Nationalgalerie, Foto: Jörg P. Anders
Gesetzt aus der Sabon von Ditta Ahmadi, Berln
Druck und Buchbinder: Elsnerdruck, Berlin
Printed in Germany • ISBN 3-442-76088-7
Für meinen Mann
Richard Jed Wyatt
in Liebe

Dean T. Jamison,
der die Dunkelheit
in Schach hielt.

9
I Bei lebendigem Leib begraben
Eine Einführung
1 In nächster Nähe ist der Tod
Geschichte und Überblick
2 Wie ist ein Herz in Aufruhr zu messen?

Definitionen und Größenordnungen
Essay:
Dieses Leben, dieser Tod
II Nur die Hoffnung ist dahin
73
Psychologie und Psychopathologie
3 Leg ab den Bernstein und lösch die Lampe 75
Zur Psychologie des Selbstmordes
4 Die Bürde der Verzweiflung
Zur Psychopathologie des Selbstmordes
5 Was macht es schon, ob Strick, ob Gürtel 128
Essay:
Das Löwengehege
150
III Qualen der Natur, Flecken von Blut
157
Zur Biologie des Selbstmordes
Ein Sprung in tiefe Wasser
159
7 Das Blut des Todes
177
Neurobiologie und Neuropathologie
Essay:
Die Färbung der Ereignisse
206
IV Ein Schutzwall gegen den Tod
225
Selbstmordprävention
Gewisse magische Eigenschaften
227
Behandlung und Prävention
Wir als Gesellschaft
256
Das Gesundheitswesen
10 Die Wunde halb verschlossen
282
Die Hinterbliebenen
Epilog
301
Danksagung
305
Anhang
309
Anmerkungen
311
Adressen
401
Register
405
Meist wurden es lange Abende in
den Bistro Gardens von Beverly
meinem Freund Jack Ryan, und ic
h bestellte jedes Mal Dungeness-
Krabben und einen Scotch auf Eis. Nicht jedes Mal, aber immer
eit und sprach davon, dass wir doch
heiraten sollten. Allein der Geda
nke jedoch barg so viele mögliche
Katastrophen, dass keiner von uns
diese Idee wirklich ernsthaft
verfolgte. Aber unsere Freundschaft nahmen wir ernst.
ich meine Krabben bis auf den
In dieser Woche wollten wir, einer des anderen Geisel, am Strand
spazieren gehen und den anderen daran erinnern, wie oft wir, über
zeugt, am Ende unserer Hoffnung angelangt zu sein, dann doch
irgendwie zurückgefunden hatten. We
r, wenn nicht der, der diesen
Punkt einmal erreicht hat, könnte
einen anderen besser von diesem
Abgrund zurückholen? Wir hatten be
ide sehr intime Erfahrungen mit
dem Selbstmord gemacht, jeder auf
seine ganz persönliche Weise. Wir
rhindern könnten, dass irgendwann
auf unserem Totenschein Selbstmord als Todesursache stünde.
Wir glaubten, eine Woche müsste ausreichen, um Argumente für
das Leben beizubringen. Sollte uns das nicht gelingen, so hatten wir es
immerhin versucht. Und weil wir ja
hrelange Erfahrungen hatten mit
einem Leben, bei dem plötzliche
große Rolle spielen, und daher wüsst
en, wie schnell und endgültig ein
Selbstmordimpuls sein kann, vereinbarten wir auch, dass wir uns
niemals eine Pistole anschaffen würden. Außerdem schworen wir,
unter allen Umständen dafür zu sorg
en, dass auch kein anderer in dem
Haus, in dem wir lebten, eine Waffe besitzen würde.
»Cheers«, sagten wir gleichzeitig und ließen Eis und Gläser
klingen. Wir besiegelten unseren Ausflug in die Welt der Pläne und
rationaler Überlegungen. Doch ich ha
tte meine Zweifel. Ich hörte uns
Einzelheiten besprechen, trug zu einigen Klarstellungen bei, trank
meinen Scotch und ließ meinen B
Lichter in den Gärten um uns he
wir uns lustig? Niemals, bei kein
em meiner anhaltenden Anfälle von
suizidaler Depression war ich willens oder in der Lage gewesen, zum
Telefon zu greifen und einen Freund um Hilfe zu bitten. Nicht ein
einziges Mal. Das war völlig ausg
ernsthaft vorstellen, dass ich Jack
anrufen, einen Flug buchen, zum
der zwischen uns schwingenden
Energie und Begeisterung, ja der
unendlichen Fähigkeit zur Selbst-
täuschung, die uns als manische
n Temperamenten eigen war,
zuschreiben, dass wir, als die Souffles zum Nachtisch aufgetragen
wurden, felsenfest davon überzeugt
waren, unser Pakt werde hal
ten. Er würde mich anrufen, ich würde ihn anrufen, wir würden den
schwarzen Ritter ausmanövrieren und davonjagen.
Wenn der schwarze Ritter allerdi
ngs nur einmal eine Chance ge-
habt hat, dann bleibt er gewöhnlich im Spiel. Und so kam es. Viele
Keine Woche in Cape Cod, keine Chance, es ihm auszureden. Ein
Mann, der erfinderisch genug war,
tausend Patente zu erwerben und
dies für so grundverschiedene Erfindungen wie die Hawk- und
Vorstellungskraft war nicht erfinderisch genug gewesen: Für sich sah
er nur eine Lösung und starb einen gewaltsamen Tod durch die eigene
Jacks Selbstmord hat mich sehr erschüttert, aber ich war nicht
nicht, dass er nicht angerufen
hatte. Seit unserem Pakt in den Bi
stro Gardens war ich selbst mehrere
Male sehr nahe daran
gewesen, mir das Leben
zu nehmen – und ich
hätte ihn bestimmt nicht angerufen, hatte noch nicht einmal daran
gedacht, ihn anzurufen. Der Drang zum Selbstmord lässt sich nicht
durch die Versprechen, die man sich an einem Sommerabend gibt,
bändigen, man kann ihm nicht mit
lichten Momenten und in guter Absicht entwirft.
Leider weiß ich das. Seit über zwan
zig Jahren beschäftige ich mich
beruflich mit dem Phänomen des Se
lbstmordes; persönlich verfolgt
mich dieses Problem noch sehr viel
länger. Ich habe
durch schreckliche Erfahrungen er
worbenen Respekt vor diesem
Drang, vor seiner Macht, die eige
ne Person zu untergraben, zu über-
wältigen, zu überlisten, zu verheeren und zu zerstören. Patienten, die
ich als Ärztin, Wissenschaftlerin
das Handgelenk aufgeschnitten oder die Kehle durchtrennt haben.
Auch enge Freunde, Kommilitonen, Kollegen und Kinder von Kol-
legen haben dies oder Ähnliches ge
tan. Die meisten dieser Opfer
waren jung und litten unter einer
schweren psychischen Krankheit.
Alle hinterließen sie unvorstellb
Wie so viele, die an einer mani
sch-depressiven Erkrankung leiden,
habe ich den Selbstmord auch au
f ganz persönliche und furchtbare
Weise kennen gelernt, und ich kann
den Verlust einer fundamentalen
Unschuld bis auf den Tag zurückve
rfolgen, an dem ich zum ersten
Mal im Selbstmord die einzige Möglichkeit gesehen habe, meinen
unerträglichen seelischen Schmerzen zu entrinnen. Bis dahin hatte ich
mein Leben ganz selbstverständlic
h als leicht empfunden, und ich
hegte die großartigsten Erwartungen
an dieses Leben. Der Tod war für
Ich war siebzehn, mitten in meiner ersten Depression, als ich mit
dem Selbstmord auf eine andere
als die für eine Heranwachsende
übliche existenzielle Weise bekannt wurde. Während meines letzten
High-School-Jahres dachte ich mehr
ere Monate lang fast täglich
darüber nach, ob, wann, wo und wie ich mich umbringen könnte. Ich
lernte, den anderen ein Gesicht zu
zeigen, das meinen tatsächlichen
seelischen Zustand verbarg, ich
suchte und fand in zwei nahe
gelegenen Hochhäusern ungesicherte Treppenhäuser, ich bekam
heraus, wann der morgendliche Verk
ehr am dichtesten war, und übte,
die Pistole meines Vaters zu laden.
Mein alltägliches Leben damals
– Sport, Schule, Schreiben,
Freunde, Pläne fürs College –, alle
s versank rasch in einer schwarzen
Nacht. Alles erschien mir lächerlich, ich spürte nur das Hohle an
meiner Existenz und lavierte mich durch, so gut es ging. Doch
Schicht, hob sich die Depression, und als
Der Drang hatte sich in tiefere Be
reiche zurückgezogen, Selbstmord
war wieder undenkbar geworden.
Weil ich mit meinem bösen Geist in privatester Abgeschlossenheit
verkehrte, hatte niemand, der mi
Vorstellung von meiner psychisc
hen Verfassung. Zwischen der
inneren Erfahrung und meiner Darstellung nach außen klaffte ein
Abgrund, und die Perfektion, mit der es mir gelang, nach außen
hin einen überzeugenden gefestigten Eindruck zu erwecken, war
Mit den Jahren verschlimmerte si
ch meine manisch-depressive
Krankheit, und die Realität eines frühen Todes durch eigene Hand
wurde zur gefährlichen Unterströmung in meinem täglichen Tun und
Treiben. Dann nahm ich, als
ich achtundzwanzig war und eine
verheerende manische Phase durchlit
ten hatte, auf die ein besonders
langer und gewaltsamer depressiver
Schub folgte, eine starke Über-
dosis Lithium. Ich wollte sterben, ohne Wenn und Aber, und ich wäre
auch beinahe gestorben. Tod durch
Selbstmord war zur Möglichkeit,
vielleicht sogar zur Wahrscheinli
chkeit in meinem Leben geworden.
Unter den gegebenen Umständen –
Bei lebendigem Leib begraben

Umgeben von tausend Gefahren,
müde, kraftlos, vor tausend Schrecken zitternd,
bin ich (...) in einem Sarg aus Fleisch
bei lebendigem Leib begraben.
WILLIAM
Der englische Dichter William Cowper (1731 bis
1800) hat mehrere Male versucht, sich zu vergif-
ten, zu erstechen oder zu erhängen. Die Zeilen,
wie er selbst sagt, »geschrieben während einer
Periode des Wahnsinns«, wurden nach einem
Selbstmordversuch verfasst.
In nächster Nähe ist der Tod
Niemand weiß, wer der Erste war, der seine Kehle mit einem Stück
Feuerstein aufgeschlitzt, der eine Hand voll giftiger Beeren genom-
men hat oder während des Kampfe
ließ. Ebenso wenig wissen wir, we
r zuerst, von den Kräften seines
Inneren plötzlich überwältigt oder
einer Klippe sprang, ohne Nahrung in einen Schneesturm hinauslief
oder in See stach, um nicht mehr
zurückzukehren. Der Tod war, wie
Seneca schreibt, immer in nächster Nähe, aber es bleibt ein Geheim-
nis, warum der Erste, der Hand an si
ch legte, diese Tat beging: War es
ein plötzlicher Impuls, eine lange
Krankheit? Oder hat eine innere
Stimme den Tod befohlen? War Sc
ham oder die drohende Gefangen-
nahme durch einen feindliche
n Stamm der Grund? Waren es
Verzweiflung oder Erschöpfung? Vielle
icht auch der Druck, den die
anderen, aus Sorge um die geme
insamen Vorräte an Nahrung und
Land, ausübten? Wir wissen es nicht.
Homo sapiens
gar nicht der Erste, der an
n daran handelte. Aus Sicht der
Evolution wäre diese Annahme auch einigermaßen willkürlich,
immerhin waren die Homi
niden vor uns bereits ho
ch entwickelt. Nach
allem, was wir wisse
geschickte Jäger, sie konnten Kli
ngen und Speere herstellen, drehten
Seile, nutzten das Feuer und erfanden intelligente und bemerkens-
werte Kunstwerke und Bestattungsrituale.
Und vor ihnen lebte der
und auch in Horden jagende Affen wie zum
Beispiel Schimpansen kennen Aggression und soziales Verhalten;
auch sie können komplexe
Werkzeuge herstellen.
An welchem Punkt
der Entwicklung trat die Selbst
wahrnehmung ins Bewusstsein? Seit
wann gibt es die überlegte Absicht, sich durch den Tod den Grenz-
bereichen extremer Rücksichtslo
sigkeit und ungestümer, das Leben
bedrohender Risiken zu entziehen?
Gewalt und Rücksichtslosigkeit,
der vollkommene Rückzug aus de
m sozialen Leben und Selbstver-
stümmelung sind, wie wir sehen werden, nicht auf unsere Art
beschränkt. Möglicherweise aber ist es der Selbstmord.
Wir werden nie erfahren, wer der
Erste war, der sich umgebracht
hat, ob es ein Mann war oder eine
Frau, warum und wie er oder sie
Die ersten Selbstmorde wird es
gegeben haben; historische Quellen
dazu sind wesentlich jünger. Was
man in den verschiedene
n Selbstmord dachte,
Bei den einzelnen Kulturen finden sich ganz unterschiedliche Ein-
stellungen zum Selbstmord. Einige – wie die Innuit, die Norweger, die
Samoaner oder die Crow-Indianer –
haben das »altruistische« Selbst-
opfer von Alten und Kranken akzeptiert und sogar dazu ermuntert.
Bei den Yuit-Innuit auf der Insel St. Lawrence waren die Verwandten
Einige Gesellschaften stimmten,
um die gemeinsamen Vorräte zu
bten, unbehindert durch Kranke
und Alte weiterziehen zu können, dem Selbstmord stillschweigend
oder auch ausdrücklich zu.
Die Selbstmorde, von denen im A
Hannibal zum Beispiel nahm
lieber Gift, als sich in Gefangensc
haft zu begeben und entehren zu
lassen, das Gleiche gilt für Demost
henes, Cassius, Brutus, Cato und
unzählige andere. Sokrates weig
erte sich, seine Lehre und seine
Überzeugungen zu widerrufen, und trank den Schierlingsbecher. Die
Gladiatoren rammten sich Holzstöcke
oder Speere in die Kehle oder
zwangen ihren Kopf in die Speichen von fahrenden Wagen, um
Zeitpunkt und Art ihres Todes nicht anderen zu überlassen.
Bei den antiken Griechen finden wir verschiedene Ansichten zum
Selbstmord. Für die Stoiker und die
Epikureer hatte jedes Individuum
das Recht, Mittel und Zeitpunkt des eigenen Todes selbst zu
erten diese Vorstellung nicht. In
lbstmord zwar nicht gegen das
Gesetz, doch wurde, wer sich selbst umbrachte, nicht nach dem Ritus
Feigheit, die sich auch gegen den
Staat richte; der gleichen Auffas-
sung war Pythagoras. (Obwohl dieser
werden. Die katholische Kirche war von Anfang an gegen den
Selbstmord und kodifizierte das Ve
rbot im sechsten und siebenten
Jahrhundert bei Strafe der Exko
mmunikation und der Verweigerung
einer kirchlichen Bestattung.
Selbstmord sei in keinem Fall gerecht-
fertigt, schrieb Augustinus in einer
Lehrschrift für die Kirche, denn er
verletze das sechste Gebot
: »Du sollst nicht töten.«
Bei den Juden durften für Selbstmö
schen Text über Tod und Trauer, heißt es:
»Wer sich selbst willentlich zerstört,
dem bereiten wir kein Begräbnis.
Wir zerreißen nicht unsere Kleider und entblößen nicht die Schultern
aus Trauer und sprechen keine Lobpreisungen für ihn.«
Mit der Zeit
»Die allgemeine Regel«, heißt es be
Gelehrten, »ist
die, dass man im Falle
eines Todes durch Selbstmord alles zur Ehre
der Überlebenden tut, man wird sie besuchen und trösten, aber man tut
nichts zu Ehren des Toten, außer dass man ihn beerdigt.«
islamischem Recht gilt Selbstmord als ein ebenso schweres
Verbrechen wie Mord.
Strenge religiöse und rechtliche Sanktionen gegen den Selbstmord
sind kaum verwunderlich; Selbstmord
ist eine dramatische, scheinbar
unerklärliche, erschreckende, oft gewaltsame und potenziell
ansteckende Todesart, und es wäre
merkwürdig, wenn eine Gesell-
schaft darauf nicht reagieren würde. Vor fast siebenhundert Jahren
wies Dante in seiner Schilderung des
den Selbstmördern ein
besonders grausames Schicksal zu. Si
e finden ihre Strafe im siebenten
Kreis der Hölle; verdammt zu ewiger Ruhelosigkeit, ist ihr Leiden
e Harpyien von ihren in blutende
Bäume verwandelten Körpern.
Wer sich in »wahnhafter Gewalt
« selbst umgebracht hat, darf im
Unterschied zu den anderen Hölle
nbewohnern nicht einmal seine
frühere menschliche Gestalt bewahren.
Im zivilen Leben wurden die Leichname von Selbstmördern ent-
weiht, und man suchte deren schl
echten Einfluss auf die Lebenden
abzuwehren, indem man den toten Körper wegschaffte und ihn mit
seinem möglicherweise gefährliche
n Geist einsperrte. In vielen
Ländern wurden diese Toten des Nachts unter Weggabelungen
vergraben. Man glaubte, der stärke
re Verkehr an solchen Kreuzwegen
werde »die Leichname unten halten«;
wegen der sich überschnei-
denden Straßen sei es außerdem für
ihren Geist schwieriger, den Weg
nach Hause zurückzufinden. In
den Anfangsjahren des Staates
durchaus üblich, dem Selbstmörder einen Holzpfahl durch das Herz zu
treiben; eine Praxis, die einen Wissenschaftler an das ganz ähnliche
Schicksal eines Mörders aus dem vier
zehnten Jahrhundert erinnert hat,
dessen Körper vor einigen Jahren in einem schwedischen Torfmoor
Mörders hatten Birkenstöcke durch
seinen Rücken, seine Seite und sein
Die Finnen glaubten, es sei für
die Lebenden unmöglich, mit dem
Toten Frieden zu schließen. Weil sie im Selbstmord eine ganz
plötzliche Handlung sahen, wurde
die Seele des Selbstmörders als
Der Verstorbene wurde nach seinem Tod so schnell wie möglich
währte der Brauch, Selbst-
mörder ohne jede Feierlichkeit zu
beerdigen. Die Gräber lagen
jenseits der Friedhofsmauern, oft
an entlegenen Stellen im Wald.
In Frankreich wurde der Körper eines Selbstmörders mit dem Kopf
nach unten durch die Straßen gesc
aufgehängt. Ende des siebzehnten Jahrhunderts verlangte das fran-
zösische Strafrecht, den Leichnam
in die Kloake oder auf den städ-
tischen Müllplatz zu werfen.
Die Kirche nahm keine Beerdigung von
Selbstmördern vor, und sie durften auch nicht auf geweihtem Grund
begraben werden. In manchen Regionen Deutschlands wurden die
Leichname von Selbstmörd
ern in Fässer gesteckt, die man die Flüsse
hinuntertreiben ließ, damit sie nicht
wieder nach Hause zurückkehren
Selbstmord wurde schlicht und einfach als »eine
Mit der Zeit lockerten sich die religiösen und rechtlichen Sank-
tionen. Zwar vertraten viele Theol
ogen weiterhin die Ansicht, Selbst-
mord zähle zu den unverzeihlichsten Sünden – für Martin Luther zum
Beispiel war der Selbstmord ein
Werk des Satans, die Puritaner
hielten den Tod durch eigene Hand
für abscheulich und verächtlich,
für eine »Unterwerfung unter den Satan«.
John Wesley erklärte, die
»an den Pranger und (...) sollen
dort verrotten«.
Wortreich zogen Philosophen wie Locke, Rousseau
und später Kierkegaard gegen je
de Art gesellschaftlicher oder
religiöser Akzeptanz des Suizids zu Felde. Die Rechtssysteme und die
Im Jahr 1621 erschien Robert Burtons viel gelesene und einfluss-
reiche Schrift
The Anatomy of Melancholy,
in der die engen Verbin-
dungen zwischen Wahnsinn, Melanc
holie und Selbstmord voller
Mitgefühl beschrieben werden. Bu
rton warb um Nachsicht für
diejenigen, die so verzweifelt und e
rregt sind, dass sie sich selbst
umbringen. Fünfundzwanzig Jahre später erschien
Biathanatos,
eine
weitere Epoche machende A
geschrieben von John Donne, dem
Dichter und weithin bekannten
Dekan der Londoner St. Paul's Cath
edral. Der Selbstmord sei, so
Donne, zumindest gelegentlich gere
chtfertigt, er verlange mensch-
liches Verständnis. Zugleich sei er
eine rein persönliche Angelegen-
heit: »Wann immer ein Kummer mich überfällt«, so bekannte er im
Vorwort, »deucht mich, ich trüge
in meiner eigenen Hand, und kein
Zwei hervorragende Darstellungen aus jüngster Zeit
arbeiten die
, die sich in den Ei
(Eine historisch
interessante Einzelheit: Den wahrscheinlich ersten Selbstmord
nach Ansicht
des Historikers Samuel Eliot Mori
son und anderer jedoch war dieser
Tod eine überlegte Handlung und kein
Unglück. Bradford selbst
erwähnte den Tod seiner Frau in seinem Bericht über die Anfänge der
Kolonie nicht.
Im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert wurde der Selbst-
mord in den meisten Ländern formell entkriminalisiert;
in England
und Wales allerdings blieb er
bis 1961, in Irland bis 1993 ein
Verbrechen. Zwar ist das öffentliche Verständnis für den Selbstmord
die archaischen Tabus und Ausschlu
sspraktiken erinnert: Die Gottes-
dienstordnung für die Totenbe
stattung, so heißt es
Die Geschichte der Ge
über den Selbstmord weder einf
ache Theorien, noch gibt es
Gemüt derjenigen zu heilen und zu
Weise zurückgelassen werden. Was wir nicht wissen, tötet.
Gleichwohl wissen wir eine ganz
e Menge über den Selbstmord. So
kennen wir zum Beispiel viele der
Faktoren, die einen Menschen zum
Selbstmord prädisponieren – Erbanlagen, schwere psychische
Erkrankungen, ein impulsives oder gewalttätiges Temperament –, und
wir wissen auch, dass es bestimmte Ereignisse oder Umstände in
einem Leben gibt, die auf besonde
Sehr wenig jedoch
wissen wir darüber,
sich Menschen das
Leben nehmen. Psychische Zustände, komplexe Motive und feine
biologische Unterschiede sind sc
hon bei lebenden Personen schwer
genug zu erfassen; sie bei denen nachzuweisen, die Selbstmord
begangen haben, und die Rolle darz
ustellen, die sie für diesen
Entschluss spielen, ist bei weitem schwieriger. Die Forschungs-
literatur über den Selbstmord zeigt denn auch, wie komplex und
zugleich inkonsistent und fehlerhaft
unser Verständnis ist, obwohl
man seit Jahrhunderten versucht, dies
e unbegreifliche Tat zu erklären.
Wer mit dieser Literatur vertraut ist – mit rund fünfzehntausend
wissenschaftlichen und klinischen Au
fsätzen und Artikeln allein aus
und ich habe großen Respekt vor der Arbeit früherer Autoren und
Forscher. Ich suchte nach einem We
g, bei dem ich eine individuelle
Perspektive beibehalten konnte: Ich wollte auf die
Psychologie des Selbstmordes Gewich
t legen und die Erklärungen und
Erfahrungen derjenigen extensiv nutzen
, die ernsthaft versucht haben,
sich umzubringen, oder es tatsächlic
h getan haben; zugleich wollte ich
diese individuelle Perspektive je
doch fest in den Wissenschaften
Psychopathologie, Genetik, Psyc
hopharmakologie und Neurobiologie
verankern. Man kann sich so schne
ll auf das individuelle Leben und
den individuellen Tod fixieren,
dass man die außerordentlichen
ten und Medizin in den letzten
Jahren gemacht haben, aus den A
ugen verliert – Fortschritte, die
s, das so reich an Literatur, an medi-
zinischer, psychologischer und natu
rwissenschaftlicher Forschung ist,
sollte es nicht notwendig sein, willkürliche Grenzlinien zwischen
der eher sinnliche Reiz der Komple
xität –der Reiz des Einzigartigen,
den psychologische Fallgeschichte
n haben, besonders wenn sie mit
Doch ist der Ansatz, sich auf da
s komplexe psychische Geschehen
zu konzentrieren, wenn dafür ps
und Geisteswissenschaften interessiert
ist, wird es spannender finden,
des Selbstmordes zu lesen – Dinge,
die natürlich ganz wesentlich sind,
wenn man verstehen will, was Selb
stmord ist. Doch sind diese
Faktoren allein nicht übermäßig h
ilfreich, wenn es darum geht, den
unnötig frühen Tod eines Menschen vorauszusagen oder zu
verhindern.
Als existenzielles Problem ist der
Selbstmord ein ganz wesentliches
Thema für Philosophen, Schriftstell
er und Theologen; er ist ein
ten von uns, was immer wir glauben
oder nicht glauben. Albert Camus, um nur einen zu nennen, war der
Überzeugung: »Die Entscheidung, ob das Leben sich lohne oder nicht,
Auch wenn sich dieses
Buch im Wesentlichen mit der
Psychologie des Selbstmordes
beschäftigt, behandelt es außerdem
medizinische und gesellschaftliche
Probleme. Vor allem geht es der Fr
age nach, warum sich jemand das
Leben nimmt, warum der Selbstmord
zu den wichtigsten Problemen
des Gesundheitswesens gehört und wi
e er verhindert werden kann.
der Selbstmord von Menschen, die
jünger sind als vierzig Jahre, wom
it jedoch das furchtbare Problem
des Selbstmordes älterer Menschen
keineswegs verharmlost werden
soll. Zahlreiche Studien
haben gezeigt, dass Depressionen – die
Hauptursache für Selbstmord in
allen Altersgruppen – bei älteren
Menschen nicht angemessen behande
lt werden und dass die Selbst-
mordraten bei älteren Menschen alarmierend hoch sind.
Aber der
Selbstmord in den älteren Altersgr
uppen ist ein Thema für ein eigenes
Buch, und viele Fragen, die si
geriatrischen Selbstmord stelle
n – der »rationale« und vom Arzt
unterstützte Selbstmord
vor allem bei Krankheiten, die zu
Behinderungen führen oder lebens
bedrohlich sind –, sind für junge
Leute viel weniger relevant.
Der Selbstmord junger Menschen, de
Selbstmord ist in den
Vereinigten Staaten die dritthäufigste
Todesursache bei jungen Leuten
und die zweithäufigste be
i Collegestudenten. Im
National College
Health Risk Behavior Survey,
1995 verfasst von den Centers for
Disease Control and Prevention,
wurde festgestellt, dass einer von
zehn Collegestudenten im Jahr vor der Befragung in Erwägung
gezogen hatte, sich das Leben zu
nehmen; die meisten hatten sogar
Die Zahlen für die High Schools, erhoben 1997, sind noch Be-
sorgnis erregender.
Zwanzig Prozent der Schüler gaben an, im
vorangegangenen Jahr ernsthaft erwogen zu haben, sich umzubringen,
genauer überlegt, wie sie vorgehen
wollten. Fast zehn Prozent hatten im genannten Zeitraum tatsächlich
einen Selbstmordversuch unternommen.
In einem Drittel dieser Fälle
wurde medizinische Versorgung erford
erlich. Diese Zahlen haben sich
gegenüber Erhebungen aus den Jahren 1995 und 1993 nur unwesent-
lich geändert.
Natürlich besteht ein Unterschied zwischen Berichten über Selbst-
mordgedanken oder -pläne und tats
ächlichen Selbstmordversuchen.
darum geben diese Zahlen Grund zu
r Besorgnis. Schließlich ist
Selbstmord eine der Haupt-Todesursachen bei jungen Menschen.
Vielleicht lässt sich
das Ausmaß dieser Gefährdung junger Men-
schen am besten verdeutlichen, wenn
man die Selbstmordrate in dieser
Altersgruppe in den Vereinigten St
ich für jede dieser drei Ursachen die Zahl der Todesfälle von Männern
den Zeitraum von 1987 bis 1996 zeigt, dass durch Selbstmord
fast fünfzehntausend junge Männer
mehr umkamen als durch AIDS.
(Die Zahl der HlV-Infizierten, die sich in diesem Zeitraum das Leben
wenig Anhaltspunkte dafür, dass sie
abnimmt. Die Grafik zeigt, wie
stark die Zahl der Selbstmordopf
er unter Jugendlichen und jungen
Erwachsenen seit Mitte der f
ünfziger Jahre gestiegen ist.
Männliche Tote (35 Jahre alt oder jünger)
Mögliche Gründe dafür – genauere
Untersuchungen durch Richter
und Gerichtsmediziner; ein leichter
er Zugang zu besonders tödlichen
Mitteln wie Schusswaffen; lebensgeschichtlich früherer Gebrauch von
Alkohol und Drogen; ein, bezogen auf
das Alter, früheres Ausbrechen
von schweren psychischen Erkra
nkungen; die steigende Rate von
äter ausführlicher diskutiert.
Jedes Jahr bringen sich dreißigtausend Amerikaner um,
und fast eine
halbe Million Menschen unternimmt
einen ernsthaften Selbstmord-
versuch, der medizinische Rettu
ngsmaßnahmen erforderlich macht.
Kriege kommen und gehen; Epid
emien kommen und gehen; aber
Selbstmord ist eine besonders fu
rchtbare Todesart: Das seelische
Leiden, das zu ihm führt, ist in de
r Regel lang anhaltend, intensiv und
ohne Linderung. Es gibt, um den a
kuten Schmerz zu beheben, kein
Morphinäquivalent, und der Tod ist
In der Melancholie ist »der Ke
im des Feuers. (...) Tagsüber äng-
stigen sie sich ständig vor ir
anderes übrig, als zu ihren eigenen Schlächtern zu werden und sich
selbst hinzurichten.
Mit unserem heutigen Wissen ist es
möglich, Trost zu spenden und
Abhilfe zu schaffen, um dieser Sc
hlächterei wenigstens teilweise ein
Ende zu setzen. Die meisten Selbstmorde, wenn auch keineswegs alle,
Wie ist ein Herz in
Aufruhr zu messen?
Was für eine Aufgabe ist das, einen Blitz mit einem
Zollstock zu messen und den Aufruhr des Herzens mit
einem Zirkel.
ORMAN
AIG
Niemand wird es einfach finden, de
n Selbstmord zu definieren oder
zu klassifizieren, und es ist wirk
lich nicht leicht. Der Tod durch
Doch hat man die Tat mit solchen
und ähnlichen Worten nicht wirklich definiert, sondern nur
beschrieben. Über Jahrhunderte hinweg, in unzähligen Büchern und
wissenschaftlichen Abhandlungen,
haben wir unterschiedliche und
kontroverse Definitionen und Klassifikationssysteme hervorgebracht,
die immer wieder verändert und umgestellt wurden.
Arbeitet man
sich durch diese schier une
ndliche Liste von
medizinischen,
philosophischen und soziologischen
Versuchen zur Klassifizierung
des Selbstmordes hindurch, macht sich eine Art intellektueller
Lähmung bemerkbar.
Alle Klassifikationssysteme und
Nomenklaturen verfehlen ihren
Gegenstand mehr oder weniger, und in
allen oder fast allen finden sich
brauchbare und oft einzigartige Einsichten.
Noch lapidarer
definiert die Weltgesundheitsorganisa
tion Selbstmord als »suizidalen
Akt mit tödlichem Ausgang«, wobei dieser Akt verstanden wird als
Gesellschaft, Medizin und Fam
ilienangehörige wollen genau
wissen, ob ein unnatürlicher Tod auf einen Unfall, auf Mord oder auf
Selbstmord zurückzuführen ist. Die Familien müssen soweit wie
möglich die Wahrheit wissen, we
nn sie mit diesem Ereignis zu-
und genetische
Informationen, wenn es um die
Entscheidung geht, ob sich andere
Familienangehörige einer Behandlung unterziehen sollten. Auch
rechtliche und finanzielle Fragen
Genaue Selbstmordstatistiken sind darüber
hinaus wichtig für die Forschung im
öffentlichen Gesundheitswesen,
ends und Korrelationen zwischen
Todesfällen und Krankheiten
herausfinden muss. (Frühere
Schätzungen gingen davon aus, dass die Selbstmordraten, die auf
und Medizinern basierten,
zufolge ist diese Quote auf unter zehn Prozent zurückgegangen.
Ob ein Selbstmord geschehen ist, ist nicht in jedem Fall schwer zu
erkennen. Viele Anzeichen sind unmissverständlich: Eine Waffe liegt
puren werden gefunden, ein Brief
wurde hinterlassen, und es gibt Unterlagen über psychiatrische
Behandlungen oder frühere Selbstmo
rdversuche. Aber es kommt auch
häufig vor, dass die Beweise aus Au
topsiebefunden, toxikologischen
Untersuchungen, psychologische
n Nachforschungen und Aussagen
der Angehörigen oder Zeugen, die da
bei waren, als der Tod eintrat,
Die meisten Mediziner und Unters
uchungsrichter, die derartige
Untersuchungen vornehmen, benutze
n die wissenschaftlichen und
vom Gesundheitsministerium veröffentli
chten Leitlinien, in denen die
Beweise dafür, dass der oder die Vers
torbene sich töten wollte oder zu
sterben wünschte, im Einzelnen er
läutert werden. Der Beweis muss
entweder
sein, es muss also eine verbale oder nonverbale
Medizinische und psychologische Kriterien können nur einen
begrenzten Bereich erfassen; fü
r die Zuverlässigkeit von Selbst-
mordstatistiken spielen indes noch viele andere Faktoren eine Rolle.
Die Beamten, die die Berichte schreiben, sind entweder Mediziner,
die nicht nur praktische Ärzte sind,
sondern auch eine gründliche
Ausbildung in forensischer Medizin haben, oder sie sind
Untersuchungsrichter oder gewählte
Auch kulturelle Einstellungen und Praktiken wirken sich aus. Ein
Forschungsprojekt hat gezeigt, da
ss dänische Untersuchungsrichter,
denen dasselbe Fallmaterial vorlag wie ihren englischen Kollegen, bei
zweifelhaften Todesfällen sehr viel
häufiger als jene auf Selbstmord
Dieser Unterschied, so die Autoren der Studie, sei
zumindest teilweise darauf zurückzuführen, dass die Feststellung der
Todesursache in Dänemark in ei
nem medizinischen und nicht in
einem rechtlichen Kontext erfolgt
und dass der Selbstmord in England
bis 1961 als Verbrechen galt, in
Dänemark dagegen nur bis 1866.
Außerdem glauben die Dänen, dass
die psychischen Krankheiten, die
dem Selbstmord zu Grunde liegen
– Depression, manisch-depressive
Erkrankung und Schizophrenie –, und infolgedessen auch der
r stigmatisierende Bedeutung haben
als in England.
Auch die Tötungsart beeinflusst
das Urteil. Untersuchungsrichter
Das gilt ebenso für Todesfälle
durch Vergiftung mit Kohlenmonoxid aus dem Autoauspuff, durch
Ersticken mit Hilfe von Plastiktüt
en, durch das Aufschneiden der
Pulsadern oder das Aufschlitzen der Kehle. Todesfälle durch
Ertrinken sind dagegen viel schwie
riger einzustufen, denn sie können
auf Unfall, Mord oder Selbstmord zurückzuführen sein. Tatsächlich
gehen die meisten Todesfälle durch Ertrinken auf einen Unfall
die Untersuchung aber kann problematisch sein,
wie der Soziologe Maxwell Atkins
on in der folgenden Geschichte
zeigt, einer Polizeiversion von
Hearts,
in der die Leiche wie die Pik-
Königin von einem Untersuchungsbezi
rk zum anderen weitergereicht
Denn es ist schwer, sich vorzust
ellen, wie jemand hängen kann,
wenn er sich nicht selbst in diese Lage gebracht hat, aber ebenso
leicht ist es, sich auszumalen, wie Leute in ein Gewässer rutschen,
hineinfallen oder gestoßen werd
en, aus dem sie dann als Leichen
wieder herausgefischt werden. Die Schwierigkeiten, die sich
daraus für die Untersuchung und die
Feststellung eines definitiven
Urteils ergeben, sind wahrschein
lich einer der Gründe für eine
Vorgehensweise, von der mir einmal ein Polizist erzählt hat.
Dieser Mann hat am Ufer eines
Flusses mit starker Strömung
Dienst getan, der die Grenze zwischen zwei Polizeirevieren bil-
dete. Es sei, so erklärte er mi
r, des öfteren vorgekommen, dass die
Polizei eine Leiche fand, die auf ihrer Flussseite angespült worden
war, und sie ins Wasser zurückstie
ß, so dass die Strömung sie auf
der anderen Seite anschwemmte
und daraufhin »die vom anderen
Revier zusehen mussten, was sie mit ihr anfangen sollten«. Die
aber dachten vermutlich ähnlich und machten dasselbe, so dass
eine Leiche mehrmals hin- und zu
rücktrieb, bis sie schließlich
herausgeholt und untersucht wurde.
geraten, in denen nur eine
oder wenn unterschiedlic
h große und schwere Fahr-
zeuge zusammenstoßen, lassen die Todesfälle verschiedene Deu-
tungen offen, dasselbe gilt für be
stimmte Todesarten von Fußgängern
oder von Menschen, die von hoch gelegenen Punkten herunterstürzen.
Am unsichersten ist die Feststellu
ng der Todesursache, wenn Gift oder
Fallgeschichten, und die Umstände
sind meistens äußerst undurchsichtig.
Anders als bei Todesfällen
Eine psychologische Autopsie wi
rd von einer Einzelperson oder
einem »Selbstmordteam« vorgenomme
n. Ausführliche Befragungen
von Familienangehörigen, Freunden, Ärzten und Kollegen des
Verstorbenen sollen klären, ob eine Absicht zu sterben vorlag be-
ziehungsweise in welchem Umfang de
Das Verfahren wurde in den
USA entwickelt und vor allem
dort benutzt, aber auch Forscher in
Europa, Südamerika, Australien
und Asien machen davon Gebrauch. In den fünfziger Jahren
an und Edwin Shneidman vom Los
Angeles Suicide Prevention Center
bauten dann in Zusammenarbeit
mit Theodore Curphey, dem dama
ligen leitenden medizinischen
Untersuchungsbeauftragten von Los Angeles County, die
psychologische Autopsie Ende der
fünfziger, Anfang der sechziger
Jahre am entschiedensten zur k
linischen und wissenschaftlichen
Mit der »Todesforschung« oder psy-
chologischen Autopsie verfolgten si
e das Ziel, die mentale Verfassung
des Opfers vor seinem Tod zu
rekonstruieren. Die Mitglieder
des Selbstmordteams interviewe
n Freunde, Familienangehörige und
Ärzte des Opfers und sprechen dabei eine ganze Reihe von Themen
an: die Ursache des Todes bezie
Aus diesen Informationen und ei
richt samt Befunden dem Unter-
suchungsrichter oder dem Gerichts
mediziner. In offenkundig zwei-
In praktisch jedem Amtssitz eine
s Untersuchungsrichters wird ein
Todesschuss sei nicht möglich, währ
end es in Wirklichkeit, als es
den Hahn zog, die Kugel in die tödliche Position brachte und sofort
tot war. Da keine Anzeichen fü
zu Selbstmordfantasien festzust
ellen waren und es die Informa-
tionen über die beiden verschiedenen Revolvertypen gab, empfahl
Die psychologische Autopsie wird sowohl von Untersuchungs-
richtern als auch von medizini
schen Untersuchungsbeauftragten
ten und unterschiedlich standardisierten Formen
hilfreich ist das Verfahren, wenn
Psychopathologie und Selbstmord miteinander zu tun haben.
Selbstmord markiert den Schl
usspunkt eines Kontinuums von sui-
zidalen Gedanken und Verhaltenswe
isen. Dieses Kontinuum reicht
Ausprägungen und Intensitäten bis zu Selbstmordversuchen und der
Tat selbst. Selbstmordversuche
sind nicht nur Handlungen, die von
einem mehr oder minder klaren Tode
auch solche, bei denen diese Absi
Riskantes Verhalten ist in di
esem Zusammenhang von einiger
Bedeutung, doch lässt sich die Ab
sicht dahinter fast immer nur
spekulativ erfassen. Die Gefahr kann unmittelbar sein wie beim
en wie beim Rauchen oder rück-
sichtslosem Autofahren. Zu diesen indirekten oder »subintentio-
nalen« Todesfällen – von Shneidman
definiert als Tode, »bei deren
Herbeiführung der Verstorbene eine
verdeckte, partie
nach Auffassung alle möglichen Ve
rhaltensweisen: vom chronischen
, bei denen ein hohes HIV-Risiko
besteht, vom Umgang mit Giftschlangen bis zur Erregung von
sie zu Wutanfällen neigen und
leicht gewalttätig werden
(so genannter Opfermord).
Auch Selbstmordvorstellungen
und -gedanken sind begrifflich
schwer einzugrenzen und zu fassen
jemals an Selbstmord gedacht hat. Die Interviewer fragen auch nach
der Häufigkeit von Selbstmordgedanke
Vor 25 Jahren haben der Psychi
legen im Rahmen einer Gemeindestudie über suizidales Denken und
Verhalten über 7000 Menschen in New Haven, Connecticut, befragt.
Durch diese Studie wurden höchst private Gedanken öffentlich
bekannt. Über zehn Prozent der Befragten gaben an, sie hätten
irgendwann einmal in ihrem Lebe
n das Gefühl gehabt, dass »das
Leben nicht lebenswert« sei; eine
ähnlich große Anzahl äußerte sich
dahingehend, dass sie hin und wieder »wünschten, sie wären tot«.
Fünf Prozent hatten daran gedacht,
undertste hatte schon einmal einen
Wie diese beiden Untersuchungen haben
auch andere Gemeindestudien erbracht, dass zwischen fünf und
fünfzehn Prozent der erwachsenen Bevölkerung schon ein- oder
mehrmals daran gedacht hatten, ih
Von Collegestudenten, die auf gleiche oder ähnliche Art befragt
wurden, sind ebenso hohe oder höhe
re Raten bekannt. In der um-
fassendsten Studie über Universitäts- und Collegestudenten, dem
National College Health Risk Behavior Survey
von 1995 (der schon
erwähnten Untersuchung der Cent
ers for Disease Control and
Prevention), wurden 4600 Collegestudenten aus den ganzen
Vereinigten Staaten befragt. Zehn
Prozent von ihnen gaben an, sie
hätten im Jahr vor der Untersuchung
ernsthaft daran gedacht, sich das
Leben zu nehmen, sieben Prozent hatten entsprechende Pläne
gemacht.
s den Vereinigten Staaten,
aus Europa und Afrika zeigen, dass zwischen 20 und 65 Prozent aller
Collegestudenten schwach ausgeprägte bis ernsthafte Selbstmord-
vorstellungen hegen.
Ebenso beunruhigend hoch sind entsprechende Zahlen, die unter
High-School-Schülern erhoben wurden.
und 20 Prozent der Schüler aus Oregon schilderten, wie
sie über einen längeren Zeitraum in
mal mehr, mal weniger ernsthafter
Weise an Selbstmord gedacht hätten.
Studien aus Europa und anderen Teilen von Nordamerika kommen
zu ähnlichen Ergebnissen. Fünf Pr
ozent der französischen Jungen im
Alter von fünfzehn bis achtzehn Jahren und zehn Prozent der
gleichaltrigen Mädchen gaben an,
sie hätten im vergangenen Jahr
»ziemlich oft oder sehr oft« an Selbstmord gedacht.
hatten sich zehn Prozent der Oberschüler in der Woche, die der
Befragung vorausging, wenigstens ei
n Mal Gedanken über Selbstmord
gemacht.
Aus diesen Unterschieden zwischen
den Geschlechtern wird ersi
chtlich, dass Depressionen
Diese Statistiken sind beunruhigend, zumal ein großer Unterschied
besteht zwischen dem, was die
Kinder erzählen, und dem, was die
Eltern bemerken.
In einer Untersuchung über suizidales Verhalten
bei Mädchen gaben fünfzehn Prozent der Kinder an, sie hätten an
Selbstmord gedacht oder sich suiz
idal verhalten. Aber nur wenige
Es ist natürlich verständlich, dass Eltern nicht glauben wollen,
ihren Kindern könne es so schlecht
gehen, dass sie sich wünschen, tot
zu sein, und doch ist dies bei vielen
Kindern der Fall. Cynthia Pfeffer,
Kinderpsychiaterin an der Cornell Un
iversity, hat festgestellt, dass
von »normalen« Schulkindern, das
heißt von Kindern, die nie psychiatrisch auffällige Symptome gezeigt
hatten oder psychisch krank gewesen waren, von suizidalen Impulsen
mache mir große Sorgen um
meine Familie. Mama ist immer
depressiv, und manchmal sa
gt sie, sie wird bald sterben. Mein Bruder
wird oft sehr böse, ohne dass er ei
Ein anderes Kind, ein zehnjährige
r Junge, schilderte seine Ge-
danken ebenfalls sehr genau und an
schaulich: »Ich möchte mich
da bekam ich Angst. Meine Großmutter fand
mich. Ich sagte ihr, ich hätte me
in Gesicht gewaschen. Mama war
schockiert, als sie das hörte. Sie fing an zu weinen. Sie macht sich
viele Sorgen und sieht immer traurig aus.«
In den meisten Fällen führen Selb
stmordfantasien, auch wenn sie
oft schrecklich sind und Anlass zu
r Sorge geben, weder zu einem
tatsächlich zum Selbstmord; aber manchmal
passiert es eben doch.
Die Grenze zwischen suizidalen Gedanken und entsprechenden
Handlungen ist nicht so eindeutig,
wie es scheinen mag. Ein mög-
licherweise tödlicher Impuls kann
unterbrochen werden, bevor die
Handlung ausgeführt wird, oder es kommt ein Versuch zu Stande, der
gefährlich ist, weil das Opfer
bgestritten oder heruntergespielt,
wenn die Krise und der Schmerz vorüber sind. Der Schriftsteller
Evelyn Waugh zum Beispiel musste, als er Anfang zwanzig war, zwei
große berufliche Rückschläge hinnehmen. Es handelte sich um äußerst
kritische Besprechungen seiner Arbeit, die er nicht verkraften zu
können glaubte. Todunglücklich entschloss er sich, Schluss zu
machen. Als er Jahre später von seinem Selbstmordversuch erzählte,
Eines Nachts (...) ging ich hin
unter zum Strand, mein ganzes
hinaus. Hatte ich wirklich die Absicht, mich zu ertränken? Ich
hatte das im Sinn und hinterließ be
Verzweiflung und wirkliches Wolle
n bei diesem Ausflug dabei
waren und wie viel Theater.
der Mond sah aus, als hätte er
einen Buckel. Ich schwamm langsam
hinaus, aber lange bevor ich
den Punkt ohne Wiederkehr erreicht
hatte, schreckte den Kerl aus
Shropshire ein Schmerz an der
Schulter auf. Ich war mit einer
Qualle zusammengestoßen. Noch ein paar Züge und ein zweiter,
noch schmerzhafterer Stich. Die
ruhige See war voll von diesen
Kreaturen.
Ein Omen? Ein Zeichen, das mich wieder zur Vernunft bringen
sollte (...)?
Ich kehrte um und schwamm auf de
r Spur des Mondes zurück zum
Strand. (...) Es war mir ernst
mit meinem Vorhaben gewesen,
daher hatte ich kein Handtuch mitg
ebracht. Mit einiger Mühe zog
ich mich an, dann zerriss ich den großspurigen Wisch mit dem
Nicht nur Waugh hatte seine Sc
hwierigkeiten mit Absicht und
Handlung. Es gibt tatsächlich ke
ine genaue Definition eines so
genannten Selbstmordversuchs,
genauso wenig wie allgemein
anerkannte Kriterien zur Best
immung oder Klassifizierung ver-
schiedener Abstufungen der medizi
nischen Gefährlichkeit eines
Selbstmordversuchs. Kliniker und
Forscher, die die
Ernsthaftigkeit
eines Entschlusses zum Selbstmord feststellen wollen oder den
Auftrag haben, die medizinischen Ko
mplikationen, die sich aus einer
suizidalen Handlung ergeben, in
müssen viele Faktoren berücksichtigen.
Aaron T. Beck und seine Kollegen von der University of Pennsyl-
vania haben eine Skala für Patien
ten entwickelt, die einen Selbst-
mordversuch unternommen und überlebt haben.
Die klinischen
Beobachtungen und die Fragen, die gestellt werden – ob die Handlung
an einem abgeschiedenen Ort st
attgefunden hat, wie genau zuvor
geplant wurde, welche Gründe es
für den Versuch gab –, vermitteln
einen Eindruck davon, was Kliniker
und Wissenschaftler interessiert,
wenn sie sich mit dem Problem de
r Selbstmordabsicht und -planung
Skalierung der Selbstmordabsicht
(für Patienten, die einen
Versuch unternommen haben)
I. Objektive Umstände des Selbstmordversuchs
0. In Anwesenheit anderer Personen
1. In der Nähe beziehungsweise in Sicht- oder Hörweite von
anderen Personen
2. Nicht in der Nähe beziehungsweise in Sicht- oder
Hörweite von anderen Personen
2. Bestimmung des Zeitpunkts
0. Eine Intervention ist wahrscheinlich
1. Eine Intervention ist nicht wahrscheinlich
2. Eine Intervention ist sehr unwahrscheinlich
3. Vorkehrungen gegen eine Entdeckung/Intervention
0. Keine Vorkehrungen
1. Passive Vorkehrungen (zum
Beispiel zu vermeiden, dass
man in Kontakt mit anderen Personen kommt, aber nichts zu
unternehmen, um eine Intervention zu verhindern; sich
allein in einem Raum aufzuhalten, ohne die Tür ab-
2. Aktive Vorkehrungen (abgeschlossene Tür)
4. Maßnahmen, um während des Se
Hilfe zu erhalten
0. Mitteilung an eine mögliche Hilfsperson
1. Kontakt zu einer möglichen Hilfsperson, aber keine beson-
dere Mitteilung
2. Kein Kontakt oder keine Mitteilung
5. Vorbereitungen für den Todesf
all (zum Beispiel Testament,
Schenkungen, Versicherungen)
0. Keine
1. Daran gedacht oder einiges unternommen
2. Definitive Pläne gemach
t oder alles Nötige unternommen
6. Aktive Vorbereitungen des Versuchs
0. Keine
1. Minimale bis mäßige
2. Ausgedehnte
0. Keiner
2. Brief vorhanden
8. Mitteilung der Absicht vor dem Versuch
0. Keine
1. Unklare Mitteilung
2. Eindeutige Mitteilung
II. Selbstauskunft
9. Zweck des Versuchs
1. Verbindungen aus »0« und »2«
2. Wunsch zu verschwinden, ein Ende zu machen,
Probleme zu lösen
10. Erwartungen in Bezug auf eine
n möglichen tödlichen Ausgang
0. Tödlicher Ausgang unwahrscheinlich
1. Tödlicher Ausgang möglic
h, aber nicht wahrscheinlich
2. Tödlicher Ausgang wahrscheinlich oder sicher
11. Vorstellungen über di
0. Weniger gefährlich als gedacht
2. Mindestens so tödlich wie gedacht
12. Ernsthaftigkeit des Versuchs
0. ein ernsthafter Versuch, aus dem Leben zu scheiden
1. Unsicher über die Ernsthaftigkeit
2. Ernsthafter Versuch, sich das Leben zu nehmen
13. Einstellung zum Überleben/Sterben
0. Wollte nicht sterben
1. Verbindungen aus »0« und »2«
2. Wollte sterben
0. Tod unwahrscheinlich,
wenn ärztliche Hilfe einträfe
1. Unsicher, ob Tod durch ärztliche Hilfe vermeidbar
2. Tod sicher, auch bei ärztlicher Hilfe
15. Intensität der vorausgegangenen Überlegungen
0. Keine; impulsiv
1. Selbstmord bis drei Stunden vorher überlegt
2. Länger als drei Stunden vorher überlegt
III. Andere Aspekte
(in der Auswertung nicht berücksichtigt)
16. Reaktionen auf den Versuch
0. Versuch bereut; Gefühl, ei
ne Dummheit gemacht zu haben;
Gefühl der Scham (Z
utreffendes ankreuzen)
1. Akzeptiert den Versuch und sein Scheitern
2. Bedauert das Scheitern des Versuchs
17. Vorstellungen zum Tod
0. Leben nach dem Tod, Wiedersehen von Verstorbenen
1. Endloser Schlaf, Dunkelheit, Ende aller Dinge
2. Keine Vorstellungen oder Gedanken über den Tod
18. Anzahl früherer Versuche
0. Keiner
1. Einer oder zwei
2. Drei oder mehr
19. Verhältnis zwischen Alkoholkonsum und Versuch
1. Alkoholkonsum ausreichend für Einschränkung von Urteils-
e und Verantwortlichkeit
2. Gezielter Alkoholkonsum, um Durchführung des
Versuchs zu erleichtern
20. Verhältnis zwischen Medika
0. Leichte Medikamenteneinnah
me vorher, aber nicht bezogen
auf Selbstmordversuch, nicht ausreichend für Einschrän-
kung von Urteilsfähigkeit und Realitätskontrolle
1. Medikamenteneinnahme au
sreichend für Einschränkung von
Urteilsfähigkeit, Realitätskontrolle und Verantwortlichkeit
2. Gezielte Medikamenteneinnahme, um Durchführung des
Versuchs zu erleichtern
Bemerkung: Antworten, die eine st
arke Selbstmordabsicht anzeigen,
Abdruck mit freundlicher
Genehmigung von Aaron T. Beck, M. D., University
Professor of Psychiatry, University of Pennsylvania.
Zusätzlich zu solchen Fragebögen, die die Intensität des Todes-
wunsches erfassen sollen, gibt
es eine Reihe von klinischen und
zur genaueren Bestimmung der
medizinischen Bedeutung ei
nes Selbstmordversuchs.
und Erhängen sind mit großer Wahrsche
inlichkeit tödlich, und es ist
Da die Ansichten über das, was ei
nen Selbstmordversuch ausmacht,
weit auseinandergehen, ist es nicht erstaunlich, dass Schätzungen über
die Häufigkeit von Selbstmordversuc
hen sehr unterschiedlich sind.
Forschungen in Europa, Nordamerik
a, Australien, dem Nahen und
dem Fernen Osten belegen, dass
zwischen einem und vier Prozent
aller Erwachsenen irgendwann in ihrem Leben einen Selbstmord-
versuch unternommen haben.
Bei Jugendlichen ist die Rate höher
und variiert stärker: zwischen zwei und zehn Prozent der jungen
Menschen auf der ganzen Welt geben an, dass sie schon einmal
versucht hätten, sich das Leben zu
mehr als ein Mal versucht haben.
Es ist nicht klar, warum diese
Raten zwischen den einzelnen Alte
rsgruppen so differieren, obwohl es
einige Erklärungsversuche gibt.
Myrna Weissman, eine psychiatrische Epidemiologin an der
Columbia University in New York
, hat festgestellt
, dass sich die
Das mag zum Teil an einem »Ko-
horteneffekt« liegen, das heißt an einer Zunahme von suizidalem
Verhalten und depressiven Zustände
n bei Angehörigen der jüngeren
Jahrgänge; darauf werde ich spät
er ausführlicher zurückkommen.
Denkbar wäre auch eine mit dem
Alter zunehmende Tendenz zum
So
geht aus einer australischen Studie hervor, dass 40 Prozent der
Befragten, die angegeben hatten, da
ss sie schon einmal an Selbstmord
Selbstmord stehen. Man schätzt, dass etwa zehn bis 25 Selbstmordver-
suche auf einen vollzogenen Selbstmord kommen.
Viele, wenn nicht
die meisten Menschen, die sich
umbringen wollen, versuchen es
mehrmals.
Sowohl bei Selbstmordversuchen al
s auch bei Selbstmorden spielt
die Geschlechtszugehörigkeit eine Ro
lle. In den Vereinigten Staaten
unternehmen Frauen zwei bis drei
Mal so viele Selb
wie Männer. Dagegen töten sich Männe
r statistisch vier Mal häufiger
als Frauen.
Die Gründe dafür sind komplex
und werden in diesem
Buch an verschiedenen Stellen behandelt; zum Teil jedoch wird diese
Diskrepanz an der unterschiedlich
en Häufigkeit der verschiedenen
psychischen Krankheiten liegen, di
versuchen verbunden sind. Frauen
und Mädchen leiden zum Beispiel
mindestens doppelt so häufig an Depressionen wie Männer,
wahrscheinlich die höhere Rate
von Selbstmordversuchen zurückzu-
führen ist. Die bei Frauen höher
wird durch viele Studien belegt,
die große internationale Unter-
suchung unter der Leitung von Myrna
allen zehn Ländern, die sie mit ihren Kollegen untersuchte – die
Vereinigten Staaten, Kanada, Puerto Rico, Frankreich, West-
Deutschland, Italien,
Libanon, Taiwan, Ko
Zwar sind depressive Zustände bei
Männer, die möglicherweise an Depressionen mit ausgeprägteren
aggressiven Anteilen und rasch wechselnden Zuständen leiden,
bemühen sich bei psychischen Probl
emen in der Regel seltener um
ärztliche Hilfe. Außerdem erhöhen
sie oft die Selbstmordgefahr durch
den Gebrauch von Alkohol und Medikame
nten oder sie sind im Besitz
von Schusswaffen. (Das ist nicht er
st seit kurzem so, wie wir noch
sehen werden, wenn wir im Einzel
Die Methode, die bei einem Selb
stmordversuch angewandt wird,
hat natürlich einen entscheidenden Einfluss darauf, ob die betreffende
Person am Leben bleibt oder stirbt. China, auf das 1990 vierzig
Prozent der Selbstmordtoten in der ganzen Welt entfielen, ist das
Nach Langzeitnachfolgestudien (
zehn bis vierzig Jahre) bringen
sich zwischen zehn bis fünfzehn Prozent derjenigen, die einen oder
unternommen haben, irgendwann
tatsächlich um.
Die Prognosen darüber, wer irgendwann tatsächlich
den schwierigsten, frustrierend-
sten und bedeutsamsten Kapiteln der klinischen Praxis.
Die Grenzen
zwischen Denken, Handeln und der tödlichen Handlung sind
fließender, Ungewisser und gefährlich
er, als man glaubt, wie Robert
Gedichts »Suicide« treffend zum
Verdiene ich Anerkennung,
wenn ich nicht versucht habe, mich umzubringen –
oder fürchte ich nur,
diese exotische Handlung
wird zur Pfuscherei,
da ich nicht weiß,
durch Übung zu beheben sind,
wie unsere ersten Familienfotos,
ohne Köpfe, mit abgeschnittenen Köpfen, verwackelt
war bei 1,8 Prozent der weltweit 54 Millionen
Sterbefälle im Jahr 1998 Selbstmo
rd die Todesursache. Bei jungen
Menschen lag diese Rate noch höher.
In der folgenden Grafik sind die
zehn wichtigsten Todesursachen bei Männern und Frauen im Alter
von fünfzehn bis vierundvierzig Jahren aufgeführt. Danach ist
Selbstmord bei Frauen in dieser Altersgruppe die zweitwichtigste
Todesursache und die viertwichtigst
e bei Männern. In jedem Fall ist
Selbstmord ein zentrales Pr
oblem des Gesundheitswesens.
Vom Karolinska Institut
Die weltweit wichtigsten Todesursachen bei Frauen und Männern im
Alter von 15 bis 44 Jahren.
Institut in Stockholm wurden Selbstmordmuster über einen Zeitraum
dass die Wahrscheinlichkeit, dass
ein zwanzigjähriger Mann vor
Erreichen seines fünfundzwanzigst
en Lebensjahres Selbstmord
begeht, um 260 Prozent gestiegen war.
In den Vereinigten Staaten hat di
e Selbstmordrate bei zehn- bis
vierzehnjährigen Kindern zwischen 1980 und 1992 um 120 Prozent
ndliche und junge Erwachsene
an Selbstmord als an Krebs,
Herzkrankheiten, AIDS, Lungen-
entzündung, Grippe, Geburtsschäden
Es sind, so der leitende Gerich
tsmediziner von Maryland, »zu viele
und zu junge Leute«. Der deutliche, auch von vielen anderen
Wissenschaftlern festgestellte Tre
jüngeren Altersgruppen hat umfa
ngreiche Spekulationen und
Forschungen ausgelöst, um den Ursachen auf den Grund zu
Zum Teil ist der Anstieg vermutlich auf exaktere Berichte zu-
rückzuführen; Untersuchungsrichter und
Gerichtsmediziner beurteilen
heute einige gewaltsame Todesfä
lle von jungen Leuten eher als
Selbstmorde denn als Unfälle oder unbestimmbare Todesfälle.
Außerdem haben junge Leute heut
e leichter und früher Zugang zu
mordrate in dieser Altersgruppe beitr
) Das Nervensystem von
Frühgeborenen, die früher gestorben wären und heute überleben, kann
wegen ihres geringen Gewichts anfälliger sein. Ein weiterer Grund für
das Ansteigen der Selbstmordraten is
t die erfolgreiche psychiatrische
Medikamentation, die es vielen
psychisch kranken Menschen ermög-
licht, zu heiraten und Kinder zu be
Eine der am häufigsten genannte
n Ursachen für den Anstieg der
Selbstmordrate bei jungen Leuten
ist die Tatsache, dass das Durch-
Weil Depressionen und andere
psychische Erkrankungen oft
Entzückte Lust an Einsamkeit
Trieb in die Wolken mich zum Streit;
Ich wog es alles, bedacht es klar:
Vergebliche Müh die künftigen Jahr
Wie die vergangnen; in Schwebe bot
Sich dieses Leben, dieser Tod.
ILLIAM
UTLER
rend man das Video anschaut; an
dem man wünscht, man könnte es
seinem Besitzer zurückgeben und
vergessen, was ma
n gesehen hat.
Man kennt das Ende der Geschichte
Tag aufgenommen wurden, ist eine Landschaft zu sehen, die
Rampartberge in den Rocky Mountains von Colorado; sie bilden die
Kulisse für die von Menschen geschaffenen grobkantigen und
dreieckigen Gebäude der U.S. Air Fo
rce Academy. Ruckartig streicht
die Kamera weiter über die Landsc
haft, die Leute und
das Ereignis des
Kadett hatte ihn als den meistgeachteten Abschlussschüler der
ilung bekannte sich einmütig zu
ihm als ihrem Anführer.
Der junge Mann nimmt sein Ze
ugnis, legt seine mit dem Hand-
Nicht dieser Augenblick ist es, in
dem einem das Herz stillsteht,
holie in das Lächeln des jungen
eser Moment kommt erst später, wenn alle
Namen aufgerufen sind und alle sa
lutiert haben. Aufmarschplatz und
Stadion sind von den harten, martia
lischen Klängen der Luftwaffen-
hymne erfüllt, als plötzlich tause
nd frisch gebackene Leutnants ihren
Kopf in den Nacken werfen, um die F-16-Jagdbomber zu beobachten,
die in enger Formation über ihre Köpfe hinwegrasen, die traditionelle
Flugschau zu Ehren der neuen Offiziere der Akademie. Noch bevor
die Kondensstreifen der Jäger verbla
sst sind, bricht ein Höllenlärm
aus, Hunderte von weißen Hüten fliegen hoch in die Luft und wirbeln
als weiße Flecken am Himmel. In
Hochrufen und Umarmungen geht
kehrte an dem Abend seiner
Abschlussfeier nicht zur Air Force Academy zurück, er erhielt auch
nicht die Ernennungsurkunde zum Offizier. Jahrelang hatte er davon
eines nahe gelegenen Militärhospitals
. Dort versuchte er das Geschick
zu ergründen, das ihn nun erfasst hatte
. Anders als das, was ihm zuvor
widerfahren war – Tage der Liebe,
des Glücks und der Kraft –, war
dies ein Albtraum, das Gefühl, alles
verloren zu haben. Es traf ihn
Erfolg, so scheint es, reichte als Lehrmeister nicht aus. Auch gute
Freunde und eine liebevolle Familie ni
cht. Drew Sopirak hatte all dies
in reichlichem Maße. Er war, wi
e alle seine Freunde und Lehrer
bestätigten, herzlich, lebhaft und ungeheuer beliebt bei seinen
Kameraden, eine geborene Führer
natur, »drop-dead gorgeous«,
Drew wählte die Air Force Academ
y, eine leichte Entscheidung für
einen Achtzehnjährigen, der sich für alles, was fliegt, leidenschaftlich
interessiert, der davon träumt und alle
Er war 23 Jahre alt: Der Weg nach unten war lang, und er ging ihn
Minds of men fashioned a crate of thunder,
Sent it high into the blue;
Hands of men blasted the world asunder;
How they lived God only knew!
Souls of men, dreaming of skies to conquer
Gave us wings, ever to soar!
Keep the wings level and true.
»United States Air Force Song«
Drew erzählte später, dass seine Gedanken ab und zu mit ihm
durchgegangen waren und dass er zeitw
eise depressiv
war, bevor ihn
der erste manische Schub erfasste. Damals hatte er das für sich
Auf dem Höhepunkt seiner Schlaf
losigkeit – und in zunehmend
manischem Zustand – glaubte Drew
viele, wenn nicht die meisten Pr
obleme auf der Welt zu kennen und
ein Bote Gottes zu sein. Er machte
die weniger mit dem zu tun hatten
, was er über Flugzeugbau gelernt
neuen und wahnhaften Erkenntnissen
ügte seinen Zeichnungen und
Beschreibungen zufolge über rasch rotierende Lampen, eine auf
mysteriöse Art wachsende Ener
giequelle, »eine neue Art von
Synergie« aus Trockeneis und Plasma, und ein merkwürdiges
Kraftfeld, von dem ein Strömungspul
s ausging, der den Flugkörper
irgendwie »schieben« sollte. Die Entwürfe sind unverständlich – und
manisches Denken oft ist –, aber die
Bemerkungen und Zeichnungen hatten für
Größenwahn damit beschäftigte,
offensichtlich eine enorme Bedeut
woher diese Belastung kommen sollte.
Als er Anfang Juni in den Bergen
war, hörte er die Stimme Gottes,
die ihm sagte, er solle sich »reini
gen«; auf diesen Befehl hin zog er
sich aus und lief nackt durch die Wälder. Später begab er sich,
verängstigt, verwirrt und übersät
Flecken und von dem Gedanken gepe
inigt, dass das Ende der Welt
bevorstehe, zum Haus eines Geistlichen. Dessen Frau wickelte ihn in
eine Decke, und dann wurde er, völ
lig verwirrt, mitten in einem
akuten psychotischen Schub, ins Air Force Academy Hospital
gebracht. Am nächsten Morgen
kamen noch paranoide Wahnvorstel-
lungen hinzu, er war außer sich vor
Angst, dass es an der Akademie
inem Superflugzeug gehört hätten
und »ihn kriegen« wollten. Er wurde in das Fitzsimons Army Medical
Hospital verlegt.
dizinischer Ausschuss zusammen,
der aus drei Militärärzten bestand. Ihr in der notwendigerweise
unpersönlichen Sprache der Medizi
n und des Militärs geschriebener
bleiben. Der für die Einweisung zu
ständige Arzt, der die frühere
Diagnose auf bipolare manisch-de
pressive Erkrankung teilte, be-
Aus den Aufzeichnungen von Ärzten
und Pflegern, die ihn während
seines Krankenhausaufenthalts be
handelten und versorgten, geht
hervor, dass Drew darum kämpfte, se
in in Stücke zerfallenes Leben
die er der Luftwaffe schuldig zu sein glaubte. Aber vor allem anderen
ankheit und die Medikamente zu
verstehen, die er zu ihrer Behandlung einnahm.
Drews Aufenthalt im Krankenhau
weil sich die verheerenden Folgen
seiner Krankheit abzuzeichnen
begannen und weil aus seinem Kranke
nbericht klar hervorgeht, dass er
an einer ernsthaften Form von mani
scher Depression litt. Am zweiten
Tag im Krankenhaus fand ihn
deprimiert in einer fötalen Schauke
lhaltung vor. Er schien Angst zu
haben. Seine Angst, so sagte er
, komme aus dem Gefühl, dass er
gefoltert werde und sterben müsse
. Alle fünfzehn Minuten kam
ständig war jemand vom Pflege-
personal da, um seine Sicherheit
zu überwachen und zu beobachten,
was er tat. Seine Stimmungen ändert
en sich schnell und gewaltsam.
Einige Tage später äußerte er gegenüber den anderen Mitgliedern in
seiner Gruppentherapie, er habe die Lösung für alle Probleme der
Welt, ein paar Stunden später weinte er und hatte Angst, die Kontrolle
über seine rasenden Gedanken zu verlieren.
Doch Drews Zustand besserte sich allmählich. Anfang Juli bekam
er am Wochenende zwei Tage Ausgang, um seine Eltern zu besuchen.
Als er ins Krankenhaus zurückkam,
weil er auf die Station zurück musste;
er schlug um sich und schrie die
Pfleger an: »Nein! Ich bleibe nicht! Nein!«
Als eine halbe Stunde später ein
Pfleger in sein Zimmer kam, lag
Nach einigen Stunden war er erneut erregt. Der Pfleger beob-
achtete, wie Drew mit hochrotem
Gesicht im Korridor unruhig auf
und ab ging. Nach einer weiteren Viertelstunde war er aus dem
Überlebenstraining der Air Force
Academy erleichtert – und unter-
wegs zu seinen Eltern in Delaware. Er stieg durch ein Hinterfenster
ins Haus ein; am nächsten Morgen
fanden ihn seine Eltern schlafend
an, um mitzuteilen, dass sie
Drew gefunden hätten und dass ihn ein Telefonanruf sehr aufgeregt
habe. Ein Mitpatient, der mit ihm au
f der psychiatrischen Station des
Fitzsimons Army Me
n war, hatte einen
Selbstmordversuch begangen
eingeliefert worden. Unter diesen Um
ständen glaubten die Eltern, es
sei besser, wenn Drew in der Nähe
seines Zuhauses psychiatrisch
behandelt würde.
Drew kehrte Anfang Juli 1994 nach
Hause zurück, und seine Eltern
sorgten dafür, dass er eine privat
e psychiatrische Versorgung bekam.
Er war noch immer psychisch labi
l und quälte sich mit Vorwürfen,
weil er die Luftwaffe verlassen musste. Aber er machte doch
Zwischen Ende 1994 und August 1995 blieb Drews Zustand stabil,
und er zeigte keine psychotischen
Aber Drews Wut über das Stigma,
pressive Krankheit empfand, war sehr stark, und er konnte mit
Freunden oder neuen Bekannten nicht darüber sprechen. »Es ist das
über seine Probleme nicht reden
wollte. Einer, der mit ihm zur High School gegangen war und ihn wie
viele andere auch als »Mr. Everyt
hing« beschrieb, sagte: »Er war
immer noch lustig und wollte sich
vergnügen. Ich hatte keine Ahnung,
was in seinem Kopf vorging.« Ein anderer enger Freund, der immer
noch »nach Erklärungen sucht« und »gar nichts versteht«,
meinte, Drew habe sich veränder
t, nachdem er von der Akademie
zurückgekehrt sei. Er sei ein sehr
liebevoller Mensch gewesen, der
»leidenschaftlich gern
Aber Drew blieb tief verstört u
nd war felsenfest davon überzeugt,
dass er diejenigen, die ihm am meisten bedeuteten, enttäuscht habe.
»Drew war nicht verbittert«, sagte seine Mutter, »aber er war
enttäuscht und machte sich Vorwü
Stich gelassen zu haben, die jünger
doch es hätte ihm nichts genützt. Er
schämte sich, weil er krank war.«
Wie bei manisch-depressiven Kranke
n häufig der Fall, hatte auch
Drew große Probleme damit, seine Krankheit anzuerkennen. »Wir
haben ihm gesagt, dass viele Le
ute mit bipolaren Störungen
zurechtgekommen sind«, erklärte seine Mutter, »aber er hörte nicht
auf uns.«
Drew ging es rasch immer schlechte
r. »In dieser Zeit habe ich
te«, schrieb ein Freund. »Wir
unterhielten uns stundenlang über se
ine Jesus-Erscheinungen, seine
UFO-Theorien und diese Sachen. Aber
in allen seinen depressiven
Momenten behielt er doch seinen Sinn für Humor.« Ein anderer
Freund sagte über Drews Wunsch nach Privatheit: »Ich nehme an,
dass er von der Air Force gebroche
n zurückkam. Er konnte es gut
verstecken. Ich wusste nur, dass seine Flügel irgendwie gestutzt
waren und dass ich nicht darauf zu sprechen kommen sollte – er
wollte nicht darüber reden. Es war so, als ob er niemanden in Unruhe
Drews zunehmend verlorener Kampf mit seiner manisch-de-
pressiven Krankheit verstörte seine
Freunde, die ihn so lange gekannt,
geliebt und bewundert ha
tten, tief. Er war ihr Anführer gewesen,
charakterstark und eine überaus freundliche Persönlichkeit: Er sei,
sagte einer von ihnen, »ein prach
tvoller Mensch« gewesen, »ein
Freund, wie man es sich zu sein
wünscht, ein Mann, von dem die
eunden, und sie waren es mit ihm;
ihre Reaktionen auf seine Krankheit gehen einem deshalb um so mehr
zu Herzen. Einer von ihnen, der Drew
besonders nahe
Ich versuchte, mit ihm zu reden, aber die Gespräche machten mir
litte an bipolaren Störungen,
und ich mir vorzustellen versuchte,
was für schreckliche Dinge in
seinem Kopf vorgingen, wusste ich,
dass er nie mehr derselbe sein
würde. Aber mir wäre nicht im Traum eingefallen, dass er
Selbstmord begehen könnte. Es war einfach nicht möglich.
Monatelang, nachdem er aus dem Krankenhaus gekommen war,
nn wieder nicht. Ich glaube, er
wollte nie recht wahrhaben, dass er es brauchte. Er wollte es sich
selbst nicht eingestehen. Aber
Monat um Monat verging, und ich
merkte, dass die Krankheit einen
Teil von Drews Seele gestohlen
hatte. Sie nahm einen Teil von
seiner Persönlichkeit weg und von
seiner Liebe zum Leben. Ich kann
mich noch daran erinnern, als er
ins Krankenhaus nach D. C. kam und ich ihn dort besuchte. Seine
Im Dezember ging es Drew zusehends schlechter. Seine Depressio-
hloss sich immer mehr ab. Die
Päckchen, die er Weihnachten be
kam, blieben unausgewickelt in
ngem Zureden ging er mit seinen
Freunden aus. Nur Musik und ausgedehnte Bäder, die er in dem
verzweifelten Versuc
h nahm, seine Erregung zu dämpfen, ver-
schafften ihm zeitweise Erleichterung.
Anfang Januar 1996 hatte sich Drew
von fast allen zurückgezogen.
nach Hause durchschlug. Er wurde zum Krankenhaus zurückgebracht,
wo er zehn Tage blieb. In dieser Zeit notierte sein Arzt, dass sich sein
Zustand »etwas besserte«, dass er aber »weiterhin damit kämpfte, sich
als jemanden anzuerkennen, der krank ist«.
Drews Krankenbericht zeigt das übliche schreckliche Bild. Bei der
Einlieferung beschrieb er sich
dem Pfleger gegenüber als »hoff-
nungslos«. Zu seinem Arbeitsleben
gibt es nur den Vermerk: »Ar-
Während seines Aufenthalts im
Krankenhaus sollte Drew auf-
schreiben, wie er sich sein Leben vor
stelle, wenn er wieder gesund sei.
Fünf Tage, bevor er sich umbrachte, wurde Drew als ambulanter
Patient entlassen. Niemand weiß, was er zu dieser Zeit dachte oder
fühlte, aber er hinterließ verstreute Notizen und Tagebuch-
eintragungen. Aus ihnen kann man en
tnehmen, wie er, so die Worte
der Mutter, »entschwand«. Das Gesc
hriebene ist rätselhaft, idiosyn-
kratisch, so als schlüge er um si
ch; manchmal ist ein Zusammenhang
zu erkennen, aber meistens macht sich die verwirrende Präsenz der
Psychose bemerkbar.
Er notierte ungewöhnliche Träume
, Koinzidenzen und Ereignisse,
man spürt, wie ein Vers
tand sich verzweifelt bemüht, einen Halt zu
Hilfe nicht verdient. Denn ich habe Gott verflucht, bevor ich ihn um
Hilfe bat.«
Wie sein schriftlicher Nachlass zeigt, spürte er, dass er eine Welt
verloren hatte, dass er sein Selbst verloren hatte und sämtliche
Hoffnung dazu. Er ist voller Schuldge
die er anderen zufügt, besonders
seiner Familie, und lang und breit
zählt er die Probleme auf, denen er sich zu stellen habe: Er müsse
seine Schulden zurückzahlen, er ha
be seine Freundin verloren, müsse
die Medikamente nehmen, müsse di
e Ärzte aufsuchen. Er ist über-
zeugt, dass alle »in mir
jemanden sehen, der bis
an sein Lebensende
krank sein wird«. Aber er notiert auch: »Niemand kennt die
besonderen Erfahrungen, die ich ge
macht habe – daher werden sie
niemals hören, was ich ihnen zu sagen habe.«
In seinem Exemplar von
Moral Issues in Philosophy,
einem für den
Unterricht bestimmten Lehrbuch, das Drew las, als er an der Air Force
Academy zum ersten Mal krank wurd
e, sind verschiedene Sätze und
Ideen mit verschiedenen Farben hervorgehoben und unterstrichen.
Den Satz: »Es gibt so etwas wie ein
nicht lebenswertes Leben« hat er
unterstrichen und mehrmals eingekr
eist, dasselbe tat er mit jenem
anderen: »Es ist grausam, einen Me
das Leben eines Geisteskranken zu
beenden, der unter einer qualvolle
Die Seelen der Gerechten aber sind in Gottes Hand, und keine
Marter kann sie mehr berühren. Zwar schien es in der Toren Au-
gen, als wären sie gestorben, u
eingeschätzt, ihr Scheiden von uns
weg als Untergang; sie aber
sind im Frieden.
Buch der Weisheit 3,1-3,
verlesen auf Drews Trauerfeier
Ein paar Tage vor Drews Tod besuchten ihn zwei seiner engsten
Freunde. Sie wussten nicht, dass es
vor kurzem aus dem Krankenhaus entla
ssen, war, wie einer der beiden
Am 27. Januar verließ Drew Sopira
k das Haus seiner Eltern in
Wilmington und fuhr zu einem Waffe
ngeschäft. Im Staat Delaware
gibt es für den Kauf von Waffen ke
ine Wartefrist; der Angestellte
verkaufte ihm ohne weiteres einen
38er Revolver. Ein paar Stunden
später hat sich Drew erschossen. Die Polizei teilte seinen Eltern mit,
sein Leichnam sei in seinem Jeep an der Auffahrt zum Pennsylvania
»Wir waren so oft auf diesem Turnpike«, sagte Drews Mutter.
Die Familie musste das Unvorstellbare tun: Drews Körper im
Leichenschauhaus identifizieren,
Familienangehörige und Freunde
benachrichtigen, sich um die Beerdigung und den Gottesdienst
kümmern, um ihn trauern, ihn vermissen.
Drews Eltern und sein jüngerer
Bruder bekamen außerordentlich
viele Kondolenzschreiben von Drews Freunden und Lehrern aus der
»Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie traurig es mich macht zu
wissen, dass die Welt nun einen ihrer
großen Mitspieler verloren hat«,
t es: »Ovid schrieb einmal:
›Willkommen sei dieser Schmerz,
denn eines Tages wird er dir
nützlich sein.‹ Ich weiß nicht, in
wieweit das für Sie im Hinblick auf
Ihren Verlust zutrifft, aber ich weiß
, dass es mich jedes Mal, wenn ich
allen mit Drew gemacht haben. Danke.«
Ein anderer schrieb einfach: »Möge
es ein Trost für Sie sein, dass
er in diesem Leben wirklich
geliebt wurde.« Einer von Drews
Lehrern, der an der Air Force Academy Luftfahrttechnik lehrte,
schrieb: »Ich habe seine Krankhe
it nie richtig verstanden, und er hat
sie nie als Entschuldigung benutzt.
Ich kann mich an die meisten
Namen der vielen hundert Studenten,
die ich in meinem Fach hatte,
nicht erinnern, aber an einige schon.
Drew war einer, an den man sich
Solche trostreichen Worte waren eine Hilfe, aber zuletzt mussten
Drews Familie und seine Freunde doch selbst eine Antwort auf die
Ich sage das nicht oft, aber nach
dem ich ihn so lange habe leiden
sehen, stelle ich mir vor, dass de
r Selbstmord eine Heilung für
seinen Schmerz war. Ich kann ihm seine Entscheidung nicht übel
nehmen, und ebenso wenig weiß ich,
ob ich die Kraft gehabt hätte,
so lange wie Drew durchzuhalten. Viele wussten nicht, was er
erdulden musste, und er ließ wenige
nahe genug an sich heran,
diejenigen von uns, die ihn
liebten und seine Qual miterlebte
n, werden ihm keinen Vorwurf
machen, dass er dieses Leben hint
er sich ließ. Dennoch hasse ich
seine Krankheit und wünschte, ic
h könnte wenigstens noch ein
einziges Mal hören, wie er m
it seinem Jeep und der laut
aufgedrehten Musik von U2 zu mir heraufbraust, und sehen, wie er
braungebrannt und toll aussehend
aus dem Auto herausspringt, um
mich zu einer Fahrt durch das Tal abzuholen.
Ich werde nie mehr der Gleiche sein. Niemand von uns, die ihn
kennen, wird der bleiben, der er ei
nmal war. Aber ich weiß, es war
ein Segen für mich, einen Menschen wie Drew gekannt zu haben.
Ein solches Geschenk wird nur
wenigen Menschen zuteil.
Drews Familie, deren Wärme und de
ren Verständnis in einer ge-
rechteren Welt mehr als ausreich
end gewesen wären, um ihn am
Leben zu erhalten, konnten es m
it einer so erbarmungslosen und
zerstörerischen Krankheit nicht aufnehmen. Ihre Traueranzeige
An dem Weihnachtsfest, bevor
Drew von der Akademie abging,
hatte er ein kleines Geschenk für se
ine Eltern unter den Weihnachts-
baum gelegt; es wurde als Letztes ausgepackt. In der Schachtel fanden
sie die Schulterklappen für die Leutnantsuniform, die sie ihm an die
Schultern heften sollten, wenn er in sechs Monaten seine Ernennung
Seine Eltern versuchten das dadurch gutzumachen, dass sie ihm die
And He will raise you
up on eagle's wings,
Bear you on the breath of dawn,
Make you to shine like the sun,
And hold you in the palm of this hand.
You need not fear the terror of the night.
Die Trauerfeier in der Air Force Academy fand an einem schönen,
frischen und sonnigen Februartag st
att. Die Flaggen der Akademie
pelle drängten sich junge Männer
und Frauen in Uniform. Wie ein Mann erhoben sie sich, als zur
Eröffnung die Hymne »Auf Adlers Schwingen« gesungen wurde, und
hörten ihren Kameraden unter den
Einer nach dem anderen gingen
Der junge Offizier machte eine Paus
e, seine Trauer war spürbar. Er
beendete seine Rede mit einem Tr
inkspruch auf die Piloten der Air
As we soar among them there,
We're sure to hear his plea,
To take care my friend,
Watch your six
And do one more roll (...)
Just for me.
Die Trauergemeinde erhob sich zum Schlusslied: »We will run and
not grow weary / For our God will be our strength, / And we will fly
like the eagle, / We will rise again.«
Einer nach dem anderen
verließen die jungen Männer und Fr
auen die dreieckige Kapelle.
Psychologie und Psychopathologie
Denn sie können kommen und wieder gehen
Wie eine kurze Stunde bezeugt –
Nur die Hoffnung ist dahin.
DWARD
HOMAS
Der Dichter Edward Thomas (1878-1917) schrieb
im Alter von 29 Jahren an seine Frau:
Da saß ich und dachte dara
n, wie ich mich selbst
töten könnte. In meinem Revolver war noch genau
eine Kugel. Ich konnte mich nicht erhängen. Und
obwohl ich daran dachte, mir in Wheatham die
Kehle mit einem Rasierme
sser zu durchtrennen,
hatte ich nicht die Kraft, dorthin zu gehen. Später
lief ich aus dem Haus und
überlegte, welche Fol-
n würde. Ich glaube, mir
war das gleichgültig. Derartige Gedanken kamen
mir drei oder vier Jahre
lang mindestens ein Mal in
Zeit, die Worte auszutauschen,
Zeit, die Lampe zu löschen
über der Tür (...)
ARINA
Kein Selbstmord gleicht einem ande
Es ist wenig, was Freunden oder Fa
milienangehörigen, Ärzten oder
umbringt; den viel versprechenden
farbigen Jungen, der mit fünfzehn
Jahren seinen Tod provoziert, indem
er mit einer Spielzeugpistole auf
einen Polizisten zielt.
Was wir begreifen können, ist äußerst wenig: Wieder und wieder
Doch ist der Selbstmord keine ganz und gar private Handlung, er ist
nicht völlig idiosynkratisch oder
unvorhersehbar. Es gibt Möglich-
ern – ein offensichtlicher
Ausgangspunkt – versprechen oft mehr, als sie halten. Man sollte
annehmen, nichts komme der Wahrheit näher als Nachrichten und
Briefe, die Selbstmörder hinterlassen
haben, aber das ist nicht der Fall.
Unsere Vorstellungen davon, wie sich
Menschen im Angesicht ihres
Todes fühlen müssen und wie sie ha
ndeln, gehen über das, was sie
wirklich tun, und über die Gründe da
Beispiel, der als Fachmann gilt, teilt angesichts der oft so
Natürlich kann man einwenden,
dass die meisten Menschen, die
sich entschließen, ihrem Leben ein Ende zu setzen, die Fähigkeit
verloren haben, die Dinge tief oder groß zu empfinden, profunde
oder originelle Überlegungen anzust
ellen oder die Welt anders als
grau in grau zu sehen. Grenzerfahrungen, dunkle und völlig im Innern
ablaufende Handlungen oder Vorgänge
in Worte zu fassen ist schon
für tatkräftige und aktive Geister schwierig genug: Wie also sollten
rt, verwirrt und hoffnungslos sind, die unter
Zwängen leiden, beredsam sein? Natürlich werden Mitteilungen von
Selbstmördern, wenn sie aufschlussr
eich sind oder starke Einsichten
enthalten, häufig zitiert, eben weil sie einen einzigartigen Einblick in
die Mentalität von Selbstmördern
gewähren. Diese Mitteilungen
mögen eindrucksvoll, fesselnd oder
von bissigem Humor sein, typisch
sind sie nicht.
Überhaupt hinterlassen nur weni
ge Selbstmörder Abschieds-
schreiben. Das geschieht vielle
icht in einem von vier Fällen,
ist nicht klar, ob diese Nachrichte
n für den emotionalen Zustand, für
Motive und Erfahrungen auch derjenigen repräsentativ sind, die nichts
Vor viertausend Jahren verewigte ein Ägypter seine Verzweiflung
in einer Erzählung und vier kurzen Gedichten. Dieses Papyrus-
Siehe, anrüchig ist mein Name durch dich,
mehr als der Gestank von Aasgeiern
an Sommertagen, wenn der Himmel glüht.
Siehe, anrüchig ist mein Name durch dich,
mehr als der Gestank von Krokodilen,
als ein ganzer Wohnplatz von Krokodilen.
Siehe, anrüchig ist mein Name durch dich,
mehr als eine Ehefrau,
über die man Lügen verbreit
Später geht er von der Qual seines Lebens zur Verlockung des To-
Der Tod steht heute vor mir
wie der Duft von Weihrauch,
wie Sitzen unter dem Se
gel am Tag des Windes.
Der Tod steht heute vor mir
wie Wohnen am Rand der Trunkenheit.
Der Tod steht heute vor mir
wie der Wunsch eines Menschen, sein
wiederzusehen,
nachdem er viele Jahre in
Gefangenschaft verbrachte.
Seitdem haben Selbstmörder Nachrichten, geschrieben mit Tinte,
Farbe, Bleistift, Kreide oder Bl
ut, hinterlassen. Der französische
Künstler Jules Pascin schnitt sich die Pulsadern auf und kritzelte mit
seinem Blut eine kurze Botschaf
t – »Lucy, pardonnez-moi«. Dann
erhängte er sich. Der russische Di
chter Sergej Jesse
dreißig Jahre alt, als er sich an einem Heizungsrohr aufknüpfte – unter
der Decke eines Zimmers, das si
ch in völliger Unordnung befand,
übersät mit seinen Habseligkeit
Nun leb wohl, mein Freund, auf Wiedersehen.
Dich, mein Guter, schließ ich in mein Herz.
Vorbestimmtes Auseinandergehen –
es verspricht ein Treffen anderwärts.
spar dir Händedruck und Rederei, –
sterben ist nicht neu
in diesem Leben,
doch auch leben ist nicht grade neu.
Die meisten Abschiedsbriefe sind
weniger dramatisch. Manche be-
nutzten die Worte anderer, obwohl
sie selbst Dichter waren. Paul
Celan zum Beispiel unterstrich einen
Satz aus einer Hölderlinbiografie
– »Manchmal wird dieser Genius dunkel und versinkt in den bitteren
Brunnen seines Herzens«
– und ertränkte sich anschließend in der
Seine. Andere hinterlassen um
fangreichere Aufzeichnungen ihrer
Gedanken. Das Tagebuch
von Cesare Pavese aus seinem letzten
Lebensjahr ist eine grenzenlose Le
idensgeschichte. »Die Kadenz des
Leidens hat begonnen. Jeden Abend,
beim Dunkelwerden, Druck auf
dem Herzen – bis zur Nacht.« Dann, später, nicht lange bevor er sich
lich lang sein. Jan O'Donnell
von der Oxford University und seine Kollegen haben Abschiedsbriefe
durchschnittliche Anzahl von Worten in den untersuchten Ab-
Viele Abschiedsbriefe sind kurz und enthalten nur eine Warnung an
diejenigen, die die Leiche finden werden. »V
ORSICHT
YANIDGAS IM
zum Beispiel oder: »K
EIN
Ruft Paramedics / den
Notdienst an.«
Jüngere Jugendliche sind, wenn si
e die Motive ihres Selbstmordes
ren Leichnam und ihre Besitztümer
benennen, weniger genau als
ältere und als Erwachsene.
Gruppen von Jugendlichen hinterlasse
n seltener Abschiedsschreiben
als Erwachsene, doch machen sie häufig den ausdrücklichen Versuch,
ihre Eltern, Brüder und Schweste
Selbstmord freizusprechen. So schrieb ein zwanzigjähriges Mädchen,
das von einem Bürogebäude heruntersprang: »Niemand hat Schuld an
meiner Tat. Es ist nur so, dass ic
meiner Seele gnädig.«
In den meisten Abschiedsbriefen
erscheint über die Hinterbliebenen
Aber wenn der Ton feindselig ist, dann kann das atem-
beraubend sein. Ein Mann, dessen Frau
hatte, hielt einen Gasschlauch in se
inen Mund; bevor er starb, schrieb
er seiner Frau: »Ich habe Dich geliebt, aber ich sterbe voller Hass auf
Dich und meinen Bruder.« Auf die Rü
ckseite eines Fotos seiner Frau
schrieb er: »Das ist das Bild eine
r anderen Frau – des Mädchens, das
habe und dass ich Dich hasste, als
ich starb.«
Ähnlich feindselige Gefühle
finden sich in einem anderen
Brief: »Ich hasse Dich und Dein
e ganze Familie, und ich hoffe, dass
Eure Seele keinen Frieden finden wird. Ich hoffe, ich werde dieses
lebt, und ich wünsche Euch alles
Übel dieser Welt.« [Im Original ein beredter Schreibfehler: »I hope,
you never have
piece
of mind«.
] Zum Glück sind derart bittere
Abschiedsbriefe selten.
Man hat in
einer ganzen Reihe von Unters
uchungen echte mit simulierten
Selbst unter größten psychischen Qualen finden manche Menschen,
bevor sie sich umbringen, noch die Zeit, um ihren Hinterbliebenen
Wen es auch betreffen mag:
Wenn ich in meiner Kindheit sterbe,
Meiner Mutter gebe ich alle
s, was ich habe und besitze.
igjähriger Mann, der arbeits-
los war und niedergeschlagen, weil er seine junge Frau zur Prosti-
tution gezwungen hatte,
oh, wie ich Dich liebe, aber ich bin nicht der richtige Mann für
Dich oder für das Leben. Ich habe
gerade das tödlichste Gift ge-
diesen Brief liest, werde ich
Gott sei Dank gegangen sein. Ich
Ich bringe auch $ 23,00 in bar hi
nüber zur Jugendstrafanstalt, dazu
deinen Ring, meinen Ring und meine Uhr, die Sachen sollen sie
Dir geben, wenn Du rauskommst.
Ich habe der Wirtin gesagt, dass
ich diese Woche nicht hier bin, aber dass Du Montag wahr-
scheinlich zurück bist, für den Fa
ll, dass Du nicht hier bist, habe
Rechtsanwalts gegeben und ihr
ch zu besuchen, und sie wissen
lassen, was Du mit den Sachen machen willst.
Ich schreibe ihm auch einen Br
ief und erzähle ihm von dem Geld
und den Ringen, die ich zu Dir
hinüberbringe, und ich gebe ihm
auch die Anweisung, dass er Dich nach Hause schicken soll oder
zu meiner Mutter, wo immer Du auch hin willst.
Eine ganz andere Art von Anweisungen und Erklärungen hinterließ
Mitte des neunzehnten Jahrhunde
rts ein Engländer, der wegen
Schulden im örtlichen Gefängnis saß.
Er war davon überzeugt, dass er
die Mitgottheit war, ein Sohn von
Gott und Elias. Man hatte ihm das
Rasiermesser nicht abge
nommen, obwohl jedermann wusste, dass er
verrückt war, und so wurde er an Kehle und Unterleib mit Schnitt-
wunden tot aufgefunden. Er hinter
direktor, den Leichenbeschauer
und seine Frau. Man sieht seine
Geistesgestörtheit, aber trotz sein
er Wahnvorstellungen war er in der
Lage, den Überbringern der Todesnachricht an seine Frau abzuver-
langen, dass sie dies mit besonderer
und wohlüberlegter Sorgfalt tun
sollten. An den Gefängnisdirektor schrieb er:
Ich bin Mr. Herschell, dem Geistlichen, bekannt, und er wird be-
stimmt den Brief an meine Fr
au persönlich überbringen. Ich
möchte jedoch meinem Wunsch
Ausdruck geben und es voll-
ständig ihm überlassen, ob er si
ch dazu bereitfinden will oder
Ich möchte ihn auch bitten, Dr.
Williams zu fragen, ob er ihn begleiten wolle mit dem Elf-Uhr-Zug
nach Newham, dort müssten sie einen Wagen zu Mrs. Jolly in
Littledean nehmen und sie bitten, sie zu meiner Frau nach
Cinderford zu begleiten. Sollte si
e nicht zu Hause sein, dann wird
sie in Drybrook bei meiner Schwester sein, wohin sie sich dann
begeben und meiner Frau die Nachricht so sanft wie möglich
überbringen müssten. Ich glaube, Dr
. Herschell wird meiner Bitte
bend verfasste Bestätigung liest,
Im Brief an den Leichenbeschauer
kommt er auf die gerichtsmedi-
zinische Untersuchung zu sprechen, die seiner Meinung nach vor-
genommen würde, und lässt noch we
steszustand:
Auf der einen Seite haben Sie die
feierliche Versicherung, dass ich
Gottes Sohn bin – das Lamm, das
zeitweilige geistige Umnachtung zu fällen, da die Tat, so wie sie
vollbracht worden ist, in jeder Hinsicht überlegt, vorbedacht und
e Auferstehung von den Toten
nach drei Tagen und drei Nächte
n ein solches Urteil als schänd-
liche Verleumdung und Gotteslä
sterung bloßstellen würde.
Wenige Abschiedsbriefe sind so unverhohlen seltsam oder psycho-
tisch; die meisten enthalten keine Hinweise auf wirres oder wahn-
haftes Denken. Aber wie wir sehen
werden, sind Selbstmorde in den
allermeisten Fällen auf psychisc
he Krankheiten zurückzuführen, und
deshalb ist es nicht erstaunlich, dass die meisten der hinterlassenen
Mitteilungen und Aufzeichnungen das Elend erkennen lassen, die sich
immer höher türmende Verzweiflung und die Hoffnungslosigkeit, in
die solche Zustände führen.
nkheit ist mit Qualen und Gefahren verbun-
den, mit einer chronische
n Niedergeschlagenheit,
die daher rührt, dass
man mit der Krankheit leben und st
ändig befürchten muss, dass sie
wiederkehrt. Die Angst, die durch
Depression, manische Depression,
Schizophrenie und die anderen sc
hweren psychischen Störungen
entsteht, kann gar nicht übertrieb
en dargestellt werden. Leiden,
Hoffnungslosigkeit, Erregung und Scham mischen sich mit dem
quälenden Bewusstsein von dem
nicht wiedergutzumachenden
Schaden, den die Krankheit Fre
unden, der Familie und dem eigenen
Leben antut. Es ist eine tödliche
Mischung. Eine Frau schrieb in ihrem
Abschiedsbrief über ihren
erfolglosen Kampf mit der
es erklären, so dass es jemand verstehen
würde. Aber ich fürchte, ich kann es nicht in Worte fassen.
Es ist diese schwere, überwältige
nde Verzweiflung – dass man vor
allem Angst hat. Lebensangst. Eine
innere Leere bis zu gänzlicher
Dumpfheit. Es ist, als ob innerlic
sich solche Mühe gegeben. Ich
wünschte von Herzen, ich wäre anders, um meiner Familie willen.
Schuldgefühl kämpfte mit dem Teil
von mir, der nichts anderes
wollte, als zu verschwinden.
Eine zweiundvierzig Jahre alte Frau
, die sich erschossen hat, hin-
terließ einen langen Brief, in de
m sie ihren Charakter verteidigte und
die Presse bat, aus ihrem Tod keine Sensation zu machen. Wie viele
Geisteskranke machte sie sich Sorgen über die Folgen, die ihre
in diesem Fall auf ihre Mutter.
»Ich werde ihr mit diesen kaputte
n Nerven nicht mehr von Nutzen
sein. Niemand, der die äußerste Entmutigung nicht erle
bt hat, die ein
bringt, darf sich zum Richter
aufschwingen, denn er kann nicht
ermessen, dass das allein einen
Menschen zu dem Wunsch bringen kann zu sterben. «
Benjamin Haydon, ein britischer Maler aus dem neunzehnten
in großer Erregung aufgestanden.
22. – Gott vergebe mir. Amen.
B. R. Haydon
»Auf die Folter dieser harten Welt spannt mich nicht länger.«
Shakespeare, König Lear
Die »Nerven«, Erregungszustände, Hoffnungslosigkeit und ein
sind die üblichen Themen von
Abschiedsbriefen. Der japanische
Schriftsteller Ryuunosuke Aku-
tagawa, der paranoid war und an
Wahnvorstellungen litt (unter
anderem glaubte er, dass in sein
em Essen Maden seien), nahm im
Auch James Whale, der Regisseur von
The Invisible Man, Jour-
und den klassischen Frankenstein
-Filmen, sprach in seinem
Abschiedsbrief, adressiert an
ALLE DIE ICH LIEBE
von Nerven und
Leiden:
Trauert nicht um mich. Meine Nerv
en sind völlig kaput
t, das letzte
Jahr habe ich Tag und Nacht im
Todeskampf verbracht –wenn ich
Ich mache niemandem einen Vo
rwurf – ich habe wunderbare
Freunde, sie tun für mich, was sie können. (...) Ich habe mir ein
Jahr lang große Mühe gegeben und
alles versucht, was in meiner
Macht steht, aber innen drin sieht es immer schlimmer aus, also
nehmt es als Trost zu wissen, dass ich nicht mehr leiden werde.
Obwohl er eine krankhafte Angst
vor Wasser hatte, ertränkte er
sich in seinem Swimmingpool. Sein Leben lang hatte es ihm der
Das Bewusstsein, dass eine sc
hwere Geisteskrankheit großen
Intelli
Er beschreibt, wie sich das Gefühl
Virginia Woolf, die an psycho
litt, schrieb in dem ersten von zwei Abschiedsbriefen an ihren Mann:
Ich bin sicher, dass ich wieder wa
wir nicht noch eine dieser grauenhaften Zeiten durchstehen kön-
nen. Und dieses Mal werde ich mi
ch nicht erholen. Ich fange an,
Stimmen zu hören, und kann mich nicht konzentrieren. So werde
Wenige Tage später schrieb sie
den zweiten Brief, und wieder gab
sie ihren Wahnvorstellungen die Schuld an ihrem Selbstmord.
Mein Liebster,
h vollständig glücklich gemacht
hast. Niemand hätte mehr tun könne
Doch ich weiß, dass ich all dies
niemals überwinden werde: und
ich vergeude fortwährend Dein Lebe
n. Es ist dieser Wahnsinn. Das
kann mir niemand ausreden. Du kannst arbeiten, und es wird
Dir viel besser gehen ohne mich.
Du siehst, ich kann noch nicht
einmal dies hier schreiben, das
zeigt, wie Recht ich habe. Alles,
was ich sagen will, ist, dass
wir, bis diese Krankheit kam,
vollkommen glücklich waren. Und dies nur wegen Dir. Niemand
warst, vom ersten Tag an bis
heute. Alle wissen das.
V.
Würdest Du alle meine Aufzeichnungen vernichten ?
Danach füllte Virginia Woolf ihre
Taschen mit schweren Steinen
und stieg in den Fluss.
Wenn man das Leben eines Selbst
Jeder, der mich kannte und davon hör
t, wird eine andere Erklärung
ich habe ein im Vergleich
ungewöhnlich glänzendes Leben gef
ührt. Und ich erfuhr mehr
Zuneigung und Anerkennung, als mir zu
stehen. Die charmantesten,
intelligentesten und bedeutends
ten Menschen, die ich kannte,
mochten mich – auch die Liste meiner Feinde ist schmeichelhaft
für mich. Ich war immer kerngesund.
Aber seit meiner Kindheit litt
gemacht.
Barton zog seinen Pyjama und eine
n silbernen Morgenmantel an,
Schwierigkeiten im Leben beschl
eunigen den Selbstmord nur,
schrieb Barton; sie verursachen ihn nicht. Viele Anhaltspunkte
sprechen dafür, dass er Recht hat. Aber welche Schwierigkeiten
beschleunigen diesen Prozess am
meisten ? Und warum ? Die Schick-
salsschläge, Todesfälle oder Scheidungen, die für Selbstmorde ver-
antwortlich gemacht werden, sind
Unglücksfälle und Enttäuschungen,
die jeden von uns erwarten. Doch nur
wenige bringen sich deshalb
Am besten beschreibt A. Alvare
z die zugespitzt persönliche Deu-
tung, die suizidal veranlagte Me
nschen solchen Ereignissen geben:
läufige Bemerkungen. Bestenfalls
mildern sie die Schuldgefühle
der Hinterbliebenen, beschwicht
igen harmlose Gemüter und be-
stärken die Soziologen in ihrer endlosen Suche nach überzeugen-
den Kategorien und Theorien. Diese Gründe gleichen einem all-
nfall, der einen großen Krieg auslöst. Die
wirklichen Motive, die einen Menschen dazu treiben, sich das
Leben zu nehmen, sind anderer Natu
r; sie gehören der abwegigen,
widerspruchsvollen, labyrint
hischen und dem Blick meist
verborgenen Innenwelt an.
Jede Kultur hat unterschiedliche Mo
Im neunzehnten Jahrhundert unt
Brierre de Boismont die Ursachen und Motive von fast fünftausend
Selbstmorden in Frankreich und ka
ss, dass Wahnsinn
und Alkoholismus die Wichtigsten
seien, gefolgt von unheilbaren
Krankheiten, »Kummer und Enttäuschung« und »enttäuschter
Liebe«.
Nach Enrico Morselli, der, ebenfalls im neunzehnten
Jahrhundert, europäische Statistiken
Im zwanzigsten Jahrhundert fande
n spezifischere Erkenntnisse,
wenn auch nicht unbedingt mit einem größeren Ausdrucksvermögen
formuliert, Eingang in die Debatt
e über die Motive von Selbstmorden.
Die Annahme, dass aufreibende Erei
gnisse eine psychische Krank-
heit auslösen oder verschlimmern, ist
in vieler Hinsicht gerechtfertigt.
Ist die vorhandene Krankheit oder die biologische Disposition stark
ausgeprägt, können solche Ereignisse auch beim Selbstmord eine
Rolle spielen. Man weiß, dass Stress sich nicht nur auf das Immun-
system des Körpers auswirkt
und die Produktion von Stresshormonen
zur Folge hat, sondern auch den Schlaf- und Wachzyklus beeinflusst
(der seinerseits eine entscheidende Rolle in der Pathophysiologie von
Manien und Depressionen spielt). Tom Wehr und seine Kollegen vom
National Institute of Mental Health
haben beispielsweise gezeigt, dass
psychischer Stress, bestimmte Me
dikamente und Kr
ankheiten sowie
rhythmen führen können;
derartige Störungen können ihrerseits bei
Doch besteht keine direkte Rela
tion zwischen Lebensereignissen,
und einem psychiatrischen Krank-
heitsbild andererseits. Ist ein Mens
ch manisch oder depressiv, dann
nicht nur auf Grund bestimmter bedeutsamer Ereignisse, die ihm
widerfahren sind.
Manisch-Depressive stehen in einer ausgeprägten
Wechselwirkung mit der Außenw
elt und den Menschen ihrer
Umgebung: Oft schrecken sie ihre Mitmenschen durch Wut, Rückzug
oder gewalttätiges Verhalten ab,
und es kommt zu Entfremdungs-
prozessen oder zu einem Verhalten, das zur Scheidung oder zum
Was als Ursache eines Rückfalls
erscheint, kann durch die Krankheit selbst hervorgebracht worden
sein. (So gibt es auch keine ausgeprägte Relation zwischen
Andererseits können heftiges
Trinken, Geisteskrankheiten und
Persönlichkeitsstörungen natürlich
dazu führen, dass man seinen Arbeitsplatz verliert.) Die kausalen
elwirkungen, hinzu kommt noch,
dass depressive oder psychotische Me
nschen auf Stress ganz anders
reagieren als gesunde. Dementsprechend haben viele Forscher ihre
Untersuchungen auf so genannte una
bhängige Lebensereignisse wie
Todesfälle oder schwere Krankheiten in der Familie beschränkt. Im
Unterschied zu »Ereignissen« wi
e Scheidungen oder finanziellen
Problemen, die von einer Geisteskra
Die Untersuchungen zeigen, dass
dem Ausbruch manischer und
schizophrener Episoden meistens
eine deutliche Zunahme von Le-
bensereignissen vorausgeht,
wobei der Einfluss von psychosozialem
Stress in späteren Stadien der
manisch-depressiven Erkrankung
rläuft die Krankheit dann in einem
eigenen Rhythmus).
ten Stimmungszuständen
sind im Allgemeinen häufiger
von aufreibenden Lebensereignissen
Die Psychologin Sherry Johnson und
ihre Kollegen von der Brown University fanden heraus, dass negative
Lebensereignisse bei manisch-depre
ssiven Patienten nicht nur eine
höhere Rückfallquote zur Folge ha
ben, sondern dass diese nach
solchen Ereignissen auch längere Zeit benötigen, um sich von ihren
hen Schüben zu erholen. Ohne gravierende
Diese fast drei Mal längere Erholungsdauer
ist nicht nur eine qualvolle Zeit fü
r die Patienten und ihre Familien, in
dieser Zeit besteht auch eine erhöhte Selbstmordgefahr.
Einem Selbstmord geht oft ein pl
ötzliches aufwühlendes Ereignis
oder eine Katastrophe voraus,
aber über Art und Ausmaß der Krise,
die solche Ereignisse hervorrufen,
wissen wir wenig. Sicher besteht
die größte Gefahr in der explosiven
Wirkung, die das Ereignis für den
r Verzweiflungszustände auch
jenseits unserer Vorstellungskraft.
Ein sechsjähriges Mädchen, das
sich aus einem fahrenden Auto stürzen wollte, sagte, als sie in eine
psychiatrische Klinik gebracht wu
rde: »Ich habe Hunger. Ich beiße
Leute und versuche, sie aufzuessen.
Ich bin ein schlechtes Mädchen
und sollte deshalb sterben.«
Auch die Geschlechtszugehörigke
it spielt eine Rolle. In einer
umfangreichen finnischen Studie
wurden die Partner von Selbst-
nach die Gründe für den Suizid
gewesen seien. Für Frauen wurde
als wichtigster Grund eine schwere
Geisteskrankheit genannt, für Mä
nner dagegen eine körperliche
Krankheit. Für beide Gruppen wurden auch persönliche Zerwürfnisse
als einflussreicher zusätzlicher Faktor angegeben.
Unterschiede auf Grund der Geschl
echtszugehörigkeit gibt es auch
in jüngerem Alter. Jungen oder mä
nnliche Jugendliche durchleben in
den vierundzwanzig Stunden vor ih
Mädchen ein krisenhaftes Ereignis.
nehmen, nicht nur depressiv sind,
sondern auch aggressiv, impulsiv
und von lebhaftem Temperament; häuf
ig trinken sie viel, nehmen
Drogen und haben Schwierigkeiten in ihren Beziehungen zu
anderen.
teilen diese Ansicht. Bei
solchen Jugendlichen sind depressive Krankheiten in Verbindung mit
Aus jüngeren Untersuchungen geht
hervor, dass Jugendliche, die unter
Depressionen leiden, eher zum
wachsenenalter erreichen, als
solche, die keine psychi
schen Krankheiten haben.
Folgendes Gedicht schrieb ein fünf
zehnjähriger Junge zwei Jahre,
bevor er sich umbrachte:
Einmal (...) schrieb er ein Gedicht.
Und er nannte es »Chops«,
weil so sein Hund hieß,
denn darum ging es und weiter nichts.
Und der Lehrer gab ihm eine »Eins«
und einen goldenen Stern.
Und seine Mutter hängte es an die Küchentür
und las es allen Tanten vor.
Einmal (...) schrieb er ein anderes Gedicht.
Und nannte es »Unschuld mit Fragezeichen«,
weil so sein Kummer hieß
denn darum ging es und weiter nichts.
Und der Lehrer gab ihm eine »Eins«
und fixierte ihn mit eine
m seltsamen Blick.
Und seine Mutter hängte es nicht an die Küchentür,
weil er es ihr nicht zeigte.
Einmal, um drei Uhr morgens, (...
) versuchte er noch ein Gedicht
und gab ihm keinen Namen, absolut nichts,
denn darum ging es und weiter nichts.
Und er gab sich selbst eine »Eins«
und einen Schnitt an beiden
feuchten Handgelenken,
und er hängte es an die Badezimmertür, weil er es
zur Küche nicht mehr schaffte.
Psychischer Schmerz oder Stress alle
in – so groß Verlust oder Ent-
täuschung, Scham oder Zurückweis
ung auch gewesen sein mögen –
sind selten ein ausreichender Gr
und für einen Selbstmord. Der
Entschluss zu sterben lässt sich in
hohem Maße darauf zurückführen,
diesen nicht wissen, was sie t
un sollen; Chaos und emotionale
Umbrüche gehören zu ihrem psychi
schen Wohlbefinden. Viele Selbst-
Die Depression erschüttert dies
e Fähigkeit. Wird die geistige
von einer Geisteskrankheit, von
Alkohol- oder Drogenmissbrauch od
er anderen psychiatrisch
auffälligen Störungen untergraben, dann gerät die Abwehr in Gefahr.
Ähnlich einem angeschlagenen I
mmunsystem, das für bestimmte
Infektionen anfällig ist, ist ein kranker Geist angreifbar durch die
Wechselfälle des Lebens. Die Schnelligkeit und Flexibilität eines
gesunden Geistes, der Glaube oder
vielleicht von selbst regeln, sind
Ressourcen, die psychisch Kranke
verloren haben.
Es ist bekannt, dass die Unfähigke
it, flüssig zu denken, klar zu
überlegen oder hoffnungsvoll in die Zukunft zu sehen, eine Kon-
stellation herbeiführen kann, die alle
Merkmale einer Depression hat.
Man weiß auch, dass bei den meis
entscheidend sind. Neuropsychologe
n und Ärzte haben festgestellt,
dass depressive Menschen langsamer
denken, sich leichter ablenken
hneller ermüden und darüber klagen,
dass ihr Gedächtnis zu wünschen übrig lässt.
erinnern sich eher an negativ
e Erfahrungen und Fehlschläge, und
m depressiven als solche mit
positivem Kontext in den Sinn. Auch unterschätzen sie eher ihre
Erfolgschancen, wenn sie eine bestimmte Aufgabe übernehmen und
erledigen sollen.
Die geschwächten kognitiven Funktionen akut depressiver Pa-
tienten finden sich auch bei stark
vor allem bei denen, die kurz zuvor einen Selbstmordversuch
Denken ist zwanghafter und rigider,
die Optionen, die sie wahr-
nehmen, verengen sich auf gefährliche Weise,
bis schließlich der
Tod als einzige Alternative erschein
t – manchmal sogar nicht nur als
einzige, sondern auch als höchs
t verführerische und romantische
Alternative. Das geht zum Be
ispiel aus den Zeichnungen einer
neunzehnjährigen Collegestudentin hervor, die sie ihrem Psychologen
gab. Sie illustrieren den Selbstmord
als ein ruhiges Ende der Qual, als
einlullende Alternative zu den Problemen des Lebens.
In psychologischen Tests beschrei
ben suizidale Patienten ihre
Erfahrungen auf negative, vage und
diffuse Weise und blicken mit
einem Gefühl der Orientierungsl
osigkeit und Verzweiflung in die
Werden sie aufgefordert, an Dinge zu denken, die sie für
die Zukunft erwarten, dann fällt ihnen
viel weniger ein als Menschen
Oft hält nur ein Gefühl der Verant-
wortung gegenüber Familienangehörigen oder die Sorge wegen der
Folgen, die ein Selbstmord für ih
Menschen am Leben, die ansonsten einen starke
n Wunsch verspüren,
ihr Leben zu beenden.
Zeichnungen einer neunzehnjährigen Collegestudentin
der Gegenwart gelöst werden, und di
ese ist derart qualvoll, dass es
überhaupt keinen Trost gibt. »Das
ist mein letztes Experiment«,
schrieb ein junger Chemiker in seinem Abschiedsbrief. »Wenn es eine
ewige Qual gibt, die schlimmer ist als meine, dann müsste man sie mir
zeigen.«
Dieses Gefühl einer unbezwingbaren, hoffnungslosen und durch
und durch negativen Einstellung zur Zukunft ist eines der sichersten
Anzeichen für einen drohenden Selbstmord. Aaron Beck und seine
Kollegen von der University of Pennsylvania haben in einer Reihe von
sigkeit sowohl bei stationären
als auch bei ambulanten Patienten, die an Depression leiden, in einer
engen Beziehung zur Selbstmordgefahr steht.
Zum gleichen
Depression ist so lange erträglich, wie der Glaube erhalten
bleibt, dass sich die Situation besse
rn wird. Bricht dieser Glaube
nde Journalistin aus Maryland, die
seit Jahren unter schweren Depr
essionen litt. Sie hinterließ 22
Tagebücher, die als unveröffentlichte
Manuskripte vorliegen. Auszüge
aus dem Tagebuch, das sie in den
Wochen vor ihrem Tod geschrieben
hat, zeigen, wie unerträglich ihr di
e Welt geworden war, wie ihre
mpften, bis nichts mehr von
ihnen übrig blieb, und wie ihr ge
samtes Fühlen und Denken von einer
quälenden, alles überflutenden Hoffnungslosigkeit ergriffen wurde.
Menschen um mich herum sind
meiner Krankheit müde.
Draußen ist die Welt frisch und von einem klaren Blau, erfri-
Auf eine merkwürdige Weise aber bi
n ich ruhig, ich habe mich in
mein Schicksal ergeben. Wenn es
mir Ende November nicht besser
geht, werde ich den Tod
dem Wahnsinn vorziehen.
So oder so wird Ende des nächst
en Monats alles vorbei sein. Es
wird alles vorbei und erledigt sein.
Mir wird alles zur Qual. Ich möchte nicht mehr leben, aber ich
muss durchhalten bis zu der
deadline,
sein, Tod oder Wahnsinn? Wenn ich
ehrlich bin, dann kann ich mir ni
cht so recht vorstellen, dieses
Leben noch zwei Wochen auszuhalten. Noch mehr Strafe ertrage
ich nicht. Wenn ich sterbe, hinterlasse ich nur diese Tagebücher.
(...) Ich glaube, ich werde keinen
Abschiedsbrief schreiben, diese
Tagebücher sind mehr als genug.
Ich kann nicht denken. Alles ist durcheinander. Ich möchte in
einen tiefen Schlaf versinken, ve
rschwinden. Ich bin so müde. Es
ist so unendlich anstrengend, sich
um alles zu kümmern. Immer
tiefer dringt der Nebel in mich ein.
Ich will einfach nur, dass die Welt mich in Ruhe lässt, aber sie
dringt in mich hinein durch Ritzen und Spalten. Ich kann nichts
dafür. Dieser verdammte Nebel breitet sich weiter aus.
wirklich eine Geduldsprobe. Ich
halte es nicht länger aus. Ich will es nicht aushalten müssen.
Keiner, mit dem ich zu tun habe, wollte das. Niemand.
Siehe, ich bin ein dürrer
Baum. Jesaja 23, Vers 3.
Ich möchte sterben. Heute fühle ich mich noch anfälliger als sonst.
Ich vergehe vor Schmerz, die Qual ist überwältigend. Letzte Nacht
wollte ich mich im See ertränken, nachdem im Haus alle schlafen
gegangen waren, aber ich habe es
geschafft, diesem Impuls nicht
nachzugeben und zu schlafen. Als ich aufwachte, war der Drang
weg. Heute Morgen ist er wieder da. Mein Leben ist die Hölle,
tagaus, tagein. Jeden Tag breche
ich ein bisschen mehr zusammen.
Ich werde zerfressen,
Stück für Stück, Zelle um Zelle, Perle um
Perle. Es geht mir einfach nicht be
sser. »Besser« ist etwas, das mir
nicht hin. Sie können es mit
Akupunktur oder mit ECT versuchen, sie können eine Defrontali-
sation machen, aber es hilft alles
nichts. Ich bin ein hoffnungsloser
Fall. Ich habe meinen Engel verloren. Ich habe meinen Verstand
verloren. Die Tage sind zu lang und zu schwer; meine Knochen
brechen unter dem Gewicht dieser Tage zusammen.
Ich bin krank, so krank. So unmöglich krank...
Ich gehe nicht mehr ins Krankenhaus. Ich werde einfach ins
Der Schmerz ist zur Folter geworden, er hört überhaupt nicht mehr
rklichkeit und nicht zu ertragen.
Heute nehme ich eine Überdosis, ab
er ich möchte nicht krank sein,
ich möchte einfach tot sein.
Am nächsten Morgen erwachte Dawn früh. Sie saß am Küchen-
tisch, aß ein Müsli und beschäftigte
sich mit dem Kreuzworträtsel aus
der Zeitung. Kurz darauf ging sie aus der Küche und wurde nicht
mehr lebend gesehen.
Sie hatte ihr Bett ordentlich gemach
t, erzählt ihre Mutter. »Auf dem
Fußboden war ein Stapel von dreizehn Büchern aus der Bibliothek,
und die Sachen aus ihrem Rucksack, auch die Schlüssel, ein bisschen
Geld und ihren Führerschein hatte sie in einen großen Umschlag
Ihr Körper wurde erst Monate später in einem See gefunden.
Gefühle vergißt man leicht. Hätte ich es mit einer Phan-
tasiegestalt zu tun, so würde ich es wohl um der Glaub-
haftigkeit willen nötig finden, daß der junge Mann zögert,
dann den Revolver wieder in den Schrank zurücklegt, und
nach einer Weile widerstrebend und voll Angst von
neuem danach greift, wenn di
e Bürde der Langeweile und
Verzweiflung zu schwer wird.
In Wirklichkeit gab es kein
Zögern.
RAHAM
REENE
»Das Unglück ist wie ein Bazillus,
den ich in mir habe, solange ich
denken kann«, schrieb Graham Greene. »Und manchmal regt er
sich.«
Als Greene dieses Gefühl nicht mehr ertragen konnte, griff er
Gift und schließlich eine
wurde er von einer pathologi-
n, die sein Leben lang
immer wieder kam,
in Zyklen – wie es für die manisc
he Depression typisch ist –und mit
einer gefährlichen, durch Alkohol gesteigerten und selbst-
mörderischen Wildheit. In seinen Memoiren
Eine Art Leben
beschrieb
Greene seine frühen Begegnungen mit der suizidalen Depression und
seine eskalierenden Versuche, sich
rsuch, mein Bein aufzuschneiden, er-
probte ich andere Fluchtwege. Einmal, am Abend vor Trimester-
beginn, trank ich zu Hause in
dem dunklen Winkel neben dem
mephistophelisches Dämmerlicht
100 –
Tollkirschen, die ich auf der Gemeindewiese pflückte und aß,
zeigten nur eine leicht narko
Ferientag seinem Ende zugi
ng, schluckte ich zwanzig
Waren das »wirkliche« Selbstmor
oder bloß dramatische Reaktionen auf eine normale kindliche Schwer-
mut? Diese Frage drängt sich auf, wenn man sieht, was dieser
Immerhin verfolgten ihn seine
Selbstmordgedanken auch dann
meinsamen Schlafzimmer –»teil-
Buchenwald:
Ich verschaffte mir dieses Erlebnis noch einige Male. (...) Wieder
den Revolver hinter den Rücken gehalten, die Trommel dreht sich,
dann rasch und verstohlen unter den schwarz aufragenden Winter-
bäumen den Lauf an mein Ohr und abgedrückt.
Greene hat sich schließlich doch
lichkeit eines Selbstmordes besta
nd sein ganzes Leben hindurch und
blieb die scheinbar beste und
endgültige Antwort auf Leere und
Überdruss. Er führte einen stän
Depressionen, gegen »das Elend und die Hoffnungslosigkeit der
Jahre«, wie er sich ausdrückte. Als Gegenmittel gegen seinen
ausgebluteten Zustand trank er viel, hatte seine perverse Freude am
101 –
Der Selbstmord ist ein höchst i
ndividueller Akt und zugleich ein
stereotyper und vielen Menschen, die an schweren psychischen Er-
krankungen leiden, gemeinsamer Endpunkt. Es gibt keine Krankheit
und keine Umstände, die zwangsläufig zum Selbstmord führen, aber
es gibt Anfälligkeiten, Krankhe
iten und Ereignisse, die bestimmte
Menschen eher als andere in den Selbstmord treiben.
Bei den meisten Selbstmorden stehen psychopathologische Zu-
iten im Hintergrund; einige davon weisen
einen besonders ausgeprägten
Zusammenhang mit dem Tod durch
eigene Hand auf: Stimmungsst
örungen (Depression und manische
Depression), Schizophrenie, Border
line- und antisoziale Persönlich-
keitsstörungen, Alkohol-,
Medikamenten- und
Zahlreiche Untersuchungen in Eur
opa, den Vereinigten Staaten,
Australien und Asien haben gezeigt, dass Menschen, die Hand an sich
Hohe Raten psychopathologische
r Befunde wurden auch bei
Menschen festgestellt, die ernsth
afte Selbstmordversuche unternom-
men haben.
Die folgende Darstellung, die auf eine von Clare Harris und Brian
Barraclough in England durchgeführte Untersuchung zurückgeht, gibt
einen Überblick über die psychisc
hen Krankheiten mit einem hohen
In dieser Untersuchung wurden die Ergebnisse von
250 klinischen Studien analysiert und die Anzahl der Selbstmorde bei
skrankheiten mit der Anzahl der
Selbstmorde in der Gesamtbevölker
ung verglichen. Um zum Beispiel
das Selbstmordrisiko bei Schizophr
enie zu bestimmen, wurden 38
Studien aus dreizehn Ländern hera
ngezogen; insgesamt wurde die
Selbstmordrate bei über 30000 Sc
hizophreniepatienten mit der
geht hervor, dass bei Schizophren
iekranken die Selbstmordrate acht
Mal höher liegt als im gesellschaftlichen Durchschnitt.
Selbstmordrisiko bei ausgewählten psychischen
und nichtpsychischen Krankheiten
mungsstörungen und Drogenmissbrauch
zeigen eine hohe Korrelation:
Menschen, die an Depressionen
leiden oder von verschreibungs-
pflichtigen Medikamenten abhängig
102 –
103 –
Selbstmorde größer. Außerdem
sind Menschen mit depressiven
oft in Verbindung mit anderen Tö
Am auffälligsten an dieser Zusammenfassung verschiedener
Studien ist die Tatsache, dass Se
lbstmorde bei psychischen Krank-
als bei schweren nichtpsychischen
wie der Huntington-Chorea, der multiplen Sklerose und Krebs. Es ist
merkwürdig, dass diese Krankheiten,
die so oft mit starken Schmer-
zen, Entstellungen, einer Einschränkung von Würde und Unabhängig-
keit verbunden sind und häufig in den Tod führen, so wenig Selbst-
mordfolgen haben. Bei den meisten nichtpsychischen Krankheiten
sind keine erhöhten Selbstmordra
ten festzustellen. Zwar sind
Menschen, die sich das Leben nehmen, häufig körperlich krank, aber
das trifft auch auf diejenigen zu, die sich
umbringen. Einer
Untersuchung über psychiatrisch beha
ndelte Patienten zufolge litt ein
Drittel der Patienten, die sich das Leben nahmen, an nichtpsychischen
Krankheiten, der Anteil dieser Krankheiten jedoch ist bei den
Patienten, die keinen Selbstmord
begingen, ebenso hoch oder sogar
noch höher.
Daran zeigt sich zweierlei: Erst
ens ist, von Ausnahmen abgesehen,
fast jeder, der körperlich krank
ist und daraufhin Selbstmord begeht,
auch psychisch krank.
nkheitszustände, die mit
einem deutlich höheren
Selbstmordrisiko verbunden sind – Hunting-
ton-Chorea, multiple Sklerose, Rückenmarksverletzungen, HIV/AIDS,
ren Ursprung in Fehlfunktionen
systems oder beeinflussen dieses
stark.
Solche Krankheiten können
erhebliche Stimmungsschwankun-
gen verursachen und manchmal zur
Demenz führen. Andere Krank-
heiten, zum Beispiel von Herz
und Lunge, können äußerst schmerz-
haft sein, führen möglicherweise
zu Behinderungen oder zum Tod,
Da das Hauptaugenmerk dieses Buches auf dem Selbstmord bei
relativ jungen und körperlich gesunden Menschen liegt, sind Fragen
zu Selbstmorden im Zusammenhang mit tödlich verlaufenden
Krankheiten weniger relevant als im Hinblick auf Selbstmorde bei
104 –
älteren Menschen. Gleichwohl blei
bt hervorzuheben, dass Selbst-
i körperlich kranken Menschen
meistens auf eine gleichzeitig vo
rhandene Depression zurückzuführen
sind. Der einzige Zustand, der ansc
heinend vor Selbstmord schützt, ist
zu Selbstmorden führen, sind
psychische Störungen. Und bei keiner dieser Krankheiten ist die
Gefahr eines Selbstmordes größer
als bei den Stimmungsstörungen:
der Depression und der
manischen Depression.
mmungsstörungen in Zusammenhang
mit Alkohol- und Drogenmissbrauch,
sind bei weitem am häufigsten
In ihren schweren Formen lähmt di
e Depression alle vitalen Kräfte,
die uns zu Menschen machen; sie führt dazu, dass die von ihr
gibt. Das Leben wird blutleer und
antriebslos, gleichwohl ist der
Kranke präsent genug, um Schrecken
ersticken. Alle Zusammenhänge
, Bedeutungen und Beziehungen
gehen verloren, alles ist dunkel
und abgeschnitten von jeglichem
Gefühl. Das Hineinschlittern in
diese Sinnlosigkeit vollzieht sich
zunächst allmählich, dann aber in immer schnellerem Tempo. Das
Denken, das von der Depression eben
so in Mitleidenschaft gezogen
hwach und kränklich, konfus und
stumpf, die Gedanken kreisen um si
und Selbstbestrafungen. Der Körper is
t müde bis auf die Knochen, es
ist kein Wille vorhanden, alles
105 –
reizbare Erschöpfung in jede Ritze des Denkens und Handelns.
beschrieb Sylvia Plath, wie die
Depression in sie einsickerte und ih
re Lebensgeister abschnürte: »Ich
kämpfte gegen Depressionen an
und kämpfe immer noch (...) Im
Der englische Schriftsteller Alan Garner schilderte den
kalten Terror am Anfang seines
manisch-depre
Das nächste, woran ich mich eri
nnere, ist, dass ich in der Küche
Eine Szene aus Eisensteins »A
lexander Newski« überschwemmte
mein Gehirn: die schreckliche Passa
ge, in der Newski die teutoni-
schen Ritter auf den zugefrorenen See lockt, das Eis bricht, und
ihre gesichtslose Rüstung zieht
sie nach unten. Die Mäntel
sser, bevor sie hinuntergezogen werden,
Hände klammern sich an den
Eisschollen fest, die daraufhin
umkippen und die Ritter unt
er sich begraben.
Diese Hilflosigkeit, Kälte und Schrecken ergriffen mich. Ich war
allein im Haus, und den ganzen Nachmittag drehte ich an dem
ssen Geklingel zu dem Geräusch wurde, das
r so schwer wie die Rüstungen
und die von Wasser vollgesogenen Mä
ntel, als ich unter das Eis
rutschte.
106 –
Als die Familie nach Hause kam, lag ich auf der Küchenbank,
eingerollt wie ein Embryo, ohne mich zu bewegen oder zu reden,
Ich war unfähig zu einem Gefühl. Fühlte nur, dass ich unfähig war,
Den Horror einer tiefen Depression und die Hoffnungslosigkeit,
lässt sich gar nicht klar und anderen verständlich darstellen. Dem
Romanschriftsteller William Styron, der über seinen Kampf mit einer
Ich hatte erkannt, dass auf geheimn
isvolle Weise, weit entfernt von
jeder alltäglichen Erfahrung, das
graue Nieseln des Schreckens,
das die Depression hervorruft, di
e Form körperlicher Schmerzen
annehmen kann. Doch handelt es
sich nicht um einen unmittelbar
nur natürlich, wenn das Opfer
unablässig an Bewusstlosigkeit zu denken beginnt.
Manie ist etwas ganz anderes als
Melancholie. »Das Blut«, so der
ponist Hugo Wolf, »wird zu einem Feuer-
die Gedanken überstürzen sich und springen von einem
Das Denken ist
expansiv, es vollzieht sich reib
ungslos und erstaunlich rasch, man
107 –
Das Fließende des ma
nischen Denkens ist gepaart mit einem
verführerischen, oft psychotischen Gefühl einer kosmischen Bezie-
hung zwischen Ideen und Ereignissen. (F
ür viele Patienten ist es hart,
dieses glanzvoll-verwirrende Da
hinrasen der euphorischen Manie
aufzugeben.) Der russische Dichter
exzentrisch und launisch und eine Zeit lang in einer psychiatrischen
Anstalt war und der von Majakow
ski als der »Kolumbus neuer
dichterischer Kontinente (...) einer unserer Meister« gefeiert wurde
glaubte, er habe »Gleichungen für
men, Gleichungen für Gedanken, Gleichungen für Geburt und Tod«.
Er war sicher, dass ein Meister der
Zahlen alles miteinander verbinden
Söhne des Westens und Ostens,
sie drohen einander durch die
Jahrhunderte über ein und derselbe
n Beute, und ihre grimmigen
Wellen des Wassers der Völker sind
s sehen könnten, so sähen wir
diese beiden Jahre wie zwei aufeinander zujagende schreckliche
Wogen, mit der Antwortkraft von Frage und Antwort.
Die kalte Lehre Platons, seine luftigen gedachten Schatten, die
Götter der Dinge, und die Lehre, nicht zu leben, sondern nur
Jahre.
Dort noch ein bißchen, und vom Me
nschen bleibt nur noch eine
Zahl, hier noch ein bißchen,
und: »Wieviel die Nacht?«
»Traurig, öde, meine Seele!« Glauben nur an den Geist, Glauben
nur an den Körper.
Diese beiden negativen Glauben sind durch die Drei als Grundzahl
miteinander verwandt.
108 –
man über enorme Energien, ist
ruhelos und hat wenig Lust oder Beda
rf zu schlafen. Man verhält sich
ziellos, sprunghaft und hitzig und of
sexuell aktiv und gibt viel Geld
Zuständen kann es zu visuellen und akustischen Halluzinationen und
zu Größenfantasien und Verfo
Wutanfälle und Verzweiflung sind hä
ufige Begleiterscheinungen des
Diese enge Verbindung von Paranoia und Dunkelheit im Zentrum
s meiner Patienten auf die leere
Karte im Thematischen Apperzeptionstest deutlich zum Ausdruck. In
diesem psychologischen Test wird de
r Patient aufgefordert, zu dem,
was er auf der Karte sieht, eine Geschichte zu erzählen. Der zum
Zeitpunkt des Tests fünfundzwanzig
Jahre alte Patient war wegen
akuter Manie ins Krankenhaus eingewiesen worden. Die Geschichte,
die er hastig und ohne Pause von si
ch gab – wohlgemerkt als Antwort
auf eine leere Karte –, ist volle
r paranoider Obertöne, offen psycho-
tisch und zeigt mit Hoffnung gemischte depressive Züge:
Die ist wirklich leer, aber sie hat ein paar Flecken. Auf ihr sind
viele Bazillen, deshalb halte ich sie nicht nahe an mein Gesicht.
Mit ein bisschen Farbe sähe sie be
sser aus. Da fehlt jede Farbe,
aber ein bisschen Farbe hat sie
Helden identifiziert, ich habe Angst vor Bazillen. Lithiumfarben.
109 –
r die Depression durch Phasen
der Manie (die schwer oder leicht
sein können) unterbrochen wird –
Das Durchschnittsalter, in dem sie
zum Ausbruch kommt, achtzehn Jahre, liegt erheblich unter dem von
schweren Depressionen, die sich
in einem Durchschnittsalter von
sechsundzwanzig Jahren zum ersten Mal bemerkbar machen. Im
Unterschied zur Depression, die
bei Frauen mindestens doppelt so
häufig auftritt wie bei Männern,
ist die manische Depression bei
Auch ist sie häufiger als die
timmungsstörungen kommt es unver-
hältnismäßig oft zu Selbstmordversuchen.
Wenigstens zwanzig
Selbstmordversuch, und
fast die Hälfte der Pa
tienten mit bipolaren
Störungen versuchen mindestens ein Ma
l, sich das Leben zu nehmen.
Die Selbstmordversuche dieser
Kranken sind ernsthafter als die
derjenigen, die nicht mit Depressi
onen zu tun haben; selbst wenn
häufig nicht gewaltsame
Die höchste Selbstmordgefahr
bei Menschen mit Stimmungs-
deshalb eine Einweisung ins Kranke
nhaus erforderlich war oder wenn
sie bereits einen Selbstmo
mäßige Depressionen können zwar qualvoll sein und zur völligen
Erschöpfung führen, aber das Selbstmordrisiko ist in diesen Fällen
nicht so hoch.
Schwedische Forscher haben einmal die Bevölkerung
einer ganzen ländlichen Region psyc
hiatrisch erfasst und die geistige
110 –
nahmen, war zu Beginn eine depr
essive Erkrankung diagnostiziert
Männern ohne psychische Krank-
Die Schwere einer
Depression ist – besonders, wenn
sie mit körperlichen Erregungs-
zuständen, Alkohol- oder Drogengebrauch und schweren emotionalen
Erschütterungen, Verlusten oder
Enttäuschungen verbunden ist – ein
deutlich signifikanterer Indikator
für einen mögliche
n Selbstmord als
die Diagnose einer Depression allein.
Bei schweren Depressionen kommt
allerdings stellt sich oft heraus,
dass Menschen, bei denen eine Depr
ession diagnostiziert wurde, auch
an milden Formen von Manie leiden;
Hypomanien berichten die Patienten se
lbst im Allgemeinen nicht, sie
werden oft auch von den Ärzten nicht erkannt oder in psychologischen
ellt. Bei diesen milden manischen Phasen –
die in der Regel durch eine hohe Energieverausgabung, wenig Schlaf
und eine ausgeprägte Reizbarkeit
Die heftigen Erregungszustände be
al depressiven
Patienten sind nicht zu erkennen, wenn sie nicht ganz genau
111 –
sich grob als das gleichzeitige Auft
Vielfach versuchen die Kranken
daher, sich auszuhungern, zu er-
hängen, sich die Pulsadern aufzuschneiden; sie bitten, sie zu ver-
brennen, lebendig zu begraben,
in den Wald hinauszujagen und
dort umkommen zu lassen. (...) Ei
ner meiner Kranken schlug mit
dem Halse so oft auf die Schneide eines am Boden aufgestellten
Stemmeisens, bis sie durch die ganzen Weichteile hindurch in den
Wirbelkörper eindrang.
Verhalten und Stimmung sind in
unberechenbar. Jede Symptomkom
bination ist möglich. Die im
krankhaftem Trinken und einem forcierten,
hocherregbaren Energieniveau. Häuf
ig sind Paranoia, extreme Reiz-
barkeit, unregelmäßige
r Schlaf, schweres Trinken und Tobsuchts-
anfälle mit dieser besonderen Vari
ante eines Mischzustands, einem
äußerst unangenehmen und gefähr
lichen Zustand, verbunden.
überschüssige Energie produziert eine Art geistzerrüttender Erregung,
eine »furchtbare Energie«, wie die Dichterin Anne Sexton schrieb:
anderen und versuche mir zu
112 –
Auch Edgar Allan Poe beschrieb in einem Brief kurz nach seinen»
Selbstmordversuch einen Zustand »schrecklicher Erregung«:
Ich ging zu Bett & weinte eine lange, lange scheußliche Nacht der
Verzweiflung durch – Als der
Tag anbrach, stand ich auf &
bemühte mich, meinen Geist durc
h einen raschen Spaziergang in
der kalten, scharfen Luft zu beruhigen – aber es half alles
nichts –
immer noch. Ich KANN
leben (...)
wenn es mir nicht gelingt, dies
e schreckliche Erregung zu bändi-
gen, die, wenn sie andauert, en
tweder mein Leben zerstören oder
mich hoffnungslos wahnsinnig machen wird.
Bei Menschen, die solche Mischzustände durchmachen müssen, sei
es als depressive Manien oder als Depressionen mit gesteigerten
Erregungszuständen, besteht eine
erhöhte Selbstmordgefahr.
Als die modernen Medikamente
noch nicht zur Verfügung standen,
starben viele akut manische Patien
ten an Erschöpfung, an Herzschlag
oder an Infektionen von unbemerk
ten und unbehandelten Wunden an
den Füßen, die sie sich zum Beis
piel bei langen Barfußmärschen
Der Kranke kann nicht lange still sitzen oder liegen, springt aus
113 –
Psychosen, die bei Stimmungsstör
depressiven Patienten mit psychotischen Erscheinungen eine erhöhte
Selbstmordgefahr festgestellt, aber dieser Befund ist nicht allgemein
anerkannt. Auch bei schwer depr
Halluzinationen, die Stimmen hören,
die ihnen befehlen, sich umzu-
ringen, liegt die Selb
stmordrate nicht höher.
Wohl aber verwenden
Depressive oder manisc
h-depressive Menschen begehen häufig in
der Frühzeit ihrer Erkrankung, oft nach der ersten Attacke einer
schweren Depression oder nach ihre
r Entlassung aus der Psychiatrie,
dafür sind nicht klar, sicher spielen die geringe Erfahrung mit
Depressionen, die Unsicherheit über persönliche und berufliche Rück-
wirkungen und die Angst vor einer möglichen Wiederkehr der Krank-
heit eine Rolle. Eine angemessene
Behandlung ist Glückssache, und
selbst mit Hilfe der besten Ärzte dauert es lange, bis sich eine
Wirkung zeigt. Die Menschen warten
häufig, bis sie schwer krank
sind, bevor sie sich behandeln lassen, und sind dann oft nicht mehr in
der Lage, die Behandlung so lange
durchzustehen, bis sie sich gut
genug fühlen, um weiterzuleben.
Beunruhigenderweise ist eine de
r höchsten Risikoperioden für
einen Selbstmord die Zeit de
Der
Es fällt manchmal schwer, zwis
chen tatsächlichen Heilungspro-
zessen und impulsiven Selbstmorden zu unterscheiden, zu denen es in
besonders hoffnungslosen Augenbl
werden beispielsweise klinisch
e Beobachtungen von Patienten, die
114 –
sich kurze Zeit später umbrachten,
mit entsprechendem Material von
Diese scheinbare Ruhe vor der St
urm kann verschiedene Ursachen
fallen aber dann plötzlich in eine
schwere Depression oder geraten in
einen Mischzustand. Oder sie werd
en ruhiger, weil sie entschlossen
sind, sich zu töten, und sich erle
ichtert fühlen, weil sie der Angst und
der Qual, weiterleben zu müssen, entkommen. Oder sie täuschen ihre
Ärzte und Familienangehörigen, um sich ungestört auf ihren
Selbstmord vorbereiten zu können. Solche Täuschungsversuche sind
seit Jahrhunderten bekannt. Zu denen,
die darauf aufmerksam gemacht
haben, zählt der große Arzt, Erzieh
er und Patriot Benjamin Rush aus
Philadelphia, Oberstabsarzt der kontinentalen Armee und Unterzeich-
ner der Unabhängigkeitserklärung:
Man muss sorgfältig zwischen einer Rückkehr des gesunden
wissen Schläue unterscheiden,
die es den Leuten für kurze Zeit erlaubt, sich korrekt zu verhalten
und zu reden und damit ihre Pfleger zu täuschen, um vorzeitig aus
ihrem Gewahrsam entlassen zu werden. Um die Übel zu vermei-
den, die aus einem solchen Fehler
entstehen können, sollten sie
während ihrer Rekonvaleszenz sorgfältig beobachtet und nicht
entlassen werden, solange ihre
Genesung nicht mehrere Wochen
lang durch normales Reden und Verh
wurde. Im Pennsylvania Hospital kam es drei Mal zum Selbstmord
von Patienten, die kurz zuvor entlassen worden waren und deshalb
gerade die Glückwünsche ihrer Freunde zu ihrer Genesung
entgegennahmen.
Stimmungsstörungen führen zwar hä
ufiger zum Selbstmord als an-
dere psychische Krankheiten, aber auch bei Schizophrenie, einer
furchtbaren psychotischen Krankheit, kommt er oft vor.
115 –
»Dies ist ein Abschiedsbrief«, schrieb der Dichter und Komponist
Ivor Gurney im Juni 1918 an einen
Freund. »Ich fürchte, ich rutsche
ab und werde zu einem Wrack – und ic
h weiß, Dir wäre es lieber, ich
wäre tot als wahnsinnig (...) M
öge Gott Dich belohnen und mir
vergeben.« Gurney lag zu dieser Zeit in einem Militärkrankenhaus,
nachdem ein »nervöser Zusammenbr
uch auf Grund eines anhaltenden
Schocks durch eine Granatenexplos
ion« festgestellt worden war.
Die Elektrizität manifestiert
sich hauptsächlich in Gedanken.
An Gurneys psychischem Zustand ä
Schizophrenie ist die schwerste
und beängstigendste psychische
Wie die manische Depression
tritt sie in relativ jungen
Jahren auf (um die zwanzig), sie ist genetisch verursacht, wenn auch
nicht so deutlich wie die bipolare
116 –
(ungefähr ein Prozent der Bevölker
ein böses Spiel mit den Sinnen,
der Vernunft, den Emotionen und de
m zum Handeln Notwendigen. Es
Halluzinationen, Wahrnehmung von Di
ngen, die nicht existieren,
und Wahnvorstellungen, also falsch
e Überzeugungen, die bestehen
bleiben, auch wenn eindeutig das Ge
genteil bewiesen ist, machen nur
einen Teil des Schreckens aus, de
r typisch ist für Schizophrenie.
Häufig zerfließt die gesamte visu
dunklen, grenzenlosen Horror. Auch akustische Halluzinationen, vor
mmen, sind weit verbreitet. Die Stimmen sind
drohend, verurteilend und fordernd.
Sie können überall sein: nah oder
fern, im Herzen oder im Kopf, in
äußeren Welt: in Vögeln, im Telef
Visuelle Halluzinationen sind nicht
so häufig wie akustische, aber
sie sind ebenso wandlungsfähig. Emil Kraepelin, ein kluger
Beobachter von psychotischen Zuständen bei Manie und Schizo-
phrenie, nennt Beispiele von visuellen Verzerrungen und Halluzi-
nationen, die seine schizophrenen Pa
tienten erlebten: Sie sahen Toten-
köpfe, Heilige aus dem Jenseits,
Purzelbaum schlagende Clowns,
schwarze Raubvögel, die über ihren K
öpfen kreisten, den Kaiser von
China, Schlangen im Essen, Martin
Luther, Flammen, rote und weiße
Mäuse in einem Herzen, zwei Schildkröten auf der Schulter. Sie sahen
und hörten schreckliche Dinge.
Die Ärztin und Wissenschaftlerin Carol North, zur Zeit an der
medizinischen Fakultät de
r Washington University in St. Louis, hat
die furchtbaren Halluzinationen,
bizarren Wahnvorstellungen und
117 –
Wahrnehmungsverzerrungen ihrer
eigenen schizophrenen Welt be-
schrieben. In der folgenden Stelle
geht es um ihre Erfahrungen im
Ruheraum der Krankenhausstation:
Ich lag stundenlang bewegungslos auf einer Plastikmatte, bis ich
ganz steif wurde. Aus dem Ab
Ich war in einer Vorhölle gefa
ngen oder in einem Fegefeuer und
»Carol.« Dr. Falmouths Stimme. »I
ch möchte mit Ihnen sprechen.«
»Sprechen (...), brechen, blechen, preschen, dreschen, rächen«,
hallten die Stimmen wider und bild
Dr. Falmouth hob meinen Arm hoch.
118 –
Meine Finger schlossen sich zu ei
ner neuen Form, sie machten sich
bereit, Strahlen in
vieldimensionale Räume abzufeuern.
Auch grob unorganisiertes Verh
ophrenie; das Reden verliert Zu-
sammenhang und Bedeutung. Der allmäh
lich fortschreitende geistige
Verfall ist fast unvorstellbar, dies
en Vorgang zu beobachten schier
unerträglich. Diese Angst vor der
Welt, dieses Ausgeschlossensein
von ihr und dieses Gepeinigtwer
den von Stimmen, das Leben
zwischen verzerrten Grimassen,
Formen und Farben, die Beständig-
rstand zu verlieren: Die meisten
Menschen, die solche Qualen durc
darüber zu reden. Robert Bayley,
ein an Schizophrenie erkrankter
Patient, hat immerhin versucht, seine furchtbaren tagtäglichen Kämpfe
in Worte zu fassen:
rchterlichen Qualen. Die Stimmen
und Visionen, die man in diesem
Zustand gewöhnlich wahrnimmt,
dringen in meinen Alltag ein
und verwirren mich. Die Stimmen
sind vornehmlich destruktiv, sie reden in fremden Sprachen drauf-
los oder befehlen mir in schrillem Ton, irgendwelche gewalttätigen
Handlungen auszuführen. Sie verfolgen mich, indem sie unablässig
Kommentare abgeben und alles ins
Lächerliche ziehen, um mich
zu täuschen und aus dem Gleic
hgewicht zu bringen und mich in
eine lähmende Paranoia zu stür
zen. Ihre Befehle lassen keinen
Widerstand zu und lösten Phasen au
s, in denen ich mich suizidal
verhielt und mir selbst Gewalt anta
t. Ich lief vor schnell fahrende
Autos und schnitt mir die Schlagadern auf, dabei fühlte ich, wie
dieser Zwang mein Leben zerstör
te. Wenn sie gar nicht locker
ließen, dann bestand überhaupt
keine Wahlmöglichkeit mehr, und
ich fühlte mich gemartert und
lebendig, sind erschreckend und
bestürzend. In Zeiten eines so
lchen Trommelfeuers verwandeln
sich zum Beispiel Pflastersteine in dämonische Fratzen, die vor
meinen versteinerten Augen zers
pringen. Menschen, mit denen
119 –
ich in Berührung komme, verformen sich manchmal grotesk, ihre
Verzerrte Wahrnehmungen der Realit
ät sind nicht die einzige Ur-
: Mindestens ein Viertel
Schizophrene, die Selbstmord bege
hen, sind wie die Patienten, die
an Stimmungsstörungen leiden, häufig
depressiv, sehr reizbar und
mindestens einmaliger Selbstmor
dversuch die häufigste Voraus-
) Meistens befinden sie sich in einem
oder wurden kurz zuvor aus einem
psychiatrischen Krankenhaus entlassen.
Halluzinationen und Wahn-
vorstellungen tragen natürlich wesentlich zu den Leiden psychotischer
Patienten bei, aber welche Roll
e sie für das Zustandekommen eines
Selbstmords spielen, ist nicht geklärt.
Auch andere psychiatrisch auffällige Zustände, vor allem Angst-
zustände und die Borderline- und
antisozialen Persönlichkeits-
störungen, sind mit einem überdur
chschnittlichen Selbstmordrisiko
e der Anorexie und der Bulimie
n Komplikationen und Todesfällen,
aber über die Selbstmordrate
Durchsicht von über dreißig Unters
uchungen zu dieser Frage ergab,
dass rund ein Prozent der Personen mit Essstörungen durch Selbst-
120 –
Dagegen erhöhen Angstzustände,
besonders wenn sie von Panik-
attacken oder schweren Depressionen
begleitet sind, mit Sicherheit die
Selbstmordgefahr.
Die bezeichnenden Symptome dieser Störungen –
übermäßige Angst und Sorge, Schlafstörungen, Muskelspannung,
Reizbarkeit, Müdigkeit und Ruhelosi
gkeit – halten oft lange an.
Auch sind häufig Symptome einer
Depression zu verzeichnen. Unter
dem Einfluss von Panikattacken kommt
es vermehrt zu Selbstmorden
oder Selbstmordversuchen, aber
Selbstmordrate ist, konnte trotz der
lebhaften Debatte, die über diese
Frage zur Zeit geführt wird, bisher nicht geklärt werden.
Diese
Attacken sind zeitlich begrenzte Anfälle intensiver Angstgefühle und
Überraschenderweise und im Gegens
atz zu den anderen schweren
psychischen Krankheiten schein
en Zwangshandlungen, Zwangs-
neurosen und -psychosen kein erhöht
zu haben. Die hartnäckigen und lä
stigen Gedanken, die Impulse und
Krankheit kennzeichnen – wie
Händewaschen, bis die Hände ga
nz rau werden, Zählzwang oder
wiederholtes Überprüfen von geschlossenen Türen –, sind nicht nur
die Ursache von heftigen Leidensz
auch viel Zeit (oft mehrere Stunde
n täglich) und bringen häufig den
gesamten Alltag durcheinander.
Dennoch kommen die meisten Unter-
s, dass derartige Störungen nicht auffallend
– es sei denn, sie sind ausgesprochen
schwer oder mit Depressionen verbunden.
121 –
es vor allem zwei typische Syndro
me, die zu einer unverhältnismäßig
hohen Zahl von Selbstmorden führen. Die Borderline-Störung lässt
sich grob definieren als eine psychi
sche Struktur, die durch stürmische
Beziehungen und impulsives, selbst
zerstörerisches Verhalten gekenn-
Diese Störungen unterscheiden sich
in vielerlei Hinsicht (so sind
zum Beispiel die antisozialen Pe
rsönlichkeitsstörungen bei Männern
Rücksichtsloses und gewalttätiges
Verhalten, mit dem wir uns in
122 –
den nächsten Kapiteln ausführlic
her beschäftigen, werden immer
wieder mit Selbstmord und ernsthaften Selbstmordversuchen
psychisch Kranker in Verbindung gebracht. Wenn die für Borderline-
und antisoziale Persönlichkeitsstör
ungen typischen labilen Elemente
onen, Alkoholismus oder Drogenmissbrauch
Bei diesen Patien-
ten hat das suizidale Verhalten mehr mit den Konflikten in ihren
Beziehungen zu anderen Menschen
zu tun als bei Depressiven,
Schizophrenen oder manisch Depre
ssiven. Borderline-Patienten sind
anderen Diagnosen ist dies nur
bei etwa 15 Prozent der Fall.)
Von Howard Wishnie, einem Arzt
, der viel mit Borderline-Patien-
In den ersten Stunden nach ihrer Aufnahme machte sie den Ein-
druck einer geschmackvoll gekleideten, attraktiven jungen Frau,
die mit dem Krankenhauspersonal
und den Patienten gut zurecht-
kam. Es gab keinen objektiven
Anhaltspunkt für eine Depression.
123 –
Ein paar Minuten später ging auch der Therapeut aus seinem
Zimmer. Nach zehn Minuten kam er zurück und traf auf die
Patientin, die in einer Blutlach
e stand. Sie hatte das Fenster
zertrümmert und sich mit den Scherben Schnittwunden beige-
bracht. Einige Monate später erklärte sie: »Ich dachte, Sie wären in
Ihrem Büro für mich da, auch als
ich sagte, ich würde gehen. Ich
wusste, Sie würden da sein. Als Sie nicht da waren, sah ich
zukommen. Auf seinem Gesicht erschien eine große Träne. Da
drehte sich mir alles, und ich sc
naus.«
Am gleichen Tag, als eine
Besprechung mit dem Mann der Pa-
tientin stattfand, kam es zu einer weiteren kurzen psychotischen
Episode. Trotz der von der Patientin
unter Beweis gestellten Fähig-
keit zur Regression wurden di
e Bedingungen für Behandlung und
Krankenhausaufenthalt noch einmal
klargestellt: Die Patientin sei
für ihr Verhalten verantwortlich. Die Patientin erzählte ihrem
Mann daraufhin von dem gleichgültigen Verhalten des Arztes ihr
gegenüber. Als das nichts nutzt
e, um andere Behandlungsbe-
dingungen zu erwirken, warf sich die
Patientin auf den Boden, biss
ins Stuhlbein und gab absonderliche Klageschreie von sich. Er riss
sie weg und sagte ärgerlich, ihr Verhalten zeige deu
sie eine intensive Behandlung ha
be und wie unfähig sie sei, für
sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Der Therapeut blieb bei
seiner Meinung, und die Patientin
Trance. Sie verließ mit ihrem
Mann das Sprechzimmer, um ein
anderes Krankenhaus aufzusuchen.
Eine Stunde später rief die Pa
sprach klar und direkt, wie bei ihrer Aufnahme. Sie sagte: »Doktor,
ich bin einverstanden.« Sie war zu
124 –
entlassen und kam die nächsten a
Behandlung. In den folgenden Th
erapiesitzungen kam es noch
einige Male zu kurzen psychotischen Episoden. Sie hatten alle mit
Der Hauptpunkt ihrer aktuellen
Diagnose war die offene und
dramatische Erörterung von Symptomen, die mit der Mobilisierung
von vielen Leuten in ihrer Umgebung zu ihren Gunsten einher-
Die psychischen Zustände, von dene
mungsstörungen, Schizophrenie,
Angstzustände und Persönlich-
keitsstörungen –, sind nicht nur quälende und schreckliche Krank-
heiten, sondern sie haben auch weitreichende und gewöhnlich
entfremdende und destabilisierende
Auswirkungen auf die Fähigkeit
Schizophrenie, Stimmungsstörunge
n, Angstzustände und Persön-
lichkeitsstörungen sind nicht die einzigen Ursachen von Selbstmor-
den. Auch Alkohol- und Drogenmissb
rauch fordert einen furchtbaren
lbst oder, was häufiger der Fall
ist, in Verbindung mit Depressi
on und anderen psychischen Krank-
heiten. Drogen- und Medikament
manische Depression und die Schi
Jahren, oft schon in der Adoleszenz oder mit Anfang zwanzig, und
wenn er zur Gewohnheit geworden ist,
dann geht er zumeist weiter,
ohne dass sich viel dagegen unte
lich, finanziell, gesellschaftlich,
rechtlich und beruflich in massive,
häufig irreversible Probleme gerate
n, nehmen Menschen mit Alkohol-
oder Drogenproblemen die Substanzen
zu sich, die sie zerstören.
Es ist nicht immer leicht,
die Abhängigkeit von Drogen oder
125 –
Alkohol von den krankhaften Depre
ssionen zu trennen, die dem
Missbrauch vorausgehen, ihn begleiten oder auf ihn folgen. Beide
tens-, Schlaf- und Essstörungen
mit sich. Der Alkoholismus kann die
meisten Symptome der Depres-
sion verursachen, auf lange Perioden
heftigen Trinkens können ernst-
hafte Depressionen folgen. Die Gr
ünde dafür liegen zum Teil auf der
Hand, teilweise sind sie schwer zu erkennen.
Psychische Krank-
heiten wie Depression, Manie u
nd Schizophrenie sind quälend und
schrecklich. Drogen und Alkohol könne
n eine Zeit lang das Gefühl
der Verzweiflung und der Hoffnungs
losigkeit dämpfen. Das Trinken
nimmt nicht nur in Zuständen de
r Depression zu, sondern hat vor
allem dann krankhafte Züge, wenn Manien vorliegen oder gemischte
Erregungszustände. Dann kommt es leicht zum Gebrauch von Alkohol
Auf eigene Faust eingenommene Me
dikamente, die bei beunruhi-
genden Gedanken und düsteren Stimm
ungen Abhilfe schaffen sollen,
werden oft gezielt eingesetzt. Viele Depressive nehmen zum Beispiel
Kokain nicht nur als Antidepressivum – auch wenn es ungeheuer
Der Missbrauch von Alkohol, Medika
menten bzw. Drogen einer-
seits und psychische Krankheite
n andererseits beeinflussen und
verstärken sich wechselseitig. Drogen werden seit Jahrtausenden in
der ganzen Welt benutzt, um mit
Angstzuständen, Unruhe, Depressio-
126 –
Drogen war immer riskant. Ihre
Wirkung besteht darin, die feine
Abstimmung des Gehirns zu ve
rändern und das Bewusstsein
einzudämmen. Werden sie über la
nweg genommen,
können sie die empfindliche Chem
ie des Gehirns verändern und
beschädigen. Sie gefährden die Beziehungen und die berufliche Situa-
tion der Abhängigen und Süchtigen,
sie schaden deren Gesundheit und
Selbstachtung.
Ob sie unabhängig voneinander oder zusammen zur
Wirkung gelangen, in jedem Fall
können sie akute psychotische
Schübe herbeiführen und dazu beitragen, dass sich der gesamte
Krankheitsverlauf verschlechtert; sie
untergraben die Bereitschaft des
Patienten, sich um eine gute ärztliche Versorgung zu kümmern, und
sabotieren die Wirksamkeit de
r vorgeschriebenen Behandlung.
s lüde man eine Pistole mit zusätzlichen
Kugeln. Drogen lockern auf, aber zugleich erhöhen sie die Risiko-
bereitschaft und fördern gewalttätig
es und impulsives
Verhalten. Bei
he Folgen haben. Das trifft auch
auf die wilden Stimmungsschwankungen zu, die häufig mit dem
it dem Entzug einhergehen.
Angesichts eingeschränkter Urteils
kraft, durcheinander geratener oder
zerstörter persönlicher Bezie
steigernden Verlangen nach Drogen
, weil diese mit der Zeit immer
weniger gut wirken, ist es nicht erstaunlich, dass Drogen- und
Alkoholmissbrauch in Verbi
ndung mit psychopathologischen
es Klima für einen Selbstmord
In der Forschung wird im Großen und Ganzen die Auffassung
m die Besänftigung von turbulenten Stimmungen
mit Hilfe von Wein und Cidre nicht fremd war, bemerkte einmal: »Ich
bin konstitutionell empfindlich – ungewöhnlich nervös. Ich wurde
wahnsinnig, hatte aber immer wied
er lange Perioden, in denen ich
mich auf eine furchtbare Art und Weise gesund fühlte. Während der
Anfälle von absoluter Bewusstlosigkeit
trank ich, Gott weiß wie viel
und wie lange. Meine Feinde schrie
ben meinen Wahnsinn natürlich
n Alkohol dem Wahnsinn.«
Damit ist
127 –
Kommt beides zusamme
mordgefahr gefährlich zu.
An den meisten Selbstmorden ist eine
Kombination von Alkohol und Depression beteiligt. Drogen und
Stimmungsstörungen befördern sich gegenseitig: Allein sind sie
furchtbar, gemeinsam tödlich.
Der Dichter John Berryman, der sowohl wegen seines Alkoho-
lismus als auch wegen seiner mani
schen Depression immer wieder in
e sein Trinken und seine Geistes-
bens, seiner Ehe, seiner Freund-
schaften und seines Schreibens zu
zerstören drohten. Zwei Jahre,
Sprung von einer Brücke ein Ende
Er wusste, dass er im Hausflur
128 –
Was macht es schon, ob Strick, ob Gürtel
Da wir nur einmal sterben können, was macht es schon,
Ob Strick, ob Gürtel, Gift, Pistole oder Schwert,
Langsame Auszehrung oder jähes Platzen
Einer Ader in den edlen Teilen
Das Elend dieses Lebens uns verkürzen?
Der Ursachen sind viele, die Wirkung ist sich gleich:
Sie alle führen zu demselben Ende.
HOMAS
HATTERTON
Die besonderen Umstände
Fantasien. Nicht nur die ungewöhnlichen und auffälligen, sondern
auch die banalsten Arten der Selb
sttötung lassen uns keine Ruhe, und
Über die Arten, sich umzubringen,
hat sich schon Seneca im ersten
Jahrhundert geäußert:
129 –
Doch war es, wie Sherwin Nuland,
leitender Arzt in Yale und
Schriftsteller, gezeigt hat, als Seneca schließlich versuchte, sich um-
zubringen, schwieriger, als er gedacht oder anderen geraten hatte: »Er
stieß sich einen Dolch in die Schlagader am Arm, aber das Blut kam
nicht so schnell, wie er wollte, daher schnitt er sich auch die Venen an
seinen Beinen und den Knien auf.
Als das auch noch nicht genügte,
schluckte er Gift, wiederum vergeblich.«
Schließlich trat der Tod
durch Ersticken in einem Dampfbad ein.
Bei den meisten Menschen, die
der trüben Hoffnungslosigkeit haben,
die dem Selbstmord zu Grunde
liegt, ruft der Akt in seinem bl
anken Schrecken Angst und Furcht
hervor. Wer jedoch die Hoffnungslo
sigkeit kennt, der kann sich über
die verschiedenen Möglichkeiten, sich
zu töten, auch mit grimmigem
Humor auslassen. Dorothy Parkers »Résumé« ist ein besonders
bissiger und berühmter Beit
rag zu diesem Thema:
Klingen schmerzen,
Flüsse sind nass,
Säuren ätzen,
und Drogen verursachen Krämpfe.
Schlingen geben nach,
also kannst du auch gleich am Leben bleiben.
Dorothy Parker hielt sich an das, was sie schrieb. Bei ihrem ersten
sie sich die Adern mit einer Rasierklinge
auf, beim zweiten nahm sie eine
Überdosis Veronal und das dritte Mal
Barbiturate. Sie litt häufig unter schrecklichen Depressionen, die auch
nicht zu lindern waren, wenn sie viel
trank, gleichwohl war sie in der
Lage, ihren tödlichen Humor zu gebrauchen, um von ihren Qualen
abzulenken, zumindest im Beisei
n ihrer Freunde. Ihre Biografin
Marion Meade erfasst den tiefschwarzen Humor der Parker genau:
Als sich Dorothy so weit erholt hatte, dass sie Besucher empfangen
130 –
vier Buchstaben. Um ihre bandag
ierten Handgelenke waren blass-
blaue Bänder gewickelt, und sie winkte ausgelassen, als wollte sie
voller Stolz ein Paar Diamantarmbänder von Cartier vorführen.
Hätte sie ihre Verzweiflung offen
gezeigt, wäre den Freunden das
Ausmaß ihres Leidens nicht entga
ngen, und sie hätten vermutlich
in einer angemesseneren Weise reagiert. Aber Dorothy brachte sie
zum Lachen, so dass sie sich erleichtert fühlen konnten.
Die ein Jahr später als die Parker geborene Edna St. Vincent Millay
lebte ganz anders, aber auch sie verbrachte viel Zeit in psychiatrischen
Kliniken und schrieb mit Galge
nhumor gewürzte Verse über den
Selbstmord. Ihr Gedicht »I Know a Hundred Ways to Die« fand merk-
würdigerweise Eingang in eine
Gedichtsammlung für junge Leute.
Ich kenne hundert Todesarten.
Oft dacht' ich, ich probiere eine:
unter die Räder eines Lastwagens,
dort lege ich mich hin.
Auch könnte ich von einer Brücke springen –
aber dergleichen ist zu schlimm
für Straßenkehrer und die Männer,
die die Meere säubern.
Es gibt auch Gifte, die ich nehmen könnte.
Oft dachte ich, ich könnt's versuchen.
Doch Mutter kauft sie für den Abfluss,
es wär' Verschwendung, wenn ich davon tränke.
Die Millay und die Parker nahmen
in rasch hingeworfenen Versen
131 –
Franzose rief seinen Diener und sagte ihm, er werde sich das Leben
nehmen. Er trug ihm auf, aus seinem Fett eine Kerze zu machen und
sie »anzuzünden und zu seiner Geliebten zu bringen«. In seinem
Abschiedsbrief an sie schrieb er: »E
r habe lange für sie gebrannt, nun
mmen Wirklichkeit waren, denn die
Kerze, in deren Schein sie diesen Brief lese, bestehe aus Teilen seines
elenden Körpers.« Dann brachte er sich um.
Einige Jahrzehnte später berichte
endent der New
Yorker Irrenanstalt von Patienten,
die Selbstmord begangen hatten,
indem sie kochendes Wasse
r tranken, sich Besenstiele in die Kehle
rammten, Stopfnadeln in den Unte
rleib bohrten oder Leder und Eisen
Es gibt Selbstmörder, die in Vulkane springen, sich zu Tode
hungern, sich Truthahnknochen in die
Kehle stechen, Dynamit, heiße
Kohlen, Unterwäsche oder Bettzeug sc
hlucken, sich mit ihren eigenen
Haaren erdrosseln, sich mit Elektrobohrern Löcher in den Kopf
bohren, ohne Vorräte und leicht beklei
Henry Romilly Fedden, der in den
dreißiger Jahren des zwanzigsten
Jahrhunderts über den Selbstmord sc
geschluckt hatte. Eine an
dere Frau, eine Pariserin,
und von anderen, die Polizeibeamte
provozieren, um sich töten zu lassen; eine Praxis, die der Polizei als
»Selbstmord durch Polizeiaktion« be
Endspiel ist mittlerweile, nachdem es in der
New York Times
132 –
beschrieben wurde, für fast zehn Prozent der Polizeischießereien mit
tödlichem Ausgang in den USA verantwortlich.
Polizeibeamte, aber au
ch die Mitarbeiter
von Bestattungsunter-
nehmen und Gerichtsmediziner si
nd die ersten Zeugen von haar-
sträubenden Sterbeszenen. Ein solc
her Anblick ist, wenn Drogen im
nkte, furchtbar, doch die Szenen
brennen sich regelrecht ins Ged
ächtnis, wenn besonders bizarre oder
Diese ungewöhnlichen Selbstmordme
thoden sind nicht nur Belege
dafür, auf was für verrückte Idee
n man kommen kann, um sich das
Leben zu nehmen – sie zeigen vor
allem, wie verzweifelt und ent-
schlossen ein suizidaler Geist sein
kann. Gerade in solchen bizarren
Einfällen wird, wenn man so sagen
kann, der Akt selbst greifbarer.
133 –
Einblick in einen ansonsten unvorst
ellbaren Zustand des Jammers und
Die Logistik des Selbstmordes un
terschied sich im Altertum nicht
wesentlich von der in den Jahrhunderten danach. Im Allgemeinen
Schwert (der »römische Tod«),
Rasiermesser, Skalpell und Dolch
–, außerdem Erhängen, Springen
und die Einnahme von Giften wie
Schierling, Opium oder anderen
Drogen. Oft hungerten sich die Römer auch zu Tode, verbrannten sich
oder provozierten andere, sie zu
töten (ähnlich dem modernen
»Selbstmord durch Polizeiaktion«). N
ach Anton van Hooff, einem der
besten Kenner der Selbstmordpraktik
en in der klassischen Antike,
nahmen sich in Rom weitaus mehr Männer das Leben als Frauen, das
ist heute nicht anders. Nur in den
alten Mythen begehen mehr Frauen
Selbstmord.
Obwohl sich auch in römischer Zeit viele junge Leute durch Er-
Nein, lieber tot! In Schönheit will ich sterben.
Abscheulich ist's, am Strick sich aufzuhängen.
Für Sklaven selbst gilt es als unanständig.
Ein Dolchstich nimmt sich gl
eich viel besser aus.
In den folgenden Jahrhunderten blie
gen griff man häufiger auf ein
breites Sortiment von Drogen und Giften zurück wie Blausäure,
ätzende Säuren, Quecksilber, Opiu
m, Laudanum, Zyankali, Arsen,
134 –
Ungeziefervernichtungsmittel, Chloroform, Strychnin und Bella-
donna. In Amerika waren zu dersel
ben Zeit nach den Schusswaffen
Gift und Leuchtgas die ge
bräuchlichsten Mittel.
sse und Meere oder in Teiche und
Seen in städtischen Parks (wie dem Serpentine im Londoner Hyde
Park, in dem sich viele ertränkten, so auch die erste Frau von Percy
Bysshe Shelley), um sich das Leben
zu nehmen; eine Todesart, die in
Literatur und Folklore düster romantisiert wurde.
In diesem Jahrhundert beschrie
b Längsten Hughes die Verlockung
des Flusses in seinem lakonischen Gedicht »Suicide's Note«:
kühle Antlitz des Flusses
bat mich um einen Kuss.
Auch der Soziologe Emile Durkheim wies im Jahr 1897 auf na-
tional unterschiedliche Präferenzen hin: »So hat also jedes Volk seine
bevorzugte Todesart, und deren
Einwanderer bewahrten, wohin sie auch gingen, die Vorliebe ihres
Mit der Zeit übernahmen
die deutschen Einwanderer aber au
ch die bevorzugten Selbstmord-
mit seinen Hochbauten wird häufiger der Sprung in den Tod prakti-
ziert.
Gift und Strick die populärsten
135 –
Natürlich ändern sich die Methoden auch mit der Zeit. So kam eine
der Todesfälle durch Gas aus de
m heimischen Herd zurückging,
waffen zunahmen. Im Gebrau
ch von Gift, Schnittwunden und
Ertränken waren keine Veränderungen festzustellen. Der Rückgang
ch bedingt, dass der Anteil von
In den USA werden heutzutage
bei über 60 Prozent aller Selbst-
mordfälle Schusswaffen benutzt, damit liegt das Erschießen weit vor
Was gibt den Ausschlag für die Wa
Zunächst überlegte ich, wie ich sterben könnte, ohne zu leiden. Zu
diesem Zweck ist Erhängen wahrscheinlich am besten, aber wenn
ich mir jemanden vorstelle, der si
ch erhängt hat, dann fühle ich
136 –
Hand zittert. Wenn man von einem
Dann habe ich darüber nachgedacht,
wo ich mir das Leben nehmen
könnte. Meine Familienangehörig
en müssen von dem leben, was
ich ihnen hinterlasse. Meine Besitztümer sind ein 100
[331
] großes Stück Land, mein Haus
, die Tantiemen aus meinen
Büchern und Ersparnisse in Höhe von 2000 Yen. Wenn ich mir in
meinem Haus das Leben nehme, si
nkt sein Wert. Ich möchte auf
eine Art Selbstmord begehen, be
i der mein Körper mit Ausnahme
von meinen Familienangehörigen von so wenigen wie möglich
gesehen wird.
Man hat den verschiedenen Selb
–, aber der Einfallsreichtum,
der in solchen Deutungen steckt,
scheint doch über beweisbare
Tatsachen hinauszugehen. Persönlic
hkeitsmerkmale, die bei Personen,
die sich einige Monate oder Jahre
von psychologischen Standardtests erhoben wurden, korrelierten nicht
Ebenso wenig
sind zwischen Menschen, die sich erschießen oder vergiften, in die
Tiefe springen, sich erhängen oder ertränken, Intelligenzunterschiede
festzustellen.
137 –
Aber eine Reihe von Faktoren spielt
zweifellos eine Rolle bei der
In Ländern wie den Vereinigten Staaten, wo man an Schuss-
waffen leicht herankommt, und in Be
rufsgruppen, die wie Polizei oder
Militär einfachen Zugang zu Schu
sswaffen haben, werden diese
unverhältnismäßig häufig benutzt. Wo giftige Pflanzen und Früchte
wachsen – wie die giftigen geflügelten Samen des gelben Oleanders in
Sri Lanka oder die tödlich giftige S
achasandia-Frucht in Argentinien –
oder wo hochgiftige antibakterielle
Mittel, Pestizide und andere agro-
chemische Produkte frei benutzt werden wie in China, Singapur,
West-Samoa, Sri Lanka, Guayana, I
ndien und vielen anderen Ländern,
zeigen die Selbsttötungen, wie einfach
Wo Eisenbahnen und Untergrundbahne
n fahren und andere Mittel
nicht so leicht aufzutreiben sind
, wo es Meere, Flüsse und Klippen
gibt oder Hochhäuser stehen, ge
hen Menschen, die sterben wollen,
dorthin. Ärzte und Chemiker, die Zugang zu tödlichen Chemikalien
haben, werden häufiger davon Gebrauch machen als Menschen, die
nicht an sie herankommen oder sie ni
cht kennen. Und weil Patienten
in psychiatrischen Kliniken nichts
mit Dingen zu tun haben dürfen,
die üblicherweise als Mittel für einen Selbstmord dienen, sind sie
gezwungen, Schnürsenkel, Kleider
bügel und Bettlaken zu benutzen
oder sich mit einem raschen Sprung in ein ungesichertes Treppenhaus
hinabzustürzen. Patienten, die
sich in ambulanter Behandlung
befinden und schwere Medikamente
(wie Antidepressiva, Lithium
bekommen, können sich mit diesen
Die Beurteilung der Effektivität
einer Methode ist jedoch sehr
138 –
subjektiv. Bei einer Befragung von fore
nsischen Pathologen, in der es
um die Rangfolge der Tödlichke
Nichtfachleute dagegen ka
men zu ganz anderen Rang-
folgen. Sie überschätzten (im Ve
rgleich zu den Pathologen) die
Wirkung von Überdosen verschrei
Schnittwunden an den Pulsadern; sie unterschätzten die tödliche
Wirkung des Erschießens. Frauen übe
rschätzten ganz allgemein die
tödlichen Folgen der meisten Me
Überdosen, woraus sich schließen
lässt, dass viel mehr Frauen, die
Überdosen überlebt haben, wirklich sterben wollten, als gemeinhin
gezeigt, dass viele die tödliche
von weniger gewaltsamen und end-
gültigen Mitteln Gebrauch, obwohl sie seit einigen Jahren vermehrt
auch zu Schusswaffen greifen. Ei
ne Untersuchung aus den siebziger
Jahren kam zu dem Ergebnis, dass
sowohl Frauen als auch Männer
Medikamente und Gifte als die »annehmbarste« Form des Selbst-
Die Vorliebe der Frauen für
Medikamente und Gift hat damit
zu tun, dass diese Todesart für schm
erzlos gehalten wird und dass sie
zugänglicher und leichter anzuwende
n sind. Als weiterer Grund dafür,
Anhaltspunkte.
Das Alter spielt bei der Wahl de
Wie im Altertum ist auch heute noch bei jungen Leuten das Erhängen
häufiger. Sie springen aber auch
aus großer Höhe oder vor fahrende
Züge. Schusswaffen werden v
inzwischen steigt bei den Jungen diese Rate. Auch Art und Ausmaß
der Psychopathologie beeinflusse
139 –
Symbole und Anregungen von außen sp
ielen bei den Umständen,
die zum Selbstmord führen, ebenfalls eine Rolle. Louis Dublin, der
ehemalige Chefstatistiker der Metropolitan Life Insurance Company
und als solcher sehr interessiert an den Wahrscheinlichkeitsbedingun-
gen und der Prävention von Selbstmorden, schrieb über die
»psychische Konstellation und den persönlichen Symbolismus«
Einzelnen. Das Denken, das Ged
ächtnis und die Wünsche von Selbst-
mördern werden nicht nur von irrationalen Antrieben bestimmt,
sondern auch von einer persönliche
140 –
und Filmen häufig übertrieben oder
romantisiert werden. So werden
Der Sprung in einen Fluss oder das Meer hatte schon immer eine
In Beachy Head, den Klippen am östlichen Ausläufer der South
Downs an der englischen Küste, soll es seit dem sechsten Jahrhundert
Selbstmorde gegeben haben. In den le
tzten Jahren ist die Zahl der an
dieser Stelle verübten Selbstmorde
intensive Berichterstattung in den Medien zurückzuführen ist.
Zwischen 1965 und 1979 stürzten sich 120 Menschen von den
Klippen in Sussex. Britische Fors
cher sind der Ansicht, dass die
Publicity, die den Selbstmorden von
Beachy Head zuteil wurde, viele
andere auf denselben Gedanken brach
te. Sie nennen das Beispiel eines
sechsundfünfzigjährigen Mannes, de
r in einem Krankenhaus, in dem
er sich von einem Selbstmordversuch durch eine Überdosis erholte,
einen Zeitungsbericht über die Flut
von Selbstmorden in Beachy Head
mit der Bemerkung kommentierte: »E
s ist schon komisch, dass sie
solche Sachen in der Zeitung bri
ngen, so dass Leute wie ich davon
erfahren.« Zwei Wochen später mach
te er sich nach Beachy Head auf
und sprang in den Tod.
(Auch das Springen von öffentli
chen Gebäuden – vom Eiffelturm
Die öffentliche Aufmerksamkeit, die sich auf bestimmte Selbst
141 –
Oleanders waren als Mittel zum Se
lbstmord vor 1983 in Sri Lanka
unbekannt. Zeitungsberichte und ein südindischer Film sowie die
leichte Zugänglichkeit der Pflanzen
trugen dazu bei, dass die Zahl der
Vergiftungen in den folgenden Jahren um ein Vielfaches anstieg.
Ebenfalls durch Zeitungsberichte wu
rde auf den Fidschi-Inseln die
enorm tödliche Wirkung des Unkrautvernichtungsmittels Paraquat
töten. Durch einen indischen
Film wurde ein Wasserfall bei
Hogenakal in Südindien ber
ühmt, Fernsehen und Zeitungen
1991 erschien
Final Exit,
der Bestseller von Derek Humphry, der
eine Reihe verschiedener Selbstmordarten in allen Einzelheiten
In den Jahren 1978 und 1979 kam es in England und Wales zu
einer Epidemie von Selbstmorden
durch Selbstverbrennungen, nach-
dem eine vierundzwanzigjährige austra
lische Erbin, die, bevor sie ihre
m Parliament Square umbrin-
gen konnte, aus England ausgewiese
n wurde und sich dann vor dem
rannte. Drei Tage später nahm
sich ein Direktor von Fortnum a
nd Mason in ähnlicher Weise am
Themseufer bei Windsor das Leben.
Gegen Monatsende war es zu
zehn Selbstopferungen gekommen, und
innerhalb eines Jahres hatten
sich 62 Menschen durch Selbstverbrennung das Leben genommen.
Diese Zahl unterschied sich beträchtlich von den durchschnittlich
142 –
23 Selbstverbrennungen, die sich zwischen 1963 und 1978 jährlich
Der Tod durch Selbstverbrennung dürfe
Am Fuß des Berges Fuji, des höchst
en Berges in Japan, der eine
heilige Stätte ist, erhebt sich Jukai, das »Meer der Bäume«, ein dichter
Wald auf einem Lavaplateau, das ni
cht besiedelt ist und durch das so
gut wie keine Straßen führen. Der erste schriftlich erwähnte Selbst-
Anfang der sechziger Jahre beschr
ieb ein populärer japanischer
Schriftsteller in einem Bestseller
roman den Versuch der Heldin, sich
das Leben zu nehmen, indem sie in
diesen Wald lief. Ihrem Beispiel
folgten Massen von Menschen, angest
achelt außerdem durch Fern-
sehen, Filme, Zeitungen und Zeitsch
riften. Um potenzielle Selbst-
mörder zu retten, müssten regelmäßige Polizeistreifen eingerichtet
werden, und mittlerweile werden
im Frühjahr und im Herbst umfang-
reiche Suchaktionen nach Leichen
Von all den Schauplätzen, die in
Literatur oder Medien auf roman
143 –
tische Weise verherrlicht werden, ha
ben vor allem zwei die Fantasie
von Öffentlichkeit und Selbstmördern
auf fatale Weise beflügelt: der
Berg Mihara auf der japanischen
Insel Oshima und die Golden Gate
Bridge in San Francisco.
Der Mihara, ein aktiver Vulkan,
war fast gänzlich unbekannt, bis
zwei Schulfreundinnen aus einem Oberschichtinstitut in Tokio im
Masako Tomita war erst einundz
wanzig und verständlicherweise
außerstande, das Versprechen zu halten. Sie vertraute sich einer
Berg Mihara zu führen, wo sie »Meiko durch das Tor des Mihara ins
Paradies folgen« wolle. Masako konnte ihre Freundin nicht von
diesem Plan abbringen, und Anfang
Im folgenden Jahr, 1934, stürzten sich über 160 Menschen in den
der Polizei daran gehindert
werden, ihrem Beispiel zu folgen.
Im Januar 1935 stürzten sich im
Abstand von nur zehn Minuten drei
junge Männer in den Tod. Die
Polizei hielt rund um die Uhr
Wache am Krater, und ein hoher
Stacheldrahtzaun wurde gezogen;
144 –
Die Selbstmordepidemie brachte Oshima einen wirtschaftlichen
Aufschwung, der dem Grundstückswahn in Florida 1925/26 ver-
gleichbar ist. Der öde, desolate Fl
ecken verwandelte sich in eine
Mischung aus nationalem Heiligtum,
Coney Island, Atlantic City
und den Niagarafällen. Die Bevölk
erung der Insel nahm sprunghaft
zu. Innerhalb von zwei Jahren
Die Schifffahrtsgesellschaft der
Um sich gegen den Vorwurf zu wehren, sie wolle vom Selbstmord
profitieren, verkaufte die Gesellschaft nur Hin- und Rückfahr-
ung stärkte der Gesellschaft mit
Der Zugang zum Berg wurde schlie
ßlich gesperrt, doch bis dahin
hatten sich mindestens eintausend Me
Ungefähr ein Jahr später wurde auf
der anderen Seite des Pazifiks die
Der anmutige Bau, der die Bucht von
145 –
San Francisco, eine der schönsten Gegenden der Welt, überspannte,
lockte bald mit ähnlichem Sire
nengesang wie der Mihara. Drei
Wenn der Stress zu groß wird,
so zitieren sie die Einwohner
der Stadt, »dann kann man immer
noch von der Brücke springen«. Die
Busfahrer der Gray Line Tour
von San Francisco erwähnten die
Selbstmorde von der Golden Gate Bridge auf Stadtrundfahrten als
touristische Attraktivität, und es gab sogar Ansichtskarten mit Witzen
zu diesem Thema. Einem Bericht des
San Francisco Chronicle
zufolge wurde eine Lotterie verans
taltet, deren Mitspieler Wetten
abschlossen, wann der nächste von der Brücke springen werde.
Ein Mann, der an Depr
146 –
Alle Überlebenden unterstützten den Plan zum Bau einer Selbst-
mordschranke, einen Plan, gegen de
n sich die Verwaltung der Brücke
Auch sprachen sich die meisten Über-
Viel häufiger als an berühmten
öffentlichen oder ausgefallenen
ute in psychiatrischen Kliniken
Es mag befremdlich erscheinen, dass
so viele Selbstmorde an Orten vor
Ein üblicher Grund für die Einwei
sung in eine psychiatrische
Klinik ist ein Selbstmordversuch,
und dieser ist, wie wir gesehen
Auch wenn das medizinische Pers
onal viele Vorkehrungen treffen
kann, um Patienten zu schützen; eine vollständige Sicherheit ist nicht
phäre und die persönliche Freiheit
147 –
scharfen Gegenständen
und Medikamenten durchsucht, Streichhölzer,
Feuerzeuge, Nagellackentferner, Spiegel, Flaschen, Scheren, Gürtel
und Schnürsenkel werden aus ihrem Besitz entfernt.
Wären selbstmordgefährdete Patienten in der Lage oder willens, die
Schwere ihrer Selbstmordgedanken
und -pläne zu artikulieren, wäre
die Gefahr nicht so groß. Aber da
s ist nicht der Fall. Das klinische
Bild von Patienten, die entschlossen
sind zu sterben, hat eine große
Variationsbreite. Sie können sich
flink bewegen, und aus der
Verzweiflung erwächst eine große
Findigkeit. Der Psychiater Emil
Kraepelin schrieb in se
Nur allzuoft verstehen es die Kra
nken, ihre Selbstmordabsichten
hinter einem anscheinend heiteren
Wesen zu verbergen, um dann
148 –
Stock hinunter; eine a
ndere, die kurz vor ihrer Entlassung stand,
entnahm, als sie sich wenige Mi
nuten allein in der Spülküche
befand, dem aus Nachlässigkeit nich
t verschlossenen Schranke ein
Streichholz, übergoß sich und
In den dreißiger Jahren beschr
New York State die verschie-
(Sylvia
Plath, die nach einem fast tödlic
h verlaufenen Selbstmordversuch ins
Krankenhaus kam, beschrieb in
ihrem autobiografischen Roman
wie hellwach suizidale Gedankengänge sein können: »Ein
das Fleisch zu schneiden.«
und die Überwachung durch das Pflege-
personal ist keine Garantie gegen
Zum Klinikalltag der Behandlung schwerkranker und selbstmord-
gefährdeter Patienten gehört, dass
bei jedem Schritt schwierige klini-
sche Entscheidungen zu treffen si
nd. Wann kann ein Patient aus der
ständigen Beobachtung durch das Pf
legepersonal entlassen und auf
eine Fünfzehn- oder Dreißigminut
149 –
verlassen oder die Erlaubnis erhalten
, das Wochenende zu Hause zu
verbringen? Prognosen müssen nicht zutreffend sein, Patienten, die
wirklich sterben wollen, verstellen sich.
Aus der Forschung geht hervor, da
ss über die Hälfte der Patienten,
die sich in psychiatrischen Klinik
personal oder von den Ärzten zum
Zeitpunkt des Selbstmordes als
»klinisch auf dem Wege der
Besserung« beschrieben wurde.
Tatsächlich wurde über die Hälfte derjenigen, die sich auf der Station
oder unmittelbar nach der Entlassung aus dem Krankenhaus das
Leben nahmen, zum Zeitpunkt der Aufn
stuft. Besonders hoch ist das Risiko
in den ersten Tagen im Kranken-
haus und kurz vor der Entlassung.
Vor dem Verlassen des Kranken-
hauses kommen häufig Ängste hoch
, ob die Familie oder die Freunde
nicht ablehnend reagieren werden,
ob man nicht sehr einsam sein
wird; häufig ist der klinische Ve
rlauf der Krankheit noch stürmisch
(und durch starke Stimmungsschwankungen und durch äußerst unan-
gkeit, Erregung und Reizbarkeit
gekennzeichnet), viele machen sich Sorgen um ihre Arbeitsstelle,
fürchten, arbeitslos zu werden, fragen sich, ob sie sich außerhalb des
Krankenhauses überhaupt noch zurech
tfinden können. Manche Patien-
ten stecken in dem Dilemma, dass
Krankenhaus zu bleiben, und zu schlecht, um mit den Realitäten und
Belastungen des Lebens draußen fer
tig zu werden; sie werden dort mit
persönlichen und ökonomischen Folgen
ihrer schweren Geisteskrank-
heit zu kämpfen haben – angesichts dessen kann sie leicht ein Gefühl
der Hoffnungslosigkeit überwältigen, und sie nehmen sich das Leben.
150 –
An meinem Käfig geht die Welt vorbei
und schenkt mir keinen Blick.
ARRRELL
»The Woman at the Washington Zoo«
Als Todesursache stellte der Gerichtsmediziner Selbstmord fest:
Über die unmittelbare Todesursach
e konnte kein Zweifel bestehen.
ein älteres Weibchen, reagier-
ten auf den Eindringling in ihr
man es von ihnen
151 –
Niemand bezweifelte, dass die st
arken und gefährlichen Fleisch-
Das große Interesse der Öffentli
chkeit an den makabren Umstän-
den, unter denen die Frau umgeko
allerhand Spekulationen: War es
Selbstmord? Oder Mord? War sie
zufällig in das Löwengehege hine
ingeraten? Die Umstände dieses
Todes waren so ausgefallen und so grauenvoll, dass sie die dunkelsten
und primitivsten Fantasien wach riefen.
diesem Ereignis; in
einem brachte der Journalist Phil
McCombs den Schock, den diese Tat
in der Stadt ausgelöst hatte, auf den Punkt.
Plötzlich war diese Stadt der glatten Diplomaten mit ihrem
falschen Lächeln und ihren kaum verhüllten Krallen, diese Stadt,
in der Arafat und Rabin sich die Hand schütteln und Lobbyisten
mit sanften Worten unter Eid bezeugen konnten, ihre tödlichen
Produkte seien völlig harmlos, dieser Ort, an dem sorgfältig über-
legte Volten und Wendungen, geschickt verdeckte Motive und der
bürokratische Tod an der Tagesordnung sind, wie elektrisiert von
dieser wilden Schlächterei. (...) Dieser Tod war in gewisser
Hinsicht zu einfach für Washington. Gestern Nachmittag [zwei
Tage nach den Berichten über den Todesfall] äußerte in den Hörer-
die Vermutung, das traurige
ihrer Ermittlungen die Überlegung
an, dass die Entscheidung der Frau,
sich das Löwengehege auszusu-
ten Rom die Christen zum Zeichen
ihres Glaubens den Löwen vorwerfen, und im Alten Testament hatte
Daniel seine Glaubensprüfung im R
und unbeschadet überstanden. Nach dem, was später über die
Geschichte der toten Frau bekann
t wurde, war diese Überlegung nicht
unvernünftiger als andere, denn, wi
e spätere Untersuchungen ergaben,
gehörte ihr Geist nicht ganz ihr se
hn mit Stimmen und
hen Nebenerscheinungen des Wahn-
152 –
Da befahl der König, dass man Daniel herbrächte; und sie warfen
ihn zu den Löwen in den Graben. Der König aber sprach zu
Daniel: Dein Gott, dem du ohne Unterlaß dienst, der helfe dir!
Und sie brachten einen Stein, den legten sie vor die Tür am
Graben; den versiegelte der König mit seinem Ring und mit dem
Ring seiner Gewaltigen.
Anhand einer Dauerkarte für die
Buslinien der Arkansas Transit
Authority konnte die tote Frau als
Dem Beamten war schnell klar,
153 –
Sie verließ das Gericht um fünf
weiß, was sie danach tat, wohin si
e ging, bis sie den Zoo betrat und
sich zum Raubtierhaus begab. Vielle
icht zögerte sie, aber von einem
bestimmten Punkt an muss sie ents
chlossen genug gewesen sein, um
Der Gerichtsmediziner und die J
ournalisten fanden heraus, dass
Schizophrenie. Im Laufe der Jahre wa
r sie in psychiatrische Kliniken
in Kalifornien, Georgia und Arkans
as eingewiesen worden. Gelegent-
er Angriffe festgenommen
worden. Nach Aussagen des Sheriffbüros in Arkansas ging sie ein Mal
mit einem Besenstiel auf einen Po
lizeibeamten los und drohte einem
anderen, ihn zu erschießen. Si
entlassen, kam erneut ins Kranke
nhaus und wurde wieder entlassen.
Sie bekam Medikamente verschrieb
en, die sie eine Weile nahm und
dann wieder absetzte. Sie hatte ke
ine Gewalt über ihre Gedanken und
litt unter unerträglichen Stimmungs- und Energieschwankungen.
Allmählich wurde ihr Leben wie das von Tausenden anderer
Menschen, die an Schizophrenie erkr
ankt sind; schließlich gehörte sie
zum städtischen Bodensatz, zu
den psychisch Kranken, die ohne
festen Wohnsitz sind.
Und ehe [die Männer] auf den Bode
n herabkamen, ergriffen sie die
Löwen und zermalmten alle ihre Gebeine.
154 –
Wir in den USA haben, allen Ansp
rüchen unserer Zivilisation zum
er Bodensatz ansammeln konnte; wir
haben zugelassen, dass er mit Psychotikern und Arbeitsunfähigen
aufgefüllt wurde, wir haben ihre Hoffnungslosigkeit hingenommen
und uns nicht darum gekümmert, was sie brauchen, um zu überleben.
Wir haben die psychisch Schwerkra
nken auf unsere Straßen entlassen;
inzwischen machen sie ein Drittel bis die Hälfte aller Obdachlosen
aus.
Sie stören die Menschen, denen es gut geht und die ihnen auf der
Straße begegnen, sie bereiten de
r Stadtverwaltung Kopfzerbrechen.
Wir fühlen uns unwohl mit ihnen, aber nicht so unwohl, dass wir sie
schützten, ihnen eine Wohnung gäben,
für ihre Krankenversicherung
sorgten, uns um sie kümmerten oder sie heilten.
Sie sterben auf der Straße, auf Parkplätzen, in Unterkünften für
Obdachlose oder in leer stehende
n Gebäuden, im Park oder auf dem
Bürgersteig. Sie sterben früher als wir,
und sie sterben an Ursachen,
Die Entscheidung, Psychiatriepatienten frei herumlaufen zu lassen,
war nicht böswillig, sie war nur gedankenlos und unüberlegt. Der
Richard Wyatt, Chef der Neuropsych
iatrie des National Institute of
Mental Health, hat zusammen mit
anderen Ärzten und Wissenschaft-
lern die Durchführung dieser folgenreichen Sozialpolitik, die ohne
wissenschaftliche Grundlage war, heftig
kritisiert. In einem Leitartikel
schrieb er 1986:
Die amerikanische Obdachlose
nkrise begann 1963 mit der ge-
155 –
ichtungen entlassen. Ohne diese
Einrichtungen schufen diese Menschen ihre eigenen Gemein-
schaften, die auf Isolation,
Entfremdung, Hoffnungslosigkeit und
Verzweiflung beruhen. Die ehemaligen Bewohner von Einrich-
Niemand, der sich mit der Behandlung von Schizophrenen oder mit
Menschen beschäftigt, die wegen psychischer Krankheiten obdachlos
die Lösung für so komplizierte
und furchtbare Probleme zu kennen. Und niemand kann sagen, warum
156 –
157 –
Biologie des Selbstmordes

von allem Übel ist das letzte Ziel,
von Qualen der Natur und Flecken von Blut,
des Wollens Sünde und des Zweifels Fehl.
158 –
Generation für Generation gab es in der Familie
Tennyson Fälle von schwerer Melancholie, unkon-
trollierbaren Wutausbrüc
hen und manischer De-
pression. Alfred Lord Tennyson (1809-1892) be-
zog sich auf das »schwarze Blut« in seiner Familie,
das Thema Selbstmord, suizidale Verzweiflungszu-
stände und vererbter Wahnsinn stehen im Mittel-
punkt einiger seiner ergreifendsten Gedichte.
159 –
Ein Sprung in tiefe Wasser
Es handelte sich, wie er sagte, um ein konstitutionell be-
dingtes, ein Familienübel, eines, für das ein Heilmittel zu
finden er verzweifelte.
Aber es ist immer eine Frage, ob ich diesen Trübsinn
wirklich loswerden möchte. (...) Diese 9 Wochen sind wie
ein Sprung in tiefe Wasser. (...) Man taucht unter & nichts
schützt einen vor dem Angriff der Wahrheit.
OOLF
Genau ein Jahr, bevor General Robert E. Lee sich mit der konföde-
rierten Armee von Nord-Virgini
a bei Appomattox Court House
General Ulysses S. Grant ergab, hielt Professor John Ordronaux vor
den Studenten des Columbia College in New York eine große Vorle-
sung. Menschliches Verhalten, sagte er, sei nicht immer das Spiegel-
bild der menschlichen Vernunft. Die ursprünglichen Instinkte, »sosehr
sie auch durch Kultur und Intellekt verändert sind oder durch
Umstände, die ihren Ausdruck nich
t zulassen, unterdrückt werden,
sind nie ganz zu beseitigen«. Die Natur, fügte er, Francis Bacon
zitierend, hinzu, »ist oft verbor
gen, manchmal überwunden und selten
ausgelöscht«.
Obwohl Ordronaux wie alle seine Kollegen und Mitbürger vom
160 –
Die Erfahrung zeigt, dass die Frage des Temperaments sehr viel
mit dem Problem des Selbstmordes
Es ist nicht ganz klar, wie der Professor auf diese Zahl kam, denn
damals gab es noch keine verlässlic
Übrigen auch heute nicht viel zuve
alls glaubte man
lange – nämlich über zweitausend
Jahre –, dass Wahnsinn und Selbst-
mord familiär vererbt werden. Fünfundzwanzig Jahre zuvor, im Jahr
1840, sagte der britische Arzt Forbes Winslow unmissverständlich:
sache als die seines erblichen Ch
arakters. Von allen Krankheiten,
die die verschiedenen Organe befa
llen können, gibt es keine, die
häufiger von einer Generation zur anderen weitergegeben werden
als die Erkrankungen des Gehirn
mord muss natürlich nicht in jeder Generation zum Ausdruck
kommen; oft übergeht sie die eine und
tritt in der nächsten auf. Das
Gleiche gilt für Wahnsinn, der
Auch Benjamin Rush, Professor der Medizin an der University of
Pennsylvania, war von den erbliche
beeindruckt und nahm in sein we
161 –
Hauptmann C. L. und Hauptmann
J. L. waren Zwillinge, und
einander in Haltung und Erscheinung so ähnlich, dass es für
Außenstehende äußerst schwierig wa
r, sie auseinander zu halten.
Selbst ihre Freunde ließen sich oft täuschen. Ihre Gewohnheiten
und Manieren waren ebenfalls ganz
ähnlich. Viele drollige Ge-
schichten wurden über Leute erzählt, die sie verwechselten.
Beide waren gleichzeitig in die amerikanische Revolutionsarmee
und Kinder und eigenen Landbesitz. Ei
nige Zeit nach dem Krieg
zog Hauptmann J. in den Staat
Vermont, während Hauptmann C.
Die Mutter dieser beiden Herren, ei
162 –
Dass Selbstmord familiär bedingt se
i, zog sich wie ein Faden durch
einen Großteil der Literatur des ne
unzehnten und zwanzigsten Jahr-
hunderts. Im Juni 1906 hielt Charles
Pilgrim, der Vorsitzende der New
York Commission on Lunacy, eine
n Vortrag vor der American
Medico-Psychological Association
in Boston. Darin erklärte er:
»Nichts ist gewisser als die Tats
ache, dass die Neigung zum Selbst-
mord erblich ist. Diese Neigung is
In dieser Zeit erschienen auch verschiedene Stammbäume von stark
Ein Mann namens Edgar Jay Briggs
, der sich auf seiner Farm bei
Deanbury, Connecticut, vor einige
n Tagen erhängte, war fast das
163 –
Kürzlich wurden aus dem Irak fünf
In der medizinischen Literatur
sind viele andere »Selbstmord-
familien« angeführt worden,
aber so traurig diese Fälle auch sind,
suizidalem Verhalten disponieren? Od
er ist eine stärkere Tendenz zum
Selbstmord nur auf die Weitergabe
12
menten – wie Impulsivität, Aggr
essivität und Gewaltbereitschaft –
stehen, welche ebenfalls häufig zum Selbstmord führen? Eine be-
164 –
sich durchaus dann ergeben, wenn
zu einem unbeständigen Tempera-
ment eine Manie, eine Psychos
e oder Alkoholismus hinzukommt oder
durch diese ausgelöst wird.
In Medizin und Naturwissenschaf
ten wurden verschiedene Stra-
Effekte von Umwelteinflüssen zu un-
terscheiden: Familienstudien, die familiäre Muster von Selbstmorden
und Selbstmordversuchen überprüf
Selbstmordraten bei ein- und zweieiigen Zwillingen vergleichen;
f das Problem des Verhältnisses
zwischen Anlage und Umwelt eine
Antwort zu geben, indem sie
Selbstmorde adoptierter Personen
mit denen ihrer biologischen und
adoptierten Verwandten vergle
ichen; und molekulargenetische
tischen Veränderungen bei Selbst-
mördern suchen. Jede dieser Strate
gien liefert uns andere Informa-
tionen.
und fast alle, die in den letzten Jahren abgeschlossen wurden, stellten
eine erheblich höhere Rate v
on Selbstmorden und Selbstmord-
verhalten bei Familienangehörigen
von Personen fest, die Selbstmord
begingen oder ernsthafte Versuche unternahmen. Aus Studien über
Kinder und Erwachsene und über Patienten mit psychischen
Störungen geht hervor, dass Personen, die sich das Leben nehmen,
drei Mal häufiger eine entsprechende Familiengeschichte haben als
Gerade wenn besonde
Eine bedeutende und interessante
Familienstudie über Selbstmord
wurde von Janice Egeland und Ja
mes Sussex bei den Old Order
Amish durchgeführt, einer konservati
ven protestantischen Sekte, die
sich im frühen achtzehnten Jahr
hundert im Südosten Pennsylvanias
niederließ.
Die Amish sind eine bäuer
liche, geschlossene Gemein-
schaft, die sich gegen
viele Risikofaktoren, m
it denen die städtische
Kultur normalerweise zu tun hat,
schützt. Alkohol ist verboten,
schwere Verbrechen kommen im Grunde nicht vor, ebenso wenig
Einsamkeit und Isolation, weil die Amish in Großfamilien leben, die
in einem Haus wohnen. Soziale Unte
rstützung gibt es reichlich, und
die Arbeitslosigkeit ist unbedeutend.
Selbstmord – für die Amish eine
»abscheuliche Sünde« oder »jene schreckliche Tat« – ist gesell
165 –
schaftlich nicht akzeptiert und unterlie
gt strengen Sanktionen; bis vor
die sich umbrachten, außerhalb
Die Amish besitzen ausgedehnte
genealogische und medizinische
Unterlagen über ihre Vorfahren, die dreißig Generationen zurück-
reichen. So konnten Egeland und
Sussex alle Selbstmorde identifi-
zieren, die in den hundert Jahren zwischen 1880 und 1980 vorkamen.
rden (92 Prozent) wurde die
manische Depression
gestellt (natürlich
haben einige der aufgeführten Symp
tome manischen Ve
kulturellen Hintergrund; außer den traditionellen diagnostischen
iten wie »zu wildes Reiten und
Fahren mit der Kutsche«, »Kauf und Gebrauch von Maschinen und
anderen weltlichen Dingen« oder »übermäßiger Gebrauch des öffent-
lichen Telefons« genannt),
und die meisten spielten sich in Familien
ab, die durch viele Generatione
n hindurch mit Stimmungsstörungen
zu tun hatten. Zwanzig der 26 Selbstmorde wurden durch Erhängen
verübt, vier durch Erschießen und
zwei durch Ertränken. Die meisten
Selbstmörder waren relativ jung,
Der aufregendste und wissenschaf
tlich interessanteste Befund
dieser Studie ist die Tatsache, dass sich die Selbstmorde in wenigen
Familien zugetragen hatten. 73 Prozent der Selbstmorde spielten sich
in gerade einmal vier Familien
ab, die nur 16 Prozent der Amish-
Gemeinde ausmachten. Die Selbstmorde traten gehäuft in Familien
mit Stimmungsstörungen auf, aber die meisten Familien mit schweren
Belastungen durch Stimmungsstörungen wiesen keine Häufung von
Selbstmorden auf. Diese Tenden
z zum gehäuften Auftreten von
Solche Familienstudien legen einen genetischen Einfluss auf das
Selbstmordverhalten nahe, aber Be
weise dafür erbringen sie nicht.
Denn die Häufung von Selbstmorden in einer Familie kann auch auf
166 –
können solche Erlebnisse tödliche
Rückwirkungen haben; ein Selbst-
mord kann ein weiteres Familienmitglied auf die Idee bringen, sich
auf diesem Weg von starken Schm
erzen, Entbehrungen oder über-
großen Belastungen zu befreien. Ei
ne Möglichkeit, umweltbedingte
und psychologische Effekte von ge
Eineiige Zwillinge haben identisc
Die meisten Veröffentli
chungen über die Genetik des Selbstmordes
stammen von Alec Roy, einem Psyc
Von den
129 eineiigen Zwillingspaaren begingen siebzehn Selbstmord und von
den 270 zweieiigen Paaren nur zwei
punkten ist dies eine höchst signifikan
te Differenz. In einer weiteren
Studie über versuchten Selbstmord fa
nd Roy, dass fast 40 Prozent der
eineiigen Zwillinge, von denen einer
einen Selbstmordversuch unternahmen
, während dies bei keinem der
überlebenden zweieiigen
Zwillinge der Fall war.
schen Untersuchung aus jüngerer Zeit kam man zum gleichen
Ergebnis: Hatte ein eineiiger Zwil
ling einen ernsthaften Selbstmord-
versuch unternommen, taten fast 25 Prozent der Mitzwillinge
dasselbe; im Falle zweieiiger Zwillinge passierte das nicht. Man
könnte, so die Autoren, den Einw
and erheben, eineiige Zwillinge
seien psychologisch und sozial e
nger verbunden als zweieiige – sie
würden häufiger gleich gekleidet und auf dieselbe Art und Weise
behandelt –, dies sei allerdings bei zweieiigen Zwillingen im Großen
und Ganzen auch nicht anders.
Die Konkordanzrate für Selbstmord
bei eineiigen Zwillingen, die
167 –
heit sind die Chancen überwältigend groß, dass sich, wenn ein
eineiiger Zwilling Selbstmord begeht, der andere nicht auch umbringt.
für Selbstmord bei eineiigen
Zwillingen weitaus niedriger als die
für manische Depression (70 bis
100 Prozent, je nachdem, ob Selbstmord und wiederkehrende Depres-
sionen als konkordante Diag
nosen behandelt werden)
oder für
Schizophrenie.
von Adoptierten, die Selbstmord bege
hen, eine viel höhere Selbst-
mordrate zu erwarten als bei de
n Adoptiveltern. Genau das haben
zwei Studien in Dänemark belegt,
m seit Jahren
Die erste Studie, die auf der Grundlage von allen zwischen 1924
und 1947 in Kopenhagen durchgeführten Adoptionen basiert, er-
mittelte 57 Adoptierte, die Selbstmord begingen.
Diese 57 Adop-
tierten wurden mit einer Kontro
llgruppe von anderen Adoptierten
nach Faktoren wie Alter, Geschlecht, der sozialen Schicht und der
Dauer von Aufenthalten in Einricht
ungen oder bei ihren biologischen
Eltern verglichen. Eine ausführli
che Untersuchung der Todesursachen
bei den biologischen Verwandten
ergab, dass zwölf biologische
Verwandte der Adoptierten, die Selbstmord begingen, sich ebenfalls
das Leben genommen hatten; bei den Adoptierten, die keinen
168 –
Selbstmord begangen hatten, waren es dagegen nur zwei (dies ist eine
statistisch hoch signifikante Differ
enz). Von den Adoptivverwandten
sowohl der Selbstmord- als auch
der Kontrollgruppe hatte keiner
Selbstmord begangen. Die Autoren
der Studie fanden heraus, dass nur
sechs der zwölf biologischen Verwa
ndten, die Selbstmord begingen,
Kontakt zu psychiatrischen Dienst
en hatten, und schlossen daraus,
dass die genetische Disposition für Se
lbstmord zumindest in gewissem
Umfang von schweren psychische
n Störungen unabhängig ist. Das
mag zutreffen oder auch nicht.
man jedenfalls,
dass über die Hälfte derjenigen, die
an Stimmungsstörungen leiden, keine psychiatrische Behandlung
In einer zweiten Studie über däni
sche Adoptierte wurden 71 Per-
sonen ermittelt, die unter Stimm
ungsstörungen litten. Diese wurden
mit 71 Adoptierten ohne psychische
Krankheiten verglichen. Von den
biologischen Verwandten beider
Gruppen brachten sich neunzehn um;
fünfzehn der Selbstmorde hatten si
ch bei den Verwandten der Adop-
sch-depressiven Erkrankungen zuge-
stmordrate bei den biologischen
Verwandten derjenigen Adoptierten
, deren depressive Phasen sehr
figsten mit ihm verbunden sind – De
pression, manische Depression,
Schizophrenie und Alkoholismus –,
Grund für Selbstmord, oder handelt es sich lediglich um zufällige
169 –
menschliche Verhaltensweise, oder teilen wir die Fähigkeit zur Selbst-
zerstörung mit anderen Lebe
wesen? Wie also passt
der Selbstmord in
die Natur?
Die Vorstellung, Selbstmord sei ein bewusster Akt und infolge-
dessen ein rein menschliches Phä
nomen, liegt zwar auf der Hand;
In vergleichenden Verhaltensstudien von Tieren und Menschen ist
der Selbstmord ein spezielles
Problem: Der Mensch kann sich
seinen Tod vorstellen und ihn herbeiführen, wozu kein Tier fähig
ist. In diesem Sinn ist der Selbstmord eine rein humanspezifische
Erscheinung. Das würde aber heißen, dass die Prozesse, die zum
Selbstmord führen, rational sind, und das trifft nicht unbedingt zu:
e Tierarten unter akuten Stress-
bedingungen – Isolation, Überbevölke
rung, Enge, Veränderungen der
Lebensbedingungen – sich selbst
großen Schaden oder sogar den Tod
zufügen können. Sie nagen sich ein
Bein oder einen Schwanz durch,
sie hacken sich die Augen aus ode
r sie schlagen unablässig mit dem
s. Von Tieren, die in zoologi-
170 –
Makaken-Affen schlagen sich de
n Kopf ein und bringen sich mit
Zu den schwersten Selbstverstü
mmelungen bei Tieren kommt es
offenbar dann, wenn ein übermäßig been
gt oder isoliert lebendes Tier
in akuten Stress gerät,
was einen Zustand heft
sivität und Frustration herbeiführen
kann. »In allen bekannten Fällen«,
Solche Zustände von Erregung und Frustration
chränkungen der Bewegungsfreiheit,
Veränderungen der gewohnten Fü
tterungs- und Pflegebedingungen
oder dem Mangel an sozialen und
sexuellen Kontakten. Akute
Erregungszustände können auch chir
urgisch oder pharmakologisch
bedingt sein, wenn Läsionen im Ge
hirn verursacht oder Medikamente
und Alkohol verabreicht werden.
Bis zu einem gewissen Grad ist se
lbstdestruktives Verhalten bei
Tieren ein Ersatz für die normalerwei
Bei wild lebenden Tierarten kann Überbevölkerung zu selbstde-
struktivem und selbstmörderischem
Verhalten führen. Zum Beispiel
fangen Ratten an, sich völlig anomal zu verhalten, wenn ihre
Population für die Umwelt, in der sie leben, zu groß wird.
Sie
r, die Fruchtbarkeit nimmt ab,
an die knapper werdenden Res
171 –
sourcen anpasst; auch die mütterlic
hen Versorgungsleistungen wie der
Nestbau zum Beispiel werden schl
echter. Bei Fröschen, Alligatoren
und anderen Tierarten kann Kanniba
Schneehasen, die an übervölkerten Plätzen
gelebt haben und an sichere Orte mit ausreichend Wasser und
Nahrung gebracht werden, sterben trotzdem häufig an Stress und
Über längere Zeiträume währende psycho-
pathologische Zustände
sind bei Tieren im Unterschied zu Menschen
kaum zu beobachten, weil solche Ti
ere, darauf haben der Primatologe
Henry Harlow und seine Kollegen hi
lange überleben.
Die Lemminge, die Vorzeigetiere für Selbstmord, nehmen sich
nicht wirklich das Leben.
Sie verlassen dicht
weisen zeigen. Vor Jahren trat de
r Harvard-Biologe E. O. Wilson mit
der Behauptung hervor, dass es Fä
lle von »altruistischem« Verhalten
bei bestimmten Spezies gebe, die
ihre Behausung oder ihre Nahrung
zu Gunsten von engen Verwandten opfern. Durch die vergrößerten
Überlebenschancen des Nachwuchses steigen die Überlebenschancen
der familiären Gene. Bei sozialen Insekten zum Beispiel kann der
Schutz der Gruppe durch Soldatenwespen oder -ameisen für das
einzelne Tier den Tod bedeuten, aber es hilft damit der Gruppe zu
überleben. Herdentiere wie Bisons oder Elche schützen ihre Jungen,
indem sie diese mit älteren und stärkeren Tieren aus der Gruppe
umgeben. Die Berggorill
as, die in kleinen Gruppen unterwegs sind,
Bei den meisten Arten gibt es
wie beim Menschen ein breites
Spektrum von Fähigkeiten und Bereitsc
haft, solche Risiken auf sich
zu nehmen. Manche Tiere bewe
gen sich schneller und sind
172 –
neugieriger, impulsiver und ruheloser
als andere. Sie sind energisch,
zupackend und aggressiv, und es zi
Ähnlich wie Tiere sind auch Menschen verschieden in ihren
Fähigkeiten und Temperamenten. A
ngepasstes kann rasch in schlecht
, vielleicht ein unvermeidlicher
ogisches System zu zahle
n ist, das die Fähigkeit
beibehält, seine Reaktionen – Fl
schnell zu wechseln, um in ve
ränderlichen und gefährlichen
Umwelten zu überleben. Die Ba
lance zwischen angepasstem und
pathologischem Verhalten ist oft sc
hwankend, und unter evolutionären
Gesichtspunkten erscheint es sinnvoll,
Die Aggressivität kann ebenfalls
gefährliche Überschüsse pro-
duzieren. Dazu schreibt E. O. Wilson in
On Human Nature:
Bedingungen in eine tiefe, irrationa
le Feindseligkeit
zu verfallen.
Die Feindseligkeit kann sich mit gefährlicher Leichtigkeit selbst
potenzieren und Fluchtreaktionen auslösen, die sich unter Um-
ständen schnell zu psychische
n Störungen und gewalttätigem
Verhalten entwickeln. Aggressivität ist nicht mit einer Flüssigkeit
zu vergleichen, die einen stä
173 –
Errichtung einer ausgedehnten,
Wir sind also zu extremen Verhalte
nsweisen fähig, die uns sowohl
nützen als auch schaden können. Zu diesen Extremen gehören nicht
nur Wut und Aggressivität, sondern auch Zustände von Trauer und
Ekstase, Trägheit und überschießender Energie, Dumpfheit und Taten-
e Neigung zum Selbstmord? Warum
bleiben die Gene und die unbeständi
ge Gehirnchemie, auf denen das
schäftigt sich mit der in unser
em Zusammenhang wichtigen Frage,
warum sich schwere psychische
Erkrankungen – Schizophrenie,
Depression – beim Menschen erhalten. Dass
sich die Gene, die für Schizophrenie – eine furchtbare, äußerst aufzeh-
rende und quälende Krankheit – verant
wortlich sind, erhalten, ist in
der Tat erstaunlich. Es wäre doch zu erwarten, dass unsere Natur im
Laufe von Zehntausenden von Jahren ei
nen Schutz gegen eine derart
schlecht angepasste genetische Mu
Gegenteil, sie kommt sogar relativ
häufig vor, immerhin bei einem
Prozent der Bevölkerung. Warum? Ei
Timothy
174 –
Crow, ein Psychiater in Oxford, hat die interessante und kontrovers
diskutierte These au
fgestellt, dass Sprache und Psychose einen
gemeinsamen evolutionären Ursp
rung haben: Schizophrenie sei
möglicherweise der Preis, den der
dafür zahlt, dass er
sprechen kann.
Dass Stimmungsstörungen sowohl indi
viduell als auch sozial von
In milden Formen kann sie als
Alarmsignal für andere Tiere dienen, sich ebenso zu verhalten, oder
die soziale Hierarchie stabilisieren, wenn weniger dominierende Tiere
sich den dominierenden unterordnen, um ihre Chancen zu erhöhen, zu
überleben und sich fortzupflanzen.
Das Unzufriedene und Dunkle,
das die depressive Verfassung aus
zeichnet, kann außerdem – auf
künstlerischem oder philosophische
mögliche Beziehung zwischen
den spärlichen Anpassungsgewinnen durch eine schwere Krankheit
einerseits und Selbstmord andererse
its liefern bestimmte Elemente in
Temperament, Kognition und Verhalten, die mit der manischen
Depression einhergehen. Die amerik
anische Dichterin Anne Sexton,
die sich nach einem langen Kamp
f mit einer manischen Depression
und dem Alkohol das Leben nahm, schrieb in einem Gedicht, dass der
hochfliegende Ikarus
(...) nach oben schaut und gefangen ist,
sich wundersam einbohrt in dies heiße Auge.
Dass er ins Meer stürzt, wen kümmert's ?
Das »wundersame Sich-Einbohren« in die Sonne und der Rücksturz
ins Meer ist ein eindrucksvolles Bild für das gefährliche Verhältnis
wir wissen, zwar ein aggressiver und unbeständiger, aber auch ein
kender Begeisterung und Energie.
Bestimmte Seiten der Manie – Fu
rchtlosigkeit, schnelle und weit
175 –
ausgreifende Gedankengänge, gr
ößenwahnsinnige Stimmungen und
Ideen, eine durch nichts zu erschütternde Gewissheit und Risiko-
bereitschaft – haben eine zerstör
Macht. Wenn der unter Hochspa
nnung stehende manische Geist
früher oder später langsamer wi
rd und die Stimmung depressiv
absinkt, dann kann das tödliche Folgen
haben. Häufig steht der Selbst-
mord am Ende eines kurzen, gewaltsamen und doch gelegentlich
fruchtbaren Lebens.
Kühnheit und Gewalt des manischen
nd zu weisen, dass mildere Formen
der manischen Depressi
on für das Individuum,
die Familie und die
Gesellschaft im Ganzen gewinnbr
ingend sind. (Ich wurde in einem
Interview einmal gefragt, ob der Erst
e, der einen Speer ins Herz eines
Mastodons warf, nicht ein manische
r Typ war. Vielleicht ist das
Mastodon umgekommen, er aber vielleicht auch.) Verschiedentlich
sind Untersuchungen zu dem Er
gebnis gekommen,
depressive Patienten und ihre Verwandten ungewöhnlich kreativ und
akademisch erfolgreich sind.
In über zwanzig Studien wurde festge-
stellt, dass der Anteil unter Depr
ession oder manischer Depression
Leidender bei sehr kreativen Menschen viel höher liegt als im
Bevölkerungsdurchschnitt.
Natürlich muss man nicht unter Stim-
mungsstörungen leiden, um große
Taten zu vollbringen, und die
leiden, vollbringen keine großen
Taten. Das Überraschende is
t, dass kreative Menschen
mäßig häufig
mit solchen Zuständen zu tun haben.
Das Gleiche gilt für den Selbs
tmord. Sehr kreative oder erfolg-
reiche Schriftsteller, Künstler,
Wissenschaftler und Geschäftsleute
begehen häufiger Selbstmord
als der Bevölkerungsdurchschnitt.
Meistens steht eine Depression, eine manische De
pression oder mit
diesen Stimmungsstörungen ver
bundener Alkoholismus dahinter.
Percy Bysshe Shelley, der in junge
n Jahren einen Selbstmordversuch
unternahm, schrieb: »Doch sieh
e, welch schöne Ordnung aus dem
möglicherweise hat er Recht.
Geist und einer hoch entwickelten
Vorstellungskraft zusammengehalten
werden, können sie im Bereich
der Kunst, der Wissenschaft oder
der Wirtschaft Hervorragendes
leisten. Aber ein Leiden, das fü
r künstlerisches Sc
sein mag oder einem geistigen Leben seine Richtung gibt –
176 –
»Ist das Schiffswrack denn die Ernte«, fragte Gerard Manley Hopkins,
»bringt Sturm / das Korn für dich?«
–, nutzt dem Künstler oder
Denker in seinem alltäglichen Leben kaum auf dieselbe Weise.
Maßloses Denken und ein Verhalten,
das von den entlegensten Grenz-
Der Selbstmord fordert einen hohen Tribut unter Künstlern, Schrift-
tellern, Wissenschaftlern, Mathem
atikern und anderen, die auf ihre
Gesellschaft einen großen Einfluss
haben. Die Selbstmordraten bei
diesen Gruppen wurden in einer Reihe von Studien untersucht, die in
den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Europa und Asien durchge-
ührt wurden. Bei hervorragenden Wissenschaftlern, Komponisten und
Spitzenleuten aus der Wirtschaft lie
gen diese Raten fünf Mal höher als
im Bevölkerungsdurchschnitt, bei Sc
hriftstellern, vor allem Dichtern,
noch höher.
Viele Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler, die
sich das Leben nahmen, sind im Anmerkungsteil aufgeführt.
eine lange und beunruhigende Liste und bestätigt die folgenden Zeilen
von Dylan Thomas:
Die Hand, die's Wasser
wirbeln lässt im Pfuhl
e schnürt den Wirbelwind,
Holt ein mein Lebenssegeltuch.
177 –
Ich habe eine Gewalt in mir, wild wie das Blut des Todes.
Ich kann mich selbst umbringen
SYLVIA
PLATH
Überall im wirren Durcheinander des Hirngewebes finden chemi-
rasend schnellem Tempo,
an Fasern entlang und
durch Zellwände hindurch und weiter auf gordisch verschlungenen
Bahnen. Hundert Milliarden Nerven
zellen – jede in Verbindung mit
200000 anderen – bilden ein auf vielfältige Weise zusammen-
Von Beginn an, ausgehend von der in jeder Zelle enthaltenen DNS-
Architektur, verdankt das Gehirn seine Entwicklung nicht nur den
Zehntausenden von Genen, die es geer
bt hat, sondern auch der sich
ständig ändernden Umwelt, in der es
178 –
sich schlecht ernährt oder Drogen
nimmt, ob sie mit einem schädichen
Virus oder Bakterien infiziert oder
Wenn empfindliche Gene diesen
zusätzlichen Belastungen oder
Der wesentliche Bestandteil des Gehirns, die Nervenzellen (oder
Neuronen), kommunizieren elektroc
hemisch miteinander, indem sie
über Fasern, so genannte Axone, Info
rmationen versenden. Die Axone
verzweigen sich in eine Anzahl
Endigungen sich kleine Spalte befi
nden, die Synapsen, durch die die
Botschaften laufen. Die elektris
che Erregung einer Nervenzelle
verursacht die Ausschüttung von Neur
otransmittern – wie Noradrena-
lin, Glutamat, A
Neurotransmitter sind das Lebensblut
des Gehirns, sie steuern die
Interaktionen zwischen den Zell
en, zwischen den verschiedenen
Regionen des Gehirns und zwischen Gehirn und Körper. Niemand
weiß, wie viele Transmitter es gibt oder was genau die bisher identifi-
zierten über hundert verschiedenen Arten tun. Wir lernen die Über-
fülle von Transmittern, die es gibt, gerade erst kennen und wissen
äußerst wenig über die verwickelt
en Beziehungen zwischen ihnen.
Wenn sich Wissenschaftler auf eine oder zwei Substanzen unter
Vernachlässigung der anderen oder de
r noch nicht entdeckten Stoffe
konzentrieren oder die Komplexitä
t der chemischen Wechselwirkun-
gen im Gehirn oder an den Syna
psen auf ein Minimum reduzieren
wollten, so wäre das ein Riesenfehler, vergleichbar früheren, primiti-
ven Auffassungen, geistige Verwirr
ung sei ein Werk des Satans oder
179 –
werde durch ein Übermaß an Phosphor oder Dämpfen verursacht.
Viele Neurotransmitter und Hormone
regeln die Stimmungen und
Serotonin, ein chemischer Stoff, de
r sowohl in Pflanzen als auch in
Nervensystemen uralter wirbelloser Tiere gefunden wurde, ist überall
Es gibt verschiedene Anhaltsp
unkte dafür, dass mit Serotonin
verbundene Funktionsstörungen am su
izidalen Verhalten beteiligt
sind. Seit längerem ist bekannt, dass die Neurotransmitter Serotonin,
Noradrenalin und Dopamin mit der Entstehung von Stimmungs-
ssen ebenfalls, dass Medikamente
oder Drogen, die auf diese Transmitter einwirken, eine Depression
oder eine Manie auslösen beziehungsweise mildern können. Ein
ist Reserpin, ein Mittel, das aus
der Pflanze
Rauwolfia serpentina
Jahrhunderten in Indien als Mitt
el gegen Schlaflosigkeit und Wahn-
180 –
Beobachtung gemacht. Patienten, die Iproniazid
gegen Tuberkulose
einnahmen, wurden plötzlich fröhlic
den Synapsen blockieren. Dadurch erhöht sich die Menge des
Serotonins im Gehirn.
Serotonin beeinflusst außerdem
impulsives, aggressives und ge-
walttätiges Verhalten. Wir wissen aus Untersuchungen an Nagetieren
und Primaten, dass die Tiere, wenn das Serotonin verknappt oder
seine Ausschüttung behindert wird
, aggressiver und sprunghafter
werden. Ratten mit niedrigem Serot
oninspiegel greifen andere Nager
»Knockout-Mäuse« – Mäuse, denen das für die
normale Serotoninfunktion notwendige
Gen fehlt – greifen schneller
an, werden schneller süchtig und
drücken schneller und impulsiver auf
Auf der anderen Seite haben Ratt
en und andere Tiere, die auf
sanftes Verhalten hin gezüchte
t worden sind, einen höheren
Serotoninspiegel.
181 –
gel des Serotoninspaltprodukts 5-
Wird der
Serotoninspiegel durch Medi
kamente oder die Zugabe von
Tryptophan (eine Vorstufe von Serotonin) in das Futter erhöht, lässt
das aggressive und impulsive
Der Psychologe J. Dee Higley
Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism verfolgten das Leben von
49 frei lebenden Rhesusaffen auf ei
ner Insel vor der Küste von South
Carolina.
Als die Affen zwei Jahre
alt waren, maßen die Wissen-
schaftler ihren 5-HIES-Spiegel, i
ndem sie der Rückenmarksflüssigkeit
Proben entnahmen. Die Tiere wurden
in ihrem Aggressionsverhalten
Narben registriert. Vier Jahre später fingen die Wissenschaftler die
Tiere wieder ein und untersuchten sie erneut. Elf Affen waren tot oder
den überlebenden Primaten und
ihrem 5-HIES-Spiegel war verblüffend.
Fast die Hälfte der Affen, bei
ne niedrige 5-HIES-Konzentration
in der Rückenmarksflüssigkeit festgestellt worden war, war eines
gewaltsamen Todes gestorben.
Von den Affen mit einer hohen
Konzentration war keiner gestor
ben oder vermisst. Bei niedrigem
Serotoninspiegel kann also da
s Aggressions- und Risikoverhalten
übermäßig groß werden, und die Lebenserwartung sinkt.
Diese Untersuchungen über de
n Zusammenhang zwischen
Serotoninspiegel und Neigung zu
Gewalt sind für Menschen un-
mittelbar relevant, weil wir die meisten Gene, die gewalttätiges,
aggressives und impulsi
ves Verhalten beeinflussen, mit anderen in
Gruppen lebenden Primaten gemeinsam haben.
Und wie Higley und
Die
zentralen Nervensystem, gemessen
durch den 5-HIES-Spiegel in der
Rücken-marksflüssigkeit, ist offen-
bar ein dauerhaftes Merkmal bei Tieren und Menschen und
182 –
Interessanter-
weise sind Higley und seine Mitarbe
iter bei ihrer Primatenforschung
men, dass niedrige Konzentrationen von 5-
HIES nicht mit allgemeiner Aggressi
vität korrelieren, sondern nur mit
impulsiven und ungezügelten Formen
aggressiven Verhaltens. Stark
Primaten mit niedrigen 5-HIES-W
erten sind nicht nur überdurch-
schnittlich aggressiv, sondern werd
en auch von ihrer Altersgruppe
nicht richtig akzeptiert und pflanzen
sich seltener fort. Oft werden sie
Die Auswirkungen der Serotoninkonzentration auf
Aggressivität und Sozialverhalten
sind enorm und unter Umständen –
bei besonders niedrigen Werten – lebensgefährlich. Die biologische
wie die physische und soziale
Umwelt von Tieren sind eng miteinander verbunden und beeinflussen
sich gegenseitig in einer komplexen und subtilen Art und Weise, die
wir gerade erst zu verstehen beginnen.
en dafür, dass die Funktions-
weise des Serotonins im Gehirn
Rhesusaffen, die von ihren biologisc
ziale Umwelt üben einen starken
Einfluss aus. Erwachsene männliche Meerkatzen zum Beispiel zeigen
eine gleichmäßige Serotoninkonzen
tration, solange sie in stabilen
ben. Wenn sich dagegen die soziale
Hierarchie in der Gruppe ändert und ein Tier in eine höhere Position
aufsteigt, dann steigt auch sein
Serotoninspiegel. Werden dominieren-
de Männchen isoliert und ohne visu
ellen oder taktilen Kontakt mit
183 –
anderen Gruppenmitgliedern im Käfi
g gehalten, fällt ihre Serotonin-
konzentration um 50 Prozent. Sobald sie zu
ihrer Gruppe zurück-
gelassen werden, steigt das Serot
onin wieder auf seinen ursprüng-
lichen Wert an.
Untersuchungen an Rhesusaffen ha
ben gezeigt, welche Bedeutung
der mütterliche Einfluss auf die Serotoninfunktion und das soziale
Verhalten hat. Werden neugeborene Affen von ihren Müttern getrennt
und zusammen mit Gleichaltrigen – also ohne irgendeinen Einfluss
von Seiten älterer Tiere – aufgezoge
n, dann hat dies verschiedene
Folgen. Zunächst können sie ihre Impulse nicht so gut kontrollieren
wie die Affen, die von ihren Müttern groß gezogen wurden: Ihre
Aggressivität gerät viel schneller a
ußer Kontrolle, und sie sind leichter
zu übermäßigem Alkoholgenuss und
über kleinen Affen bereit. Außerd
em haben sie größere Schwierig-
Zweifellos spielt die Mutter eine wichtige Rolle bei der Entwick-
lung der Serotoninfunktionen. Da
s haben vor allem die Unter-
suchungen der 5-HIES-Werte bei Affen gezeigt, die nur mit Gleich-
altrigen aufgewachsen sind; bei ihnen lagen die Werte bedeutend
niedriger als bei den Affen, die v
on ihren Müttern aufgezogen wurden.
Verabreicht man nur mit Gleichaltrigen aufwachsenden Affen
Serotoninwiederaufnahmehemmer (A
ntidepressiva, die eine Zunahme
), sinkt ihr Aggressivitätsniveau,
und sie nehmen weniger Alkohol zu
sich. Zwar sind die hochkom-
plexen chemischen Vorgänge und
die miteinander in Wechselwirkung
stehenden Neurotransmittersysteme mit einem einzigen Faktor wie der
erweiterten oder eingeschränkten Serotoninfunktion nicht zu
erklären,
dennoch liefern diese Primatenexperimente außergewöhn-
lich interessante und brauchbare
Hinweise, wenn man sich mit
aggressivem und selbstdestruk
tivem Verhalten beschäftigt.
Offensichtlich verhindert das Se
rotonin gewalttätiges, aggressives
und impulsives Verhalten. Aber wi
isen und Selbstmord? Diesen
zu geben. Zunächst wissen wir,
dass suizidale Handlungen oft impulsi
v geschehen, das heißt, sie
kommen ohne viel Nachdenken und ohne Rücksicht auf die Folgen zu
Stande. Bei über der Hälfte alle
r Selbstmordversuche wird vorher
184 –
nicht länger als fünf Minuten überlegt,
und sowohl Forscher und
Kliniker als auch Patienten, die medizinisch ernste Selbstmord-
(Auch wenn viele Selbstmordpatienten einen durchdachten Plan
haben, fällt die endgültige Entscheidung oft aus dem Impuls heraus.)
Graphologen, die aufgefordert we
rden, Abschiedsbriefe von Selbst-
mördern mit identischen Schrei
ben von Nichtselbstmördern zu
vergleichen, können die beiden
Gruppen ohne Schwierigkeiten
unterscheiden, weil die Schrift der Se
lbstmörder in aller Regel sehr
»impulsiv«, »aggressiv« und »erregt« ist.
Selbstmordpatienten sind nicht nur
impulsiver, sondern verhalten
sich auch aggressiver als nichtsuizidale Patienten.
englischen Untersuchung wurde festge
stellt, dass Selbstmörder drei
Mal häufiger eine gewalttätige Verga
ngenheit hatten al
s nichtsuizidale
Personen der gleichen Altersgruppe
, Geschlechtszugehörigkeit und
sozialen Schicht.
Dass zwischen Gewalt und Selbstmord eine enge
eine Reihe von internationalen
Studien bestätigt, die nachweisen, dass auf Mord oft Selbstmord
In England und Wales zum Beispiel kommt es in 33 Prozent
der Mordfälle anschließend zum Selbstmord des Täters. Die meisten
anderen Länder zeigen hohe Mo
rd-Selbstmord-Korrelationen:
Dänemark (42 Prozent), Australien (22 Prozent) und Island (9
Prozent). (In Ländern mit hohen Mordquoten und leichtem Zugang zu
aaten ist diese Korrelation aller-
dings viel niedriger – zum Beispiel
ein bis zwei Prozent in North
Carolina und Los Angeles und vier Prozent in Philadelphia.)
Aber nicht nur eine Relation zwischen Gewalt und Selbstmord ist
nachweisbar, sondern auch ei
ne erhöhte Reizba
bereitschaft bei den psychischen Zu
ständen, die am häufigsten mit
en. Zwar sind die meisten
Menschen, die an Depression, mani
Schizophrenie
oder Persönlichkeitsstörungen leid
en, nicht überdurchschnittlich
gewalttätig, aber in bestimmten
Krankheitsphasen kommt es doch
häufig zu gewalttätigem Verhalten.
Das ist besonders bei akuten
paranoiden und erregten Phasen der Schizophrenie und bei Misch-
zuständen im Zusammenhang mit mani
scher Depression sowie bei der
Manie selbst der Fall. In fast de
r Hälfte aller manischen Episoden
185 –
kommt es mindestens ein Mal zu einer gewalttätigen Handlung;
verstärkt wird diese Neigung zu
r Gewaltanwendung meistens noch
durch hohen Alkoholkonsum, der bes
onders häufig mit Manien
einhergeht. Extreme Reizbarkeit ist ebenfalls ein Merkmal von
Stimmungsstörungen, feststellbar in
Da offenbar ein Zusammenhang zwis
chen der Funktionsweise von
Neurotransmittern und Depression
besteht und zudem eine enge
Beziehung zwischen der Serotoninfunktion und impulsivem und
durch eine eindrucksvolle Reihe von Studien
nachgewiesen wurde,
ist es nicht überraschend, dass die klinische
Forschung sich als Nächstes dem Ve
rgleich zwischen der Serotonin-
funktion bei suizidalen und nichtsuizidalen Psychiatriepatienten
Untersuchungen geht hervor (auc
), dass bei
verschiedenen diagnostischen
Alkoholismus, Persönlichkeitsstör
ungen und Schizophrenie) niedrige
Konzentrationen von 5-HIES in der Rückenmarksflüssigkeit mit einer
rdgefahr korrelieren.
Sowohl lebenslang
Marie Åsberg und ihre Kollegen am Karolinska Institut in
Schweden und Wissenschaftler in
wiesen, dass Patienten mit Stimmungsstörungen, die einen Selbst-
niedrige Konzentrationen des
weise korreliert ein niedriger Spiegel von 5-HIES in der Rücken-
marksflüssigkeit während eines
akuten emotionalen Erregungszu-
stands oder einer schweren psyc
hischen Krankheitsphase mit einer
Tendenz zu impulsivem
und gewalttätigem Handeln.
Niedrige Konzentrationen der 5-HIES in der Rückenmarksflüssig-
keit finden sich bei vielen ps
ychiatrischen und Verhaltenssyn
186 –
nicht nur bei erhöhter Selbstmordgefahr; doch die meisten
von ihnen haben wie der Selbstmo
rd mit Problemen der Impuls-
kontrolle zu tun. Dabei geht es
unbändig aggressiv
oder grausam zu Tieren sind; Alkoho
liker, die selbst im nüchternen
Zustand sehr aggressiv si
nd; Depressive, die sich häufig streiten, mit
ihren Kollegen oder Arbeitgebern
zusammenstoßen oder sporadische
Kontakte mit der Polizei haben;
um Menschen, die an Bulimie oder
das Rauchen die Senkung des Serot
oninspiegels verursacht oder ob
eine Serotoninunterfunktion dafür ve
rantwortlich ist, dass man anfängt
zu rauchen oder dabei bleibt.
lbstmord ein Zusammenhang
Postmortem-Untersuchungen der
Gehirne von Selbstmördern bestätigt.
, einem Bereich, der bei der Ver-
haltenshemmung eine große Rolle
spielt. Eine Verminderung der
Serotoninfunktionen in diesem Gehi
rnbereich kann eine Enthemmung
zur Folge haben, die sich unter Um
ständen in Kurzschlusshandlungen
äußert, wenn suizidale Gedanke
n oder Gefühle vorhanden sind.
Bei solchen Hirnuntersuchungen wurde auch eine starke zah-
lenmäßige Reduktion der Noradrenal
in-spezifischen Neuronen festge-
stellt, was auf eine krankhafte
Störung des Noradrenalinkreislaufs
zurückzuführen sein kann, eines
Transmitters, der für Depressionen,
die Regulierung von Schlaf und Aufmerksamkeit sowie für den
Schlaf- und Wachzyklus von Bedeutung
System können durch Anomalien de
r Hirnentwicklung oder durch die
Auswirkungen akuter oder chronischer Überbelastung hervorgerufen
187 –
Die chemischen Wirkstoffe, die die körperlichen Reaktionen auf
Stress steuern, werden hauptsäch
lich vom Hypoth
alamus, der Hypo-
physe und der Nebenniere erzeugt. Unter normalen Umständen führt
die Ausschüttung von Stresshormonen
einer erhöhten Herztätigkeit, zur Unterdrückung des Hungergefühls
und zu einer erhöhten Blutzufuhr in die Muskeln, also zur
Mobilisierung der Anpassungsreaktionen von Mensch und Tier auf
Stress-Situationen. Wenn aber au
s einem bestimmten Grund – wegen
Bei Menschen kann eine sowohl durch biologische Faktoren als
auch durch Erfahrung ausgelöste hyperaktive Stressreaktion widrige
Auswirkungen auf die Stimmung, die Immunaktivität und die
Serotoninfunktion haben. Krankhaf
te Angst- und Erregungszustände,
die bei Selbstmord eine Rolle spielen, sind häufig die Folge.
Autopsien von Selbstmordopfer
n haben Anhaltspunkte für eine
Hyperaktivität in Kerngebieten
des Hypothalamus, der Hypophyse
und der Nebenniere erbracht – ein
weiterer Beleg für die Bedeutung
von Stress im Hinblick auf Selbstmord.
Hirnaufnahmen (wie die Positron
die an der Erzeugung
– so genannte Hyper-
intensitäten, die im Zusammenha
188 –
Gehirngewebes stehen – sowie ei
Zellen, die an der Entwicklu
Nervenzellen mit Wachstumsfak
toren und Nahrung versorgen.
Und
es ist durchaus möglich, dass wied
erholte Psychosen oder Depressio-
nen die schon angeschlagene Chemie eines anfälligen Gehirns noch
schädigen können.
Einiges spricht dafür, dass strukt
urelle Veränderungen im Gehirn
von chronisch schizophreniekranke
n Patienten im Zusammenhang mit
und dass Läsionen der weißen Mark-
Eileen Ahearn und ihre Kollegen von der Duke
University führen gerade eine Untersuchung über die Beziehung
zwischen Selbstmordversuchen und
Hyperintensitäten in der peri-
ventrikulären Region des Gehirns
durch, einem Bereich, der unter
anderem mit Stressreaktionen und biologischen Rhythmen zu tun
Studien dieser Art haben nur vorläufigen Charakter und stoßen
zusätzlich auf Schwierigkeiten, weil
das Gehirn durch psychiatrische
Medikamente verändert sein kann, ab
er sie zeigen die Richtung eines
zum Verständnis des Selbstmordes
Geforscht wird auch über mögliche Auswirkungen von Serum-
lipiden wie Cholesterin und essenz
Nicht alle Studien brachten Belege für einen
rd und niedrigen Cholesterin-
werten, aber es waren doch so viel
e, dass die Fragestellung ernst zu
Einige meinen, niedrige Choleste
rinwerte seien einfach nur eine
Folge der eigentlichen Ursache des Selbstmordes, nämlich der De-
Depressive nehmen häufig ab, und entsprechend fällt der
Cholesterinspiegel. Was wie ei
ne kausale Beziehung zwischen
Cholesterinwerten und suizidalem
Verhalten aussieht, ist also
möglicherweise nur ein zufällig
es Zusammentreffen. In einigen
Studien aber wurden Gewichtsverlust und Ernährungsgewohnheiten
berücksichtigt, und man fand
trotzdem eine Verbindung.
y Kaplan von der Bowman Gray
School of Medicine in North Carolina sind der Auffassung, dass die
189 –
Zunahme von Cholesterin bede
utende Auswirkungen auf die
Serotoninfunktion und das Verhalten habe.
In mehreren hoch-
interessanten Studien über Makake
n untersuchte er mit seinen
Kollegen das soziale Verhalten in
Verbindung mit Plasmalipiden.
Zwei Jahre lang verabreichten sie den Affen eine Kost mit hohen
Kaplan und seine Kollegen habe
holesterin, Aggression und der
Serotoninfunktion vielleicht eine wi
chtige evolutionäre Rolle spielten:
Cholesterin, der Serotoninfunktion und
Zu den Wissenschaftlern, die die zentrale Bedeutung des Chole-
sterins für Depression und Selbstmo
rd bestreiten, gehört Joseph
Hibbeln vom Laboratory of Membra
ne Biophysics and Biochemistry
der National Institutes of Health.
Er ist der festen Überzeugung, dass
die wichtigen Lipide, die in
nicht das Chole-
sterin, und äußert die Vermutung, dass
190 –
Fettsäuren zurückzuführen ist, die zum Beispiel in Fisch enthalten
sind. Niedrige Plasmakonzentrationen
dieser Fettsäuren, die selektiv
in Nervengewebe konzentriert si
niedrigen Konzentrationen der 5-HIES in der Rückenmarksflüssigkeit.
In Gesellschaften, in denen viel
Fisch gegessen wird (wie zum
Paläolithische und moderne Jäger- und Sammlervölker, so argu-
Die Spezialisierung in de
r Landwirtschaft und der
Anbau von weniger Pflanzensorten führ
te dazu, dass die Tiere, die uns
als Nahrungsgrundlage dienen, eine
n entsprechend geringeren Anteil
Forschungen über Cholesterin und
191 –
Sicher wird vieles durch unsere Bi
ologie entschieden. Die Gene be-
beeinflusst unsere Entscheidung, welche Umwelt wir suchen oder
meiden. Unser Temperament bestimmt außerdem die Art und Weise,
wie wir auf die verschiedenen Umwelten reagieren und wie wir durch
end und stabil ist, für den sind
Enttäuschung oder Zurückweisung, de
r Verlust einer Ar
Ende einer Ehe oder ein sich
hinziehender Anfall von Depression
schmerzlich und quälend, aber nich
t lebensbedrohlich. Menschen mit
einem wilden und impulsiven Te
mperament hingegen können durch
Rückschläge im Leben und Krankheit
en lebensgefährlich aus der
Bahn geraten. Für sie ist es manchmal so, als sei ihr Nervensystem in
Person, ein verlorenes Spiel, ei
n Zusammenstoß mit
Die meisten Menschen gehen mit den gewöhnlichen, oft auch
schrecklichen Belastungen und Verl
usten, die das
bringt, gut oder einigermaßen vernünftig um. Andere dagegen greifen
beim geringsten Anlass zur Pistol
e oder werfen ein Seil über einen
Ast. Sie sind biologisch anfälliger, bei ihnen liegt die Schwelle zum
Selbstmord sehr tief, und die geri
ngfügigste Kleinigkeit kann der
Auslöser sein. Bei wieder anderen is
aber nicht gefährlich niedrig; ko
nde Angst ins Spiel, dann kann
die Schwelle ruckartig fallen.
Eine genetische Disposition zum Selbstmord heißt also auf keinen
Fall, dass dieser unvermeidlich is
t. Es heißt nur, dass bei sich
häufenden Belastungen oder in ei
ner verheerenden akuten Stress-
situation der Selbstmord eher zur Option werden kann. In dieser
192 –
auf das Verhalten und die Umwelt an,
ob man krank wird oder nicht.
Bei manchen Menschen ist der Selbstmord eine plötzliche Hand-
lung, bei anderen dagegen das Er
gebnis langer Überlegungen, denen
eine sich immer höher auftürmende
Verzweiflung oder unerträgliche
Umstände zu Grunde liegen. Bei vi
elen ist er beides: ein jähes
Handeln in einem zerfahrenen Augenblick inmitten einer Phase
resignierter, suizidaler Hoffnungslosigkeit. Oft steht ein plötzlicher
Tod gleichsam auf Abruf, wenn die Familiengeschichte oder die
Gehirnchemie zum impulsiven Se
Menschen sind wie Scheiterhaufen
aus trockenem Holz, ungeschützt
gegen den unvermeidlichen Funkenfl
Haben Menschen eine Veranl
agung zu ungestümem und unbestän-
digem Verhalten, wird ihr Hang zum
Risiko sie dazu bringen, selbst
die Funken zu schlagen: Sie brechen
Streit vom Zaun, sie stürzen sich
atz beim Spiel, gehen hart ran und
können sich nie einigen. Sie sind wi
e die australischen Aborigines,
die, wie Stephen Pyne sie in seinem Buch
World Fire
beschreibt, »auf
diesem heißesten und trockens
ten von allen Kontinenten mit
Es sind Menschen, die anfällig
für impulsiven Selbstmord sind:
Menschen, die von Natur aus
unbeständig und zerbrechlich sind,
die wie Katharina auf dem Rad
den Schwankungen der Manie ausgelie
fert sind oder die ein Leben
voller Höhen und Tiefen führen, wie sie Persönlichkeitsstörungen
oder Alkoholismus mit sich bringen.
Andere töten sich, nachdem sie la
nge überlegt und lange Zeit unter
Qualen, mit psychischen Krankheiten oder unter zu großen
Belastungen gelebt haben. Joseph
Conrad, der sich in die Brust
schoss, als er jung war, und glücklicherweise überlebte, schrieb:
»Selbstmord, habe ich den Verdacht,
ist sehr oft die Ausgeburt bloßer
Für viele wird die sich immer
193 –
höher auftürmende Verzweiflung einfach unerträglich; die im
mentalen System gegen den Selbst
mord eingebauten Bremsen nutzen
sich ab. Man ist versucht, sich den Selbstmord, wie es die Verfasser
»verständliche« Reaktion auf ein
lebenswichtiges Problem wie einen
finanziellen Zusammenbruch, das
Scheitern einer Liebe oder eine une
rträgliche Schande vorzustellen,
aber solche Rückschläge können jede
m widerfahren. Jeder, der kein
unvorstellbar langweiliges Leben führt, der Hoffnungen hat, die
erschüttert werden können, oder eine
Liebe, die verloren gehen kann,
der sein Leben von der Geburt bis zu
m Tod nicht wie in einer Blase
Strapazen, die für manche zum »G
kummervollen oder strapaziösen S
ituationen, die offenbar die
en, haben Tausende von anderen
Menschen ebenso schlimm oder
noch schlimmer erlebt, und sie
bringen sich
um. Selbst wenn Menschen
mit normaler geistiger
Verlust oder einem Ereignis
konfrontiert sind, das einen großen
Schaden anrichtet, ist ihre Ver-
fassung gegen die Möglichkeit eine
s Selbstmordes dennoch gut ge-
John Mann und seine Kollegen vom
New York State Psychiatric
Institute haben ein »Stress-Diathe
se«-Modell vorgeschlagen, um die
Beziehungen zwischen der biologisch
en Disposition zum Selbstmord
und den auslösenden Umständen zu klären.
Die Disposition zum
Selbstmord wird von mehreren Fakt
194 –
Zu den Umständen, die einen Selbstmord herbeiführen und die
Durch einen einzelnen Risikofakto
r, gleichgültig ob es sich um
einen disponierenden oder einen ausl
die Wahrscheinlichkeit,
dass sich jemand umbringt, nur geringfügig
erhöhen. Aber manche Faktoren wie
eine genetische
oder eine andere
biologisch bedingte Disposition, die vielleicht dazu noch mit einer
schweren psychischen Störung
verbunden ist, sind besonders
verhängnisvoll. Wenn die Schwelle
von Geburt an niedrig ist und die
Auslöser ihre Wirkung tun, wird die
Gefahr des Selbstmordes so hoch,
dass wahrscheinlich nichts dagegen
zu unternehmen ist. Dann wird ein
leichter Affront oder Verlust genügen, um die tödliche Mischung zur
it Feuer: trockenes Gras und starker
Wind sind an sich nur potenzielle Gefahren, Elemente der Entzün-
dung. Schlägt jedoch ein Blitz in da
s Gras, dann kann es anfangen zu
brennen, ehe man sich's versieht:
Eine akute psychische Erkrankung
ist der häufigste und gefährlich-
ste Auslöser für einen Selbstmord. Die meisten Menschen, die an
Depression, manischer
Depression, Alkoholismu
s oder Schizophrenie
leiden, bringen sich nicht um, wohl aber eine unverhältnismäßig große
heit selbst eine Senkung der Schwel
le gegenüber dem Selbstmord:
dann nämlich, wenn jemand an ex
tremen Reizbarkeitszuständen
195 –
Der gefährlichste Auslöser für ei
ne manische Episode ist wahr-
scheinlich Schlafmangel, und die Ma
nie wiederum erhöht das Risiko
von Depressionen, Mischzuständen
und darauf folgendem Selbstmord.
Eine gravierende Schlafminderung
– verursacht durch Überlastung,
keiten, die einen schnellen Wechse
l der Schlafgewohnheiten erfordern
(wie eine militärische Ausbildung, Schichtarbeit, Krieg oder Nacht-
e Lichtverände-
rungen, Alkohol- oder Dro-genmissb
rauch – löst schwer wiegende
Veränderungen im Gehirn aus. Auch
Medikamente wie Antidepressi-
va und Steroide können tief grei
fende Stimmungsveränderungen
bewirken oder Zustände heftiger
Erregung und Rastlosigkeit hervor-
rufen, ebenso Funktionsstörungen de
r Schilddrüse, Morbus Cushing,
Herzmuskelinfarkte, postoperati
ve Zustände, künstliche Nieren,
AIDS, Kopftraumata, Schlaganfälle und Infektionen. Ernährungs-
bedingt niedrige Cholesterinwerte
oder Defizite an essenziellen
komplizierte Kausalbeziehung zw
ischen schweren psychischen
Krankheiten, Verhalten und der ph
ysischen Umwelt außer Frage.
Diese Faktoren haben ihrerseits
einen starken Einfluss auf eine
vorhandene biologische und temp
eramentbedingte Selbstmord-
anfälligkeit.
Aber es gibt noch andere maßgeb
ende Faktoren, zum Beispiel das
196 –
Alter. Bei Kindern unter zwölf Ja
hren kommt es höchst selten zum
Selbstmord.
In der wissenschaftlichen Litera
tur wurde verschiedentlich die
Hypothese aufgestellt, dass Kinder
keinen Selbstmord begehen, weil
sie eine recht unrealistische Au
ffassung vom Tod haben – über die
Hälfte der Sechs- bis Elfjährigen
glaube zum Beispiel, dass der Tod
rückgängig zu machen sei
–, aber warum sollte ein solcher Glaube
ein Kind davor bewahren, sich das Leben zu nehmen? (Man könnte
sich gerade umgekehrt vorstellen, dass es auf Grund einer solchen
Auffassung vom Tod erst recht zum Selbstmord kommt.) Ernster zu
nehmen ist vielleicht die Tats
ache, dass die Planung und Ausführung
kognitives Unternehmen ist, zu
dem Kinder gewöhnlich nicht fähig
sind. Entscheidend bei dieser
Frage ist jedoch wahrscheinlich
der Umstand, dass schwere Psycho-
pathologien (Stimmungsstörungen, Alkohol- und Drogenmissbrauch
und psychotische Erkrankungen) bei Kinde
rn sehr selten auftreten. Sie
tauchen gewöhnlich erst nach der Pubertät auf.
Die Pubertät, die im Alter von zwöl
verstärkte Auftreten von schweren
psychischen Störungen verläuft
parallel zur Erhöhung der Selbstmo
rdrate, dadurch wird das zuneh-
mende Alter zu einem bedeutenden Risikofaktor.
Daneben spielt die Ge
schlechtszugehörigkeit eine wichtige Rolle.
Auf einige Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind wir
schon zu sprechen gekommen: Obwohl
Frauen mehr zu depressiven
Störungen neigen als Männer und häufiger Selbstmordversuche
unternehmen, kommt es bei ihnen
längst nicht so oft zum tatsäch-
lichen Selbstmord. Das liegt zu
m Teil daran, dass Männer eine
Depression häufig nicht erkennen und sich dementsprechend auch
197 –
nicht behandeln lassen; meistens
trinken sie viel mehr, wenn sie
psychisch krank sind, und greifen eh
er zu Schusswaffen oder anderen
hochgefährlichen Mitteln, um sich um
zubringen. Darüber hinaus sind
Impulsivität und Gewalttätigkeit,
anscheinend eher typisch männliche
Eigenschaften; allerdings sind
diese Unterschiede zwischen den Geschlechtern im Hinblick auf die
Serotoninfunktionen noch nicht hinreichend untersucht.
Es gibt allerdings Belege dafür,
dass während der Schwangerschaft
steigt und dass unter
die Selbstmordrate in dieser Zeit sinkt.
(Im Unterschied zu
Messungen von Serotoninkonzentrationen in der Rückenmarksflüssig-
keit, die zur Bestimmung der Sero
toninfunktion im Gehirn vorgenom-
men werden, ist der Serotoninspiegel
im Blut stark von der Ernährung
und anderen Faktoren abhängig.) Das
(Bei Frauen mit schweren
psychischen Störungen allerdings is
t die Gefahr eines Selbstmordes
nach der Geburt viel größer.) Zur Frage, wie die verschiedenen Phasen
des Menstruationszyklus die Selbst
mordrate beeinflussen, liegen
hliche Forschungsergebnisse vor, gleichwohl
heißt es in den meisten Untersuc
hungen, dass sich in der Woche vor
der Monatsblutung und während der Me
nstruation selbst Selbstmorde,
i Einrichtungen zur Selbstmord-
prävention häufen.
Eine Londoner Autopsiestudie von 23 Frauen,
die sich umgebracht hatten, st
ellte auf Grund von Gebärmutter-
untersuchungen fest, dass sich alle
bis auf eine in der Lutealphase
ihres Zyklus befanden (das heißt: in dem vierzehntägigen Zeitraum
vor der Monatsblutung).
Autopsien von Hindufra
Leben genommen hatten, indem sie
sich mit Kerosin verbrannten,
ergaben, dass neunzehn von 23 untersuchten Frauen zum Zeitpunkt
Selbstmordversuche in der ersten
Woche des Menstruationszyklus hänge
n wahrscheinlich mit niedrigen
Östrogenwerten zusammen.
nicht jedoch in Malta, Ägypten,
Papua Neu-Guinea, Westäthiopien
und China. Im Jahr 1990 nahmen sich über 180000 Chinesinnen das
Leben (gegenüber 159000 Chinesen);
das sind mehr als die Hälfte
der Selbstmorde von Frauen auf de
r ganzen Welt. Die meisten der
198 –
Die Erklärungen für eine so
chinesischen Frauen sind zahlreich
und kontrovers. Ein sehr logischer,
wenn auch nicht allein gültiger
Grund ist der leichte Zugang, den
Frauen im ländlichen China zu hochgi
ftigen Pestiziden haben. Eine
impulsive Handlung, die bei de
Als ein weiterer Grund für diese
hohe Selbstmordrate wird der
schnelle Wechsel zur Marktwirtschaft genannt, aber der findet nicht
nur in China statt; außerdem ist nicht klar, warum die damit
verbundenen Veränderungen Frauen
mehr betreffen als Männer.
Ferner soll es in China, wo es keine starken Sanktionen gegen
Selbstmord gibt, für junge Frauen psychologisch einfacher sein, sich
für den Selbstmord zu entscheiden.
in allen Gesellschaften. Sie fungieren
vielleicht als Auslöser, aber dass
sie die eigentlichen Gründe für Se
lbstmorde sind, ist recht unwahr-
scheinlich.
Zur Zeit wird eine lebhafte Debatt
e darüber geführt, in welchem
Umfang psychische Störungen für
die Selbstmorde verantwortlich
sind. Der in Peking tätige kanadische
Psychiater Michael Phillips ist
der Ansicht, dass in China nur 50 Prozent der Selbstmorde im
Zusammenhang mit psychischen Krankheiten stehen, während es in
anderen Ländern mindestens 90 Prozent sind. Die anderen geschähen
in der Mehrzahl aus dem Impuls heraus. Mit Nachdruck widerspricht
dem Andrew Cheng, ein taiwanesis
cher Arzt, dessen Untersuchungen
zu dem – weltweit bestätigten –
Ergebnis kommen, dass über 95
Prozent der Selbstmorde in Taiwan mit psychischen Störungen zu tun
haben. Es wird noch einige Ze
it dauern, bis diese Meinungs-
199 –
chinesische Ärzte dam
it begonnen, sich auf Diagnose und Behandlung
von Depressionen zu konzentrieren; der Zugang zu Pestiziden wird
mordprävention werden in die
Wir sind, wie alles Leben, peri
odische Kreaturen, für unseren
Rhythmus angewiesen auf die Dr
ehung der Erde um die Sonne und
des Mondes um die Erde. Unsere Gehirn- und Körperchemie
e- und Lichtfluktuationen auf der
Selbstmord ist keineswegs immun gegen die Auswirkungen von
Tagesrhythmen und Jahreszeiten. Di
zwischen sieben Uhr morgens und vier Uhr nachmittags,
Wissenschaftler aus dem neunzehnten
Jahrhundert (der in vielen
europäischen Ländern ein ähnliches Muster beobachtet hatte) damit
erklärt hat, dass »Erschütterungen
und Rückschläge meistens in den
und wer ohnehin krank ist von
den Anstrengungen und Kümmernissen
des Lebens, für den ist das
Anbrechen eines neuen Tages, der ke
in bisschen heller ist als seine
Vorgänger, oft mehr, als er ertragen kann«.
häusern ereignen sich meistens se
hr früh am Morgen, zwischen fünf
und sieben Uhr.
Das wird zum Teil damit
zu tun haben, dass auf den
Stationen viel Betrieb und das Pflegepe
rsonal sehr beschäftigt ist, aber
vor allem auch mit der Tages
zeitabhängigkeit von Stimmungen,
besonders bei Depressiven und Ma
nisch-Depressiven. Gerade bei
manisch-depressiv veranlagten Me
nschen ist die Stimmung morgens
schlecht und wird tagsüber besser.
Kognitive Einschränkungen,
Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Kon
zentration, Reaktionszeiten und
Körperkraft zeigen bei Stimmungs
gestörten zu den verschiedenen
Diese Stimmungs-
und kognitiven Veränderungen und ihre Beziehung zu tageszeit
200 –
bedingten Mustern suizidalen Verhaltens werden wir im Zusammen-
ie, die ebenfalls tage
szeitlichen Schwankun-
gen unterliegt, ausführlicher dis
kutieren. Für einen Zusammenhang
zwischen Selbstmord und Mondzyklus
wohl vom Mond wahrscheinlich st
ärkere Einflüsse auf Stimmungen
und Verhalten ausgingen, als es
noch keine moderne Beleuchtung
Auch zwischen Selbstmord und Geburtstagen oder Feiertagen
n lässt sich kein Zusammenhang
nachweisen.
(Eine britische Untersuchung ist auf eine Zunahme von
Selbstmord
versuchen
am Valentinstag gestoßen.) Wohl aber ist an
Montagen ein deutlicher Anstie
g von Selbstmorden festzustellen.
Dieses Phänomen wurde verschiede
ntlich auf den Effekt der »nicht
eingehaltenen Versprechen« zurückge
führt, ein Gefühl der Verzweif-
lung oder des Verrats, wenn sich he
rausstellt, dass der Beginn der
neuen Woche, der auch ein psychi
scher Neuanfang sein sollte, sich
Wer schwer
depressiv oder gestört ist, fühlt sich
vielleicht von den Aufgaben, die
in der neuen Woche auf ihn warten und vor ihm auf seinem
Schreibtisch liegen oder im Terminkalender vermerkt sind, völlig
Die jahreszeitlich bedingten Unte
gehören zu den gesichertsten Erge
bnissen der Forschung. Im späten
neunzehnten Jahrhundert führte Enrico Morselli in achtzehn
europäischen Ländern Studien zum Selbstmord durch und stellte dabei
fest, dass in siebzehn Ländern die Se
lbstmordrate im Frühjahr oder in
den Sommermonaten am höchsten war. (Umgekehrt lag sie fast
überall in den Winterm
onaten am niedrigsten.
habe ich mehr als sechzig Untersuchungen über saisonale Selbstmord-
muster durchgesehen und bin zu einem ähnlichen Ergebnis
Die Spitzenmonate für Selb
Ausnahmen das späte Frühjahr und der Sommer. Die niedrigsten
Raten fanden sich ebenfalls in den Wintermonaten. Dieser Höhepunkt
zwischen spätem Frühjahr und Sommer hat sich auch in Unter-
suchungen bestätigt, die seit meiner Durchsicht in Be
lgien, Finnland,
Amerika und China durchgeführt wurd
en. Die jahreszeitlich bedingte
Steigerung der Selbstmordrate korreliert also nicht mit den dunklen
und düsteren Monaten, sondern mit der Helligkeit und der längeren
Tageslichtdauer im Frühling und im
Sommer. Zum gleichen Ergebnis
kommen Studien, die in der südliche
n Hemisphäre – Australien, Chile,
Jahreszeitlich bedingte Selbstmordmuster
Uruguay, Südafrika – unternommen wurden; auch dort ist die
nn dort Frühjahr und Sommer ist.
In
der nördlichen Hemisphäre ist di
e Selbstmordrate bei Männern im
April, Mai und in den
Sommermonaten am höchsten,
bei Frauen gibt
es noch einen zweiten, schwächer
ausgeprägten Höhepunkt in den
Monaten Oktober und November.
Frühjahr und Sommer geschehen,
lässt sich an Hand von Daten aus de
m fünfzehnten Jahrhundert ebenso
zeigt die monatliche Verteilung von
Selbstmorden in verschiedenen
Populationen: England 1485-1715; Eu
ropa (Frankreich, Italien,
Belgien) 1840-1876; England 1865
länder der Weltgesundheitsorgani
sation 1951-1959; Vereinigte
201 –
202 –
Frühjahrs- und den Sommermonaten und
ihr tiefster Punkt im Winter.
Aus der Grafik geht allerdings
auch hervor, dass der saisonale
Effekt in früheren Jahrhunderten
deutlicher ausgeprägt war – zum
Beispiel in England zwischen 14
85 und 1715 und in Europa zwischen
1840 und 1876 – als in heutigen Zeiten. Dieses Abflachen der
Amplitude im Laufe der Jahrhunderte wurde von einer größeren
dänischen Untersuchung über jahres
zeitlich bedingte Selbstmord-
muster in Dänemark zwischen 1835 und 1955 und von weiteren
Studien aus Australien, Neuseela
nd, Kanada, Finnland, Ungarn,
Schweden und den Vereinigten Staaten ebenfalls bestätigt.
Erklärt
wird dieses Phänomen der »Desaisonalisierung«, wie es Jürgen
Aschoff vom Max-Planck
vor allem mit dem
Nachlassen unserer biologischen
Reaktionen auf die natürliche
Umwelt, bedingt durch künstliche Beleuchtung, Zentralheizung und
Klimaanlage, Industrialisierung und Ur
banisierung. Möglich ist auch,
dass das Nachlassen jahreszeitlic
her Einflüsse auf das Selbst-
mordverhalten in jüngster Zeit da
rauf zurückzuführen ist, dass
ngigen Selbstmordneigung eher
entgegenwirken als jenem suizidalen Verhalten, dem diese
Komponente fehlt.
Dieser Zusammenhang
bestätigte sich durch Forschungen, die vor einigen Jahrzehnten in den
Vereinigten Staaten und vor kurzem
in Südafrika gemacht wurden.
Die Urbanisierung brachte eine größere Distanz zu den Licht- und
Wärmerhythmen der Natur mit sich. Elektrizität, künstliche Beleuch-
tung, Unterbrechungen des Schlafes
(bei insgesamt kürzeren Schlaf-
zeiten) und Zentralheizung haben d
azu geführt, dass der Einfluss der
Jahreszeiten auf das Gehirn und den
Körper nachgelassen hat. Aber
insgesamt ist der saisonale Effekt immer noch groß.
Warum sinkt und steigt die Selbstmo
rdrate je nach Jahreszeit? Und
warum kommt es häufiger in den Monaten mit viel Licht und Sonne
zum Selbstmord als in den trüben und regnerischen Wintermonaten?
Die täglichen Zyklen von Ruhe und
Aktivität sind bekanntlich stark
von Veränderungen des Ta
geslichts und der Temperatur betroffen.
Der Winterschlaf bei bestimmten Tierarten ist das sichtbarste Beispiel
für diese Abhängigkeit. Bei Menschen ändern sich je nach Jahreszeit
203 –
die Stimmung, die Energie, der Sc
hlaf und das Verhalten, besonders
bei Patienten mit Stimmungsstörungen.
Viele neurobiologische
Systeme, die für Stimmungsstörungen und vermutlich auch für Selbst-
esprochen saisonale Muster, so
zum Beispiel die Werte von Neurotransmittern, den Schlaf- und
Temperaturregulatoren, von Melatoni
n, Testosteron, Östrogen, des
Schilddrüsenhormons und anderer Ho
die wenigsten Selbstmo
rde geschehen, wird
verstärkt das Plasma L-Tryptophan
(eine Vorstufe des Serotonins)
das gilt ebenso für Melatonin, die Schilddrüsen-
hormone und möglicherweise auch fü
r Cholesterin, also für Stoffe,
von denen man annimmt, dass sie an der Stimmungs- und
Aktivierungsregulierung und der Steuerung des Schlaf- und
Von besonderer Bedeutung für die
Diskussion über jahreszeitlich
bedingte Muster des Selbstmordverh
altens sind die starken saisonalen
Schwankungen bei schweren psychischen Störungen wie Depression,
Manie und Schizophrenie. Vor über zweitausend Jahren machte
Hippokrates die Beobachtung, dass di
im Frühjahr und im Herbst auftritt; andere antike Schriftsteller
bemerkten, dass es zu manisc
hen Attacken vornehmlich in den
Sommermonaten kommt. Diese Beobachtungen sind durch die
systematischere Arbeit von Wissenscha
worden. Manische Patienten, das
zeigen zahlreiche Untersuchungen,
suchen vor allem im späten Frühjahr und im Sommer ein Krankenhaus
auf oder werden eingeliefert.
Auch schizophrene Schübe ereignen
sich vornehmlich in den Sommermonaten.
Depressive Episoden dagegen fo
Überdurchschnittlich viele Krankenhaus-
aufenthalte von depressiven Pati
n. Im Falle von Depressionen ist
die Einweisung ins Krankenhaus in der Regel ein deutliches An-
zeichen für die Schwere der Depression – und der damit gegebenen
Selbstmordgefahr – als der Beginn
der depressiven Phase selbst. Viele
204 –
unmittelbar nach dem Ausbruch einer Episode erfolgen, weil sie sich
im Unterschied zu Depressione
n sehr schnell entwickeln.
Das saisonal schwankende Auftre
ten von schweren psychischen
Krankheiten und Selbstmorden ge
ht wahrscheinlich auf mehrere
Faktoren zurück. Die biologische
rungen in der Temperatur und der
Dauer des Tageslic
hts nach sich
ziehen, scheinen für beide Phänom
ene grundlegend zu sein. Saisonale
Fluktuationen in der Gehirnchemie
, besonders bei der Serotonin-
funktion, können schwerwiegende Auswirkungen haben, und zwar
onen, sondern auch auf psycho-
pathologische Zustände
wie Manien, gewalttätiges Verhalten,
Depressionen und Psychosen. Das Gleiche gilt für die Folgen, die
diese Zustände im Hinblick auf
Selbstmord haben. Gewaltsame
Selbstmorde zeigen eine größer
e jahreszeitliche Abhängigkeit als
nicht gewaltsame;
wie Morde und gewalttätiges Verhalten ereignen
sie sich häufiger in den späten Frühjahrs- und den Sommermonaten.
Darauf, dass die Jahreszeiten auf Fa
ktoren wirken, die die Konzen-
tration der essenziellen Omega-3-Fettsäuren beeinflussen – zum
Beispiel wird in der Regel im Wi
nter weniger Gemüse und in den
Feiertagen um die Wintersonnenwende
Manische und schizophrene Epis
oden in den Sommermonaten
lösen höchst unbeständige, erregte
und paranoide Zustände aus, die
walttätigen Handlungen und zum
Selbstmord führen können. Weil di
e meisten Menschen, die manisch
werden, vor oder nach ihrer Manie eine Depression durchmachen,
sind sie gerade in diesen Zeiträume
Mit Depressionen ist nicht nur
ein hohes Selbstmordrisiko ver-
bunden, wenn die Patienten in eine
auch während der langen und of
t stürmischen Erholungsperioden.
Selbstmorde am Ende der schlimmst
en Phase einer Depression, wenn
205 –
sich die Stimmung zu bessern sche
int und die Energie zurückkehrt,
sind nichts Ungewöhnliches. Das gilt auch für die frühen Stadien des
Abstiegs in die Verzweiflung. Depre
ssionen sind oft fein gemischt mit
beunruhigenden manischen Symptome
n, und bei genauerer klinischer
Beobachtung zeigt sich häufig, dass vi
ele Patienten, bei denen anfangs
eine Depression diagnostiziert wurd
e, zugleich an Mischzuständen
leiden.
Eine schwere Depression, manisc
he Depression oder Schizophrenie
netisch für Selbstmord anfällig ist, als
»zweiter Schlag« wirken: Die psychotische Qual und Erregung und
die biologischen Ereignisse, die si
seine kalendarische Jahreszeit hinaus:
Aber diese Dinge gehören auch zum Frühling –
das lang’ schon tot, nun ist es grauer noch,
als es im ganzen Winter war;
Ein Schneckenhaus gebleicht
im Gras, ein kleiner Kiesel und ein Stückchen
Kreide, der Mist des kleinen Vogels
in Flecken von reinstem Weiß:
All diese weißen Di
nge nimmt der Mensch
gern für das frühste Veilchen
und sucht im Untergang des Winters
nach Zeichen, die dessen Schuld begleichen,
Der Nordwind bläst, und Starenschwärme,
geschwätzig ohne Unterlass,
sind guten Mutes in dem Dunst,
der Frühling kommt, der Winter aber geht noch nicht.
206 –
Wir schickten uns nun an, in ein Land vorzudringen,
zumindest dreitausend Kilome
ter in der Breite, das nie
ERIWETHER
EWIS
7. April 1805
Der rothaarige junge Mann aus Vi
rginia hatte sich gründlich Ge-
danken über die Ausrüstung gemach
sollten. Die Planung war sicher ni
cht einfach. Ein paar Dutzend
Männer standen unmittelbar vor eine
Es war zu erwarten, dass die Reise gefährlich und beschwerlich
werden und dass sie länger als zwei
Jahre dauern würde, doch der
Leiter der Expedition ließ sich da
durch nicht entmutigen. Er hatte
nicht nur das Vertrauen des Präsidenten, der ihn bestellt hatte, sondern
auch den eigenen festen und begründe
ten Glauben an seine Fähigkeit,
Männer zu führen und die wissenschaftlichen Arbeiten durchzuführen,
die der Zweck des Expeditionsauftrags waren. Er hatte sich mit
207 –
Sein Land hatte gerade, von eine
m Tag auf den anderen, seine
Fläche verdoppelt. Am 4. Juli
1803 hatte der Kongress der Ver-
einigten Staaten Louisiana von Napoleon gekauft. Für siebeneinhalb
Cent pro Hektar hatte die Regi
erung dieses riesige Territorium
erworben, das sich in nur vage fe
stgelegten Grenzen vom Mississippi
bis zu den Rocky Mountains erstreckte. Schon war es für so manchen
nur eine Frage der Zeit, bis Amerika über die westlichen Gebirgszüge
hinausdrängen und die Grenzen der
wachsenden Nation an den Pazifi-
schen Ozean vorverlegen würde. Bi
s dahin galt es, das Land kennen
zu lernen.
wohlvertraut. Er war einen Me
ter achtzig groß, ruhelos, un-
erschrocken und überaus neugierig;
und er kannte nicht nur das Leben
an der Grenze, sondern auch das
im Hause des Präsidenten. Zwei
im Februar des Jahres 1801 hatte
Thomas Jefferson Lewis in einem Br
ief gebeten, ihm bei »privaten
Angelegenheiten des Haus
halts« und, was viel versprechender klang,
bei »Informationen« behilflich zu sein, »die zu erwerben der Regie-
rung dienlich erscheint«. Lewis'
ndes im Westen,
der Armee und all ihrer Inte
ressen und inneren Zusammenhänge
machen es wünschenswert«, dass er Jefferson als Privatsekretär zur
Seite stehe.
208 –
n an die Expedition nach
und Wünsche: »Der Zweck Ihrer
Mission«, schrieb der Präsident im Juni 1803 an Lewis, »ist die
dessen Lauf sich vielleicht eine
Verbindung zum Pazifischen Ozean
herstellen lässt, womit sich für
direkte und brauchbare Wasserstraße übe
r die Breite dieses Kontinents
ergäbe.« Lewis sollte »Breiten- und Längenangaben (...) mit großer
Sorgfalt und Genauigkeit aufzeichnen« und von allen Aufzeichnungen
und Beobachtungen mehrere Kopien anfertigen – eine davon »auf
Papier aus Birkenrinde, welches
Weiterhin sollten Lewis und seine Le
ute Berichte anfertigen über
die »Beschaffenheit des Bodens
und die Form der Landschaft, über
das Wachstum der Pflanzen und Na
hrungsmittel (...) die häufigsten
Tierarten der Gegend (...) die Minerallagerstätten (...) vulkanische
Erscheinungen«. Sie waren gehalten, das Klima zu beobachten, »das
Verhältnis von regnerischen, wolk
igen und klaren Tagen, das Vor-
kommen von Gewittern, Hagel, Sc
hätte kein anderer schreiben
können. Donald Jackson, der Hera
Dokumente über die Lewis und Clark-
Expedition, schreibt dazu: »In
ihnen spiegeln sich Jahre des Studiums und des Staunens, die gesam-
melte Weisheit seiner Regierungs
kollegen und seiner Freunde aus
Philadelphia; sie zeigen, wie erpicht er war, nun endlich Tatsachen
über die Stony Mountains, über den
Verlauf der Flüsse, die wilden
Indianerstämme, die Flora und Fa
209 –
in die Hand zu bekommen, statt au
f vage Vermutungen angewiesen zu
sein.«
Der Präsident hatte keinen Zweifel daran, dass er sich, wenn
überhaupt auf jemanden, dann auf
Nach Lewis' Tod führte
Im Spätsommer 1803 machte die Expedition sich auf den Weg. Die
sich, Moskitonetze, Whiskey und
gepökeltes Schw
Gewehre aus Pennsylvania sowie
Lampen, Kessel und Sägen. Sie ware
n für fast jede nur denkbare
210 –
Mit dieser Ausrüstung und ihrem Wi
ssen waren die Männer in der
Lage, Flüsse und Prärien zu überwinden, Boote zu bauen und in den
Bergen zu überleben. Sie konnten
Waren gegen Nahrung eintauschen
und sie konnten sich verteidigen.
Und zwei der Männer – Lewis und
Das Expeditionskorps – Lewis, Cl
ark und ihre kleine Truppe aus
Soldaten, Jägern, Waldläufern,
einem Schmied, einem Koch und
Zimmerleuten – drang in die noch
Zeit lang bei ihnen. Sie fingen
Fische und jagten Wild. Auf ihren endlosen Märschen vermaßen sie
das Gelände und die Flüsse, die sie
überquerten, und nachdem sie ihre
ermittelt hatten, nahmen sich die
beiden Leiter der Expedition ih
re Tagebücher vor. So entstanden
Die Tagebücher von Lewis und
Clark sind lebendig und unmit-
telbar; der Leser wird förmlich hi
neingesogen in den unerforschten
Kontinent und in die Tierwelt der nordamerikanischen Wildnis.
211 –
Im Mai 1805, die Expedition bewegt
sich den Lauf des Missouri
hinauf, schreibt Lewis über das
Donnerstag, der 2. Mai 1805
Die ganze Nacht wehte ein starker Wind, der auch heute Morgen
an Heftigkeit nichts einbüßte und bei Tagesanbruch von Schneefall
begleitet wurde, welcher wieder
Freitag, der 3. Mai 1805
Wir sahen große Mengen Büffel, Wapitis, Hirsche, vor allem von
der langschwänzigen Art, Antilope
n oder Ziegen, Biber, Gänse,
Enten, Meergänse und den einen oder anderen Schwan. Nahe der
Mündung des Flusses (...) sahen wir eine ungewöhnliche Anzahl
von Stachelschweinen, so dass wi
diesem Tier zu benennen, und tauften ihn demnach Porcupine
212 –
sind, für gewöhnlich haben sie ihren Platz auf der Spitze eines
abgeknickten Baumes, manchmal
in der Gabel eines großen
Baumes, doch fast ausnahmslos in
Weder Lewis noch Clark waren pr
ofessionelle Naturkundler oder
Geographen, aber sie waren peinlich genau in ihren Messungen und in
den Beschreibungen der Orte, an de
nen sie gewesen, und der Tierwelt,
Burroughs. »Ihre Vermessungsau
fzeichnungen zeigen die größte
Sorgfalt, und ihre Karten der erfors
Im September 1806 beendete das Expeditionskorps seine Reise.
Jeffersons ursprüngliche Hoffnung, ei
Es sind fast zweihundert Jahre verga
213 –
Doch Selbstmord will nicht recht zu der Vorstellung passen, die sich
die Nation von einem ihrer Helden
macht. Sowohl Thomas Jefferson,
der zwei Jahre in größter Vertraut
heit mit Lewis gelebt und ihn als
Zeitgenössische Berichte über di
e Wochen, die Lewis' Tod vor-
ausgingen, zeichnen ein überzeugende
s Bild von einem zutiefst ver-
zweifelten und kummervollen Mann, der trank, unvernünftig viel Geld
ausgab oder investierte und dessen Verhalten zur Sorge um seine
Sicherheit und sein Wohlergehen Anlass gab. Nach seiner Rückkehr
aus dem Westen war er zum Gouve
rneur der Louisiana Territories
berufen worden; seine Amtszeit wurde indes von Konflikten und
fragwürdigen Entscheidungen getrübt, und er war hoffnungslos in
Verzug mit der Ausarbeitung der E
xpeditionstagebücher. Jefferson
war eindeutig verärgert. »Recht
häufig kommt es vor, dass man von
Schreibhemmungen
214 –
1809). In derselben Jahreszeit, im
August 1805, schrieb Lewis auch
den einzigen introspektiven, ziemlic
h melancholischen Eintrag in sein
Tagebuch:
Anfang September 1809, im Monat
vor seinem Tod, brach Lewis
nach Washington und Philadelphia auf, um seine finanziellen An-
gelegenheiten in Ordnung zu bri
ngen und an der Veröffentlichung
215 –
verfasste Lewis
ein Testament, und einige Tage spät
er traf er in Fort Pickering
(Memphis) ein. Der befehlshabende
Offizier des Forts, Hauptmann
Gilbert Russell, erfuhr von Lewis' Bootsbesatzung, dass dieser zwei
Mal versucht hatte, si
ch umzubringen. Russell selbst machte die
Beobachtung, dass Lewis heftig ge
trunken haben musste und dass er
zur Zeit seiner Ankunft im Fort »geis
tig gestört« war. Besorgt, Lewis
könnte sich das Leben nehmen, li
eß der Kommandant dessen Boot
entladen, damit er nicht entwischen konnte,
außerdem hielt er ihn für
mehrere Tage unter ständiger Beobachtung:
In diesem Zustand verblieb er, ohne dass es zu wesentlichen Ver-
Der Beauftragte der U.S.-Regie
rung bei den Chickasaw, James
Neelly, der mit Lewis die letzten drei Wochen seines Lebens ver-
bracht hatte, schrieb kurz nach de
ssen Tod an Präsident Jefferson:
»Mit größtem Schmerz muss ich Si
e vom Tode Seiner Exzellenz
Er berichtete,
wie schon Russell, dass Lewis seit ei
niger Zeit phasenweise »geistig
gestört« gewesen sei.
Die Einzelheiten von Lewis' Selbstmord wurden später von seinem
Freund, dem angesehenen Ornit
216 –
befragt hatte, in deren Gast
haus Lewis verstorben war:
Zuweilen, sagte sie, schien es, als wollte er zu ihr heraufkommen,
doch dann machte er plötzlich auf dem Absatz kehrt und entfernte
sich, so schnell er konnte. Als das Abendessen au
Die Küche liegt nahe bei dem Zimmer, in dem sich Lewis aufhielt,
und die Frau, die durch das Verhalten ihres Gastes beunruhigt war
und nicht schlafen konnte, hörte ihn auf und ab gehen, mehrere
Stunden, wie sie denkt, und laut sp
rechen, sagt sie, »wie ein
Anwalt«. Dann hörte sie einen
khütte Lücken klafften, die nicht
ausgestopft waren, konnte sie
ihn rückwärts taumeln und gegen
einen Hackstock fallen sehen, der zwischen der Küche und
217 –
seinem Zimmer stand. Er kroch ei
Sobald der Tag anbrach – und nicht früher, denn die Frau war so
Stunden lang in dieser höchst
beklagenswerten Lage hatte verwe
ilen müssen –, schickte sie, da
ihr Ehemann nicht zu Hause war, zwei ihrer Kinder in die
Scheune, um die Diener herbeizuhol
en. Als diese eintraten, fanden
Er bat, sie möchten seine Flinte nehmen und ihn mit einem
Kopfschuss töten, er würde ihnen al
les Geld in seiner Kiste geben.
Er sagte wiederholt: »Ich bin kein Feigling, doch ich bin so stark,
so schwer zu töten.« Er flehte den Diener an, keine Furcht vor ihm
zu haben, da er ihm nichts zu Leide tun werde. Nach etwa zwei
Stunden, gerade, als die Sonne über die Baumwipfel stieg, hauchte
er sein Leben aus.
Obwohl die Nachricht vom Tod seines Freundes William Clark mit
Schmerz erfüllte, war dieser nicht gänzlich überrascht, als er hörte,
Und Thomas Jefferson
schrieb in einem kurzen Nachruf auf Meriwether Lewis:
Schon von Jugend an war Gouverneur Lewis das Opfer hypo-
chondrischer [depressiver] Beschwerden. Eine Disposition dazu
218 –
war in allen näher verwandten Zw
eigen der Familie seines Namens
vorhanden, und unmittelbar hat er sie von seinem Vater geerbt.
Seine Beschwerden waren jedoch
nie so stark, dass sich die
Familie darüber Sorgen machte. Während er bei mir in Washington
gefesselt war, kehrten sie mit verdoppelter Heftigkeit zurück und
begannen, seine Freunde mit ernste
r Besorgnis zu erfüllen. Es war
im Verlaufe eines solchen Anfalls
, dass er nach Washington reisen
musste. (...)
des Vorzugs, aus seiner eigenen Hand den Bericht (...) über die
Leiden zu erhalten, die er auf si
ch nahm, und über die Erfolge, die
er errang, um für sie die Grenzen der Wissenschaft zu erweitern
und ihnen Kenntnis zu geben von diesem weiten und fruchtbaren
enschaft, mit Freiheit und Glück
zu füllen das Schicksal ihrer Söhne sein wird.
Viele, ich eingeschlossen, werden
nes Freundes als nachdenkliche und mitfühlende Darstellung vom Tod
Ereignisse von Lewis' Leben
für unvereinbar mit seinem
Wunsch, dieses Leben
zu verlassen. Einer
von diesen war Olin Dunbar Wheeler, ein Historiker und Verlags-
leiter. »Es scheint unmöglich«, schrei
bt er, »dass ein junger Mann von
35 Jahren, Gouverneur des riesigen Louisiana-Territoriums, der sich
stadt seines Landes zu der der ganzen
Die Biografin Flora Seymour hält in ihrem Buch von 1937
einen Selbstmord für völlig unve
reinbar mit Lewis' Charakter:
219 –
»Viele Leute nehmen an, Gouvern
eur Lewis – krank, niederge-
schlagen und dabei, alle Hoffnung auf Gerechtigkeit aufzugeben –
hätte von eigener Hand den Tod gefunde
n. (...) Doch die Begleiter des
tapferen jungen Hauptmanns auf de
r langen Reise nach Westen
glaubten nicht, dass dies die Lös
ung war. Der Meriwether Lewis, den
sie kannten, hatte in einer Zeit
der Prüfung weder den Mut noch den
Kopf verloren.«
Richard Dillon, ein Biograf jüngerer Zeit, treibt Seymours Argu-
mentation noch weiter, entschlo
ssen, Lewis' Namen vom »Ver-
brechen« des Selbstmordes reinzuwaschen:
Ist es wahrscheinlich, dass Selb
Tod war ? Keineswegs. Wenn es so
Den Faktoren, die dagegen sprechen
, dass er sich selbst das Leben
nahm, wurde nicht genügend Aufm
In einer Demokratie wie der unser
en – welcher Me
Auch andere haben sich in dies
em Sinn geäußert: Auf Lewis' Tod
»liege ein Schatten«
, oder er sei »von Ehrlosigkeit befleckt«
220 –
willigkeit, Lewis' Selbstmordtod zu akzeptieren, scheint mir eine
erbärmliche Art und Weise, einen Me
nschen zu behandeln«, schrieb
der Arzt und Historiker E.G. Chuinard vor einigen Jahren.
Der
Journalist und Pulitzer-Preisträger David Leon Chandler rückt
Weniger finster ist di
e schlichte Aussage von
liegen verschiedene Gedanken-
gänge zu Grunde: Es sei eine Scha
nde, durch Selbstmord zu sterben;
gewesen, um sich selbst zu töten
vor Selbstmord); Selbstmord zu
begehen sei eine feige Handlu
ng, demnach könne ein großer und
tapferer Mann diese Tat nicht bega
Feld, dass Jefferson Lewis nicht m
it der Führung der Expedition in
und wahrscheinlich viele vertrau-
liche Gespräche führten, die keiner von beiden zu Papier gebracht
hatte. Natürlich können wir nicht wi
ssen, was sie sich über einander
und über ihre Familien erzählt haben.
Doch ist es schwer vorstellbar –
es sei denn, man spinnt ein kunst
Außerdem gab es eine
Menge Eheschließungen
221 –
Jeffersons Vermutung, Lewis' me
nur geschlummert, solange ihm aktiver und physischer Einsatz ab-
verlangt wurde, um dann später, in
ruhigeren, am Schreibtisch ver-
brachten Phasen, zum Vorschein zu kommen, ist scharfsinnig, auf-
schlussreich und steht völlig in
rastlose, tatkräftige und ungestüme
Temperamente weiß, die einen
Hang zur Verzweiflung haben. Stephe
n Ambrose schreibt in seiner
Lewis war depressiv, und in seiner Familie gab es verschiedene
Fälle von Depression, er hatte ein
jähzorniges Temperament und ein
ruheloses Wesen, er neigte zu
unmäßigem Trinken und – gegen Ende
seines Lebens – zu riskanten fina
nziellen Transaktionen und zu einer
en beruflichen Verpflichtungen
gegenüber. Zwei Mal versuchte er
, sich umzubringen, und wurde
durch einen Offizierskollegen zu
m Schutz vor sich selbst einer
strengen Bewachung unterstellt. Willia
m Clark und Thomas Jefferson,
seine engsten Freunde, schenkten
den Augenzeugenberichten über
Warum dann also die verwickelten
Malaria oder auch Syphilis, die als »Erklärungen« für seinen Tod
aufgeboten wurden? Es gibt ka
eine »Jefferson-Verschwörung«; nur
unplausible Spekulationen zur
Unterstützung der Mordtheorie (wobei
sich viele darauf gründen, dass
unvermeidlichen Unsti
mmigkeiten zwischen den Zeugenaussagen
großes Gewicht beigemessen wird);
und so gut wie gar keine Anhalts-
punkte für Syphilis, obwohl es möglich ist, dass er sie hatte. Es ist
ebenfalls möglich, dass er an Malaria litt, da sie an der Grenze ende-
misch war – von einigen wurde dies
als Erklärung seiner »Geistes-
222 –
) Eine medizinische Ursache für irrationales
Verhalten mag für einige Historiker leichter verdaulich sein, aber
wahrscheinlicher ist sie deshalb nicht.
Meiner Meinung nach haben D
ouglass Adair und Dawson Phelps
Ich denke, die Antwort darauf laut
223 –
Davon abgesehen habe Lewi
s, ganz gleich, wie er gestorben sei, ein
Leben geführt, dass von bemerken
swerter Tapferkeit, von großen
Leistungen und von visionärer Weitsicht geprägt war.
Selbstmord ist
kein Schandfleck auf irgendjemandes Namen – er ist eine Tragödie.
Ich bin, wie viele andere, der
diesem Mann den
auszugraben. Er hat sich seine Ruhe
verdient. Und schließlich bleibt
uns allen ja sein Leben. Lewis wa
r, wie Ambrose sc
hreibt, mit Leib
und Seele und mit ganzem
Herzen Forscher:
Er war ein Mensch von großer Energie und manchmal von einem
ungezügelten Temperament, das er
aber durch seine große Selbst-
disziplin im Zaum halten konnte.
Er trieb sich bis zur völligen
er die Ereignisse des Tages aufsch
rieb, und eine weitere, in der er
Seine Talente und Fähigkeiten waren eher breit gefächert als wirk-
lich fundiert. Er war ein Mann, der
viel wusste, der ein Boot bauen
konnte und sich in allen anderen Di
ngen auskannte, die man in der
Wildnis braucht. Er hatte Ke
nntnisse in den verschiedenen
Zweigen der Naturwissenschaft. Er konnte ein Tier beschreiben,
eine Pflanze klassifizieren, kann
te die Namen der Sterne, konnte
mit dem Sextanten und anderen
der Herrschaft über ein großes Land träumen. Doch auf keinem
Wirklich einzigartig, wirklich begabt und wahrhaft groß war er als
Forscher, wo all seine Talente gebraucht wurden. Am bedeutend-
sten waren seine Führungsqualitäten.
Er war zum Führer geboren,
er war dafür erzogen und in sein
er Laufbahn in der Armee ausge-
224 –
225 –

ne eigene Sprache. Wie
Zimmerleute fragen sie nur:
welches Werkzeug
niemals jedoch:
SEXTON
226 –
Anne Sexton (1928-1974) erhielt 1967 den Pulitzer-
Lebe oder stirb,
eine Gedichtsammlung, die
auch das Gedicht enthält, aus dem das Zitat stammt.
Sie unternahm verschiedene
Selbstmordversuche, bis
sie schließlich 1974 an einer Kohlenmonoxid-
Vergiftung starb. Auch ihre Schwester und ihre
Tante begingen Selbstmord.
227 –
Gewisse magische Eigenschaften
Gegen Melancholie nimm den
Kopf eines Schafbocks, der
sich nie mit einem Schafe ei
ngelassen (...) koche ihn gut,
die Haut zusammen mit der Wolle (...) nimm das Hirn
heraus und vermische es mit diesen Spezereien: Zimt,
Ingwer, Muskat, Nelken. (...) Man kann es mit Brot und Ei
oder in Brühe essen.
URTON
Lithium (...) ist das leichteste der festen Elemente, und es
ist deshalb vielleicht nicht
überraschend, dass es gewisse
magische Eigenschaften besitzt.
G. P. H
ARTIGAN
Ringelblume »bewährt sich sehr
bei Melancholie«, schrieb Robert
Burton 1621; ebenso verhalte es sich
mit Löwenzahn, Esche, Weide,
Tamariske, Rosen, Veilchen, süße
n Äpfeln, Wein, Tabak, Mohnsirup,
Mutterkrautkamille und Sassafras.
Ein Ring aus dem rechten Vorder-
huf eines Esels sei »nicht gänzlic
h zu verachten« und »Johanniswurz,
gesammelt an einem Freitag zur St
unde Jupiters«, sei »von großer
Hilfe«.
Die Behandlung der Melancholie und die Vorbeugung gegen
Selbstmord haben sich weiterentwi
ckelt, seit dafür Tamariske und
Mutterkrautkamille verwendet wurd
en, aber noch immer gewinnen
wir das Mittel aus der Natur: Lithium, ein Leichtmetall, das dritte
Element des Periodensystems, ist da
Wirkung zeigt. Es gibt weitere Medikamente zur Stabilisierung der
Stimmungslage, zur Bekämpfung von Psychosen oder zur Unter-
drückung von Angst- und Erregungszust
änden sowie Impulsivität. Wir
haben Antidepressiva, welche den Depressionen, die häufig für
Selbstmord verantwortlich sind, massiv entgegenwirken. Wir haben
Kliniken, die Schutz vor dem Wahnsinn und dem Tod durch eigene
228 –
Die Ursachen des Selbstmordes liegen zum größten Teil in den
aus suizidaler Verzweiflung sei eine einfache Reise, hat sie nie
Die meisten Menschen, die Selbstmord
begehen, teilen anderen ihre
Absicht ausdrücklich mit, bevor sie diese umsetzen, oft sogar
wiederholt: ihrem Arzt, ihrer Familie, ihren Freunden.
Viele andere
tun es nie: Sie handeln aus einem Im
puls heraus oder verschleiern ihre
Pläne; sie geben sich selbst und anderen keine Chance. Doch für
diejenigen, die ihren Wunsch zu ster
ben offen legen, ist dies ein Glück
Hätten wir herausgefunden, dass
Selbstmord ein impulsiver,
vorsatzloser Akt ohne wenigstens
einigermaßen kl
ar definierte
klinische Grenzen ist, dann würde die Problematik der Prävention,
bei Verwendung der gegenwärtig ve
rfügbaren klinischen Kriterien,
unüberwindliche Schwierigkeiten
bereiten. Die hohe Mitteilungs-
229 –
sich in der Mehrzahl der Fälle um einen vorsätzlichen Akt handelt,
Unter klinischen Bedingungen muss
die Feststellung der Selbst-
mordgefahr eventuellen Behandl
ungsversuchen einer psychischen
Krankheit oder der Selbstmordprävention vorausgehen. Einen Pa-
tienten direkt über Selbstmordgedanken oder –plane zu befragen
gehört wesentlich zur Erhebung eine
r Krankengeschichte. Zusätzlich
zu geäußerten Selbstmordplänen gibt es andere wichtige Risikofak-
Umfang, Art und Schwere von Psychopathologien; das Ausmaß an
Es ist schwierig, aber äußerst wi
chtig, so viel wie möglich über
gewalttätiges und impul
sives Verhalten eines
230 –
Entscheidungen über die Behandlung folgen aus der klinischen
Bewertung der Selbstmordgefä
hrdung und der psychiatrischen
Diagnose. Der Arzt muss das unm
ittelbare Selbstmordrisiko ein-
schätzen und, wenn nötig, für die Aufnahme in eine Klinik sorgen.
Solch eine Einschätzung ist manchmal
eindeutig, oft aber auch nicht.
Häufig müssen akut selbstmordgefähr
dete Patienten in eine Klinik
eingewiesen werden, zum einen, damit man sie schützen und schwere
Geisteskrankheiten überhaupt erst
diagnostizieren und behandeln
kann, zum anderen, damit der psyc
hische Zustand und die sozialen
Umstände des Patienten
beurteilt werden können.
Die Einweisung in eine psychiatri
sche Klinik ist für selbstmord-
gefährdete Patienten im Allgemei
nen ambivalent, ei
stigend, andererseits mit einem Ge
William Styron, der seinen Klinikaufenthalt wegen suizidaler
Depression als eine »Zwischenstation, ein Fegefeuer« bezeichnet hat,
bedauerte zutiefst das Zögern seines
Arztes, ihn in die psychiatrische
Abteilung einzuweisen:
Viele Psychiater scheinen einfach nicht in der Lage zu sein, das
Wesen der tiefsitzenden Angst zu e
rfassen, unter der ihre Patienten
zu leiden haben, sie halten
231 –
paradox, dass ich an diesem abwe
isenden Ort mit seinen verrie-
gelten und vergitterten Türen und seinen trostlosen grünen Fluren
– wo zehn Stockwerke tiefer Tag und Nacht Krankenwagen
nd Linderung für den Orkan in
meinem Kopf, was mir auf meiner stillen Farm nicht gelungen
Selbstmord wird gewöhnlich dur
ch verschiedene Faktoren,
»Schläge« ausgelöst – eine biologi
sche Disposition, eine schwere
psychische Krankheit und akuter Stre
Faktoren sind der Veränderung zugä
nglich. Es gibt zum Beispiel
relativ wenig, was ein Arzt zur Re
gulierung der größten Stressfaktoren
es Dinge, die man tun kann, um die zu
Grunde liegende biologische Anfälligke
it für Selbstmord ebenso wie
die psychischen Krankheiten, die en
g mit suizidalem
Verbindung stehen, zu beeinflussen oder zu behandeln.
Lithium ist das wirkungsvollste, am gründlichsten erforschte und
bestdokumentierte Medikament gege
n suizidale Neigungen, das im
Augenblick erhältlich ist. Es wird
(außerdem wirkt es auch auf
andere Neurotransmitter) – da
232 –
durch werden Aggression, E
rregung und Impulsivität eingedämmt
ve Zustände abschwächen oder
beseitigen.
Kürzlich sahen Leonardo Tondo und Ross
Baidessarini, zwei
Forscher der Harvard Medical School, mit mir zusammen 28 ver-
öffentlichte Behandlungsstudien dur
ch, die mehr als 17000 Patienten
mit starken Depressionen oder ma
nisch-depressiven Erkrankungen
anderen Untersuchung stellten T
ondo und seine Kollegen fest, dass
schwedische Studie von 1999 kommt
zu dem Ergebnis, dass eine
Lithium-Behandlung das Selbstmordrisiko um 77 Prozent herab-
setzt.
Mit dem einschränkenden Hinw
eis, dass Patienten, die über
mehrere Jahre Lithium einnehmen,
eine selbstselektive Population
bilden, stellen die Autoren fest, da
ss die Suizidwahrscheinlichkeit bei
Patienten fünf Mal höher war, wenn sie kein Lithium nahmen.
wiederkehrende manische und
depressive Zustände ist und wenn es einen so starken Effekt in der
Bekämpfung suizidalen Verhaltens
hat, warum wird dann nicht
immer, wenn schwere Stimmungsstör
die ebenfalls feststellten,
dass »die Informationen über
233 –
Lithium von offizieller Seite von
geringer Qualität und Zuverlässig-
keit« seien und dass die Lithium-Konzentrationen im Blut, die von
viel zu hoch und seit fünfzehn oder
zwanzig Jahren überholt seien. Di
ese Einstellung hat sich in der
Zum Teil wurde Lithium auch von anderen bedeutenden Fort-
schritten der medizinischen Fors
neue Medikamente zur Beha
234 –
inzwischen Lithium als das meis
tverschriebene Medikament bei
bipolaren Störungen oder manisch-depressiven Leiden überholt. Die
Verschreibungsgewohnheiten haben si
ch sehr geändert. Außerdem
haben die Verschreibungen ge
eindrucksvolle Aufklärungsarbeit
von Patientenorganisationen und
Ob krampfhemmende Mittel (Valproat, Carbamazepin, Gabapentin,
Lamotrigin und Topiramat) allerd
Selbstmord zu verhindern, ist nicht bewiesen.
stabilisierend wirken und gegen E
rregungs- und Aggressionszustände
helfen, müssten sie sich eigentlich auch auf die Selbstmordrate
auswirken. In der einzigen Verg
leichsstudie von Lithium und einem
krampfhemmenden Mittel (Carbamazepin) erwies sich dies jedoch
nicht als richtig. Deutsche Ärzte unt
ersuchten 378 Klinikpatienten, die
unter schweren Depressionen lit
ten (die Hälfte von ihnen war
manisch-depressiv), und verordneten ihnen zum Zeitpunkt ihrer
Entlassung aus der Klinik nach einer Zufallsverteilung eine Behand-
lung entweder mit Lithium, mit Ca
rbamazepin oder mit Amitriptylin
(einem Antidepressivum). Im Lauf der folgenden zweieinhalb Jahre
brachten sich fünf Patienten um, vier versuchten es ernsthaft. Alle
Patienten, die sich umbrachten oder
es versuchten, gehörten zu der
Gruppe, die mit Carbamazepin oder
einem anderen An
tidepressivum
behandelt wurde. Obwohl es in der
Gruppe, die Lithium
erhielt, in der
Zeit vor der Behandlung mehr Selbstmordversuche gegeben hatte,
haben die Patienten, die Lithium
einnahmen, während der Behandlung
keine Selbstmorde begangen oder
Versuche dazu unternommen. Die
Verfasser der Studie schlossen daraus, dass Lith
ium »möglicherweise
spezifische antisuizidale Wirkungen
hat, die seine prophylaktische
Wirksamkeit deutlich übersteigen
und die in Bezug auf suizidales
Verhalten der Wirkung von Carbamazepin und Antidepressiva über-
legen sind«.
cht, dass Lithium selbst jene
Patienten vor Selbstmord zu schüt
zen scheint, bei denen das Medika
235 –
ment keinen zufriedenstellenden
stimmungsausgleichenden Effekt
zeigt. In einer jüngeren Studie wurden
Patienten, die alle mindestens
einen Selbstmordversuch hinter sich
hatten, danach eingeteilt, wie sie
zur Prävention von schweren depressiven Phasen auf Lithium
reagierten: hervorragend, zweifelh
licher Rückfallquoten nahmen die
Selbstmordversuche in jeder
Gruppe signifikant ab. Bruno Müller-Oerlinghausen von der Freien
Universität Berlin fasst die Fo
rschungsergebnisse seiner Gruppe
folgendermaßen zusammen: »Die
Es mag durchaus sein, dass die zukünftige Forschung Beweise für
die antisuizidale Wirkung der krampfhemmenden Mittel erbringt.
Sicherlich sind sie für viele Pati
enten eine echte und wichtige Alter-
native zu Lithium. Doch angesichts der vielen Studien, die zeigen,
Die beste Behandlungsstrategie für
viele Patienten wird möglicher-
weise eine Kombination von Lithiu
m als Schutz gegen Selbstmord
und einem anderen Stimmungsstabilisierenden oder antipsycho-
tischen, antidepressiven oder angsthemmenden Mittel sein. Da die
Kosten von Lithium wesentlich niedriger sind als die von Valproat,
spielt auch der ökonomische Faktor
eine Rolle, obwohl die zusätz-
lichen Ausgaben für eines der neueren Antidepressiva, Antipsychotika
oder krampfhemmenden Mittel häufig
kosteneffizient und klinisch
angezeigt sind, weil sie von den Patienten eher akzeptiert werden und
damit sicherer und wirkungsvoller sind.
Antidepressiva tragen nicht so offensichtlich wie Lithium zur Sen
An Depressionen Erkrankte, die zum Zeitpunkt des Selbstmordes
Antidepressiva einnahmen (in Prozent)
Antidepressiva-Gebrauch zum Zeitpunkt des Selbstmordes
Senkung der Selbstmordrate bei, allerdings ste
llen sich viele prakti-
sche Probleme, wenn man den Ei
nfluss von Antidepressiva auf die
Selbstmordrate eindeutig nachweisen
will. (Ein Grund dafür ist ganz
zeugende Belege dafür, dass di
e neueren Antidepressiva – die
serotoninspezifischen Wiederaufn
ahmehemmer (oder SSRIs) – nicht
nur Depressionen lindern oder verhindern, sondern auch Wut und
aggressives oder impulsi
ves Verhalten dämpfen.
Diese Wirkung ist
im Hinblick auf Selbstmord von große
r Bedeutung. Einige epidemio-
logische und klinische Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Selbst-
morde und ernsthafte Selbstmordversuche bei Patienten, die Antide-
pressiva einnahmen, weniger häuf
ig sind, doch in welcher Größen
236 –
237 –
ordnung sich diese Tendenz bewegt, ist noch unklar.
jeder Untersuchung über Selbst-
mordtote nachgewiesen wurde, dass Depressionen zu selten diag-
nostiziert und Antidepressiva zu se
lten verschrieben werden. Und
selbst wenn diese Mittel verschrieb
en werden, dann in unzureichender
Dosis oder für zu kurze Zeit. Diese
eklatanten Mängel in der Behand-
lung von Depressionen sind in der Grafik auf der gegenüberliegenden
Seite dargestellt, die sieben amerikanische und europäische Studien
über toxikologische Untersuchunge
in denen der prozentuale Anteil von an Depressionen leidenden
Verschiedene zusätzliche Interpretationen sind möglich. Die frühen
Studien zeigen, dass damals mehr
Personen mit Depressionsleiden
zum Zeitpunkt ihres Selbstmordes An
Außerdem wissen wir, dass es
eine hohe Selbstmordrate bei
Patienten mit Bipolar-II-Störungen gi
der manischen
Depression mit ausgedehnten depressiven Perioden und kürzeren und
leichteren manischen Episoden.
Diese Patienten werden oft als
Opfer rein depressiver Beschwerden
fehldiagnostiziert,
teilweise weil
sie selbst die leichten
manischen Zustände nicht als pathologisch
für die Differenzialdiagnose nur
238 –
die für die Diagnose wichtig wären. Den Ärzten unterläuft dieser
Diagnosefehler auch deshalb, weil bei Depressionen häufiger klini-
wird als bei leichten Manien.
Bipolare manisch-depressive
Erkrankungen werden in großem
–, und das kann zu
einer Behandlung führen, die die Krankheit mit der Zeit verschlim-
mert. Werden nur Antidepressiva und nicht auch Stimmungsstabili-
satoren wie Lithium oder krampfhemme
nde Mittel verschrieben, kann
es zu einem beschleunigten Au
Genaue Diagnosen und die ange
messene Behandlung von Kindern
und Jugendlichen mit psychischen
Krankheiten sind ein weiteres
gravierendes Problem. Eine Umfra
ge bei Kinder- und Hausärzten
von 1999 kam zu dem Ergebnis, dass nur acht Prozent derjenigen, die
Kindern Antidepressiva verschrieben
, das Gefühl hatten, ihre Ausbil-
dung reiche für die Behandlung von Depressionen bei Kindern aus.
Viele Kinder, bei denen es frühzeitig zum Ausbruch eines manisch-
depressiven Leidens oder einer
bipolaren Störung kommt, werden
Hyperaktivität fest, weil sie ma
nisch-depressive Symptome bei
Kindern nicht erkennen oder weil si
e mit deplatzierter Sensibilität auf
den unterschwelligen Druck von Eltern und Lehrern reagieren, die
glauben, solche Störungen seien mit
Hyperaktivität,
barkeit und Gereiztheit zum Beispiel
– und die Differenzialdiagnose
terscheidungsmerkmale: Bei bipolaren
Kindern finden sich in den Fa
milien häufig weitere Fälle von
bipolaren Erkrankungen oder Depressionen, sie neigen stärker zu
Labilität in ihren Stimmungen,
zu Euphorie, Selbstüberschätzung,
übermäßiger Sexualität, geringerem
Schlafbedürfnis, ihre Gedanken
rasen, und sie zeigen häufiger suiz
idales Verhalten. Ihre soziale und
schulische Entwicklung vor der Krankheit ist tendenziell gut, und oft
führt die Krankheit zu einem plöt
zlichen scharfen Knick in ihren
Die korrekte Diagnose ist entscheidend,
239 –
Kindes mit bipolarer Störung (einer
Störung, die im Allgemeinen nach
stimmungsstabilisierenden Mitteln
wie Lithium oder Krampfhemmern
verlangt) noch verschlimmern können. Die Langzeiteffekte der gleich-
zeitigen Anwendung von Antidepressiva
oder Jugendlichen mit bipolaren Erkrankungen sind noch unklar, aber
jedenfalls problematisch.
Die Rolle, die Antidepressiva als Auslöser für suizidales Verhalten
spielen, ist umstritten und noch nicht geklärt.
Aus der Sicht der
Kliniken und der öffentlichen Gesundheitsvorsorge sind die Belege
tatsächlichen Selbstmorden nich
t erhöhen, im Allgemeinen über-
zeugend.
Doch gibt es sicher Menschen, die auf die Einnahme von
Antidepressiva mit Erregung, Rastlosi
gkeit und akuter Schlaflosigkeit
reagieren. Diese Reaktion ist keineswegs ungewöhnlich, aber
potenziell gefährlich, und alle
Patienten müssen vor der Anwendung
von Antidepressiva darauf hingewie
sen werden, dass diese Nebenwir-
kungen auftreten können und dass sie, wenn sie auftreten, dem Arzt
Nervosität, Schlaflosigkeit, Erregungs
zustände, Akathisie [unruhiges
Umherlaufen] und die Stimulation
des Zentralnervensystems als
Nebenerscheinungen genannt.)
Die neueren SSRIs sind zwar nicht wirksamer gegen Depressionen
als die älteren trizyklischen Antidepressiva, aber sie sind für die
Patienten verträglicher, weil es
sich mit ihren Nebenwirkungen
(Schlaflosigkeit, Erregung, Übelkeit
leben lässt als mit denen der trizyk
lischen Mittel (trockener Mund,
Blutdruckschwankungen, Verstopfung oder Schwindelgefühl).
Ihr größter klinischer Vorzug ist
jedoch ihre wesentlich geringere Toxizität, wodurch sie weniger
240 –
leicht durch eine bewusste Über
Tödliche Medikamentenüberdosen ha
ben zum Beispiel bei britischen
Frauen in den letzten zwei Jahrzehnten um ein Drittel abgenommen,
obwohl die Einnahme nicht tödlicher
Überdosen im gleichen Zeitraum
zugenommen hat.
Dies ist vor allem auf den inzwischen weiter
Es gibt bei Depressionen auch
twicklungsstadium können sich
241 –
Nach ihrer Entlassung aus der psychiatrischen
Klinik bekamen Patienten mit bipolarem Leiden zusätzlich zu ihrer
regulären Valproat- oder Lithiumdosis entweder Omega-3-Fettsäuren
oder Placebos. Nach vier Monaten waren 64 Prozent der Personen, die
Die Theorie ist
jedoch noch nicht bewiesen, da
noch keine weiteren Forschungs-
ergebnisse dieser Art vorliegen.
Aus dem gelb blühenden Johanniskraut
(Hypericum)
mildes bis mäßiges Antidepressi
vum gewonnen und gegenwärtig in
einer groß angelegten klinischen
Studie untersucht, die vom Duke
University Medical Center koordiniert wird. In Europa – und seit
kurzem auch in den USA – ist Joha
nniskraut als Antidepressivum weit
– Berichte, wonach das Kraut pl
ötzliche Stimmungsschwankungen,
(In seltenen Fällen sind
diese unerwünschten Reaktionen
auch im Zusammenhang mit einer
anderen ungeregelten Behandlungs
242 –
verschreibungspflichtige Mittel gegen potenziell tödliche medizini-
Die Antipsychotika, die bei der
Behandlung von Schizophrenie und
gelegentlich auch manisch-depr
essiven Erkrankungen zur Anwendung
kommen, teilen einige der problema
tischen, aber auch der vielver-
sprechenden Aspekte von Antidepressiva im Hinblick auf die
ß oder ohne klinische Aufsicht
eingenommen, können sie Akathisie
herbeiführen, einen extrem
unangenehmen Erregungszustand, der mit Muskelspannung und der
Unfähigkeit still zu sitzen einhergeht (häufig sagen Patienten über
diesen Zustand, sie f
ühlten sich, als ob sie »aus der Haut fahren«
Doch bei vorsichtiger und mäßiger Anwendung können
Antipsychotika – vor allem die in jüngerer Zeit entwickelten, die
weniger Nebenwirkungen aufweisen,
wie Clozapin, Risperidon und
Olanzapin – die Selbstmordrate bei psychotischen Patienten
verringern.
Mit Elektrokrampftherapie (EKT
), manchmal auch »Schock-
therapie« genannt, werden schwer
Obwohl es kaum Nachweise gibt,
dass sie einen langfristigen Einflu
führt sie bei schwer depressiven Pa
tienten oft zu tief greifenden und
Die EKT ist zwar die effizien
teste und schnellste Behandlung bei
243 –
narzisstischen Grübeleien von Psyc
hiatern, deren
politische Haltung
sich über ihre klinische Erfahrung
Medikamentöse und andere medizi
nische Behandlungsformen sind
– oft in bemerkenswertem Umfang – wirkungsvoll, wenn es um
Linderung oder Vorbeugung gegen de
n Schmerz und das Leiden geht,
welche die schweren psychischen Er
krankungen mit sich bringen, die
am engsten mit Selbstmord in Ve
rbindung stehen. Weniger klar ist –
außer bei Lithium und wahrscheinlich bei den Antidepressiva und
neueren Antipsychotika –, bis zu welchem Grad sie die Chancen
verringern, dass eine selbstmordgefä
r stirbt. Gerade der Erfolg der
Psychopharmakologie bei der Behandlung von ernsten psychischen
Krankheiten hat die Bedeutung de
r Psychotherapie für die Heilung
und die Lebenserhaltung des Patiente
n leider auf ein Minimum herab-
gesetzt. Die meisten Krankenversicherungen zum Beispiel zahlen
zwar für Arztvisiten – wenn auch oft nur für sehr kurze –, die der
244 –
wirkungsvoller ist als eine
und trotz
überzeugender Arbeiten von vielen Gruppen in den Vereinigten
Staaten und in Großbritannien, die zu
Krankheitsverlauf bei bipolaren und
schizophrenen Patienten sich
günstiger entwickelte, wenn die me
dikamentöse Therapie mit einer
Psychotherapie verknüpft wurde,
hält sich unter Psychiatern und
Forschern die hartnäckige Überzeugung, Medikamente reichten zur
Behandlung von ernsten psychischen Krankheiten aus.
Zum Teil ist es verständlich, wa
rum Patienten, die unter Depres-
sionen, manischen Depr
essionen, schweren Persönlichkeitsstörungen
oder Schizophrenie leiden, nicht offensiver zur Psychotherapie
ermutigt werden. Psychotherapie is
aufwendig, sowohl in der Ausbildung wie in der Anwendung, und
innerhalb des psychotherapeutischen Lagers gibt es tiefgreifende
Unstimmigkeiten darüber, welche Fo
von Patient oder Krankheit am besten
anschlägt, wie die klinische
nge die Psychotherapie dauern
müsste. Revierkämpfe und wirtsc
haftliche Konkurrenz zwischen
Psychiatern und klinischen Psychologen sind notorisch und oft
Es war immer zu einfach,
eine willkürliche Grenze zwischen psychologischen und biologischen
Faktoren von psychischen Krankheiten zu ziehen, und nirgends hat
sich diese Trennung zerstörerischer ausgewirkt als in der Bestimmung
der Ursachen und Behandlungsme
thoden von suizidal
Die Komplexität der psychischen Verfassung und der Hirnfunk-
tionen bei suizidalem Verhalten erfo
rdert zu dessen Behandlung eine
ebensolche Komplexität des klinischen Denkens und Handelns. Im
Allgemeinen kann eine Psychothera
pie allein, wenn die zu Grunde
liegende Psychopathologie oder die biologisch bedingte Anfälligkeit
nicht anderweitig behandelt wird, einen schwer suizidalen Menschen
nicht davon abhalten, sich umzubri
ngen. Die Fähigkeit, eine Psycho-
pathologie korrekt zu diagnostizie
ren und Patienten nötigenfalls zur
medikamentösen Behandlung an Kolle
gen weiterzuleiten, ist eine
unverzichtbare Grundlage guter klinis
wäre fahrlässig.
Die Polarisierung der Meinun
gen über die angemessene Be-
245 –
Psychiater Thomas Szasz kam,
einen vehementen Kritiker des
Begriffs Geisteskrankheit und
Gegner der Anwendung von »Zwangs-
maßnahmen« zur Verhütung von Selbst
mord. Szasz' philosophische
Warum räumen wir Psychiatern be
sondere Privilegien ein, bei
Selbstmordgefährdung zu interven
ieren? Weil, wie ich bemerkt
habe, aus psychiatrischer Sicht ei
ne Person, die mit Selbstmord
droht oder ihn verübt, irrational
oder geisteskrank ist, was dem
Psychiater erlaubt, Doktor zu
spielen und dadurch, ganz wie an-
noch empirisch eine Grundlage dafür, Selbstmord prinzipiell
anders als anderes Handeln zu be
Wer – wie ich (und Gott sei Dank auch mein Psychiater) – die Mei-
nung von Szasz nicht teilt und es nicht für das Gleiche hält, ob man
sich umbringen oder ob man Krabben
essen oder am Sabbath arbeiten
will, für den war es interessant
zu hören, dass Szasz sich 1994 einver-
standen erklärte, an die Witwe eines seiner Patienten, eines Arztes,
246 –
der an manisch-depressiven Zustä
nden gelitten und sich umgebracht
hatte, 650000 Dollar zu zahlen. Szasz wurde beschuldigt, seinem
Patienten im Juni 1990 geraten zu
haben, kein Lithium mehr zu
nehmen; im Dezember desselben Jahres erhängte sich der Arzt mit
Batteriekabeln, nachdem er sich mit einem Hammer am Schädel
Szasz wurde
vorgeworfen, »eine psychiatrisch-medizinische Pflege und Behand-
lung in Übereinstimmung mit den gebräuchlichen und anerkannten
Standards der medizini
schen Versorgung« versäumt, »nicht korrekt
diagnostiziert und behandelt«, »n
icht die korrekte Therapie zur
Behandlung einer manisc
h-depressiven Erkrankung angewandt« und
»keine angemessenen und korrekten ärzt
lichen Unterlagen geführt« zu
haben. Szasz' Anwalt hielt dem entg
egen, der Patient habe auf eigenen
Entschluss hin aufgehört, Lithiu
fahrlässig gehandelt zu haben, aber
das Gericht entschied auf eine
Zahlung von 650000 Dollar an die Witwe. Obwohl er dem psychiatri-
schen Establishment mit großem Widerwillen begegnet, war Szasz
Mitglied der American Psychiatrie
Association, deren Versicherung
die Zahlung übernahm.
Philosophische Ansichten über die
Ursachen von Selbstmord sind
notwendig und wichtig, man kann und sollte sie mit Leidenschaft
das heißt klare Mitteilungen über die Behandlung, die zu erwartende
Behandlungsdauer, die Probleme
des Heilungsprozesses und die
247 –
Morag Coate, eine englische Schriftstellerin, die an einer schwer-
wiegenden Psychose litt, beschrieb
die Rolle ihres Arztes bei der
Weil sich die Ärzte um mich kümmerten und weil einer von ihnen
noch an mich glaubte, als ich an ga
überlebt und bin in der Lage, meine Geschichte zu erzählen. Es
sind nicht nur die Ärzte, die in Notfallsituationen gefährliche
Operationen durchführen oder le
Die meisten Studien, die sich m
it Psychotherapie oder mit einer
Kombination von Psychotherapie und
medikamentöser Behandlung
befassen, richten ihr
Hauptaugenmerk auf die Behandlung psychischer
Krankheiten, und nur wenige habe
n sich speziell mit der Frage
Veränderungen im suizidalen Denken und
Handeln genau feststelle
n lassen. Marsha Lineha
n, Psychologin an der
University of Washington, hat vor kurzem zwanzig kontrollierte
klinische Studien geprüft, in de
nen verschiedene Formen von Psycho-
therapie bei Patienten mit h
ohem Selbstmordri
Die meisten Untersuchungen beschäftigten sich mit
Patienten, die mindestens einen Selbst
mordversuch hinter sich hatten.
Die psychotherapeutischen Interventionen, die am erfolgreichsten
schienen, besonders bei Patienten mit Borderline-Persönlichkeits-
störungen, konzentrierten sich auf die Veränderung spezifisch
n. Vor allem Therapien, die auf
das Erkennen und Verändern von sc
hlecht angepasstem Verhalten und
Denken zielen, sind offenbar geeign
et, das Risiko, dass sich die
248 –
nen Untersuchungen wurde besonde-
rer Wert darauf gelegt, dass die Patienten lernen, mit zwischen-
menschlichen Konflikten besser umz
ugehen, die bei vielen einem
Selbstmordversuch vorausgegangen waren.
Es ist noch unklar, ob
diese Therapien tatsächlich Selbst
mord oder nur Selbstmordversuche
verhindern.
Psychotherapie kann nicht nur ä
darum geht, Patienten durch furcht
bare Phasen psychischen Leidens
zu bringen und sie zu ermunter
n, mit Selbstmordimpulsen besser
umgehen zu lernen; sie ist auch dabei wichtig, die Patienten dazu zu
bewegen, die Behandlung aktiv mitz
utragen, was oft gar nicht so
einfach ist. Der Wide
rstand gegen die vorschriftsmäßige Einnahme
von Medikamenten oder die Einhaltung von psychotherapeutischen
oder ärztlichen Terminen ist ei
Viele Patienten lösen schon ihr erstes Rezept nicht ein, weil sie
keine Medikamente nehmen wollen
oder weil sie sich diese nicht
leisten können; viele hören nach
wenigen Tagen, Wochen oder
Monaten auf, ihre Medikamente
zu nehmen: Weil sie unangenehme
oder schwächende Nebenwirkungen fe
ststellen, weil
sie sich gut
fühlen und keine Notwendigkeit mehr
sehen, die Behandlung fortzu-
– manchmal mit katastrophalen Folgen, besonders bei Mitteln
wie Lithium, die sich schnell abbauen.
Die meisten Patienten, die unte
r einer chronischen Krankheit
leiden, nehmen ihre Medikamente
nicht besonders re
gelmäßig. (Zum
Vergleich: Bei Epilepsie, chronischen Lungenerkrankungen, erhöhtem
Blutdruck und Glaukomen werden
die Verordnungen zu 50 bis 75
Prozent befolgt.
) Bei Patienten, die Antidepressiva nehmen, liegt
(Die einzige direkte, auf ein
Jahr angelegte Vergle
ichsstudie über die Einhaltung der ärztlichen
Verordnungen von Lithium und de
m krampfhemmenden Wirkstoff
Valproat kam auf Raten von 59 beziehungsweise 48 Prozent.)
Patienten, die einen Selbstmordversuch unternommen haben und vom
249 –
Personal der Notaufnahme oder Pfle
gern, Ärzten und Sozialarbeitern
zur Nachsorge in psychiatrische Kliniken bestellt werden, halten noch
weniger ihre Termine ein.
Psychotherapie kann die Regelmä
ßigkeit der Medikamentenein-
nahme bei psychischen Erkrankungen
und die Einhaltung von Nach-
Patienten und ihren Familien, ab
er auch Notaufnahmeärzten und
Pflegern zu helfen, sich klar zu machen, wie schwer wiegend ein
wendig es ist, die Behandlung
fortzusetzen. Andere Programme fördern eine Nachsorge durch
Es kann für Patienten und ihre
Familien von Nutzen sein, sich selbst nach Büchern, Vorträgen und
Selbsthilfegruppen zu erkundigen, die über Selbstmordprävention,
depressive und psychotische Leiden sowie Alkohol- und Drogen-
n ihren Arzt über dessen Diagnose
befragen, über Behandlung und
Prognose, und wenn sie sich über
mangelnde Zusammenarbeit oder di
e Entwicklung ihres klinischen
lten sie noch andere Meinungen
Zu den Medikamenten sollte man sich, wenn möglich, schriftliche
Informationen über die Präpar
ate und ihre Nebenwirkungen geben
lassen und sich erkundigen, welche
dieser Nebenwirkungen dem Arzt
250 –
Ist eine Person akut oder potenzie
ll selbstmordgefährdet, sollten
Schusswaffen, Rasierklingen, Al
kohol, Messer, alte Medikamenten-
fläschchen und Gifte aus dem Haushalt entfernt werden. Medika-
Patienten und ihre Angehörigen könne
Vor mehr als vierzig Jahren schr
ieb Sylvia Plath in ihrem Tage-
buch: »(...) und wenn unser Lebe
n auseinander bricht, und der
richt, ist dann nicht
bracht, ein Schritt zur Seite, um gesund zu werden?«
haben allerdings nur wenige die Zeit
oder die finanziellen Mittel, sich
so behandeln zu lassen, wie sie es müssten, um gesund zu werden.
Medikamente brauchen eine oft schmerzhaft lange Zeit, bis sie
anschlagen, und die Rekonvaleszenz ist von Höhen und Tiefen
geprägt und nie leicht. Ein Rücksc
verheerend, wenn nicht tödlich sein. Die Frustrationen und Hürden in
251 –
dieser Zeit sind vorhersehbar, und wenn der Arzt darüber keinen
Zweifel lässt, kann er sie erleichtern.
Fast unvermeidlich werden auch Familienmitglieder und Freunde
in die qualvolle Atmosphäre eines
zogen. Auch sie können dann am besten
helfen – und gleichzeitig sich
selbst –, wenn sie genau über die k
linische Situation, über die Krank-
Bescheid wissen, wenn sie
sich nach realistischen Heil
ungsprognosen und ihrem zeitlichen
Rahmen erkundigen und wenn sie Informationen und Unterstützung
suchen. Ist ein Familienmitglied
oder ein Freund akut selb
Die amerikanische National Depressive and Manic-Depressive
Association, eine landesweite
Freunden von Selbstmordgefährdeten folgende Empfehlungen
Nehmen Sie Ihren Freund / Ihre Freundin oder Ihren Familien-
angehörigen ernst.
Bleiben Sie ruhig, aber tun Sie nicht zu wenig.
Beziehen Sie andere Leute mit ein. Versuchen Sie nicht, die
Krise allein zu bewältigen, gefährden Sie nicht Ihre eigene
Gesundheit oder Sicherheit. Wenden Sie sich, wenn nötig, an
den Notruf.
Setzen Sie sich mit dem Psychiater, dem Therapeuten, der Kri-

Hören Sie aufmerksam zu. Halten Sie Augenkontakt. Benutzen
Sie Körpersprache, nähern Sie sich zum Beispiel der Person
oder halten Sie ihre Hand, we
nn es angebracht erscheint.
252 –
Stellen Sie direkte Fragen. Finden Sie heraus, ob Ihr Freund /
Zeigen Sie, dass Sie die Gefühl
e der Person anerkennen. Seien
Sie einfühlsam und urteilen Sie ni
cht. Nehmen Sie der Person
nicht die Verantwortung

Versprechen Sie keine Verschwiegenheit. Vielleicht müssen
Sie zum Schutz der geliebten Person mit deren Arzt sprechen.
die das Leben der geliebten
Person gefährden könnten.
Lassen Sie die Person möglichst nicht allein, bis Sie sicher sind,
Oft ist es hilfreich, zu einem
Zeitpunkt, da es einer selbstmord-
253 –
Handlungsanweisungen) – die so heißen, weil sie auf die Bitte des
des Schiffes gebunden zu werden,
damit er dem unwiderstehlichen Ruf der Sirenen nicht erliegt – kann
der Patient im Voraus sein Ei
nverständnis zu bestimmten Behand-
In Familien, in denen es eine
Familiengeschichte von Geistes-
krankheiten oder Selbstmorden gibt, können Eltern ihren mög-
Ich bin oft erstaunt, dass viele E
ltern zwar die sozialen und sport-
lichen Einrichtungen eines Colleges in Augenschein nehmen, die
Bibliotheken und die Studentenunterkünfte besuchen und sich danach
erkundigen, wie erfolgreich das Colle
ge darin ist, seine Absolventen
an weiterführenden Hochschulen für Jura oder Medizin oder in
Doktorandenprogrammen unterzubringen, sich aber nicht darum
kümmern, wie es um die Qualität und Zugänglichkeit der studenti-
schen Gesundheitseinrichtungen beste
llt ist. Soziale und psychiatri-
sche Beratung und Einrichtungen sind
an den verschiedenen Colleges
von ganz unterschiedlicher Qualität, und es ist nützlich, herauszu-
finden, wie gut diese Einrichtun
die an einer psychischen Krankheit
leiden. Außerdem empfiehlt es
sich, sich von der psychiatrischen Abteilung der nächsten Lehrklinik
oder medizinischen Hochschule eine
Liste von Klinikärzten geben zu
254 –
zu besorgen. Die gleichen Eltern, die sicherstellen, dass ihre Kinder
über AIDS, Geschlechtskrankheiten
und Drogenmissbrauch Bescheid
mit ihnen über die Symptome von
Depressionen, obwohl es sich da
bei um eine häufige, potenziell
tödliche und gut zu behandelnde Krankheit handelt. Zudem ist in
dieser dafür anfälligen Alterskla
sse Selbstmord nach Unfällen die
zweithäufigste Todesursache.
Glücklicherweise haben Studenten begonnen, ihre Kommilitonen
über psychische Krankheiten selbst
zu informieren. (In Universitäts-
am das Bewusstsein von der
unter Studenten und Graduierten
zu; aufgeschreckt durch die allzu hä
ufigen Selbstmorde junger Leute,
ergreifen sie zunehmend die Initiati
ve.) Ich hatte das Vergnügen und
das Privileg, mit Hunderten von Studenten im ganzen Land
zusammenzutreffen, die oft schon se
it Jahren mit schweren Depres-
sionen, manisch-depr
essiven Leiden oder Alkoholismus kämpfen.
Eine erschreckend große Zahl von
versuchen fast gestorben. Selten
haben ihre Eltern oder ihre
Professoren auch nur die geringst
e Vorstellung vom Ausmaß ihres
Leidens oder davon, was es ihnen
abverlangt, einfach nur zu den
Seminaren zu erscheinen, Prüfungen zu absolvieren oder Arbeiten zu
schreiben.
Vor kurzem bin ich mit einer Gruppe von Studenten der Harvard
Ich habe eine psychische Störung.
Ich erinnere mich, wie ich, als
ich in meinem ersten Studienjahr krank wurde,
The Unofficial
Guide to Life at Harvard
und andere Veröffentlichungen durch-
blätterte und verzweifelt nach einer Gruppe für Menschen meines
255 –
Alters suchte, die sich mit de
m Thema Geisteskrankheit ausein-
Sieh dir deine Mitstudenten eine
s Tages mal genau an. Du wirst
feststellen, dass ich kein auße
rgewöhnlicher Fall bin. Wir, die
psychisch Kranken, leben oft im
Verborgenen, aber das kann
genauso gut in einem Obdachlosenhe
im sein wie in Harvard. Hilf
uns, unsere Last leichter zu tragen, indem du dich und deine
Freunde darüber informierst, wi
256 –
Wir als Gesellschaft

Wir als Gesellschaft reden nicht gern über Selbstmord.
AVID
ATCHER
MED
.D.,
Stellv. Gesundheitsminister der Vereinigten Staaten
Mehr als dreitausend Menschen waren im Mai 1993 zur Beerdi-
gung von John Wilson gekommen, und Tausende von Menschen
säumten die Straßen Wash
ingtons, als sein Sarg vorbeifuhr. Wilsons
Tod traf die Hauptstadt, wo er mit seiner lebhaften Intelligenz als
ton lebte und hoffte, dass er eines
Tages zum Bürgermeister gewählt
257 –
mindestens vier Mal versucht, sich
das Leben zu nehmen – er hatte
Ein konstantes Merkmal, so sagen
seine Freunde, war eine graue
sung gab, die ihn langsam über-
schwemmte und die Oberhand gewa
nn. »John wurde schließlich
Nur einmal sprach Wilson in
der Öffentlichkeit von der Qual,
welche die Depression verursachte. Am 7. Mai [weniger als zwei
258 –
mit ihrem Leben spielten. »Ich gl
aube, es sterben mehr Leute an
Depressionen als an AIDS, an He
rzleiden, an zu hohem Blutdruck
Wilson wurde immer sonderbarer
und zunehmend verdrießlich bei
seinen öffentlichen Auftritten, aber die meisten Leute schrieben
sein Verhalten seiner habituellen Launenhaftigkeit zu. Wilson
moderierte eine Fernsehshow fü
r einen Kabelsender in D.C., und
Auf einer Sitzung am 12. Mai im Ca
pitol, auf der der Haushalt des
Am Tag vor seinem Selbstmord führte Wilson den Vorsitz bei einer
Anhörung der Stadtverwaltung, an der
sehr viele Leute teilnahmen. Er
war abwechselnd völlig klar und dann wieder absolut fahrig. Plötzlich
bekam er, vor laufenden Fernse
hkameras und einem Raum voller
erte aus der Versammlung. Dann
259 –
fuhren sein Chauffeur und seine Frau
im Keller erhängt.
Was hätte die Gesellschaft unter
nehmen können, damit es akzep-
tabel geworden wäre, sich in eine
Klinik zu begeben ? Was hätte sie
tun können, damit es unnötig und unvor
stellbar gewesen wäre, statt-
dessen ein Seil über ein Heizungsrohr zu werfen ?
Ärzte, die am besten in der Lage sein sollten, den Menschen zu
helfen, zeichnen sich nicht unbedingt durch die Fähigkeit aus, sich
helfen. Die Selbstmordrate unter
Ärzten ist doppelt so hoch wie bei anderen.
Besonders anfällig sind
Psychiater und Anästhesisten, noch gefährdeter Ärztinnen.
Frauen aus
dieser Gruppe nehmen sich drei bis
fünf Mal so häufig das Leben, wie
es im Durchschnitt der Bevölkerung der Fall ist.
(Psychologinnen und
Chemikerinnen haben ähnlich hohe
Selbstmordraten, Lehrerinnen
) Auch Männer in diesen Berufen zeigen keine höhere
ht handelt es sich hi
Auswahl von sehr energischen,
unbeständigen und oft stimmungs-
gestörten Frauen, die sich erfolgre
ich in Bereiche begeben, die von
n sie sich gegen eine starke
Konkurrenz behaupten müssen. Auße
rdem sind Frauen wahrschein-
lich stärkeren Belastungen ausges
260 –
In medizinischen und naturwisse
außerdem Vertrautheit mit und Zuga
Meistens stehen Ärzte im Kampf mit ihrem Leiden allein. Viele
bitten ungern um Hilfe oder geben nicht zu, dass sie Hilfe brauchen:
und
Schlafmangel – eine Ursache für
Erschöpfung und mangelnde Urteils-
fähigkeit sowie ein möglicher Ausl
öser für psychische Krankheiten
Ärzte müssen ihre eigenen Probleme und die ihrer Kollegen er-
kennen und sich mit ihnen befassen,
zusätzlich zu denen der Patienten,
die sie behandeln. Sie müssen sich
mit tief verankerten Haltungen und
Vorurteilen über psychische Kra
nkheiten und Selbstmord auseinan-
261 –
möglich, aber selten die echte Tr
auer, wie sie sich bei einem unge-
wollten Lebensende einstellt.«
Und doch hat fast ein Drittel der Menschen, die sich umbringen, in
der Woche und über die Hälfte innerh
Die meisten sagen nicht, dass sie
andere halten an der
irrtümlichen Ansicht fest, dass sie
zum Selbstmord ermutigen, wenn
sie ihre Patienten danach fragen. Es
spricht jedoch vieles dafür, dass
tmordrate hätte, wenn Ärzte zur
Diagnose und Behandlung von Depr
Anfang der achtziger Jahre führte
der Schwedische Ausschuss für
Prävention und Behandlung von Depressionen auf der schwedischen
Insel Gotland ein Weiterbildungsprogr
amm für alle Allgemeinärzte
Die Ärzte besuchten Kompaktkurse über Ursachen, Klassifi-
kation und Behandlung von Depre
ssionskrankheiten; außerdem
wurden sie in spezielleren klinischen Bereichen wie der Diagnose und
Behandlung von Kindern, Jugendlic
hen und alten Menschen unter-
richtet. Folgestudien zeigten, dass die Ärzte, die an dem intensiven
waren, bei ihren Patienten Depressionen zu identifizieren; sie gingen
mit ihren Behandlungsverordnungen
genauer und sachgerechter vor.
Auf der Insel ging die Suizidrate stärker zurück als in Schweden
insgesamt, und insbesondere der An
teil von Selbstmorden, die sich
auf depressive Leiden zurückführen ließen. Zwar stellten einige
ktem Kontakt mit stark selbst-
262 –
Notaufnahmen zum Beispiel beha
ndelt Patienten, die Selbstmord-
versuche begangen haben und bei de
sich umbringen. Die American F
oundation for Suicide Prevention hat
ein Plakat entworfen, das in alle
hängt werden soll und in dem für Nichtfachleute wie für Psychiater
die klinischen Hauptwarnzeichen
maßnahmen dargestellt werden, die Är
zte ergreifen sollten, damit es
nicht dazu kommt. Wenn man diese
Ärzte und Patienten erreicht, dann
sind möglicherweise einige oder
sogar viele Leben zu retten.
Eine Flächen deckende Untersuc
hung von Patienten bei praktischen
Ärzten hat sich dagegen als nich
sie werden weder von den Centers for Disease Control and Prevention
in den Vereinigten Staaten noch
von der Canadian Task Force
Es kann
allerdings sein, dass in Zukunft routinemäßig und computergestützt
Befragungen durchgeführt werden, die die begrenzte Zeit von
praktischen Ärzten nicht übermäß
Untersuchungen zeigen, genauere
Auskünfte über Selbstmord-
vorstellungen und Alkoholgenuss er
bringen als Befragungen durch
Kliniker.
Die Identifizierung und Behandlung von Menschen, die in hohem
Oktober jedes Jahres liegen in Klin
iken, Krankenhäusern, öffentlichen
Büchereien, Unternehmen und Einkaufszentren in ganz Amerika
Formulare aus, die zur Erfassung
füllt werden können. Wenn jemand um eine Überweisung zur Behand-
263 –
264 –
er der man sich melden konnte,
veröffentlicht wurde, gingen innerhalb der
folgenden zwei Wochen mehr als
100000 Anrufe ein. Nur eine kleine
Minderheit der Anrufer befand sich in Behandlung.
In Zukunft wird es sehr wahrschein
lich biologische Tests zur Fest-
Ob sie spezifische geneti-
sche Marker ausfindig machen, di
e Serotoninfunktion messen oder die
Muster neuronaler Entladung im Gehirn sichtbar machen, um so
ränderungen festzustellen, die
mit einem erhöhten Selbstmord
risiko einhergehen können – auch
solche Tests werden im günstigsten
Fall nur eine bedingte Prognose
Derzeit wissen wir, dass bei bestimmten Personengruppen eine
erhöhte Selbstmordgefahr besteht: be
i Menschen, die bereits Selbst-
mordversuche unternommen haben; die an Depressionen, manisch-
enie oder Persönlich-
keitsstörungen leiden; die gerade
aus psychiatrischen Kliniken
entlassen worden sind; bei jung
en Männern in Gefängnissen und
Strafvollzugsanstalten, besonders wenn sie psychisch krank sind,
wenn sie isoliert oder in überfüll
unter Polizeibeamten;
Spielern;
Arbeitslosen; homosexuellen und
bisexuellen Männern (bei denen da
s Risiko von Selbst
Indianern;
Jugendlichen in Alaska;
und zunehmend bei jungen
männlichen Schwarzen.
Schulen, Stadtverwaltungen und nationale Regierungen haben auf
265 –
verschiedene Art und Weise versucht, sich mit dem Problem der
Selbstmordprävention bei diesen be
Einige Projektleiter
berichten von genaueren Kenntni
ssen der Kinder über die Selbst-
mordproblematik, andere sogar von
einem Rückgang des suizidalen
Von den Regierungen Au
straliens, Kanadas und der
Vereinigten Staaten in Auftrag gege
bene Studien jedoch stellen die
Auch in Kanada legten es die Befunde
nicht nahe, »ein in den Stundenplan eingebautes Programm zur
Selbstmordprävention für Jugendliche zu befürworten«,
zusammenfassende amerikanische Studie fand »keine Rechtfertigung«
dafür, solche Unterrichtseinheiten
zum Teil des Pflichtstundenplans zu
machen.
Warum diese entmutigenden Ergebni
sse? Liegt das Problem an den
en oder am Unterricht für diese
Altersgruppe überhaupt? Identifizierbare Probleme mit den
bestehenden Unterrichtseinheiten sowie verschiedene Erfolgsbeispiele
lassen vermuten, dass das Potenzia
l für Interventionsprogramme im
schulischen Rahmen bislang nicht ausgeschöpft worden ist.
Eine umfangreiche und vernic
htende Untersuchung der Schul-
programme, die vor einigen Jahren in
The American Psychologist
veröffentlicht wurde, konzentriert
e sich auf einige Kritikpunkte:
Viele in den Lehrplan integriert
e Unterrichtseinheiten beruhen
nicht auf dem neuesten Wissensstand über Selbstmordrisikofak-
toren bei Jugendlichen. Sie unt
erbewerten oder leugnen die Tat-
sache, dass die meisten Jugendliche
einer psychischen Krankheit le
iden. Bei dem Versuch, dem
266 –
Selbstmord auf diese Weise sein Stigma zu nehmen, leisten sie
vielleicht sogar einer Normalisie
rung dieses Verhaltens Vorschub
und bauen möglicherweise schützende Tabus ab. (...) In den
Programmen zur Selbstmordprävention wird die Häufigkeit von
Selbstmorden bei Jugendlichen ma
nchmal übertrieben, denn es ist
ein Ziel dieser Einheiten, di
e Aufmerksamkeit und das Problem-
bewusstsein zu erhöhen. (...) Die Gefahr der Übertreibung besteht
darin, dass Schüler den Suizid fü
Andere Forscher und Fachärzte haben ebenfalls an den Schulpro-
grammen kritisiert, dass die Zielgruppe (nämlich alle Schüler und
267 –
Forscher fest, dass »Schüler, die
angaben, schon einen Selbstmord
versucht zu haben (ungefähr elf
Prozent der Befragten) grundsätzlich
negativ auf die Lehrplaninhalte zu
r Selbstmordprävention reagierten.
Die Mehrheit fand die Unterrichtseinhe
it kaum interessant oder hilf-
reich und fühlte sich eher beunruhigt. (...) Vergleicht man Jugend-
liche, die zwar einen Selbstmordvers
uch hinter sich, aber an keinem
Schulprogramm teilgenommen hatten,
mit denen, die nach ihrem
Versuch auch eine solche Unterrich
tseinheit absolviert hatten, dann
auch nicht, dass ein Fachmann fü
r psychische Krankheiten ihnen
helfen könnte; sie sahen im Selbstmord eine vernünftige Lösung für
Probleme.«
Bei aller Entmutigung weisen diese Befunde aber auch auf
Schwierigkeiten hin, die zu lösen
sind. Natürlich mu
ss das Mediziner-
David Shaffer und seine Kollegen von der New Yorker Columbia
University haben ein viel versprechendes Programm entwickelt, um
unter High-School-Schülern system
atisch nach Warnzeichen für
Selbstmord zu suchen.
(Dabei werden keine Vorträge über Selbst-
mord gehalten, und weder Lehrern
noch Schülern wird die Verantwor-
268 –
Mit diesem Programm ist es gel
ungen, Schüler mit hohem Selbst-
mordrisiko zu identifizieren und einer Behandlung zuzuführen. (Von
den Schülern, die während des
Erhebungsprozesses als typisch
depressiv erkannt wurden, war nur ein Drittel in Behandlung; von
denen, die bereits einen
Selbstmordversuch hinter
sich hatten, nur die
Hälfte.) Das Erhebungssystem wird
Von Stadtverwaltungen organisier
ns in England und der Suicide
Prevention Centers in den USA haben keine nachweisbare Auswir-
kung auf die Selbstmordrate gezeigt.
Eine ältere Studie hatte den
Eindruck erweckt, als sei die Selbstmordrate in Städten, die Suicide
Prevention Centers unterhielten,
gesunken, aber buchstäblich jede
Studie seither konnte nur geringe
oder gar keine Auswirkungen fest-
stellen.
Dies widerspricht zwar dem,
was man intuitiv vermuten
würde, kommt aber auch nicht völlig überraschend: Suicide
Prevention Centers und Krisen-Hotlines mögen zwar für viele
Menschen eine große Hilfe sein,
Selbstmordprävention ist nicht nur
ein klinisches Problem. Die
Gesellschaft muss sich mit der ansteckenden Wirkung von Selbst-
mord, vor allem unter jungen Menschen, beschäftigen und dafür
sorgen, dass eine einzelne Tragödie nicht zum Tod weiterer Menschen
Selbstmord oder die Tendenz zum
269 –
Die Epidemie
ebbte rasch ab. Jahrhunderte später
Der Grenadier Groblin hat aus enttäuschter Liebe Selbstmord
begangen. In anderer Hinsicht war er ein ehrenwerter Mann. Dies
ist innerhalb eines Monats das zw
eite Vorkommnis dieser Art in
diesem Corps. Der Erste Konsul weist hiermit an, im Tagesbefehl
der Garde zu vermerken, dass ein Soldat zu wissen hat, wie er den
Kummer und die Melancholie, die seine Leidenschaften verur-
sachen, überwinden kann; dass ebenso viel wahrer Mut dazu
gehört, Gemütsleiden zu ertragen, wie angesichts des Feuers einer
Geschützbatterie ungerührt zu blei
ben. Sich ohne Widerstand dem
Gram zu überlassen und sich zu töten, um ihm zu entrinnen, ist,
als würde man das Schlachtfeld ve
man geschlagen
Die Order hatte Erfolg – danach wurden für lange Zeit keine
Selbstmorde haben tatsächlich
eine Tendenz, zur Nachahmung
anzuregen, vor allem wenn der Tod viel Medienaufmerksamkeit
erfährt oder romantisiert wird.
Im September 1774 veröffentlichte
270 –
gestorben waren, wurden in blauen Gehröcken und gelben Westen und
Ansteckende Wirkung hat ein Selb
stmord nicht nur auf Familien-
angehörige, sondern auch auf entferntere Bekannte oder Fremde.
Olive Anderson beschreibt dies in ihrem Buch
Suicide in Victorian
and Edwardian England:
Es gibt viele Beispiele dafür, wie eine bestimmte Selbstmord-
gefährliche Faszination aus.
Sie ereigneten sich in psychiatri-
schen Krankenhäusern und Kliniken
, im Alltag der nordamerika-
271 –
wellen in Eskimo-Dörfern in Alaska
, in kanadischen Indianer-Reser-
vaten, in Japan, in England und in
praktisch jedem Land, in dem diese
Todesart registriert wird. Selbstmo
rdhäufungen sind in erster Linie –
aber keineswegs ausschließlich –
ein Phänomen unter Jugendlichen.
Die Mechanismen, die dabei eine Ro
lle spielen, sind vielfältig und
umstritten. Nachahmung spielt natürlich eine wichtige Rolle, aber
vermutlich führt ein Selbstmordfall nur bei einer ohnehin dafür
empfänglichen Person dazu, di
e Hemmung gegenüber suizidalem
Verhalten abzubauen oder dieses s
ogar auszulösen. (So wurde in einer
rdhäufungen in Texas – im einen
Fall begingen acht Jugendliche au
s demselben Schulbezirk innerhalb
eines Zeitraums von 15 Monaten Selb
stmord, im anderen brachten
sich sechs Jugendliche innerhalb
von zwei bis drei Monaten um –
festgestellt, dass diejenigen, die
sich umbrachten, häufiger schon
einmal einen Selbstmordversuch ge
macht, mit Selbstmord gedroht
oder durch selbstzerstörerische Ha
ndlungen aufgefallen waren als die
Mitglieder einer Kontrollgruppe.
) Unlogische Annahmen spielen
ebenfalls eine Rolle: Jugendliche stellen sich oft vor, dass sie durch
ihren Tod die Beachtung oder die späte Rache finden, die ihnen im
Leben verwehrt blieb, oder dass
Selbstmord dadurch annehmbarer
rfolgreichen Menschen begangen
für einen Selbstmord führe zu einem Anstieg suizidalen Verhaltens,
aber auch diese Auffassung ist umstritten.
Sicher scheint zu sein,
dass Jugendliche am leichtesten zu
beeinflussen sind und dass der Stil
der Berichterstattung – in der Pre
sse, im Radio, im Fernsehen oder
Film – dabei eine, allerdings ni
cht eindeutig bestimmbare, Wirkung
ausübt. In Österreich wurde die Sensationsberichterstattung über
Selbstmordepidemien nach Bera
Auch deutsche Medien gehen inzwischen stärker auf das
Verhältnis zwischen Selbstmord und psychischen Störungen ein.
for Disease Control and Pre-
vention einen Empfehlungskatalog
für die Medien, um die Gefahr
272 –
von Nachahmungstaten einzuschränken.
Diese Richtlinien räumen
zwar ein, dass »ein Selbstmord
oft Nachrichtenwert hat und darum
Vereinfachende Erklärungen.
Selbstmord ist nie auf einen ein-
zelnen Faktor oder ein singuläres Ereignis zurückzuführen, son-
dern er ist das Ergebnis des ko
mplexen Zusammenspiels vieler
Faktoren, und gewöhnlich ist eine ganze Reihe schon länger be-
stehender psychosozialer Problem
Wiederholte oder übermäßig aus
führliche Berichterstattung.
Eine solche, vielleicht an prom
inenter Stelle vorgenommene Be-
richterstattung über einen Selb
stmord kann dazu führen, dass
keit mit dem Thema Selbstmord wird durch die Berichterstat-
tung der Medien über entsprechende
Ereignisse verstärkt. Diese
273 –
Reaktion kann zu Ansteckung und zur Häufung von Selbst-
Berichte über Methoden.
Die Beschreibung technischer Einzel-
heiten eines Selbstmordes ist zu unterlassen. Wird zum Beispiel
Selbstmord als Mittel, um be
stimmte Ziele zu erreichen.
Glorifizierung von Selbstmord oder Selbstmordtoten.
einer Ansteckungswelle beizu-
tragen, wenn die Berichte über Trauerkundgebungen in der Stadt

274 –
Berichten die positiven Aspekte eines Selbstmordopfers beson-
Mit Richtlinien dieser Art und du
rch andere Maßnahmen haben die
Centers for Disease Control and Prevention gezeigt, welche Vorteile
es hat, wenn die Gesundheitsbehö
rden die Initiative ergreifen.
Die Gesellschaft hat noch andere Möglichkeiten, Selbstmorde zu
verhüten: Vor allem müsste der Zuga
ng zu Tatwerkzeugen beschränkt
werden. Viele Sicherheitsvorkehrunge
n, die wir heute einzuführen
versuchen, sind früher bereits
Bereits Ende des achtzehnten
Jahrhunderts kontrollierten englis
che Polizisten routinemäßig
Londoner Parks und Brücken, um Selb
stmordversuche zu vereiteln,
Auch im zwanzigsten Jahrhundert is
t vieles versucht worden: Der
ädtischem Gas wurde drastisch reduziert,
Katalysatoren wurden eingeführt,
die Verschreibung von Barbituraten
275 –
und anderen potenziell tödlichen
Arzneimitteln wurde bedeutend
eingeschränkt, die Forschung entwickelte Antidepressiva von
geringerer Toxizität. Dadurch ände
rten sich zwar die Selbstmord-
Darauf gibt es keine klare Antwort. Sicher-
lich haben die Entgiftung des st
ädtischen Gases und der stärker
kontrollierte Zugang zu tödlichen Arzneimitteln in einigen Ländern
zur Senkung der Selbstmordrate beig
Wenn man die Auswirkungen von Alkohol auf
Depressionen und impulsive
s Verhalten in Betracht zieht, wäre es
nicht überraschend, wenn die Abnahme
der Selbstmordrate nicht auch
der Einschränkung des Alkoholmissbra
uchs zu verdanken wäre. Im
gleichen Zeitraum fanden jedoch auch außerordentliche gesellschaft-
liche Veränderungen in der ehem
aligen UdSSR statt – Veränderun-
gen, die dazu führten, dass in anderen Bevölkerungsteilen die
Sterblichkeitsrate
Die Auswirkungen von komplexen sozialen
Einflüssen auf den Gesundheitszust
and der Bevölkerung lassen sich
nur schwer bestimmen.
zu Schusswaffen (und zu Al-
kohol) tobt ein heftiger Streit. In de
n Vereinigten Staaten schlagen die
Leidenschaften jedes Mal hohe Welle
n, wenn solche Vorschläge ins
Gespräch gebracht werden. 1996 wurden 60 Prozent der Selbstmorde
in den USA mit Schusswaffen bega
ngen – diese Zahl übertraf sogar
die der Morde, die mit Sc
husswaffen verübt wurden.
suchungen erbrachten den Nachwe
Menschen das Selbstmordrisiko z
Impulsives Verhalten in Verbindung mit leicht
zugänglichen Tatwerkzeugen erhöht
die psychische Anfälligkeit
dieser Altersgruppe.
276 –
Eine 1998 unter
tausend Chirurgen und Internisten dur
ergab, dass
84 Prozent der Chirurgen und 72 Prozent der Internisten der Ansicht
waren, dass Ärzte eine aktivere Rolle bei der Prävention von Schuß-
Die meisten gaben an, dass sie in
diesem Bereich kaum oder gar ni
Die amerikanische Öffentlichkeit teilt viele dieser Bedenken.
1998 wurde eine landesweite Erhebung durchgeführt, die ergab, dass
88 Prozent der Befragten für Ki
ndersicherungen bei Waffen waren
(durch den Einbau von Abzugschlösse
rn oder eine Sicherheit garantie-
rende Form der Aufbewahrung von Waffen); 71 Prozent sprachen sich
für Vorrichtungen an den Waffen aus,
die sicherstellen, dass diese nur
funktionieren, wenn die Person, auf di
e sie zugelassen ist, identifiziert
wurde (so genannte intelligente Waffe
n, die sich erst abfeuern lassen,
nachdem sie Fingerabdrücke, Handgr
öße oder ein spezifisches Radio-
signal von einem Armband des Bes
itzers »erkannt« haben); 82
Prozent traten für Magazinsicherungen ein (die verhindern sollen, dass
eine Schusswaffe abgefeuert werd
en kann, wenn das Magazin oder
der Clip entfernt worden ist) und 73 Prozent für Vorrichtungen, die
277 –
Das Schwedische Landesprogra
mm zur Weiterentwicklung der
Selbstmordprävention legt besonder
es Gewicht darauf, den Zugang zu
anderen »Tatwerkzeugen, die sich
für Suizid eignen«, zu beschrän-
erung wird empfohlen, modifi-
zierte Zündschlösser einzuführen, die sich nur entriegeln, wenn der
Atem des Fahrers keinen Alkohol
enthält; Vorrichtungen einzubauen,
die den leerlaufenden Motor absc
halten, wenn hohe Kohlenmonoxid-
Konzentrationen registriert werden
; die Abgaskontrollen auf Kohlen-
monoxid auszudehnen; Auspuffsysteme
zu entwickeln, die Kohlen-
monoxid-Selbstmorde unmöglich machen; Airbags zur Standardaus-
rüstung in allen Autos zu machen; die Frontpartien von Lokomotiven
so zu gestalten, dass
eine Person bei einem Zusammenprall zur Seite
gestoßen statt überfahren wird;
U-Bahn-Stationen mit einer großen
Unfall- und Selbstmordhäufigkeit mi
t Schutzvorrichtungen auszustat-
ten und generell Schauplätze besonde
rs häufiger Selbstmorde (hohe
Gebäude, Brücken) mit Schutzvorri
Verschreibungspflichtige Arzneimittel schließlich sollten in ihrem
toxischen Gehalt gese
nen Verabreichungs-
und Verpackungsformen angeboten we
rden. Eine fachgerechte Fol-
Schweden hat – wie auch einige andere Länder, zum Beispiel
Norwegen, Finnland, Neuseeland
Die meisten
278 –
bringenden Mitteln erschweren sollen: effektivere Behandlung von
psychischen Störungen, Kontrollr
egelungen für den Waffenbesitz,
Entgiftung von städtischem Gas,
Entgiftung von Autoabgasen,
Kontrolle des Zugriffs auf toxisc
he Substanzen und die Entdramati-
sierung der Selbstmordberichterstattung in den Medien.
Vor einigen Jahren hat Großbritannien
zur Gesundheitsförderung zum Ziel ge
setzt, die Selbstmordrate bis
zum Jahr 2000 um 15 Prozent zu senken.
Das Royal College of
Psychiatrists organisierte unter
dem Motto »Kampf der Depression«
landesweite Aktionstage.
Ziele waren die Bekämpfung des mit
e Aufklärung der Öffentlichkeit
über diese Krankheit und deren Behandlung sowie die Ermutigung
von Kranken, sich im Falle depre
ssiver Beschwerden rechtzeitig in
Behandlung zu begeben. Erste Unte
rsuchungen deuten darauf hin,
dass sich die Einstellungen ge
genüber Depression und psycholo-
gischen Beratungen verbessert haben, allerdings halten noch immer
viele Menschen Antidepressiva für weniger wirkungsvoll als
Beratungsgespräche und für potenziell
suchterzeugend. Es lässt sich
noch nicht sagen, welche
Auswirkungen die Bemühungen der
englischen Regierung und des Royal College of Psychiatrists auf die
Selbstmordrate haben werden. Auch
in Großbritannien stehen – wie
fast überall – mehr psychiatrische
Dienste zur Verfügung, als in der
Im April 1999 veröffentlichte die
Londoner Mental Health Foundati
on die Ergebnisse einer Umfrage
unter 3000 Personen, die ausfindig m
achen sollten, welche Telefon-
nummer sie wählen müssten, wenn
sie oder ein Bekannter akute
psychiatrische Hilfe benötigte. Fünfzig Prozent der Befragten waren
nicht in der Lage, die Nummer einer
örtlichen oder landesweit tätigen
Hotline oder eines örtlichen Sozialdienstes zu ermitteln; 30 Prozent
fanden nicht einmal die Nummer des
psychiatrischen Dienstes beim
örtlichen Gesundheitsamt.
279 –
den Staat mit der höchsten Selbstmo
rdrate des Landes vertritt, eine
Beschlussvorlage im Senat ein. Sie wurde einstimmig angenommen.
Es wird beschlossen, dass der Senat:
1. den Selbstmord als nationale
s Problem anerkennt und erklärt,
vorrangige Staatsaufgabe ist;
2. anerkennt, dass kein Einzelprogramm oder keine Einzelan-
strengung zur Selbstmordprävention auf alle Bevölkerungs-
teile oder Gemeinden zugeschnitten sein kann;
3. Initiativen unterstützt, die es sich zur Aufgabe machen:
A. Selbstmordprävention zu betreiben;
C. sich für eine sichere und wirkungsvolle Behandlung
D. Menschen zu unterstützen, die jemanden durch Selbst-
mord verloren haben;
E. eine wirkungsvolle lande
sweite Strategie zur Selbst-
mordprävention zu entwickeln;
4. die Entwicklung und die Verbreitung von Maßnahmen unter-
stützt, die die Zugänglichkeit
und Bezahlbarkeit von Einrich-
tungen zur Behandlung psychischer Störungen fördern, um
allen Personen, bei dem ein Selb
zung solcher Einrichtungen zu er
möglichen, ohne befürchten
zu müssen, deswegen stigmatisiert zu werden.
wichtiger Anfang und gab Anstöße
für Gesundheitsbehörden, Selbstmordpräventionsprogramme, Hilfsor-
ganisationen für psychisch Erkra
nkte und für den phantasievollen und
aktiven Zusammenschluss von selbst
projekten im Suicide Prevention Advocacy Network, dessen Mitar-
beiter zum Teil selbst Familienangehörige durch Selbstmord verloren
haben. In Zusammenarbeit mit Senator Reid hat dieses Netzwerk die
Initiative für ein gemeinsames Treffen der interessierten Organisa-
tionen mit dem Ziel ergriffen, eine
landesweite Strategie zur Selbst-
mordprävention zu entwerfen. Diese Gruppen wurden unter Leitung
des US-Gesundheitsministers zusa
mmengebracht; zur Zeit ist dies
David Satcher, Arzt und ehemaliger
Leiter der Centers for Disease
Satcher ist ein Mann mit ausgeprägten
280 –
Führungsqualitäten – seine Intelligenz und sein Mitgefühl haben den
Weg für den Aufbau der Koalition g
Der Bericht ruft dazu auf, die öffentliche
Problematik des Selbstmordes und seiner
Behandlung zu lenken und die kommunalen und klinischen Ein-
Die US-Regierung hat damit eine
n wichtigen ersten Schritt un-
ternommen, aber ohne Unterstütz
ung aus der Öffentlichkeit und ohne
Finanzmittel vom Kongress und
von den Haushalten der Bundes-
staaten wird man nicht allzu weit
kommen. Außerdem wird ein durch-
schlagender Erfolg in der Selbstmordprävention auf sich warten
lassen, solange die Behandlung psychi
scher Krankheiten für Millionen
unerreichbar bleibt, weil sie
nur schlecht oder überhaupt nicht
krankenversichert sind, solange
Krankenhausaufenthalte für Menschen mit schweren psychischen
Störungen auf wenige Tage begrenzt
bleiben und solange die Gesell-
schaft das Leiden so vieler Menschen in ihrer Mitte nicht zur Kenntnis
nimmt.
Die Straße und das Gefängnis si
nd einfach nicht der richtige
Ort für Menschen mit psychischen Störungen.
Es bleibt also für die Politiker noch immer viel zu tun. Eine stei-
gende Zahl erfolgreicher Ansätze verspricht jedoch eine positive
Entwicklung für gezielte öffent
liche Initiativen. Wir müssen noch
einiges darüber lernen, wie sich Se
lbstmorde verhüten lassen. Doch
wie der Bericht des Bundesgesundhe
itsministers überzeugend darlegt,
Kurz bevor er sich umbrachte, spr
ach der Stadtratsvorsitzende John
Wilson vor der Mental Health A
ssociation über Selbstmord und
psychische Krankheiten unter de
r schwarzen Bevölkerung. »Selbst-
mord ist der Killer Nummer Eins unter jungen Schwarzen, aber wir
281 –
und ich höre ihn noch in seiner
leidenschaftlichen, unnach
ahmlichen Art sagen:
»Wir können nicht
alles in Gottes Hand legen.
282 –
Die Wunde halb verschlossen

(...)
Die Zeit heilt nicht.
Sie lässt die Wunde halb verschlossen,
Bereit, sich neu zu öffnen, und dann spürst du
Schmerz, so tief wie in der ersten Stunde.
Vor einigen Monaten hatten mein
Mann und ich einen seiner alten
Freunde, einen Psychiater, zum E
ssen eingeladen.
Gegen Ende des
Abends fragte er mich, woran ich arbeitete. Ich erzählte ihm, ich
stmord. Und damit löste ich eine
Reaktion aus, die mir bei diesem
Ich trat meinem Mann unter de
m Tisch gegen das Schienbein,
damit er die Rechnung kommen ließ. Dann erinnerte ich seinen
Freund, obwohl er das sehr wohl wu
sste, dass ich einige Jahre zuvor
selbst beinahe bei einem Selbstmo
rdversuch gestorben sei. Ich könne
darin weder etwas Selbstsüchtiges noch etwas Selbstloses sehen. Ich
hätte es einfach nicht mehr ertragen, keinen einzigen Nachmittag
länger die Vorstellung aushalten können, dass ich am nächsten
Morgen erwachen würde, nur um mich wieder durch einen dumpfen
Tag voller schwarzer Gedanken zu quälen. Es war das Ergebnis einer
schweren Krankheit, einer Krankhe
it, die ich offensichtlich einfach
283 –
nicht besiegen konnte. Gleichgültig
, wie viel Liebe mir von anderen
entgegengebracht wurde – und ich hatte viel Liebe erfahren –, sie half
mir nicht. Ich hatte den Vorteil, eine großartige Arbeit und eine
Familie zu haben, die sich um mich kümmerte, aber selbst das genügte
nicht, um meinen Schmerz und meine Hoffnungslosigkeit zu über-
winden; keine noch so leidenschaftliche, romantische Liebe war stark
endlich frei, die Energie und die Zuwendung, die sie an mich
Und doch hatte auch unser Kollege Recht: Selbstmord ist unbe-
Die Zurückbleibenden müssen schließlich mit ihren Schuldgefühlen
und mit ihrer Wut fertig werden, sie müssen die guten Erinnerungen
von den bösen trennen wie den Wei
zen von der Spreu und versuchen,
die unbegreifliche Tat zu verstehen.
dem Verlust eines Elternteils oder
eines Kindes weiterleben müssen,
dessen Leben von Anfang an mit ih
der Trauer um einen Lebenspartne
284 –
r anderen aus, Selbstmord
anders als höchst selbstsüchtig, gr
ausam und gedankenlos begreifen?
Doch Vernunft, Besonnenheit und Rü
cksichtnahme spielen bei Suizid
Entscheidung für den scheinbar best
en Weg, um dem Schmerz, der
ffnungslosigkeit zu entrinnen. Die
Entscheidung zum Selbstmord ist ke
in flüchtiger Gedanke, den man
aus Achtung vor den berechtigten
Interessen anderer durch einen
reinen Willensakt verscheuchen kann. Selbstmord kann die Reaktion
auf langsam gewachsenes Leid sein
oder durch einen augenblicklichen
Impuls beschleunigt werden. Und in
welchem Ausmaß eine Person,
die mit dem Gedanken an Selbstmo
rd spielt, dabei auch von der
für das Wohlergehen und die
Zukunft anderer hat sie kein Empf
inden mehr. Und wenn doch, dann
erscheint die Zukunft der anderen in
hellerem Licht, sobald ihr Leben
tigen oder Psychotischen befreit
sein wird. Ein junger Chemiker hat das vor seinem Selbstmord in
knappen Worten zum Ausdruck gebracht: »Ob Selbstmord für enge
Freunde oder für Verwandte selbstsü
chtig erscheint, kann ich nicht
sagen, ich habe nicht einmal eine
Meinung dazu. Es ist jedoch klar,
dass ich, was mich selbst angeht,
darüber nachgedacht habe, und ich
bin zu der Entscheidung gekommen,
dass ich den anderen als Toter
weniger wehtun kann de
nn als Lebender.«
und die Hinterbliebenen, die mit ihm zurechtkommen müssen, werden
mit einem Schmerz konfrontiert, der ebenfalls keinem Vergleich
standhält. Was bleibt, sind der
Schock und die endlosen Spekula-
tionen: »Was wäre gewesen, wenn
(...).« Was bleibt
, sind die Wut und
die Schuldgefühle und manchmal auch ein schreckliches Gefühl der
llten und ungestellten Fragen der
anderen, die wissen wollen: Warum?
Was bleibt, Schweigen – sie sind
»Was soll ich nur ohne ihn tun?« oder: »Wie kann ich ohne sie
leben?« ist die schmerzhafte Frag
e, die sich Angehörige und Freunde
stellen. Vor zwei Jahren schrieb mir eine ältere Frau einen Brief, einen
Monat nach dem Tod ihres Enkels. Er begann mit den Worten: »Mein
285 –
Enkel hat sich erschosse
n. Er war einundzwanzig Jahre alt, und wir
standen uns sehr nahe. Ich habe ihn
mehr geliebt als mein Leben. Er
hat sich zu spät in Behandlung begeben, und er nahm seine Medizin
nicht. (...) Sein Tod hat eine Leere
in mir hinterlassen, die nie wieder
gefüllt werden kann.« Diese Leere ist das Schreckliche: Nachdem der
Schock abgeklungen ist, nachdem
man mit seinen Schuldgefühlen
gerungen und Frieden gefunden hat, is
das Fehlen dieser Person. Aber das hat der Tod durch eigene Hand mit
anderen Todesarten gemeinsam.
trauern Menschen, die jemanden
durch Selbstmord verloren haben, in
vielerlei Hinsicht nicht anders,
oder Freund auf andere Weise
verloren – durch eine chronische
Krankheit, einen Unfall, einen
Alle sind gleichermaßen be
troffen von Schock, Leugnung,
Wut, Depression, tiefer Einsamke
it und einem alle Lebensbereiche
durchdringenden Gefühl des Verlusts
besondere Aspekte. Dieser Tod ko
Todesfälle werden anfangs oft abge
stritten, besonders häufig aber
die Art, in der sie geschehen sind
: Wenn Eltern endlich den Verlust
eines Kindes akzeptiert haben, kann es vorkommen, dass sie immer
noch leugnen, dass es sich um einen Selbstmord gehandelt hat, vor
allem dann, wenn die Kinder oder
Jugendlichen noch jung waren.
s Staates Maryland erf
uhr ich, dass einige
Eltern selbst in Fällen, wo ein
Jugendlicher einen Abschiedsbrief
schreibt und durch Erhängen oder einen Kopf-schuss stirbt, darauf
beharren, er sei durch einen Un
liche Zweideutigkeit eines Todes dur
ch eine Überdosis, durch Ertrin-
Auch in anderer Hinsicht ist de
r Albtraum unerträglich: Der Tod
durch eigene Hand erfolgt oft auf gewaltsame Weise, Familien-
angehörige finden schwer vers
tümmelte Leichen oder müssen sie
286 –
identifizieren; die Polizei wird hi
nzugezogen, was de
m Ereignis eine
beunruhigende kriminalistische No
te verleiht; und Versicherungs-
Tatsächlich sagt ein Dr
erbliebenen
Angehörigen, sie fühlten sich durc
h den Selbstmord stigmatisiert.
Schuldgefühle sind nach einem Se
lbstmord alles andere als un-
gewöhnlich, und Eltern, Geschwister, Kinder, Ehepartner, Freunde,
Kollegen und selbst die flüchtigsten Bekannten zermürbt die Erin-
nerung, die endlose Rekapitulati
sellschaft man sich so wohlgefühlt ha
t. Es ist erschütternd, aber nicht
überraschend, wenn jeder zehnte Angehörige zugibt, Erleichterung zu
verspüren, dass der Selbstmord dem Le
In einer Studie wurden Eltern von Kindern, die bei
Unfällen gestorben waren, und Eltern von Kindern, die sich
287 –
umgebracht hatten, vergleichend gegenübergestellt. Beide Elterngrup-
pen wurden unter anderem gefragt
, ob der Tod der Kinder für die
Eine gleich große Zahl von Eltern aus der Selbstmord- wie aus der
Unfallgruppe sagten, der Tod habe auch eine positive Auswirkung
auf die Familie gehabt. Dabe
i hatten die Eltern aus der
Unfallgruppe das Gefühl, dass die
Familie durch das Leid enger
rn in der Selbstmordgruppe
glaubten, dass die positive Wirkung von der Ruhe herrührte, die in
ihr Leben zurückgekehrt sei, seit
leben mussten. Das war vor allem die Erfahrung von Familien, in
denen es ein männliches Kind
gewesen war, das an einer
psychischen Erkrankung oder an Drogenabhängigkeit gelitten und
damit für große Belastungen und Spannungen innerhalb der
Familie gesorgt hatte. Der Selbstmord, mochte er auch noch so
schmerzvoll für die Familienangehörigen gewesen sein, wurde als
es besonders verheerend, wenn
diese sich umbringen. Über Mona
te, wenn nicht Jahre sind sie nicht
nur vom Verlust des Kindes, sond
ern auch von ihren Schuldgefühlen
überwältigt: dass sie ihr Kind im kritischsten Moment seines Lebens
im Stich ließen, dass sie der Ti
efe seines Schmerzes gegenüber
288 –
Sie haben eine
panische Angst, dass noch ein we
iteres Kind Selbstmord begehen
könnte, und sie reagieren mit dem übe
rstarken Bedürfnis, die lebenden
Kinder mit allen Mitteln vor der We
lt zu beschützen. Iris Bolton,
Leiterin eines Beratungszentrums
in Atlanta und Verfasserin eines
Sohnes, beschreibt die quälenden
Fragen, die sie heimsuchten, als
ihr einundzwanzigjähriger Sohn an
starb: »Warum? Warum war ich
nicht zu Hause? Warum mein Sohn?« Sie fühlte sich, als prangte auf
»Mein Sohn hat sich umgebracht.
Ich bin eine Versagerin.« Wie viele Eltern sorgte sie sich wegen der
auf ihre anderen Söhne haben
mochte, und stellte fest, dass ihr Mann wesentlich privat
Schmerz umging als sie. Mit einem Pfarrer zusammen rief sie eine
Hilfegruppe für Eltern ins Leben
und fand darin den Neuanfang für
ein Leben ohne ihren Sohn. Aber dabei lernte sie auch zu akzeptieren,
dass sie, ebenso wie alle anderen Eltern von Kindern, die sich das
Leben nehmen, »eine tödliche und unheilbare Wunde« hat. (Beson-
ders Mütter sind nach dem Selbstmord eines Kindes anfällig für
Depressionen: Jede fünfte zeigt i
nnerhalb der folgenden sechs Monate
deutliche Anzeichen für eine Depression.
) Sie machte außerdem die
Beobachtung, dass Mütter und Väter
tendenziell unterschiedlich auf
einen Suizid reagieren:
289 –
gemacht oder vielleicht vor Augen gehabt, wie er seine Tochter
Son... My Son...
spricht Bolton das
rn sich konfrontiert sehen, die
ein Kind durch Selbstmord verlieren:
Ich weiß nicht, warum.
Ich werde nie wissen, warum.
ssen, warum.
Ich kann es nicht akzeptieren.
Aber ich muss mich entscheiden,
Bevor sie diesen Punkt erreichen,
durchlaufen Eltern jedoch Phasen
von akuter Ungläubigkeit, von Leid
en und Verwirrung, die nur sie
selbst beschreiben können. Mich verfolgen immer noch die Worte
einer Kollegin, einer Freundin,
deren neunzehnjähriger Sohn sich
erschossen hat – sie war eine auße
und fürsorgliche Mutter, und noch unter dem Einfluss des Schocks
durch den Tod ihres Sohnes sagte sie:
»Ich fühle mich wie ein Mutter-
tier: Ich suche überall nach meinem Baby.«
Die Auswirkung eines Suizids auf das Leben von Brüdern und
klinischen Forschung fast völlig
Versäumnis, das umso bemerkens-
werter erscheint, als zwischen Ge
schwistern eine besonders enge
emotionale Bindung besteht. Auße
rdem sind sie auf Grund der Gene
r teilen, möglicherweise eben-
290 –
mit sich bringt, sondern auch
antwortlichkeit. Durch die besondere Natur des Todesfalls werden sie
nicht nur leicht zu Opfern bösartiger Spekulationen und Stigmatisie-
rungen durch andere Kinder, sondern
auch zu Opfern ihres eigenen
fürchten, dass ihnen das Gleiche
zustoßen könnte.
estudie über Geschwister von
zwanzig Jugendlichen, die durch ei
gene Hand gestorben waren, kam
zwar zu dem Ergebnis, dass im Gr
oßen und Ganzen zwar langfristig
nur relativ wenige negative psyc
hische Folgen bei den Kindern
auftraten,
dass sich aber in den ersten sechs Monaten nach dem
Todesfall häufig Depressionen bemerkba
r machten; jeder vierte fiel in
eine Depression im klinischen Sinn.
Wie zu erwarten, stellte sich
heraus, dass Geschwister, in dere
n Biografie oder Familiengeschichte
Der Selbstmord eines Jugendlichen
wird oft als Ereignis mit Nach-
Jedes Jahr hatte er es geschafft, au
f die High-School-Bestenliste zu
kommen. Er war Redakteur de
s Junior-High-School-Jahrbuchs
291 –
gewesen und hatte einen Antikriegsfilm gedreht, der in der Rockville
Center Library aufgeführt wurde. Er erhielt Auszeichnungen für sein
Cello-Spiel und war kurz zuvor mit de
n Pfadfindern beim Bergsteigen
in der Schweiz gewesen. Er wa
r brillant und sensibel, und wer ihn
liebte, wird sich immer die Frage stellen: Warum ist er gestorben?
Aber nicht nur über die Auswirkungen eines Selbstmordes auf die
Geschwister weiß man überraschend
wenig, sondern auch über die
Auswirkungen auf Freunde. Es gibt so gut wie keine Lite
ratur darüber,
wie enge Freunde oder Kollegen mit dem Selbstmord eines Menschen
292 –
dass sie bei seiner Beerdigung und
mord nichts hören wollte, und sie wusste nicht, wie schwer sie es
damit seinen Professorenkollegen,
seinen Doktoranden und dem
Laborpersonal machte, mit dem T
od ihres Mannes zurechtzukommen
und ihr eigenes Leben wieder aufzunehmen. Noch ein Jahr später
Im Selbstmord eines Ehepartners ist die ganze Intensität und Kom-
plexität der Ehe selbst enthalten,
und der Verlust wird nicht nur von
der Nähe in der Beziehung übersc
Häufig hat der Ehegatte, der sich umgebracht hat, eine lange
Krankengeschichte schwerer psychisc
solche Belastung für die Ehe darstellten – auf Grund von Wut und
293 –
Hoffnungslosigkeit, körperlicher und
mdung –, dass der Hinterb
liebene Partner nicht
sondern auch ein zermürbendes Gefühl der
Erleichterung verspürt. Die unmittelb
are Reaktion eines Mannes nach
dem Selbstmord seiner Frau, die zwölf Jahre lang unter wiederkeh-
sst diese Ambivalenz erkennen.
»Ich hatte das merkwürdige Gefühl, drei Menschen zu sein«, sagte er.
»Einer davon stand unter Schock. De
r Zweite empfand eine seltsame
Erleichterung: keine Psychiater me
Obwohl bei Ehepartnern von Selbstmordopfern die eigenen Schuld-
gefühle und das Gefühl, für den Todesfall verantwortlich gemacht zu
werden, weitaus ausgeprägter sind als bei Ehepartnern von Unfall-
Den meisten Hinterbliebenen Ehepart-
nern gelingt es letztlich, sich mi
sie jung sind. Nach dem Suizid durchleben sie zunächst eine Phase der
Depression, heiraten dann aber häuf
ig erneut und ziehen ihre Kinder
mit geringeren Schwierigkeiten auf,
als man sich viel
leicht vorstellt.
»Mit geringeren Schwierigkeiten«
Josephine Pesaresi, eine Sozialarbeiterin aus New Jersey, blieb als
Witwe mit drei Kindern im Al
ter von zehn, fünfzehn und sechzehn
Jahren zurück, nachdem sich ihr Mann, ein Psychiater, während einer
schweren Depression mit heftig
en Erregungszuständen erschossen
hatte. Sie beschreibt die auf de
n Selbstmord folgenden Tage und
Vom ersten Augenblick an wollte
n die Leute wissen, warum.
Warum? Warum? Gott, wie ich diese Frage am Schluss hasste.
294 –
schummerte noch den furchtbaren Schmerz, unter dem wir litten.
Als ich den Verlust wirklich zu realisieren begann, kamen auch
die Schuldgefühle und die Selbstvorwürfe. Ich hielt mir vor, nicht
erkannt zu haben, wie schwer
krank mein Mann war, und dass ich
ihn nicht in eine Klinik geschickt hatte. Unsere Kinder fühlten
sich schuldig wegen ihrer Bezi
ehung zu ihm. Unser Sohn war
mitten in der Pubertät und hatte oft Streit mit seinem Vater.
Unsere ältere Tochter sagte,
sie hätte eine Vorahnung der Kata-
strophe gehabt und ihrem Instinkt
folgen und in der Nähe ihres
Vaters bleiben sollen, statt schw
immen zu gehen. Unsere jüngere
Tochter meinte, sie hätte das Zimmer, in dem ihr Vater war, nicht
verlassen dürfen, um in ihrem ei
Die Schuldgefühle und die Spekul
ationen des »Was wäre ge-
wesen, wenn (...)« eskalierten und schienen kein Ende zu nehmen,
besonders für mich. Meine Schw
iegereltern, die uns vor dem
Selbstmord sehr nahe standen,
schoben mir die Schuld an der
Depression meines Mannes zu und
weigerten sich, unser Haus zu
schlossen meine Kinder und ich
iteinander: Wenn ich mich aus
dem Loch ziehen konnte, in das
ich gestürzt war, wenn ich ein
paar Kleider anziehen, Essen einkaufen und sie zu ihren Un-
ternehmungen und zur Schule fahren konnte, dann würden auch
sie ihr Leben weiterführen, so gut sie konnten. Ich musste meinen
Teil des Paktes aber auch erfüllen – keine Ausflüchte und keine
Ersatzmütter. Wir alle litten, ab
er wenn auch nur einer von uns es
alle zusammen schaffen. Sie
295 –
Für Kinder ist der Selbstmord von Vater oder Mutter ein verhee-
rendes Ereignis, von dem sie für immer gezeichnet bleiben, doch zum
größten Teil kommen sie über den
Tod hinweg, ohne eine schwere
oder dauerhafte Pathologie davonz
utragen. Wie Erwachsene durch-
leben jedoch auch viele Kinder nach einem Tod durch Selbstmord
tiefe Gefühle der Trauer, der Schuld und des Kummers, die unter
Umständen viele Monate, wenn nicht Jahre anhalten. Wenn ein Kind
zuvor bereits an psychischen Störungen litt, kann die Reaktionsphase
ernst und langwierig sein. Ein elfjäh
riger Junge zum Beispiel wurde
Die ersten Augenblicke, in dene
n es zu einer Mitteilung über die
Todesumstände eines Elternteils
kommt oder auch nicht, sind
entscheidend für die Fähigkeit ei
nes Kindes, den Selbstmord zu
akzeptieren und zu verarbeiten. Di
e Sensibilität des verbliebenen
Elternteils kann sehr unterschied
lich sein, wie eine in England
Dem Vater, der seinen Söhnen
erklärt, »Mami war sehr depr
imiert, unglücklich und müde, und
Die Sozialarbeiterin Jo
sephine Pesaresi sagte
nur wenige Minuten nach seinem T
od zu ihren Kindern: »Er hatte eine
Krankheit, die wie Krebs war und nicht geheilt werden konnte.«
Es ist wichtig, dass Kindern di
ständig gesagt wird, wie sie es verkraften können. Bemühungen, ein
Kind zu »beschützen« oder zu »behüten«, fallen fast unweigerlich auf
das Kind zurück, weil es sich in diesem Fall in einem Geflecht aus
296 –
Tatsachenverzerrungen und Falsch
wahrnehmungen und in einer
»Verschwörung des Schweigens« wi
ederfindet. Werden die wahren
Umstände des Todes
verborgen gehalten, kommen sie oft durch
Gespräche mit anderen Kinder
n oder durch aufgeschnappte
Bemerkungen von Erwachsenen doch
schnell ans Licht. Wenn ein
Kind die Wahrheit erst später erfä
hrt, kann dies zusätzlichen, un-
nötigen Schaden verursachen, auße
rdem wird das Kind daran ge-
hindert, die Realität seiner eigenen Erfahrung oder der Erfahrung des
zurückgebliebenen Elternteils zu
begreifen. Christopher Lukas,
Drehbuchautor und Fernsehregisse
ur, dessen Mutter, Großmutter,
Onkel, Tante und Bruder (der Schr
iftsteller Anthony Lukas) sich
umbrachten, beschreibt die Vers
chwörung des Schweigens und der
Unehrlichkeit, mit welcher der Tod
seiner Mutter umgeben wurde, in
Silent Grief,
einem Buch, das er zusa
mmen mit dem Psychologen
Henry Seiden verfasst hat:
An einem heißen Augustnachmittag des Jahres 1941, als ich sechs
Jahre alt war und sie dreiunddreißig, verließ meine Mutter das
Haus ihres Psychiaters in Connectic
ut, machte ein paar Schritte in
den Garten und schnitt sich die Kehle durch. Mein Vater, ein
erfolgreicher Anwalt – wenn auch
ein unglücklicher Mensch –,
wurde aus seinem New Yorker Büro herbeigerufen, um sich um
die Tote zu kümmern. Auch meine Großmutter war an diesem Tag
im Haus des Psychiaters. In
jenem Sommer pflegte sie meine
e Mutter hatte sich nach Jahren
ssiven Schüben entschlossen,
einen Psychiater aufzusuchen.
Meine Großmutter – die Mutter
meiner Mutter – und mein Vater wa
ren sich uneins, was sie den
Kindern sagen sollten – mir zu Hause und meinem achtjährigen
Bruder, der im Ferienlager war. Mein Vater setzte sich durch:
Zehn Jahre lang wurde vor uns geheim gehalten, wie meine Mut-
ter gestorben war, obwohl all un
sere Verwandten und die meisten
von deren Freunden wussten, dass
sie Selbstmord begangen hatte.
Als ich im Alter von sechzehn Jahr
en endlich die Wahrheit erfuhr,
saßen mein Vater und ich in ei
nem Bahnhof, und wieder war es
ein heißer Tag im August. Ich mu
sste meinen Zug erreichen, und
ich bin überzeugt, dass mein Vater
die Wahrheit zu sagen, weil er
es nicht ertragen konnte, ein
längeres Gespräch über das Thema zu führen.
297 –
Joshua Logan, Regisseur
und Drehbuchautor der Filme
Mister
Roberts, South Pacific, Bus Stop
litt über weite
Strecken seines Erwachsenenlebens unter einer manisch-depressiven
Erkrankung. Nach einem seiner Klin
ikaufenthalte ließ er sich einen
Termin bei einem neuen Psychiater
geben und begann diesem die
ndheit zu erzählen:
Während ich ihm von meiner Ki
ndheit erzählte, hörte ich mich
selber sagen – beinahe so, als hätte ich es auswendig gelernt:
»Mein Vater starb an einer Lungenentzündung in einem Kran-
kenhaus in Chicago, als
ich drei Jahre alt war.«
Nach einer kurzen Pause sagte Dr.
Moore ruhig zu mir: »Ihr Vater
schnitt sich in einem Sanatorium in Chicago mit einem Taschen-
messer die Kehle durch. Ich glaube, es ist Zeit, dass Sie das
erfahren, Mr. Logan.«
Ich war so verblüfft, dass ich i
hn drei oder vier Mal bat, zu
wiederholen, was er gerade gesagt hatte, dann wollte ich von ihm
wissen, wie er diese Dinge wissen könne, von denen ich noch nie
in meinem Leben gehört hatte. (...)
Ich konnte es nicht erwarten, Dr. M
oores Praxis zu verlassen. Ich
nahm ein Taxi nach Hause und stürmte in die Wohnung, um
meinen Onkel Will in Louisiana anzurufen.
»Ja, Josh«, sagte Will, »es ist wahr.«
Ich antwortete: »Aber mir haben sie immer erzählt, er sei an
Lungenentzündung gestorben.«
»Er starb wirklich an einer Lungenentzündung. Sie rührte von
dem Blut, das aus seiner Kehle
in die Lunge geflossen war.«
»Aber warum hat mir das niema
nd gesagt? Warum hat es mir
meine Mutter nicht gesagt?«
»Sie wollte nicht, dass du es je erfährst, Josh. Ich kann dir nicht
sagen, wieso. Vielleicht dachte sie, es wäre zu schmerzlich für
»Es ist nicht schmerzlich, Will, es
ist eine Erlösung, endlich die
Wahrheit zu wissen. Als hätte man ein Furunkel aufgestochen und
die Wunde gesäubert. Mir geht es so gut wie seit langer, langer
298 –
»Das war er«, sagte Will. »Sehr
ähnlich. Und ich hoffe, du sagst
deiner Mutter nicht, dass du es weißt.«
hen anderen, war die Wahrheit
eine Erlösung. Sie half ihm, so-
wohl seinen Vater als auch sich selbst besser zu verstehen. Andere
verfolgt, sie sind besessen vom
gewaltsamen Ende des Vaters oder der Mutter, voller Angst, welche
Bedeutung dieser Tod wohl für ihr
eigenes Leben hat. John Berryman,
der sich genau wie sein Vater u
nd dessen Schwester das Leben nahm,
schrieb in seinem Gedicht »Of Suicide«: »Gedanken an Selbstmord &
an meinen Vater haben mich im Griff / (...) Über Selbstmord denk ich
ständig nach.«
In einem Gedicht, das er
nach Ernest Hemingways
Selbstmord geschrieben hatte, hieß
es: »Bewahrt uns vor Flinten &
dem Selbstmord der Väter / (...) Er
barmen! mein Vater; drück nicht
auf den Abzug / oder ich werde mein Leben lang leiden an deiner Wut
/ und töten, was du einst begannst.«
Die eindringlichsten Worte über
n sich in einem weiteren Gedicht
aus
The Dream Songs:
Der Grabstein neigt sich, blumen
los, der Tag ist fast vorüber,
Ich stehe über meines Vaters Grab im Zorn,
oft, oft schon zuvor
ging ich auf diese schlimme
Pilgerfahrt zu einem,
der mich nicht besuchen kann, der seine Seite riß
heraus: Ich komme wieder und verlange mehr.
Ich spucke auf das Grab dieses schrecklichen Bankiers,
der sich das Herz herausschoss im Morgengrauen von
Wie überleben Menschen einen
solchen unüberwindlichen Schmerz
und Zorn? Wie schaffen sie es, sich
von Schuld und Kummer nicht so
weit zerstören zu lassen, dass sie de
n Rest ihres eigenen Lebens für
jenes andere hingeben, das sie an de
n Selbstmord verloren haben? Es
ung durch Familie und Freunde, Reli
299 –
giosität, das Vertrauen auf die Zeit, Psychotherapie, Beratungs-
gespräche. Sehr nützlich sind auch
bliebene. Die American Foundation for Suicide Prevention und die
American Association of Suicidology sind die wichtigsten landesweit
tätigen Organisationen in den Vereinigten Staaten, die nicht nur
wissenschaftlich arbeiten und
Hilfs- und Aufklärungsprogramme
Dennoch stellen sich die meisten immer wieder die Frage nach dem
Warum. Darüber schreibt auch de
r schottische Autor Lewis Grassic
stmordversuch unter-
Genau wie das letzte Mal, als sie zum
loch
300 –
So lange und doch so kurz erst
Tage als eine dunkle, kalte Gr
ube, aus der du nie entkommen
konntest. Aber du warst entko
Feuchtigkeit war aus dem Sonnen
schein verschwunden, und die
Welt ging weiter, die weißen Gesi
chter und das Flüstern in der
Grube verflogen allmählich. Nie me
hr würdest du sein wie zuvor,
aber die Welt ging weiter, und du gingst mit. Es war nicht nur
Mutter, die mit den Zwillingen st
Spielzeug erschaffen worden, jede
Straße wäre säuberlich mit
Warnschildern versehen, und Hände
wären jederzeit bereit, einen
vom Rand der Gefahr zurückzureißen, wenn das Spiel zu wild
wurde. Das starb, und da
mit starb jene Chris, die in Büchern und
Träumen lebte, oder vielleicht ha
eingeschlagen und sie neben den dunklen, stillen Leichnam
Dann wusch Mistress Munro den Körper, welcher der deiner
Mutter war, und kleidete ihn in ei
n Nachthemd, ihr bestes, das mit
den blauen Bändern, das sie so viele Jahre nicht getragen hatte; sie
machte sie hübsch und entzückend
anzusehen, dir flossen die
Tränen, als du sie so sahst, heiße Tränen, die aus deinen Augen
drangen wie Blutstropfen. Doch si
e versiegten schnell, man würde
sterben, wenn man lange so wein
te, und statt der Tränen erhob
sich eine lange Klage in deinem
301 –
h konnte mir überhaupt nicht vor-
stellen, wie sehr es mich verstören würde, dieses Buch zu schreiben.
hieß, Menschen zu den schmerz-
vollsten und privatesten Augenblicken ihres Lebens zu befragen, und
ich selbst damit konfrontiert
werden würde, was Suizid für mich
Als Ärztin war ich der Ansicht,
dass es bestimmte Behandlungs-
legendes Verständnis der Hirnbiologi
e auf dem Weg ist, unser Denken
über psychische Erkrankungen und über
Suizid radikal zu verändern;
und als Dozentin für junge Ärzt
e und Doktoranden hatte ich das
Gefühl, die Zukunft halte viel ve
rsprechende Aussichten für die
intelligente und mitfühlende Pflege
psychisch kranker und suizidaler
Menschen bereit.
An all das glaube ich noch imme
r. Tatsächlich glaube ich heute
stärker daran als vor zwei Jahren
, als ich Forschungsergebnisse für
dieses Buch zusammenzutragen bega
nn. Die wissenschaftliche Arbeit
302 –
Gehirn auf so gefährliche Weise in Brand stecken. Und auf der ganzen
Welt, von Skandinavien bis Australien, arbeiten Menschen in den
Gesundheitsbehörden an einem klar strukturierten, rationalen Strate-
gieentwurf, um die Suizidraten drastisch zu senken.
Und dennoch: Mit all diesen Be
mühungen scheint man keine große
Eile zu haben. In Amerika wird alle siebzehn Minuten ein Selbstmord
verübt: Wo bleibt die öffentliche Sorge und Empörung? Durch die
Arbeit an diesem Buch bin ich ungeduldiger geworden, gleichzeitig ist
mein Verständnis für die Probl
eme, die einer Eindämmung des
Suizids im Weg stehen, gewachse
n. Ich kann die Gedanken an die
Trostlosigkeit, die Verwirrung
und die Schuldgefühle der Eltern,
Kinder, Freunde und Kollegen jener Menschen, die sich durch eigene
Wie viele meiner Kollegen, die über Suizid arbeiten, habe ich
müssen; ich habe es einerseits als Privileg betrachtet, miterleben zu
dürfen, wie gut manche Ärzte sind,
war wiederum schockiert von der
303 –
Ein paar Wochen nachdem ich fa
Episkopal-Kirche, die dem Campus
der University of California in Lo
s Angeles gegenüber liegt. Ich ging
nicht oft dorthin, aber ich war Mitglied der Gemeinde, und weil ich
durch die Tür gehen konnte, statt von
Eine Weile dachte ich, dass sie mi
r nicht einfielen, läge an den
Rückständen der vergiftenden Me
nge Lithium, die ich genommen
Während meiner Arbeit an diesem
Zeile aus einem Gedicht auf meinem Schreibtisch. Das Foto ist das
eines jungen, gutausse
304 –
Zeit in seiner Krankengeschichte
lesen bevor ich aufstehen, zum
Fenster hinübergehen und hinaus auf die Nordsee blicken musste,
Die Gedichtzeile auf meinem Schreibtisch gehörte zu den Dingen,
die mich wieder ins Leben zurückg
ezogen haben. Es
ist die letzte
Zeile von Douglas Dunns
Sieh auf die Lebenden, li
ebe sie, und halte durch.
305 –
Ich schulde vielen Menschen Dank
für ihre Hilfe, als ich dieses
Buch schrieb. Die Eltern von Dr
ew Sopirak, Andrew und Allyn,
Eine besondere Hilfe bei der Be
schaffung der wissenschaftlichen
und klinischen Literatur über den
Suizid waren die Mitarbeiter der
National Institutes of Health Library. Ich habe auch umfangreich von
der William H. Welch Medical Libr
ary of the Johns Hopkins School
306 –
Dr. Alex Crosby von den Centers for Disease Control and Pre-
vention in Atlanta, Dr. Eve Moscicki von der Epidemiologie-Abtei-
lung des National Institute of Me
ntal Health und Ken Kochanek,
M.A., von der Abteilung Sterblichkeit de
s National Center for Health
Statistics versorgten mich mit den neuesten Selbstmordstatistiken. Dr.
Robert Gallo und Dr. Farley Cleghor
University of Maryland und Dr. Ha
rry Rosenberg, Leiter der Abtei-
lung für Sterblichkeitsstatistik der
Centers for Disease Control and
Prevention, stellten mir Statistiken über die AIDS-Sterbefälle zur
Verfügung. Tom Campbell und Roge
r Jorstad vom Verteidigungs-
ministerium besorgten mir die Daten über die Gefallen
Viele Kollegen und andere Pers
onen waren so freundlich, mir
Manuskripte oder Arbeiten zu schick
en, an denen sie gerade saßen.
Andere wiesen mich auf neue Da
ten und Illustrationen hin oder teilten
mir ihre Ansicht über laufende
Forschungen mit. Besonderen Dank
schulde ich Dr. Eileen Ahearn, Duke
University Medical Center; Dr.
Marie Äsberg, Karolinska Institut
in Stockholm; Dr. Susan Bachus
von der klinischen Abteilung fü
Institute of Mental Health; Dr. Aaron Beck, University of
Pennsylvania; Dr. Lanny Berman, American Association of Suicido-
307 –
Parry, University of California,
San Diego; Dr. Al
ec Roy, Veteran
Affairs Medical Center, New Jers
ey; Dr. David Rubinow, National
Institute of Mental Health; Dr. D
sity und University of Guam; Dr. Matthew Rudorfer, National In-
stitute of Mental Health; Dr. David Shaffer, Columbia University; Dr.
John Smialek, dem Obersten Gerich
tsmediziner des St
aates Maryland;
Dr. Michael Sopher, UCLA Depart
ment of Anesthesiology, David
Sturtevant, Museum of Fine Arts,
Boston; Dr. Ezra Susser, New York
Psychiatrie Institute; lan Tattersall, American Museum of Natural
History; Dr. E. Füller Torrey v
on der Stanley Foundation; Dr. Tom
Wehr, National Institute of Mental Health; Dr. Myrna Weissman,
Columbia University, und Dr. Pe
ter Whybrow, UCLA School of
Medicine.
Mein besonderer Dank gilt meinen
Kollegen, die mein Manuskript
sorgfältig lasen und mir zahlreiche
nützliche Hinweise gaben: Dr.
Samuel Barondes, University of Ca
lifornia, San Francisco School of
Medicine; Dr. Lucy Davidson, Emor
y University School of Medicine,
Dr. Ellen Frank, University of Pittsburgh School of Medicine; Dr.
Dean Jamison, UCLA School of P
University of Pittsburgh School of Medicine; Dr. John Mann,
Columbia University, College of Physicians and Surgeons; Dr.
Charles Nemeroff, Emory Univer
sity School of Medicine; Dr.
Norman Rosenthal, National Institute of Mental Health, und Dr.
Anthony Storr aus Oxford, England.
Für ihre Freundschaft und Unterstützung danke ich folgenden
Personen: Dr. Daniel Auerbach, Da
vid Mahoney, Dr. Anthony Storr,
Dr. und Mrs. James Ballenger, Robe
rt Boorstin, Lucie Bryant, Dr.
Raymond De Paulo und meinen ande
ren Kollegen an der Johns
Hopkins University, Professor Dougl
308 –
Leben über dreißig Jahre lang sowohl auf traurige als auch auf
Carol Janeway, meine Lektorin
bei Alfred A. Knopf, hat Außer-
Wie immer schulde ich alles meiner Familie: meiner Mutter, Dell
ter, Marshall Jamis
on, Danica und Kelda
Jamison, Joanne Leslie, Julian,
Eliot und Leslie Jamison, Kin Bing
Wu und meinem Bruder Dean Jamison.
Mein Mann, Richard Wyatt, ermutigte mich, dieses Buch zu
schreiben, er las jedes Kapitel, n
achdem ich es geschrieben hatte, und
309 –
310 –
311 –
Anmerkungen
Kapitel l
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Von der göttlichen Vorsehung. An Lucilius,
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Die Liste der Fragen, die bei diesen Untersuchungen bearbeitet werden,
stammt aus E. S. Shneidman,
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Essay • Dieses Leben, dieser Tod
W.B. Yeats »Ein irischer Flieger sieht seinen Tod voraus«, in:
Gedichte,
Zürich 1958, übersetzt von H. E. Herlitschka, S. 39, Zeilen 11-16.
»The U. S. Air Force Song«, Zeilen 10-13,15-16, 28. Text und Musik von
Robert Crawford. (Copyright 1939,1942,1951 by Carl Fischer, Inc.)
»On Eagle's Wings«, Refrain und Zeile l von Vers 3. Text und Musik, 1979,
New Dawn Music. Text von Michael Joncas (nach Psalm 91).
323 –
»One More Roll«, von Commander Jerry Coffee (Hanoi 1968).
»We Will Rise Again«, Refrain. Text und Musik von David Haas, Text-
grundlage Jesaja 40, 41. OCP Publications, 1985.
Kapitel 3
Zitiert bei Viktoria Schweitzer,
Bestimmten.« Ihr Werk sei »gewaltig, stürmisch« und »ein großer Triumph,
eine Entdeckung für unsere heimische Poesie«. Boris Pasternak,
Über mich
selbst. Versuch einer Autobiographie,
Frankfurt a. M. 1990, S. 66.
Edwin Shneidman,
In grenzenloser Unempfindlichkeit,
München 1987, S. 90.
In einer Durchsicht von sechzehn Studien über Abschiedsbriefe wurde
festgestellt, dass etwa zehn bis 42 Prozent der Selbstmörder einen Ab-
schiedsbrief hinterlassen; in den drei größten Untersuchungen über
Selbstmorde (in denen es um 3127, 1418 bzw. 1033 Fälle geht) wird von
Quoten berichtet, die 30, 23 bzw. 21 Prozent betragen. Die am häufigsten
zitierte Studie über Abschiedsbriefe (E. S. Shneidman und N. L. Farberow,
»Some Comparisons Between Genuine and Simulated Suicide Notes in Terms
of Mowrer's Concepts of Discomfort and Relief«, in:
Journal of General
Psychology 56
[1957], S. 251-256) nennt die Zahl von 15 Prozent bei 721
Selbstmorden. Vgl. auch J. Tuckman, R.J. Kleiner und M. Lavell, »Emotional
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Zitiert in: Ellis und Allen,
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Die Zeichnung ist aus: A.L. Berman und D. A. Jobes,
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Aus den Tagebüchern von Dawn Renee Befano, Oktober 1995.
330 –
Kapitel 4
Graham Greene,
Eine An Leben,
Wien/Hamburg 1971, S. 145. Graham
Greene (1904-1991) litt wie sein Großvater an manischer Depression. Als
Schuljunge schnitt er sich das Bein auf und versuchte, sich mit einem töd-
lichen Nachtschattengewächs und Aspirin zu vergiften; als Student spielte er
innerhalb von sechs Monaten sechs Mal russisches Roulette. »Ich habe nie
begriffen«, schrieb er in
Das Ende einer Affäre,
»warum die Menschen, die
ohne weiteres die höchst unwahrscheinliche Vorstellung eines überpersön-
lichen Gottes hinzunehmen bereit sind, an der Idee eines persönlichen Teufels
Anstoß nehmen.«
(Das Ende einer Affäre,
Die Kraft und die Herrlichkeit.
Das Herz aller Dinge. Das Ende einer Affäre,
Hamburg/Wien 1962, S. 582.)
Diese Ereignisse sind in Greenes Memoiren
Eine Art Leben
und in Norman
Sherrys Biografie
The Life of Graham Greene,
Bd. 1: 3904-3939, London
1989, S. 85-91 und S. 154-160, beschrieben.
Graham Greene, Brief an Vivien Dayrell-Browning, 1926 (zitiert in: Norman
Sherry,
The Life of Graham Greene,
Bd. 1: 3904-3939, New York 1989, S.
276).
Graham Greene,
Eine Art Leben,
Wien/Hamburg, S. 98.
Ibid., S. 145.
Ibid., S. 147.
E. Robins, G.E. Murphy, R.H. Wilkinson, S. Gassner und J. Kayes, »Some
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Essay • Das Löwengehege
Randall Jarrell (1914-1965) schrieb dieses Gedicht, als er in den fünfziger
Jahren in Washington lebte. Er und seine Frau besuchten oft den Zoo, und er
fuhr fast jeden Tag auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle in der Library of
Congress daran vorbei. Als Jarrell nach der Hauptfigur in »The Woman at the
Washington Zoo« gefragt wurde, beschrieb er sie als »unbeschreiblich«
verzweifelt, »sie lebt unsichtbar in dem mechanischen Käfig ihres offiziellen
Lebens, ihrem Körper; niemand füttert dieses Tier, ruft es beim Namen, steckt
ein Stöckchen zu ihm durch das Gitter – der Käfig ist leer ... sie ist ihr
346 –
eigener Käfig geworden«. (»The Woman at the Washington Zoo«, S. 319-327,
wieder abgedruckt in: Randall Jarrell,
Kipling, Auden & Co.: Essays and
Reviews: 1935-1964,
New York 1980, S. 324-325.) Jarrell erhielt den National
Book Award für seine Gedichtsammlung »The Woman at the Washington
Zoo«. Nachdem er 1965 wegen seiner manischen Depression und versuchten
Selbstmordes im Krankenhaus war, kam er eines Nachts durch ein entgegen-
kommendes Auto ums Leben. Die Umstände seines Todes lösten eine
umfangreiche Debatte über die Frage aus, ob es ein Unfall oder Selbstmord
war. (J. Meyers »The Death of Randall Jarrell«, in:
The Virginia Quarterly
Review,
Sommer 1982, S. 450-467;
Randall ]arrell's Letters,
hg. von Mary
Jarrell Boston 1985; W. H. Pritchard,
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Touched with Fire: Manic-Depressive Illness and
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The Serengeti Lion: A Study of Predator-Prey Rela-tions,
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Davis King, 6.-10. März 1995, und die
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Kapitel 6
Edgar Allan Poe,
Der Fall des Hauses Ascher,
Das gesammelte Werk in
zehn Bänden,
Bd. 2, Olten 1966, S. 643. Edgar Allan Poe (1809-1849) hatte
sein Leben lang mit Alkoholproblemen und bösartigen Stimmungen zu
kämpfen. In dem Jahr, bevor er starb, unternahm er einen Selbstmordversuch.
Virginia Woolf,
The Diary of Virginia Woolf,
Bd. 3. Virginia Woolf (1882-
1941), in deren Familie es viele Fälle von Depression gab, beging nach langen
Jahren des Kampfes mit ihrer manischen Depression Selbstmord.
347 –
J. Ordronaux, »On Suicide«, in:
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169-173; W. Coryell, J. Endicott, M. Keller, N. Andreasen, W. Groove, R. M.
A. Hirschfeld und W. Scheftner, »Bipolar Affective Disorder and High
Achievement: A Familial Association«, in:
American Journal of Psychiatry
146 (1989), S. 983-988. Der Anthropologe und Arzt Melvin Konner hat sich
mit dieser Frage ebenfalls beschäftigt, vgl.
Why the Reckless Survive... and
Other Secrets of Nature,
New York 1990.
C. Martindale, »Father's Absence, Psychopathology, and Poetic Eminence«,
Psychological Reports
31 (1972), S. 843-847; A. Storr,
The Dynamics of
Creation,
P.B. Shelley,
Verteidigung der Poesie,
Ausgewählte Werke,
hg. von H.
Höhne, Leipzig 1985, S. 645.
Gerard Manley Hopkins, »The Wreck of the Deutschland«, Zeilen 248f., in:
N.H. MacKenzie (Hg.),
Vincent van Gogh,
Sämtliche Briefe,
Bd. 4, Bornheim-Merten 1985, S. 25.
Zu den Angaben über Naturwissenschaftler, führende Geschäftsleute, Theater-
leute, (internationale) Schriftsteller und Dichter vgl. A. Ludwig,
The Price of
Greatness,
New York 1995; zu Komponisten vgl. W.H. Trethowan, »Music
and Mental Disorder«, in: M. Critchley und R.E. Henson (Hg.),
Music and the
Brain,
London 1977, S. 398-442; zu amerikanischen Dichtern vgl. die
unveröffentlichte Studie über Pulitzer-Preisträger von K. R. Jamison 1999; zu
britischen Dichtern siehe K. R. Jamison,
Touched with Fire,
New York 1993;
zu japanischen Schriftstellern vgl. Mamoru Iga,
The Thorn in the Chrysanthe-
Berkeley/Los Angeles
354 –
1986; zu amerikanischen Künstlern (abstrakten Expressionisten) vgl. J.J.
Schildkraut, A.J. Hirshfeld und J.M. Murphy, »Mind and Mood in Modern
Art: II. Depressive Disorders, Spirituality, and Early Deaths in the Abstract
Expressionist Artists of the New York School«, in:
American Journal of Psy-
chiatry
151 (1994), S. 482-488.
Folgende Schriftsteller nahmen sich das Leben: Francis Ellingwood Abbott,
Ryuunosuke Akutagawa, Takeo Arishima, James Robert Baker, Thomas
Lovell Beddoes, Walter Benjamin, John Berryman, Charles Blount, Barcroft
Boake, Tadeusz Borowski, Richard Brautigan, William Clark Brinkley,
Charles Buckmaster, Eust
ace Budgell, Don Carpenter,
Paul Celan, Thomas
Chatterton, Charles Caleb Colton, Hart Crane, Thomas Creech, John
Davidson, Osamu Dazai, Tove Ditlevsen, Michael Dorris, Stephen Duck,
Aleksander Fadeyev, John Gould Fletcher, Romain Gary, Adam Lindsay
Gordon, Richard Harris, Thomas Heggen, James Leo Herlihy, Ernest
Hemingway, Ashihei Hino, Robin Hyde, William Inge, Shungetsu Ikuta,
Sergej Jesenin, B. S. Johnson, Michioi Kato, Yasunari Kawabata, Bisan
Kawakami, Tokoku Kitamura, Heinrich von Kleist, Arthur Koestler, Jerzy
Kosinski, Letitia E. Landon, Primo Levi, Vachel Lindsay, Ross
Lockridge Jr.,
Anthony Lukas, Philipp Mainländer F. O. Matthiessen, Wladimir
Majakowskij, Charlotte Mew, Hugh Miller, Walter M. Miller Jr., Yukio
Mishima, Yves Navarre, Gerard de Nerval, Arthur Nortje, John O'Brien,
Cesare Pavese, Sylvia Plath, Qu Yuan, Ferdinand Raimund, Jacques Rigaut,
Anne Sexton, Sir John Suckling, Eiko Tanaka, Robert Tannahill, Sara
Teasdale, Frank Tilsley, John Kennedy Toole, George Trakl, Frances Vernon,
Anna Wickham, Virginia Woolf, Constance Fenimore Woolson, Paolo
Yashvili, Stefan Zweig und Marina Zwetajewa. Wahrscheinlich nahmen sich
das Leben Robert Burton, Eugene Izzi, Randall Jarrell und Jack London. Zu
den Künstlern, die sich umgebracht haben, zählen Ralph Barton, James Carroll
Beckwith, Francesco Borromini, Patrick Henry Bruce, Dora Carrington, John
Currie, Edward Dayes, Rosso Fiorentino (wahrscheinlich), Richard Gerstl,
Mark Gertler, Vincent van Gogh, Arshile Gorky, Benjamin Haydon, William
Morris Hunt, Ernst Ludwig Kirchner, Wilhelm Lehmbruck, Francois Le
Moyne, Alfred Maurer, Jules Pascin, Eric Pauelson (Poulsen), Mark Rothko,
355 –
Dylan Thomas, »Die Kraft die durch die grüne Kapsel Blumen treibt«, in:
Windabgeworfenes Licht. Gedichte,
Frankfurt a. M. 1995, S. 125, Zeilen 11-
13.
Kapitel 7
Sylvia Plath, Tagebucheintrag vom 11. Juni 1958, in: dies.,
Die Tagebücher,
hg. von Frances McCullough, Frankfurt a. M. 1997. Die amerikanische
Schriftstellerin Sylvia Plath schrieb in ihren Briefen, Tagebüchern, Gedichten
und in ihrem autobiografischen Roman
Die Glasglocke
ausführlich über ihre
schwarzen, gewalttätigen Stimmungen. Im Alter von knapp zwanzig Jahren
unternahm sie einen fast tödlichen Selbstmordversuch, zehn Jahre später
brachte sie sich mit Kohlenmonoxyd um. Die Gedichte, die sie kurz vor ihrem
Tod schrieb, sind nach Ansicht Robert Lowells so etwas wie eine »Auto-
biografie des Fiebers«.
J.M. Davis, »Central Biogenic Amines and Theories of Depression and
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Einen ausgezeichneten Überblick geben J.D. Higley und M. Linnoila »Low
Central Nervous System Serotonergic Activity is Traitlike and Correlates with
Impulsive Behavior: A Nonhuman Primate Model Investigating Genetic and
Environmental Influences on Neurotransmission« in:
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Ibid.
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nd M. Linnoila, »Stability of Interindi-
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Diese Studien sind zusammengefasst und besprochen in J.D. Higley und M.
Linnoila, »Low Central Nervous System Serotonergic Activity is Traitlike and
Correlates with Impulsive Behavior: A Nonhuman Primate Model Investi-
gating Genetic and Environmental Influences on Neurotransmission«, in:
Annals of the New York Academy of Sciences
836 (1997), S. 39-56.
Der kritische Einwand der übermäßigen Vereinfachung wird gut dargestellt
von G.W. Kraemer, D.E. Schmidt und M.H. Ebert, »The Behavioral Neuro-
biology of Self-Injurious Behavior in Rhesus Monkeys: Current Concepts and
Relations to Impulsive Behavior in Humans«, in:
Annals of the New York
Academy of Sciences
836 (1997), S. 12-38.
Eine Übersicht über acht Studien zeigt, dass ein Drittel bis vier Fünftel aller
Selbstmordhandlungen ohne viele Vorüberlegungen zu Stande kamen. Die
typische Zahl war zwei Drittel. Vgl.
C. L. Williams, J. A. Davidson und I.
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Zusätzlich zu den früher zitierten Tierstudien vgl. auch M. Asberg, D.
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Essay • Die Färbung der Ereignisse
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Urbana 1981, S. 139, zitiert in: Stephen Ambrose,
Undaun-
Brief von Thomas Jefferson an Benjamin Rush vom 28. Februar 1803, in:
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Letters of the Lewis and Clark Expedition,
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The Lewis and Clark Expedition, the 1814 Edition,
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xvi, S. xviii-xix.
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The Lewis
and Clark Expedition,
Bd. l, S. xxvi.
Brief von Thomas Jefferson an Meriwether Lewis vom 16. August 1809, in:
Jackson,
Letters of the Lewis and Clark Expedition,
Bd. 2, S. 459.
Eintragung vom 18. August 1805 im Tagebuch von Meriwether Lewis, in:
Moulton und Dunlay,
The Journals of the Lewis and Clark Expedition,
Bd. 5,
S. 118.
Brief von William Clark an Jonathan Clark vom September 1809, in: J.J.
Holmberg, »›I Wish You to See & Know All‹: The recently Discovered
Letters of William Clark to Jonathan Clark«, in:
We Proceeded On
18 (1992),
S. 10.
Brief von James Howe an Frederick Bates vom 28. September 1809, in:
Missouri Historical Society Collections
4 (1923), S. 474.
Brief von Hauptmann Gilbert C. Russell an Thomas Jefferson vom 26.
November 1811, in: Jackson,
Letters of the Lewis and Clark Expedition,
Bd. 2,
S. 573f.
Brief von James Neelly an Thomas Jefferson vom 18. Oktober 1809, in:
Jackson,
Letters of the Lewis and Clark Expedition,
Bd. 2, S. 467f.
Brief von Alexander Wilson an Alexander Lawson vom 28. Mai 1811, in: E.
Coues (Hg.),
History of the Expedition Under the Command of Lewis and
Clark,
New York 1965 (Erstveröffentlichung 1893), Bd. l, S. xivff.
Brief von William Clark an Jonathan Clark vom 28. Oktober 1809, in:
Jackson,
Letters of the Lewis and Clark Expedition,
Bd. 2, S. 727.
Thomas Jefferson, »Life of Captain Lewis«, 18. August 1813, in: Lewis,
The
Lewis and Clark Expedition,
Bd. l, S. xxvii-xxviii.
Neben O.D. Wheeler, F.W. Seymour, R.
Dillon, C. Skinner und A. Furt-
wangler gibt es eine ganze Reihe weiterer Autoren, die entweder Mord oder
Selbstmord annehmen, darunter: D. A. Phelps, »The Tragic Death of Meri-
wether Lewis«, in:
William and Mary Quarterly
13 (1956), S. 305-318; V.
Fisher,
Suicide or Murder: The Strange Death of Governor Meriwether Lewis,
Chicago 1962; P. R. Cutright, »Rest, Rest, Perturbed Spirit«, in:
We
Proceeded On
12 (1986), S. 7-16; E.G. Chuinard, »How Did Meriwether
Lewis Die? It Was Murder« (Teil 2), in:
We Proceeded On
18 (1991), S. 4-10.
O.D. Wheeler,
The Trial of Lewis and Clark, 1804-1904,
New York 1904,
S.193.
F.W. Seymour,
R. Dillon,
»Aber wenigstens fällt der Schatten der Selbstmordtheorie nicht mehr auf
seinen Namen«, schrieb C. Skinner in
Adventures in Oregon,
New Haven
1920, S. 70.
A. Furtwangler,
Acts of Discovery: Visions of America in the Lewis and Clark
Journals,
Urbana 1993.
E.G. Chuinard, »How Did Meriwether Lewis Die? It Was Murder« (Teil 3),
We Proceeded On
18 (1992), S. 4.
D. L. Chandler,
The Jefferson Conspiracies: A President's Role in the Assassi-
nation of Meriwether Lewis,
New York 1994, S. 325f.
S. M. Drumm,
Luttig's Journal of the Fur Trading Expedition on the Upper
Missouri, 1812-1813,
St. Louis 1920, S. 150f. Meriwether Lewis' Mutter Lucy
373 –
Meriwether Lewis heiratete nach dem Tod von Lewis' Vater erneut. Es ist
unklar, ob die geistige Labilität, die bei Dr. John Marks festgestellt wurde, von
Seiten der Meriwethers oder der Marks oder von beiden herrührte. Falls sie
von der Meriwether-Seite stammte und es auch auf der Lewis-Seite Fälle von
geistiger Labilität gab, wäre es nicht überraschend, wenn Meriwether Lewis an
einer schweren Art von Geisteskrankheit gelitten hätte.
S.E. Ambrose,
Undaunted Courage: Meriwether Lewis, Thomas Jefferson,
and the Opening of the American West,
New York 1996, S. 358, S. 481f.
28 A.T.W. Forrester, »Malaria and Insanity«, in:
Douglass Adair und Dawson Phelps, zitiert in: V. Fisher,
Suicide or Murder:
The Strange Death of Governor Meriwether Lewis,
Chicago 1962, S. 231.
E. Foxwell, Leserbrief an die
Washington Post,
29. Juni 1996; K. R. Jamison,
Leserbrief an die
Washington Post, 6.
Juli 1996.
Ambrose,
Undaunted Courage,
S. 482.
William Shakespeare,
Antonius und Cleopatra,
Kapitel 8
Anne Sexton, »Sterben wollen«, in:
All meine Lieben, Lebe oder stirb.
Gedichte,
Frankfurt a. M. 1996, S. 311.
Robert Burton,
The Anatomy of Melancholy,
Bd. 2. Robert Burtons (1577-
1640)
Anatomy of Melancholy
wurde 1621 erstmals veröffentlicht und ist bis
heute eines der wichtigsten Bücher zu diesem Thema geblieben. Darin gestand
der Verfasser ein, dass er selbst unter Melancholie leide; von anderer Seite
374 –
wird berichtet, dass der Bruder seiner Mutter »an Melancholie starb«. Als
Burton 1640 starb, ging unter seinen Studenten in Oxford das Gerücht um, er
habe »seine Seele durch eine Schlinge um den Hals zum Himmel fahren
lassen«. Ein anderer Zeitgenosse aus Oxford bestätigte dies: Burton habe »in
jener Kammer seine Tage beschlossen, indem er sich erhängte«. Andere, die
der Meinung sind, er habe nicht Selbstmord begangen, weisen darauf hin, dass
Burton kein christliches Begräbnis erhalten hätte, wenn eindeutige Beweise
für einen Selbstmord vorgelegen hätten. Was an den Gerüchten über seinen
Selbstmord auch dran sein mag – das Epitaph, das er für seinen Grabstein ver-
fasste, ist auf jeden Fall eine Provokation: »Für ihn, dem die Melancholie das
Leben wie den Tod gab.« Michael O'Connell,
Robert Burton,
Boston 1986, S.
31 ff. Siehe auch Lawrence Babb,
Sanity in Bedlam: A Study of Robert
Burton's ›Anatomy of Melancholy‹,
East Lansing 1959; Bergen Evans, mit
Unterstützung von George J. Mohr,
The Psychiatry of Robert Burton,
York 1972; Ruth A. Fox,
The Tangled Chain: The Structure of Disorder in
›The Anatomy of Melancholy‹,
Berkeley 1976.
Robert Burton,
The Anatomy of Melancholy,
Bd. 2, Teil 2, Abschnitt 5,
London 1961 (Erstausgabe 1621), S. 248-251.
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J. Berryman, »384«, in:
The Dream Songs,
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Lewis Grassic Gibbon,
Epilog
Douglas Dunn, »Disenchantments«, in: D. Dunn,
Dante's Drumkit,
London
1993, S. 46.
400 –
401 –

Angehörige um Suizid e.V.
Wilhelmsplatz 2
D-95444 Bayreuth
Tel.: 0921-1500380
Fax: 0921-83343
Arbeitskreis Leben (AKL) e.V.
Hilfe und Kontakt in Lebenskrisen
D-72074 Tübingen
email: [email protected]
Internet: http://ak-leben.de/


in Lebenskrisen e.V.
Viktoriastr. 9
Internet: http://www.die-arche.de/
chung suizidalen Verhaltens
Prof. Dr. med. Thomas Bronisch
Max-Planck-Institut für Psychiatrie
Klinisches Institut
Psychiatrische Klinik
Kraepelinstr. 10

email: [email protected]
Beratungszentrum für psychi
sche und soziale Fragen
Granatengasse 4/1
Tel.:0316-911004
402 –
Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention

Prof. Dr. med. Werner Felber
Vorsitzender
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
D-01307 Dresden
email: [email protected]
EQUILIBRIUM
Verein zur Bewältigung von Depressionen
Tel: 041-7287169
International Academy for Suicide Research
Kontaktadresse:
Prof. Dr. phil. Armin Schmidtke
Universitäts-Nervenklinik, Universität Würzburg
Füchsleinstr. 15
D-97080 Würzburg
email: [email protected]
Krisenintervention
Hessenplatz 9
Krisenintervention
A-1090 Wien
Tel.:0222-4069595-0
403 –
Krisenintervention an der Psychiatrischen Universitäts-Klinik
St. Veiter Str. 47
A-9010 Klagenfurt
Nikolsburger Platz 6

email: [email protected]
Österreichischer Verein für Suizidprävention,
Krisenintervention und Konfliktbearbeitung (ÖVSKK)
A-5020 Salzburg
email: [email protected]
Schweizerische Gesellscha
ft für Krisenintervention
und Suizidprophylaxe
c/o Psychiatrische Universitätsklinik
Wilhelm Klein-Strasse 27
Tel: 061-3255217
Schweizerischer Verband »Die Dargebotene Hand«
Krisentelefon
Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf
Martinistr. 52
D-20251 Hamburg
email: [email protected]
404 –
405 –
Aborigines 192
Abschiedsbriefe 34, 47, 75-88,
95, 115, 131, 135f., 141, 145,
152, 184, 285, 323 Anm. l,
Anm. 3
Adair, Douglass 222
Adoptionsstudien 167f.
Afroamerikaner 256f., 264, 280
siehe
Gewalttätigkeit
Ägypten 77f.
Ahearn, Eileen 188
AIDS 28ff., 40, 53f„ 103, 131,
154, 195, 254, 265
Air Force Academy, U.S. 56-60
Akutagawa, Ryuunosuke 85,
Alkohol und Alkoholismus 25,
30, 37f., 40, 48, 51, 54, 87,
89ff., 93, 99, 101-104, 109ff.,
122, 124-127, 129, 132, 154,
162ff., 168, 170, 174, 178,
181, 183-187, 191-196, 213,
215f., 221, 229, 239f., 24 9f.,
253f., 260, 262, 264, 267,
275ff., 286f., 292
Allen, George 143f.
Alte 19, 27, 103f., 261
Alter und Altersgruppen 19, 25,
27, 29f., 41-44, 49f., 52-55,
57, 75f., 79, 91f., 103f., 109,
113-116, 138f., 164, 191,
195f., 198
Altes Testament 19, 71, 151
Alvarez, A. 26, 88, 104
Alzheimer-Krankheit 188, 240
Ambrose, Stephen 221, 223
American Association of
Suicidology 299
American Foundation for Suicide
Prevention 262f., 299
American Suicide
(Kushner) 23
Amish 164f.
Amygdala 187, 240
Anatomy of Melancholy,
(Burton) 23, 30f.,
372f.Anm. 2, Anm. 3
Anatomy of Suicide, The
Anderson, Olive 270, 274
Angstzustände 119f., 124
Anorexie 119, 186
Antonius und Kleopatra
speare) 223
Arbeitslosigkeit 90, 121, 149,
164, 191, 229, 250, 264
Arbeitsprobleme 89, 121, 149,
186, 195, 291
Argentinien 137
Aristoteles 19f.
Åsberg, Marie 185
Aschoff, Jürgen 202
Atkinson, Maxwell 36


Australien 49, 134, 141, 192, 202,
265, 268, 277
Autopsie 33f., 37-40, 110
Autopsie, psychologische 37-40,
Axelrod, Julius 180
Bacon, Francis 159
Baidessarini, Ross
406 –
Barraclough, Brian 101, 169
Barton, Ralph 87f.
Bayley, Robert 118f.
Beachy Head, Selbstmorde am
Beck, Aaron T. 45-49, 95
Befano, Dawn Renee 96ff.
Behandlung
siehe
Belgien 134, 200f.
Berryman, John 127, 298
Bestattungssitten 19-24, 30
Beziehungen, soziale 25, 91f.,
116, 121f., 124-127, 193f.,
229f., 250, 273, 286, 291
siehe auch
Ehepartner;
(Donne) 23
Biologie 89, 157-205, 231, 244,
246, 264 -
siehe auch
Neurobiologie und
Bolton, Iris 288f.
Book of Common Prayer
24
Borderline-Persönlichkeitsstö-
rungen 101, 119-124, 170,
Bradford, Dorothy und William
Brierre de Boismont, Alexandre
Briggs, Edgar 162f.


Buch der Weisheit 68


Burton, Robert 23, 30f., 227,
373f. Anm. 2, Anm. 3
Busch, Katie 148
Camus, Albert 27
Carbamazepin 234
Cassem, Ned 246
Cassius 19
Cato 19
Celan, Paul 78
Centers for Desease and Preven-
tion 27, 33, 41, 262, 271-274,
Chandler, David Leon 220
Chatterton, Thomas 128, 341,
Anm. l
Cheng, Andrew 198
China 51, 137, 197-200, 264
Chlebnikow, Welimir 107
Cholesterin 188f.,195, 203
Chuinard, E.G. 220
Clark, William 208ff., 212ff.,
217, 219-222 -
siehe auch
Clinton, William 152, 386, Anm. l
Coate, Morag 247
Collegestudenten 27, 41f., 59,
94f., 253ff., 270f.
Conrad, Joseph 192
Cowper, William 15f.
Crow, Timothy 173f.
of Pain
Curphey, Theodore 37f.
Dänemark 35, 167f., 184, 202,
Daniel 151ff.
Dante Alighieri 20
Denken, manisches 106ff.
Denken, suizidales 40-45, 50, 52,
74, 92, 100, 108f., lllff., 115,
130, 147f., 186, 228f., 243,
247, 262, 298
Depression 10, 23, 30f., 35, 37,
39, 43ff., 50f., 55, 77, 83,
407 –
86-114, 119-127, 129, 145,
154f., 158f., 161, 163, 165,
167ff., 173-176, 179ff., 184-
196, 199f., 203ff., 214, 217f.,
221f., 227-244, 246, 249ff.,
253f., 259-264, 268f., 273,
275, 277f., 284ff., 288, 290f.,
293ff., 330 Anm. l, 373f.
Anm. 2, Anm. 3
Deutschland 22, 134, 190, 234f.,
Dillon, Richard 219
»Disenchantments« (Dunn) 304
86, 89f., 101, 159-169, 173,
191-195, 204f., 228, 231,
249f., 289
Donne, John 23
»Dream Songs, The« (Berryman)
Drogenmissbrauch 25, 30, 40, 54,
91ff., 101-104, 109f., 121f.,
124-127, 178, 193-196, 229,
240, 249, 253f., 260, 267,
286f., 292
Dublin, Louis 139
Dun, Douglas 304
Dunne-Maxim, Karen 290f.
Durkheim, Emile 134, 202
Egeland, Janice 164
Ehen 127, 162, 193, 198, 292f.
siehe auch
Ehepartner;
Ehepartner 80ff., 86f., 108, 123,
127, 132, 161f., 258, 282f.,
286, 288, 291-297
Eine Art Leben
(Greene) 99f., 330
Anm. l, Anm. 3-5
Elektrokrampftherapie 85, 242f.,
Ellis, Edward 143f.
Eltern 43f., 54, 75, 79ff., 84, 92f.,
98, 127, 161, 163, 165, 167,
182f., 193, 238, 253f., 267,
273, 283-289, 293-300
Ende einer Affäre, Das
(Greene)
330 Anm. l
Enthauptung 131
Epilepsie 21, 178, 248
Erblichkeit 25f., 33, 89f., 100,
109, 115, 158-168, 170f.,
173f., 177f., 181t., 187, 190-
194, 199, 205, 228f., 249,
253, 264, 289f.
Erhängen 11, 16f., 35f., 49, 51,
74, 78, 111, 128ff., 133-138,
142, 147f., 162, 164f., 191,
246, 269, 285, 373f. Anm. l
Erinnerungen
Gedächtnis
Ernährung 54, 178, 181, 188-191,
195, 197, 204
Erstechen 16, 43, 82, 130f., 135
Ersticken 11, 33, 35, 111, 129,
131, 135, 139, 141
Kohlenmonoxid-
Ertrinken 17, 35f., 43ff., 78,
85ff., 97f., 128-131, 133-136,
140, 145, 147, 165, 285
Eskimos 12, 271
Essstörungen 119, 125, 186
Euthanasie 19, 21, 141
Evolution 159, 168-176, 189ff.
Fähigkeiten, kognitive 94, 174,
187, 196, 199f.
Familie 33ff., 37f., 43f., 75, 79-
84, 86, 89, 91-94, 98, 100,
106, 114, 116, 121, 127, 136,
149, 152, 158, 161-168,
192ff., 198, 226, 228-231,
408 –
238, 249-253, 260, 264, 270,
273, 282-300
Farberow, Norman 37f.
Fedden, Henry Romilly 32, 131
(Humphry) 141
Finnland 54, 91, 200, 277
Fluvoxamin 233
Frankreich 22, 42, 88f., 133, 140,
201, 269
Freud, Sigmund 136
Freunde 37, 39, 81, 83, 85ff., 114,
116, 127, 143, 149, 228-231,
251f., 255, 257, 260, 266,
273, 282-286, 291f., 299, 302
siehe auch
Beziehungen,
5-Hydroxyindolessigsäure (5-
HIES) 181ff., 185f., 190,
Garner, Alan 105f.
Gedächtnis 94, 119, 199, 243, 291
Gehirn 160, 170, 173ff., 177-
184, 186ff., 192f., 197, 199,
202, 231, 240, 243f.
siehe
Neurobiologie und
Neuropathologie
Gerichtsmedizin 33-36, 39f., 54,
82, 130, 132, 150, 153, 276
Geschlecht 25, 42f., 50-54, 80, 91
f., 109, 121, 133f., 136, 138,
196ff., 229, 240, 259f., 264,
Geschwister 43, 79f., 100, 160-
164, 166f., 289ff., 296, 300
Gesellschaft 18ff., 30, 35, 52, 54,
133f., 140-145, 154f., 164-
167, 256-281, 302
Gesundheitswesen, öffentliches
52, 256-281
Gewalttätigkeit 30, 108, 110-113,
121f., 126, 131f., 138, 150f,
159f, 163ff., 169-175, 177,
180-186, 189f., 192f., 195,
197, 204, 216, 229f., 236,
250, 284ff., 292f., 298, 302
Gibbon, Lewis Grassic 299f.
(Plath) 148
Glia-Zellen 188
Golden Gate Bridge 143-146
Gorbatschow, Michail 275
Gott
Religion
Grant, Amy 152
Grant, Ulysses S. 159
Greene, Graham 99f., 330
Anm. 1-5
Griechen (Antike) 19f., 32, 140,
Großbritannien 23f., 35, 52, 79,
82ff., 133f., 140ff., 184,
200ff., 240, 244, 268, 271,
274, 278, 295
Gurney, Ivor 115
Haiattacken 145
Halluzinationen 108, 113, 115-
Hannibal 19
Harlow, Henry 171
Harris, Clare 101
Hartigan, G.P. 227
Hawton, Keith 247f.
Haydon, Benjamin 84
409 –
Hemingway, Ernest 298
Hemisphäre, nördl. 201
Hemisphäre, südl. 201
Heraklit 20
Hibbeln, Joseph 189f., 204
High-School-Studenten 28, 42,
Higley.J. Dee 181f.
Hilfegruppen 251-255, 288, 299,
Himmelhoch, Jonathan 242f.
Hinterbliebene 30, 48, 80ff., 139,
Hintergrund, sozialer 25ff., 80
Hippokrates 203
Hispanics 42
Hoffnungslosigkeit 93-96, 98,
104, 113, 154, 192, 283f.,
Hogan, Nancy 288
Hölderlin, Friedrich 78
Homer 19
Homo neanderthalensis
Hopkins, Gerard Manley 176
Hormone 179, 197, 203
Horrobin, David 190
Hughes, Langston 134
Humphry, Derek 141
Hyperintensitäten 187f.
Hypophyse 187
Hypothalamus 187, 240
»I Know a Hundred Ways to Die«
Impulsivität 183f., 191ff., 195,
197f., 228f., 284
Indianer 207-210, 264, 271
Indien 32, 134, 137, 141, 179,
(Dante) 20
Iproniazid 180
»Irish Airman Foresees His
Death, An« (Yeats) 56
Italien 133, 201, 270
Jackson, Donald 208f.
ten 190
Jahreszeiten 199-204
Jameison, Gerald 148
Japan 141-144, 190, 241, 271
Jarrell, Randall 86, 150, 345f.,
Anm. l
Jefferson Conspiracy, The
(Chandler) 220
Jefferson, Thomas 206-209, 212f.,
215, 217-222
Jennings, Elizabeth 282
Jesaja 97
Jessenin, Sergej 78
Johanniskraut 241
Johnson, Sherry 90
Jones, Ivor 169f.
Judas Ischariot 19
Judentum 20
Jugendliche 43f., 49, 52-55, 76,
79ff., 91ff., 115, 124, 138,
196, 249, 261, 264-268, 271,
285, 290, 294f., 302
Jukai 142
Jurisdiktion 18ff., 22ff., 33, 35f.,
Kanada 35, 42f., 262, 265, 271
Kaplanjay 188f.
Katholische Kirche 20, 35
Kehle 12, 17, 35, 51, 74, 82, 84,
128, 132, 148, 161, 296f.
Kennedy, John F. 154
Kent, Allison 254f.
Kierkegaard, Søren 22
Kinder 42ff., 52-55, 75, 91ff.,
99f., 121f., 164f., 178, 186,
410 –
193, 196, 238f„ 253, 259ff.,
265, 276, 283-300, 302
Klerman, Gerald 243f.
Kliniken, psychiatrische 146-149,
153ff., 199, 203, 227-231,
234, 240f., 243, 249-253,
264, 270, 286, 293f., 297
Kohlenmonoxidvergiftung 35,
142, 226, 273f., 277
»Kohorten-Effekt« 50
Kongress, U.S. 207, 278ff.
König Lear
(Shakespeare) 84
Kraepelin, Emil Ulf., 116, 147f.,
Krankheiten, physische 19, 25,
89, 103, 112, 120, 154,
178ff., 188, 191f., 195, 221f.
Krankheiten, psychische 12, 18,
20-25, 30, 33ff., 37, 39, 50f.,
54f., 80-94, 96ff., 125ff.,
130ff., 137ff., 146-149, 151
bis 155, 158-163, 165, 167,
184-188, 191-199, 203f.,
215, 220ff., 227-231, 243 bis
246, 248f., 252-260, 264ff.,
269, 271, 277-281, 286f.,
291ff., 295f., 301f., 372f.
Anm. 26 -
siehe auch
Psychopathologie;
Depression; Manie und
(bipolare) Erkrankung;
Krauter 241
Kulturen
siehe
Künstler 175f., 354f. Anm. 50
Kushner, Howard 23
Lebe oder stirb
(Sexton) 228
Lebensstil 110, 129f., 191
Lee, Robert E. 159
Leiden des jungen Werther,
Die
Lemminge 171
Leukas 140
Lewis, Reuben 219
Linehan, Marsha 247
Lithium 13, 227, 231-235, 237,
239, 241, 243, 246, 248, 303
Litman, Robert 37f.
Locke, John 22
Logan, Joshua 297f.
London 79, 134
Los Angeles Suicide Prevention
Center 37-40
Lowell, Robert 52, 106
Löwen 150-155, 169, 172
Luther, Martin 22, 116
Lynch, Thomas 132
Majakowski, Wladimir 107
Makaken 170, 189
Manie und manisch-depressive
(bipolare) Erkrankung 9-13,
16, 27, 30, 34f., 50f., 55,
63f., 68, 83f., 86-90, 93f., 99-
114, 119-127, 149, 154f.,
158, 161, 163, 165, 167, 173-
176, 179, 184f., 187, 192,
194ff., 199, 203ff, 222, 229,
231-235, 237ff., 241f., 244,
246, 254, 259, 264, 286,
292f., 297, 330 Anm. l
manisch-depressive Irresein, Das
(Kraepelin) 147f., 345 Anm.
Mann, John 193
Marks, John 220
411 –
McCombs, Phil 151
Meade, Marion 129f.
Medical Inquiries and Observa-
tions upon the Deseases of
(Rush) 160f.
Medien 140-143, 145f., 151, 153,
269-274, 277, 290f.
Medikamentation 26, 89, 102f.,
109f., 112, 115, 122, 125ff.,
135, 137f., 147, 154, 170,
179f., 183, 188, 195, 198,
202, 227, 230-250, 257, 260,
274f., 285, 293
Meerkatzen 182
siehe
Depression
Menninger, Karl 131, 136
Messer 99, 118, 128-133, 135,
137, 250
Millay, Edna St. Vincent 130
Mischzustände 110-114, 125,
184f., 195, 204, 229, 238
Mitchell, General William 72
Mord und Mörder 21, 40, 184,
204, 213, 219 –222, 275f.,
Morison, Samuel Eliot 24
Morselli, Enrico 89, 134, 139, 200
Motivation 88-96, 193, 198, 301
Müller-Oerlinghausen, Bruno235
My Son... My Son
(Bolton) 289
Nachahmung 18, 143ff., 194,
Napoleon I., Kaiser von Frank-
reich 207, 269
National College Health Risk
Behavior Survey
National Depressive and Manic-
Depressive Association 251
National Institute of Mental
Health 41, 89, 154
Nebenwirkungen 239-242, 248-
Neelly, James 215
Neues Testament 19, 71
Neurobiologie und Neuropatho-
logie 26, 177-205, 264
Neurotransmitter 178-189, 193f.,
197, 203f., 231f., 240, 264
Noradrenalin 178ff., 186, 240
North, Carol 116ff.
Norwegen 19, 22, 277
Nuland, Sherwin 129, 260
Obdachlosigkeit 153ff.
O'Donnell, lan 79
»Odysseus«-Erklärungen 252
»Of Suicide« (Berryman) 298
On Human Nature
(Wilson) 172f.
Opfermord 40
Opfertod
siehe
Ordronaux, John 159f.
Oshima 143f.
Östrogen 197, 203
Ovid 69
Panikattacken 120
Paranoia 85, 108, 111, 115, 118f.,
153, 173, 184, 204
Paraquat 141
Parker, Dorothy 129f.
Pascin, Jules 78
Pasternak, Boris 323 Anm. l
Pavese, Cesare 78f.
Paykel, Eugene 41
412 –
Persönlichkeitsstörungen 90, 101,
119-124, 154, 170, 184ff.,
192, 244, 247, 264
Pesaresi, Josephine 293ff.
Pfeffer, Cynthia 43
Phelps, Dawson 222
Phillips, David 270
Phillips, Michael 198
Philosophie 27, 32f., 246
Pilgrim, Charles 162
Plath, Sylvia 105, 148, 177, 250,
355 Anm. l
Poe, Edgar Allan 112, 126, 159,
348 Anm. l
Police Department, New York
City 37
Polizeiaktion, Selbstmord durch
Positivismus 108, 251f., 254f.,
siehe
Disposition
Psychologie und Psychiatrie 26f.,
30, 32, 34, 37ff, 41f., 75-98,
130, 136, 139, 145, 148, 166,
168, 179, 205, 230-234, 242-
255, 257, 259, 262, 271f.,
276, 278, 290, 293, 296ff.,
Psychopathologie 26, 40, 87, 89,
91f., 99-127, 138, 170f.,
203f., 229, 244, 246, 273,
330 Anm. l
Psychopharmakologie
Psychosen 12f., 39, 77, 82f., 86f.,
90, 113-118, 122-125, 154f.,
164, 174, 179, 188, 196,
204f., 227, 242, 247, 250,
252f., 284
Psychotherapie 122ff., 228f., 231,
243f., 246-249, 299
Pulsadern 12, 35, 78, 95, 111,
118, 121, 129f., 138, 257
Pyne, Stephen 192
Rauchen 54, 178, 186
Reid, Senator Henry 278
Religion 18-22, 30, 35, 79-84,
115ff., 151ff., 193, 299, 303,
373 Anm. 2
Reserpin 179
»Resume« (Parker) 129
Rhesusaffen 181ff.
Risikofaktoren 93-96, 101, 109-
113, 119ff., 126f., 146f., 149,
185ff., 194, 196f., 204f., 228-
232, 234-237, 239, 247-250,
252f., 261-268, 271-274, 279
Robins, Eli 37, 228
Rom (Antike) 19f., 88, 133, 268f.
Romantisierung 139f., 142-146,
267, 269f., 273f.
Rosen, David 145
Rousseau, Jean Jacques 22
Roy, Alec 166
Rückenmarksflüssigkeit 181ff.,
185f., 190, 195, 197
Rush, Benjamin 114, 160, 209
Russell, Gilbert 215, 217
Russland 133
Ryan, Jack 9ff.
Samen, geflügelte, des gelben
Oleanders 137, 141
Samoa 19, 137
Sappho 140
Satcher, David 256, 279f.; 386
Anm. l
Scheidungen 88ff.
413 –
Schicksalsschläge 44, 110
Schimpansen 18
Schizophrenie 35, 55, 83, 89f.,
101, 114-119, 122, 124, 127,
153ff., 163, 167f., 173f., 178,
184-188, 190, 194, 196,
203ff., 229, 240, 242, 244,
253, 264, 286
Schlaf und Schlafprobleme 89,
104, 110f., 113, 120, 125,
195, 202f., 229, 237ff., 250,
Anm. 50
Schulen 264-268
siehe auch
High-School-
Schusswaffen 10ff., 30, 34, 36,
38f., 43, 49, 51, 54, 74, 76,
84, 88, 99ff., 128, 133-139,
163ff., 184, 191, 197, 229,
250, 269f., 274-278, 285,
287ff., 293, 298, 302, 330
Anm. l
Schwangerschaft 54, 104, 136,
177f., 197
Schweden 21, 109f., 232, 261,
Schwerter 128, 133
Seele 20f., 25, 79
Seiden, Henry 296
Seiden, Richard 145
passim


Selbstmordabsicht, Skalierung 45-
Selbstmordabsichten 34-41, 45-
49, 109f., 112, 114f., 131f.,
135, 138, 147f., 184, 192,
196, 228f., 245, 284
Selbstmordauslöser 193ff., 198,
231, 271-274
Selbstmordprävention 9-12, 27,
30f., 135, 139, 146f., 149,
163f., 167, 193f., 197ff., 202,
227-256, 260-266, 274ff.,
278ff., 292f.
Selbstmordstatistik 27-30, 33f.,
40-43, 49-55, 101-104, 109f.,
115f., 119, 122, 131f., 135,
141-146, 148, 155, 160, 163-
168, 175f., 184f., 190, 196-
202, 232, 234, 236ff., 240ff.,
248, 254, 261, 266ff., 275f.,
Selbstmordversuche 16, 40, 44-
52, 99f., 109, 111ff., 115,
118ff., 129, 131, 137f., 140,
142, 146, 148, 163f., 166,
175, 182-185, 188, 192, 196,
198, 200, 215, 221, 226,
234ff., 239, 247ff., 254,
256f., 262ff., 266ff., 271,
274, 279, 282f., 330 Anm. l,
345 Anm. l
siehe
Messer; Kehle; Handgelenk
Seneca 17, 128f.
Serotonin 26, 178-189, 193f., 197,
203f., 231, 239f., 264
Serotoninwiederaufnahmehem-
mer, selektive (SSRI) 180,
183, 233, 236f., 239f.
Sexton, Anne 111, 174, 225f.
Sexualität 108, 115, 122, 127,
136, 170, 174, 193, 238f.,
Seymour, Flora 218f.
Shaffer, David 91, 267
Shakespeare, William 84, 223
Sheldon, Anita 258
Shelley, Percy Bysshe 134, 175
Shneidman, Edwin 37f., 40, 76
Grief (Lukas und Seiden)
414 –
Sopirak, Drew 56-72, 304
Soziologie 26f., 33, 35f., 88
Spence, Mary 145
Sprengstoff 131, 138
Springen 11, 17, 36, 75, 79, 127-
131, 133-141, 143-148, 164,
Sri Lanka 137, 141
siehe
Serotoninwiederauf-
nahmehemmer, selektive
Stigmatisierung 35, 63f., 68, 149,
213, 219f., 222f„ 238, 255-
257, 259f., 266, 269, 278,
280, 286, 290f., 293f.
Stimmungsstörungen
siehe
pression; Manie und
Erkrankung
Stimulation, transkraniale
Manie und
(bipolare) Erkrankung
Stress (Überlastung) 34, 38, 83ff.,
87-91, 93-98, 104ff., 109f.,
114-120, 125f., 129f., 135,
138f., 149, 167-171, 174,
186ff., 191f., 194f., 198f.,
205, 228f., 231, 240, 242f.,
246f., 249f., 253f., 259f.,
264, 266, 284-287, 291f.,
294f., 302
»Stress-Diathese«-Modell 193
Styron, William 106, 230f.
»Substanz P« 240
Südafrika 201f., 268
»Suicide« (Lowell) 52
Suicide in Victorian and Edwar-
dian England
(Anderson)
»Suicide's Note« (Hughes) 134
Sünde 18, 22f., 164
Surgeon General's Report on
Sussex (Klippen) 140
Sussex, James 164
Szasz, Thomas 245f.
Takahashi, Yoshimoto 142
Temperament 25f., 100, 172ff.,
191, 195, 209, 213-216,
218f., 221ff., 228, 302
Tennyson, Alfred Lord 157f.
Tests, psychologische 94, 108,
Texas 270
Thematischer Apperzeptionstest
Thomas, Chris 77f.
Thomas, Dylan 176
Thomas, Edward 73f., 205
Tod und Todesfälle 28-31, 47f.,
77f„ 80, 83f., 88ff., 94, 96ff.,
103, 137, 154, 229
Todesursachen 52ff.
Tomita, Masako 143
Tondo, Leonardo 232
Toynbee, Arnold 283
143f.
Tryptophan 181, 203
Tryptophan-Hydroxylase (TPH)
Überdosen 11, 13, 36f., 48f., 85,
98ff., 109, 115, 122, 129,
132-138, 140, 142, 147, 198,
239f., 250, 257, 274f., 277,
Ukei, Meiko 143
Umwelt/Umgebung 165-172, 174,
182, 191f., 195, 199, 201f.,
415 –
Undaunted Courage
(Ambrose)
Undertaking, The
(Lynch) 132
Ungarn 271
Urbanisierung 202
Valproat 233ff., 241, 248
van Gogh, Vincent 176
van Hooff, Anton 88, 133
Verbrennen 32, 111, 141f., 148,
163, 197
Vereinigte Staaten 23, 37, 134f.,
137f., 168, 184, 200ff., 244,
262, 264f., 268, 271-276,
Vergiften 11, 16f., 19, 33, 35f.,
49, 51, 76, 79ff., 99f., 115,
128-131, 133-139, 141f., 199,
250, 274f., 299, 330Anm. l
Verhalten, altruistisches 19, 139,
Verhalten, riskantes 40, 121f.,
125f., 181
Verhalten, soziales 46, 66, 90,
170-175, 181-185, 187-190,
193, 195, 198, 229f., 247f.,
Verhalten, zwanghaftes 120, 186
Verhaltensstörungen 121
Verhungern 17, 20, 111, 171
Vorhersagbarkeit 51f., 96, 101,
119, 139, 148f., 261f., 266f.
Wall, James 148
Washington, Nationalzoo 150-
153, 155, 345 Anm. l
Waugh, Evelyn 44f.
Wehr, Thomas 89
Weissman, Myrna 50, 243f.
52, 201, 277f.
Wesley, John 22
Whale, James 85
Wheeler, Olin Dunbar 218
Williams, Mark 23
Wilson, Alexander 215ff.
Wilson, E.O. 171ff.
Wilson, John 256-259, 281
Winslow, Forbes 130, 160
Wishnie, Howard 122ff.
Wissenschaft 32ff., 175f., 354f.
Anm. 50
Wissenschaftler 175f., 354f.
Anm. 50
Wolf, Hugo 106
»Woman at the Washington Zoo,
The« (Jarrell) 150, 345f.
Anm. l
Woolf, Virginia 86f., 159, 346
Anm. 2
(Pyne) 192
Wyatt, Richard 154f.
Yeats, William Butler 56
Youth Risk Behavior Surveillance
42
Zeichnungen 94f.
Zilboorg, Gregory 37
Züge 75, 79, 134, 137ff.
Zwillingsstudien 160ff., 164,
416 –

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